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Mark Bastl, Mitte, jubelt mit dem Meisterpokal nach dem vierten Playoff Finalspiel der National League A zwischen den Kloten Flyers und den ZSC Lions, am Samstag, 19. April 2014, in der Kolping Arena in Kloten. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Dieses Jahr muss der Titel wieder her – letztmals wurde der ZSC 2014 Meister.  Bild: KEYSTONE

Sind die ZSC Lions zu gut, um regelmässig Meister zu werden?

Zwei Jahre ohne Meisterfeier sind für die ZSC Lions zu viel. Der Trainerwechsel von Marc Crawford zum Duo Hans Wallson und Andreas Johansson ist der logische Schritt.



Die ZSC Lions dominieren die Liga so stark, dass sie seit 2011 in der Qualifikation nie mehr in eine ernsthafte Krise geraten sind. Fünf Jahre ohne Krise im Hallenstadion! Und doch «nur» zwei Titel (2012 und 2014) in dieser Zeit.

Deshalb fragen wir uns: Sind die ZSC Lions zu gut, um regelmässig Meister zu werden? Surfen sie kraft ihres Talentes zu leicht durch die Qualifikation und verlieren so ihre Playoff-Tauglichkeit? Im letzten Frühjahr gingen sie als Qualifikationssieger gegen den krisengestählten SCB sang und klanglos in der ersten Runde unter (0:4).

Die enttaeuschten Spieler der ZSC Lions nach der 3:0 Niederlage gegen den SC Bern im vierten Playoff-Viertelfinalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und den ZSC Lions am Donnerstag, 10. Maerz 2016, in der PostFinance-Arena in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Hängende Löwenköpfe nach dem Aus gegen den SCB. Bild: KEYSTONE

Dieses Scheitern hat einen grundsätzlichen Philosophiewechsel provoziert. Die Ära der NHL-Generäle mit Bob Hartley (2011/12) und Marc Crawford (2012 bis 2016) ist nach zwei Titeln zu Ende gegangen – und erstmals nach zehn Jahren (Christian Weber 2005/06) steht nicht mehr ein Nordamerikaner an der Bande.

Zwei Titel in sechs Jahren sind für eine Organisation mit den Mitteln und dem Selbstverständnis der ZSC Lions nicht genug. Die beiden NHL-Coaches sind beim Versuch gescheitert, eine Dynastie aufzubauen. Eine Dynastie ist ein Team, das mehrere Titel hintereinander gewinnt. Der EHC Kloten war mit den vier Titeln zwischen 1993 und 1997 die letzte Dynastie.

Schwedische Erfolgsgaranten?

Nun kommen Hans Wallson und Andreas Johansson aus Skellefeta. Sie haben in Schweden zuletzt sechsmal hintereinander das Finale erreicht, viermal in Serie die Qualifikation gewonnen und in dieser Zeit zweimal den Titel geholt (2013 und 2014). Sechs Jahre, zwei Titel – das erreichten auch Bob Hartley und Marc Crawford. Und das war nicht gut genug. Hans Wallson und Andreas Johansson müssen sich steigern.

Die Schweden Hans Wallson, links, und Lars Johansson, rechts, neues Trainerduo der ZSC Lions beim ersten Mannschaftstraining der Lions zur kommenden Saison auf der Kunsteisbahn Oerlikon in Zuerich am Montag, 1. August 2016. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Hans Wallson und Andreas Johansson haben beim «Zett» nun das Sagen. Bild: KEYSTONE

Nie mehr seit Conny Evensson (1992, Kloten) sind schwedische Trainer mit so viel Vorschusslorbeeren in die Schweiz gekommen. Im Scheinwerferlicht steht Hans Wallson, zuletzt zwei Mal in Serie Schwedens Trainer des Jahres. Dabei liefert eigentlich sein Partners Lars Johansson die interessantere Story. Er war letzte Saison als Sportchef noch Hans Wallsons Chef, gibt sich nun aber mit der Rolle des Assistenten zufrieden. Weil er im Bürosessel die tägliche Arbeit auf dem Eis vermisst hat, steigt er wieder in die Kabine hinab.

Wahrscheinlich hatten die ZSC Lions in ihrer ganzen Geschichte auf der Trainerposition noch nie so viel Fachkompetenz.

Alle fünf Meistertitel des Playoff- Zeitalters haben die ZSC Lions mit kanadischen Trainern geholt (Ruhnke, Huras, Kreis, Hartley, Crawford). Das will wenig heissen. Der letzte Trainer, der aus Skelleftea in die Schweiz wechselte, baute gleich eine Dynastie auf. Der Sonderling John Slettvoll gewann mit Lugano 1986, 1987, 1988 und 1990 den Titel. Mit einer solchen Bilanz wären die ZSC Lions sicherlich zufrieden.

Was ist neu?

Die Schlüsselspieler bei den ZSC Lions

Transferbilanz:

Positiv. Nach den Zuzügen von Inti Pestoni (Topskorer in Ambri), Verteidiger Christian Marti (zurück aus Nordamerika), Samuel Guerra (Davos) sowie der Rückkehr von Ronalds Kenins können es sich die Lions leisten, zwischendurch nur mit drei Ausländern zu spielen.

Die bange Frage:

Werden Luca Cunti und Roman Wick bei der grossen internen Konkurrenz zu Problemspielern oder zu Leitwölfen?

Jobsicherheit der Trainer:

Maximal.

Prognose: Platz 1 bis 3

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pingu80 06.09.2016 18:17
    Highlight Highlight Nicht der ZSC ist zu gut. Unsere Liga ist zu gut und ausgeglichen, dass es beinahe unmöglich ist, den Titel zu verteidigen resp. jährlich im Finale mitzuspielen.
  • Hockeyaddict 06.09.2016 17:09
    Highlight Highlight Selbst als eingefleischter Klotenfan muss ich immer wieder den Hut vor Edgar Salis ziehen, wirklich super was er für Hochkaräter regelmässig zum "Z" holt...Spieler wie Nilsson, Matthews oder Thoresen sind einfach eine Bereicherung für die ganze Liga!Weiter so👍
  • Boston5 06.09.2016 17:01
    Highlight Highlight Lars Johansson oder Andreas Johansson? Im Text glaub ich einmal verwechselt. Da wollte jemand Lars Leuenberger schreiben :O
    • HabbyHab 06.09.2016 17:20
      Highlight Highlight Es ist Lars ;)
  • Porcupine Tree 06.09.2016 16:52
    Highlight Highlight Beim Z stellt sich effektiv nur die Frage, ob alle Spieler bei Laune gehalten werden können? Die Dichte an Stars ist so gross wie sonst nirgens. Die Linie 3 wäre z.B. in Bern die Nr. 1. Sind Spieler wie Kenins, Pestoni, Wick, Cunti etc. bereit nur in der 3. Linie zu spielen? Lugano hat ein ähnliches Problem. Ist die Idee beim SCB doch besser, nur 2 Toplinien zu haben + eine "gute" dritte und eine durchschnittliche 4. (mit z.T. unterdurchschnittlichen Spielern wie z.B. Reichert)?
    wir werden es sehen....
    • MARC AUREL 06.09.2016 18:07
      Highlight Highlight Entscheidend ist der Mix zwischen Häuptlinge und Indianer! Der Z hat zu viele Häuptlinge ( wie Lugano) die ihre Rolle nicht akzeptieren werden und für Unruhe sorgen werden. Ein paar top Spieler und viele Krieger die alles für den Erfolg machen ist entscheidend! Da hat Bern alles richtig gemacht.
    • Pingu80 06.09.2016 18:10
      Highlight Highlight Der SCB hatte wohl letzte Saison das beste Kader. 4 Linien die jede für den Unterschied sorgen konnte. Siehe Playoffs.
      Bitte ZSC Brille ablegen.
    • Porcupine Tree 07.09.2016 08:08
      Highlight Highlight Ich bin SCB Fan... so von wegen ZSC Brille. Der SCB hatte sicher nicht den besten Kader. Ich habe es auch nicht abschätzig gemeint. Weder dem SCB noch dem ZSC gegenüber. Ich meinte es eher im Sinne von Marc. Der SCB scheint eine gute Mischung gefunden zu haben. Der Z hat die ausgeglichensten Linien, aber genau das habe ich so in Frage gestellt. Sind sie zu ausgeglichen. Wenn es läuft, dann läufts? Wenn nicht, denkt jeder der andere könnte, sollte oder was auch immer??
  • TheMan 06.09.2016 16:47
    Highlight Highlight Nun entweder wird Pestoni oder Kenins in der 4ten Linie Spielen. Beide werden das Sicher nicht gerne sehen. Und beides ist Verschwendung an Talent. Ebenfalls ist die Defensive doch sehr knapp. Verletzt sich einer gibt es nur bei den GCK Lions Ersatz. Gibts dan der Z mit einer B Defensive?
    • HabbyHab 06.09.2016 17:14
      Highlight Highlight Rundblad, Marti, Geering, Blindenbacher, Seger, Karrer, Hächler, Guerra, Baltisberger sind schon mal 9 nicht allzu schlechte.. und bisher funktionierte die Intergration von GCK-Verteidigern jeweils ziemlich gut
    • 19_Invictus_21 06.09.2016 18:00
      Highlight Highlight Abgesehen von Guerra stimme ich dir zu HabbyHab.
      Ich war selten so froh das ein Spieler bei Davos geht wie bei Guerra.
    • weepee 06.09.2016 22:22
      Highlight Highlight @19_Invictus_21 - in den bisherigen Vorbereitungs, bzw. CHL-Spielen hat er seine Aufgabe - so finde ich - ordentlich gemacht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kluane 06.09.2016 16:10
    Highlight Highlight Was soll Zauggs Satz: Die Positionen der ausländischen Stürmer besetzen mit dem Norweger Patrick Thoresen, dem Schweden Mattias Sjögren (neu) und Ryan Shannon wieder drei Männer.???
    Hatten wir etwa letztes Jahr eine Transe im Kader?
    • Züzi31 06.09.2016 16:22
      Highlight Highlight Einen Kinderstar. Wer alles liest und versteht ist klar im Vorteil.
    • joe 06.09.2016 16:31
      Highlight Highlight Musste auch zwei Mal lesen. Er will da auf seinen ersten Satz mit dem "Kinderstar" verweisen. "" hätten geholfen!
  • LuceoNonUro 06.09.2016 16:07
    Highlight Highlight Sie haben Rumbland vergesse Herr Zaugg
    • DeineMudda 06.09.2016 16:28
      Highlight Highlight Rundblad*
    • Darkside 06.09.2016 16:36
      Highlight Highlight Rundblad ist kein Stürmer.
  • Hayek1902 06.09.2016 13:41
    Highlight Highlight Meine Prognose:
    1 bis 3: ZSC, SCB, HCL
    4 bis 6: EVZ, HCD, Genf
    7 und 8: Fribourg und Biel
    9 und 12: HCAP, Lausanne, Kloten, SCL,
    • John McClane 06.09.2016 14:07
      Highlight Highlight Davos weiter unten
      Ambri weiter oben
      Sonst einverstanden :-)
    • Hayek1902 06.09.2016 15:45
      Highlight Highlight Beim 8. Platz habe ich keine Ahnung, kann anstatt Biel eigentlich auch jeder andere sein. Für mich hat der Hiller Faktor den Ausschlag gegeben.
    • Einer Wie Alle 06.09.2016 16:10
      Highlight Highlight 1. ZSC
      2. EV Zug
      3. HC Lugano
      4. Fribourg-Gottéron
      5. SC Bern
      6. HC Davos
      7. Genf (könnte auch weiter oben sein)
      unten alles offen

      So in etwa ist meine Einschätzung, also ziemlich ähnlich :)
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