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epa04335494 BSC Young Boys head coach Uli Forte reacts during a press conference at the Stade de Suisse stadium in Bern, Switzerland, Wednesday, July 30, 2014. The Young Boys will play Cypriot club Ermis Aradippou in a Europa League soccer game on Thursday, July 31, 2014.  EPA/LUKAS LEHMANN

YB-Trainer Uli Forte will im Rückspiel bei Ermis Aradippou eine Blamage verhindern.  Bild: EPA/KEYSTONE

Europa-League-Qualifikation

Jetzt bloss kühlen Kopf bewahren – YB steht vor Hitzeschlacht bei Zyperns Fussballzwerg 

YB stehen im Rückspiel der 3. Runde der Europa-League-Qualifikation 90 sprichwörtlich heisse Minuten bevor. In Larnaca auf Zypern gilt es heute, den 1:0-Vorsprung gegen Ermis Aradippou zu verteidigen.

07.08.14, 11:12 07.08.14, 18:52

Es tönt wie ein altbekanntes Lied. Die Young Boys sind ambitioniert, wollen in die Gruppenphase der Europa League, besitzen ein gutes und breit besetztes Kader – und kommen nicht in die Gänge. 

Im Vorjahr kam der Einbruch nach fünf Siegen zum Auftakt der Saison, in diesem Sommer haben die Berner von Beginn weg Wörter wie Unvermögen oder Pech zu benützen. In der Meisterschaft geriet die Mannschaft von Uli Forte in allen drei Partien gegen St. Gallen (2:2), Aarau (1:1) und den FC Zürich (1:2) in Rückstand und durch die geringe Ausbeute bereits unter Zugzwang.

Scott Sutter und seine Young Boys können mit ihrem Saisonstart nicht zufrieden sein. Bild: KEYSTONE

Mangelhafte Effizienz als Hauptproblem

Von einem Fehlstart mochte Forte nicht reden, «zumindest nicht unter diesen Umständen». Denn es war ja nicht so, dass die Young Boys in den vier bisherigen Ernstkämpfen schlecht gespielt hätten. So, wie das in der Rückrunde der letzten Saison öfters der Fall gewesen war. 

Dass es in der Super League nur zu zwei Punkten und gegen Ermis Aradippou im Hinspiel vor Wochenfrist nur zu einem 1:0 reichte, hatten die Berner primär ihrer mangelhaften Effizienz zuzuschreiben. Etwas mehr Präzision im Abschluss, eine noch tiefere Fehlerquote in der Abwehr, und in Bern würde niemand einen schwachen Saisonstart monieren.

Samuel Afum will sich heute kaltschnäuziger zeigen als beim Hinspiel vor Wochenfrist. Bild: Andreas Meier/freshfocus

YB will Verletzungen nicht als Ausrede benützen

Dass YB die Ausfälle zahlreicher Stammspieler – aktuell sind insgesamt neun Akteure verletzt – verkraften kann und nicht als Ausrede benützt, ist als positiver Fakt zu werten. Das Kader ist vor allem in der Offensive offensichtlich stark genug bestückt, um kein Leistungsgefälle zuzulassen. 

Im Vergleich zum Spiel in Zürich könnte Moreno Costanzo in die Startformation zurückkehren, die etwas defensiver und womöglich wie vor Wochenfrist gegen Ermis im 4-2-3-1 zu erwarten ist. Ansonsten sieht Trainer Forte nicht viele Gründe für Wechsel. «Ich bin nicht zu Rotationen gezwungen, seit dem Spiel in Zürich blieb genügend Zeit zur Erholung. Die Aufstellung gegen Thun wird dann aber nicht mehr die gleiche sein.»

Ein Gegner vom Kaliber Ermis Aradippou darf für die Young Boys kein Stolperstein sein.  Bild: Andreas Meier/freshfocus

Will YB wie 2010/11 und 2012/13 die Gruppenphase der Europa League erreichen, so darf das Hindernis definitiv nicht Ermis Aradippou heissen. Der letztjährige Cupfinalist und Vierte der zypriotischen Meisterschaft zeigte zwar im Hinspiel im Stade de Suisse technisch gute Ansätze. Nach einer guten Stunde offenbarte er aber konditionelle Defizite. 

Im Inselstaat beginnt die Saison erst am 23. August, abgesehen von Tests und dem 0:1 vom letzten Donnerstag kann Ermis keine Spielpraxis vorweisen. Deshalb wäre das Ausscheiden gegen den Europacup-Neuling, die Nummer 279 im UEFA-Ranking (YB ist 73.), als Blamage zu werten. (dux/si)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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