Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Basel's head coach Murat Yakin, second left, speaks to his players prior to the prolongation of the UEFA Europa League quarter final second leg soccer match between Spain's Valencia CF and Switzerland's FC Basel 1893 at the Mestalla stadium in Valencia, Spain, on Thursday, April 10, 2014. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Yann Sommer

«Wir hofften aufs Penaltyschiessen. Aber nach zwei Roten Karten musst du nicht mehr hoffen, wenn du vorher schon chancenlos warst»

Es fehlte nicht mehr viel, gut sieben Minuten, und Yann Sommer hätte sich im Elfmeterschiessen definitiv ein Basler Denkmal setzen können. Jetzt bleibt nur die Enttäuschung.

11.04.14, 06:42 11.04.14, 08:14

«Wir waren chancenlos.» So direkt bringt Yann Sommer das 0:5 gegen Valencia gegenüber dem Vereins-TV in der Mixed-Zone auf den Punkt. Zuvor hexte er, während 120 Minuten, als gäbe es kein Morgen. Der mit Abstand beste Spieler der Basler hielt sein Team bis zur 113. Minute im Rennen. «Wir hätten uns bis ins Penaltyschiessen durchgekämpft. Wir hofften darauf. Aber nach zwei Roten Karten musst du nicht mehr hoffen, wenn du vorher schon chancenlos warst», weiss Sommer. «Valencia hat uns gezeigt, was grosse internationale Klasse ist.»

Beide Partien in zwei Sätzen perfekt zusammengefasst.

«Mit 11 gegen 11 wären wir ins Penaltyschiessen gekommen»

Auch Fabian Frei hatte auf die Kurzentscheidung gehofft, wie er noch im Stadionbauch sagt: «Mit 11 gegen 11 wären wir ins Penaltyschiessen gekommen. Und dort hätten wir mit Yann gute Chancen gehabt.» Bis zum 0:1 hätte die Mannschaft alles im Griff gehabt. Jetzt muss er zugeben: «Ich bin grad ein bisschen ratlos.» Der «worst case» sei dieser Abend gewesen. 

Fabian Frei mit Taulant Xhaka (r.): Was sollen wir machen? Bild: KEYSTONE

Dem stimmt der Präsident Bernhard Heusler zu: «Es ist nicht schön, wenn man so Geschichte schreibt.» Natürlich sei er «sehr enttäuscht» und habe «mitgelitten und sich mitgeärgert». «Kleine Disziplinlosigkeiten haben uns die Chance genommen.» Zu lange möchte sich der Präsident aber nicht mit der Niederlage befassen. «Wir wollen nicht gross herumheulen. Jetzt heisst es volle Konzentration auf die Meisterschaft und den Cup.»

Murat Yakin: «So kann man in Valencia nicht gewinnen.» Bild: EPA/EFE

Trainer Murat Yakin ist nach dem 0:5 ebenfalls bedient: «Jetzt müssen wir die richtigen Analysen machen.» Auch er weiss: «Wir konnten heute nicht überzeugen, wir müssen akzeptieren, dass Valencia besser war.» Trotzdem kritisiert er seine zwei Rotsünder noch an der PK nach der Partie: «Die Rote Karte fiel in eine Phase, in der wir es in der Hand hatten. Diaz war sicher frustriert, dass er kein gutes Spiel gemacht hat. Auch Sauros Platzverweis war sehr unnötig, so kann man in Valencia nicht gewinnen.»

«Wir wollen nicht gross herumheulen.»

Bernhard Heusler

«Es geht weiter»

Nach vorne blicken will auch Frei: «Ich habe dem Team in der Kabine das gleiche gesagt, wie schon damals nach dem 0:7 gegen Bayern München: Es geht weiter. Ich mach mir nicht die ganze internationale Saison kaputt, wegen dieser Leistung.» 

Der Frust sitzt tief, aber die europäische Saison war einmal mehr stark. Bild: KEYSTONE

Tatsächlich darf der FCB zum dritten Mal in Serie stolz sein auf seine Leistungen auf europäischem Parkett. Mit den Erfolgen hat er dem Schweizer Meister 2014 den Platz in der Gruppenphase der Champions League praktisch im Alleingang gesichert. Und diesen Platz wollen die Bebbi natürlich für sich beanspruchen. Daher sagt der Mittelfeldspieler: «So brutal es tönt. Am Sonntag geht es weiter.»

Hier geht es zum Spielbericht mit allen Toren in Gifs und weiteren Stimmen



Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Staal 11.04.2014 07:58
    Highlight Jetzt in der Gurkenliga Meister werden und schon ist man am Rheinknie den SzH Städtekomplex wieder los ;-)
    0 0 Melden
  • ran 11.04.2014 07:11
    Highlight Jungs, ihr habt super gekämpft! Kopf hoch und auf nach Sion! Vorwärts FCB!
    1 1 Melden

Aus der Provinz zurück ins Rampenlicht: Xherdan Shaqiri ist jetzt Liverpooler

Xherdan Shaqiri vollzieht innerhalb von England einen bemerkenswerten Wechsel. Premier-League-Absteiger Stoke City einigt sich mit dem FC Liverpool auf einen 17-Millionen-Franken-Deal.

Der nächste Profi mit Super-League-Erfahrung nach der Liga-Attraktion Mohamed Salah (ex Basel) betritt ein schwieriges Pflaster. Die Erwartungen beim Finalisten der letzten Champions-League-Saison sind um ein Vielfaches höher als in Stoke-on-Trent. Dem FC Liverpool folgen rund um den Globus mehrere 10 Millionen Anhänger.

Shaqiri wird bei Liverpool mit der Rückennummer 23 spielen – so wie auch in der Schweizer Nationalmannschaft.

Jürgen Klopp dirigiert in Anfield einen Klub, der im letzten …

Artikel lesen