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LONDON, ENGLAND - NOVEMBER 27:  Stewards apprehend  a pitch invader during the UEFA Europa League group C match between Tottenham Hotspur FC and FK Partizan at White Hart Lane on November 27, 2014 in London, United Kingdom.  (Photo by Ian Walton/Getty Images)

Mit dem «BassBuds»-Schriftzug auf der Wampe wird der erste von Flitzern abgeführt. Bild: Getty Images Europe

«Trollstation» steckt dahinter

In Trikots mit Klub-Sponsor auf dem Bauch: Wurden die drei Tottenham-Flitzer engagiert? Oder war es ein simpler Wettbewerb?

Erst Basel, jetzt Tottenham: Die Europa-League-Partie zwischen den «Spurs» und Partizan Belgrad muss für zehn Minuten unterbrochen werden, weil drei Flitzer auf den Platz stürmen. Am Tag danach macht ein übler Verdacht die Runde.

Nachdem in Basel in der Schlussphase der Partie gegen Real mehrere Flitzer den Rasen gestürmt haben, hat es nun auch Tottenham Hotspur erwischt. In der Europa-League-Partie gegen Partizan Belgrad schafften zwischen der 22. und 41. Minute gleich drei Zuschauer den Weg auf den Rasen.

Der erste «Pitch Invader» stand mehrere Minuten auf dem Platz und knipste Selfies mit den drei Tottenham-Spielern Kyle Naughton, Erik Lamela und Jan Vertonghen, bevor er von den Sicherheitskräften abtransportiert werden konnte. Nummer 2 und 3 waren dank der Hilfe einiger Spurs-Spieler schnell eingefangen.

Drei Flitzer bei Tottenham vs. Partizan

Als Tottenhams Moussa Dembélé den dritten Störenfried zu Fall gebracht hatte, griff Schiedsrichter Evgen Aranovskiy durch. Er unterbrach die Partie vier Minuten vor der Pause für rund 10 Minuten. Die drei Flitzer seien verhaftet worden, teilten die Spurs via Twitter mit.

«BassBuds» dementiert Flitzer-Sponsoring

Der neue Flitzer-Fall ist spannend. Alle drei Flitzer trugen nämlich das exakt gleiche Outfit unter ihrer Jacke: ein weisses T-Shirt mit der Aufschrift «BassBuds». Brisant: Kopfhörer-Hersteller «BassBuds» verkauft seine gebrandeten Produkte auch im offiziellen Fanshop des Klubs. Waren die Flitzer also von «Bassbuds» gesponsert?

Wie die «Daily Mail» berichtet, haben Untersuchungen ergeben, dass die Tickets der drei Flitzer von ein und derselben Person gekauft wurden. Offenbar hat der Käufer noch ein viertes Ticket erstanden, dessen Besitzer es aber nicht aufs Feld geschafft hat. Nach dieser Person wird jetzt gesucht.

Mittlerweile haben sich die drei Flitzer geoutet. In einem Youtube-Video erklären die «professionellen» Flitzer von «Trollstation», dass sie ihren Auftritt genau aufeinander abgestimmt und bereits vor der Partie durchgeplant haben. Demnach war das ganze ein Wettbewerb, welcher der drei Herren sich am längsten auf Feld aufhalten kann.

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Die drei Flitzer bei Tottenham vs. Partizan. video: youtube/Trollstation

Kein Sponsoring? Trollstation entschuldigt sich bei BassBuds.

Die Spurs haben eine Untersuchung des Falls und Konsequenzen für «BassBuds» angekündigt, falls die Firma wirklich in den Flitzer-Vorfall involviert sein sollte. Via Facebook hat der Kopfhörer-Hersteller dies allerdings dementiert: «Wir haben Kenntnis vom Zwischenfall beim Tottenham-Spiel genommen. Wir sind entsetzt, dass das Spiel auf diese Weise unterbrochen wurde. Wir verurteilen die Unterbrechung eines Sportevents auf diese Weise scharf», heisst es in der Stellungnahme. 

Für Tottenham Hotspur wird die «Shame at the Lane» auf jeden Fall ein Nachspiel haben. Die UEFA hat eine Untersuchung angekündigt. Immerhin ist sportlich bei den Spurs alles im grünen Bereich: Dank des 1:0-Siegs gegen Parizan hat der Tabellen-10. der Premier League die Qualfikation für die Sechzehntelfinals schon vor dem letzten Spieltag souverän geschafft.



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