Sport
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Basel's Arlind Ajet, left, and Geoffroy Serey, center, in action against Salzburg's Sadio Maneleft, right, during the UEFA Europa League round of sixteen first leg soccer match between Switzerland's FC Basel 1893 and Austria's FC Salzburg at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Thursday, March 13, 2014. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: Keystone

Europa League, Achtelfinal Rückspiel

Erfahrene Basler müssen die jungen ungestümen «Bullen» einfangen

Der FC Basel könnte in Salzburg zum dritten Mal innerhalb von acht Jahren in einen Europacup-Viertelfinal vorstossen. Das 0:0 lässt vor dem Rückspiel gegen die selbstbewussten Gastgeber einigen taktischen Spielraum offen.

Den imposanten Salzburger Output – seit dem Jahreswechsel haben die «Bullen» in zehn Partien 41 Treffer produziert – haben die Basler Vertreter registriert. Ihnen ist die Qualität der überdurchschnittlichen gegnerischen Offensive bekannt. Aber im Hinspiel im St.-Jakob-Park demonstrierten die Basler, dass sie selbst mit einem dezimierten Aufgebot in der Lage sind, das spektakuläre Ensemble zu stoppen. 

Mit dem ersten torlosen Remis seit dem 2. Dezember 2012 (gegen Austria Wien) hatte im Umfeld des designierten österreichischen Champions niemand gerechnet. 

«Wir haben gezeigt, dass wir ihre Offensive kontrollieren können.»

Murat Yakin, FCB-Trainer

epa04122021 Murat Yakin, head coach of FC Basel, smiles during a press conference at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, 12 March 2014. Switzerland's FC Basel 1893 is scheduled to play against FC Salzburg in an UEFA Europa League round of sixteen first leg soccer match on 13 March.  EPA/GEORGIOS KEFALAS

Bild: EPA/Keystone

FCB-Trainer entspannt

Am Tag vor der nächsten grossen Aufgabe seiner erfolgreichen Trainerkarriere wirkte Yakin gelassen wie fast immer in solchen Momenten. Er sprach von der «guten Ausgangslage», er erwähnte erneut, dass uns «unter Umständen bereits ein Unentschieden genügt» – und Yakin stellte unmissverständlich klar: «Wir wollen weiterkommen.» 

Der europäische Höhenflug der letzten Saison hat der 39-Jährige in bester Erinnerung: «Das waren spezielle Erlebnisse.» Im Rückspiel wird der FCB taktisch wohl ähnlich vorgehen wie vor einer Woche. «Wir haben gezeigt, dass wir ihre Offensive kontrollieren können.»

Yakin wird seine Spieler dazu anhalten, den Angriff um Topskorer Jonatan Soriano vom eigenen Strafraum fernzuhalten – mutmasslich wieder mit einer 3-4-2-1-Formation, aber dank der Rückkehr von Captain Marco Streller prominenter bestückt. In bester Besetzung tritt der FCB gleichwohl nicht an. 

«Wir haben in den letzten Jahren schon stärkere Teams eliminiert.» 

Valentin Stocker, FCB-Spieler

Basel's Valentin Stocker, Center, fights for the ball with Salzburg's Martin Hinteregger, left, and Andre Ramalho, right, during the UEFA Europa League round of sixteen first leg soccer match between Switzerland's FC Basel 1893 and Austria's FC Salzburg at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Thursday, March 13, 2014. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Valentin Stocker beweist in dieser Saison eimal mehr seine Wichtigkeit: Hinspiel gegen Salzburg Bild: Keystone

Fabian Schär fehlt

Marcelo Diaz und Taulant Xhaka stehen zwar wieder zur Verfügung, der wichtige Innenverteidiger Fabian Schär kehrt indes frühstens am Sonntag auf den Rasen zurück. Ein anderer hat nach erheblichen Leistungsschwankungen nun einen medizinischen Rückschlag zu verdauen: Matias Delgado, der Regisseur ohne Form, erklärte wegen muskulären Beschwerden Forfait. 

Die Ausfälle seien zu bedauern, aber eine Beeinträchtigung der Chancen befürchte er deshalb nicht, betonte Valentin Stocker. Der WM-Teilnehmer verbreitete Zuversicht: «Wir sind nach wie vor schlagkräftig genug, um uns für den Viertelfinal zu qualifizieren.» Jener Mann, der mit Treffern und Assists massgeblich am dauerhaften FCB-Hoch beteiligt ist, mag die Aufgabe ohnehin nicht überhöhen: «Wir haben in den letzten Jahren schon stärkere Teams eliminiert.» 

Die Highlights aus dem Hinspiel

YouTube/Evgeniy Liubchenko

Die sensationelle Bilanz von Salzburg

Mit der Basler Visitenkarte beschäftigte sich in der «rot-weiss-roten Fussball-Traumfabrik» in Wals-Siezenheim vor allem einer: Roger Schmidt, der akribische Trainer und Aufsteiger des österreichischen Sport-Jahres. 

Der Deutsche warnte davor, mit einer problemlosen Fortsetzung der Salzburger Ball-Festspiele zu rechnen. Das Plus an Erfahrung (im FCB-Kader steckt die Substanz von 707 Europacup-Partien) sei nicht zu unterschätzen. 

Salzburg jubelt nach dem 1:0-Fuehrungstreffer am Sonntag, 16. Maerz 2014, waehrend der tipp3-Bundesliga-Begegnung zwischen Red Bull Salzburg und RZ Pellets WAC in Salzburg. (KEYSTONE/APA Foto/Krugfoto)

Die Bilder gleichen sich bei Salzburg-Spielen meist: Die Spieler Jubeln. Bild: APA

Im eigenen Stadion ist Salzburg seit 30 Partien und dem 0:2 gegen Rapid im August 2012 ungeschlagen. Von den letzten 61 Wettbewerbsspielen hat Salzburg 44 gewonnen, nur viermal unterlag der Verein.

In der Liga umfasst die Serie dreizehn Siege, zur 28-jährigen Torrekordmarke Rapids (101) fehlen neun Runden vor Schluss lediglich acht Treffer. Diese Erfolgsbilanz ist vorallem begünstigt durch das geschickte Pressing der jungen Spieler, wie die Kollegen von Spielverlagerung.de treffend analysierten.

Aber Basel muss ja gar nicht die Ungeschlagenheit der Salzburger beenden. Ein torloses Unentschieden reicht schon mal, um in die Verlängerung zu kommen. Und falls Stocker oder einem Teamkollegen sogar ein Treffer gelingt, kann der FCB sich grosse Hoffnungen machen, die «Bullen» auf europäischer Bühne einzufangen. (syl/si)



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«Wir verspüren keinen negativen Druck» – YB muss in Valencia punkten

Mut und Solidarität verlangt Gerardo Seoane von seinen Spielern für den Match in Valencia. Sie sollen die Zweikämpfe suchen, sich unterstützen und, wenn sich die Möglichkeit bietet, ohne Umschweife nach vorne spielen.

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