Sport
27.07.2014; Basel; Fussball Super League - FC Basel - FC Luzern; Trainer Paulo Sousa (Basel) (Martin Meienberger/freshfocus)

Der Portugiese Paulo Sousa lernt mit Thun einen neuen Gegner kennen in der Schweiz. Bild: Martin Meienberger/freshfocus

Vor der 3. Runde in der Super League

Ein «Spitzenspiel» und ein Duell der Abstiegskandidaten

Die Saison in der Super League ist erst zwei Wochen alt, und schon kommt es zu einer Art Spitzenspiel. Bei Thun gegen Basel messen sich der Dritt- und der Zweitplatzierte. Aarau gegen Vaduz ist das Duell der beiden meistgenannten Abstiegskandidaten.

02.08.14, 08:55 02.08.14, 14:37

Vor einem besonderen Spiel steht Basels Mittelfeldspieler Luca Zuffi, der in den vergangenen beiden Saisons noch für Thun auflief. «Ich blicke auf eine schöne Zeit mit tollen Kollegen zurück», so der 24-Jährige. «Vor dem Spiel wird es noch ein paar SMS in Richtung Thun geben. Was aber drin stehen wird, verrate ich nicht». 

Luca Zuffi kennt die Stockhorn-Arena bestens. Bild: Andy Mueller/freshfocus

Zuffi kennt die Spielweise von Trainer Urs Fischer und seinen früheren Mitspielern. «Thun will zu Hause das Spiel bestimmen und ist konterstark. Zudem wird in der Stockhorn-Arena auf Kunstrasen gespielt, was für uns ungewohnt ist.» Um besser darauf vorbereitet zu sein, fand das Basler Abschlusstraining am Freitagmorgen auf dem Kunstrasenfeld beim FCB-Campus statt. 

Welcher Neuzugang darf sich beweisen?

An Bord sind alle Neuzuzüge wie der Argentinier Walter Samuel, der Paraguayer Derlis Gonzalez, der Japaner Yoichiro Kakitani und der diese Woche vorgestellte Ägypter Ahmed Hamoudi. Und auch die WM-Akteure Marcelo Diaz und Serey Die sowie der zuletzt angeschlagene Philipp Degen meldeten sich zurück. Man darf gespannt sein, wen Paulo Sousa nominieren wird. 

Walter Samuel hofft, auch mit dem FCB jubeln zu können. Erfolgt heute seine Premiere in der Schweiz? Bild: Antonio Calanni/AP/KEYSTONE

Letzte Saison stand Aufsteiger Vaduz nach 32 Runden mit zwei Niederlagen da. Diese Bilanz weisen die punktelosen Liechtensteiner in dieser Saison eine Liga höher bereits nach zwei Runden auf. Trainer Giorgio Contini weiss, dass es für den Neuling in der Super League schwierig wird. 

Am Sonntag ist das Team aus dem Ländle beim FC Aarau zu Gast. Es ist der Zweikampf der beiden meistgenannten Abstiegsanwärter, wobei Aarau mit dem neuen Trainer Sven Christ und vier Punkten aus drei Partien wesentlich besser aus den Startpflöcken gekommen ist und vor allem mit dem 1:1 bei YB verblüfft hat.

Bis jetzt stimmt der Fahrplan von Sven Christ.  Bild: Valeriano Di Domenico

Vaduz auf Rollentausch gefasst

Aarau war letzte Saison aufgestiegen, wahrte letztlich unter René Weiler problemlos die Ligazugehörigkeit, hat aber auf dem Papier an Substanz verloren. Nur Vaduz wird als noch schwächer eingestuft. «Die letzte Saison verlief für uns unwahrscheinlich gut. Viele Partien endeten zu unseren Gunsten. Sicher nicht nur durch Zufall, sondern dank unserer Routine und Erfahrung sowie der Qualität unseres Kaders», bemerkt Contini. 

Giorgio Contini kann noch nicht zufrieden sein mit dem Saisonstart seines Teams. Bild: KEYSTONE

Diese Überlegenheit sei nach dem Aufstieg nicht mehr gegeben. «Jetzt sind es unsere Gegner, die aus unseren Fehlern Kapital schlagen. Wir müssen uns so schnell wie möglich an den höheren Spielrhythmus gewöhnen und unsere individuellen Fehler abstellen. Wir sind aber auf den Rollentausch gefasst und werden reagieren», verspricht der ehrgeizige Trainer. 

FCZ mit Traumstart, Stadtrivale in der Krise

St. Gallen und Luzern streben ebenso den ersten «Dreier» der Saison an wie die Grasshoppers gegen Sion. Bei St. Gallen wird an Stelle von Marcel Herzog Daniel Lopar das Tor hüten. Das hat Trainer Jeff Saibene mit seiner ungewöhnlichen Goalie-Rotation beschlossen, da er beide Keeper als gleichwertig einstuft.

Jeff Saiben wendet ungewöhnliche Methoden bei seinen Torhüter an. Bild: Urs Lindt/freshfocus

Die Zürcher wollen nach drei Niederlagen in Serie (gegen den FCZ, Thun und Lille) auf den Pfad des Erfolgs zurückfinden. GC-Trainer Michael Skibbe fordert von seinem Team unmissverständlich: «Drei Punkte, ganz einfach».

Der Neo-Captain der Zürcher, Yassine Chikhaoui, ist bereits in Frühform. Bild: Andreas Meier/freshfocus

Leader Zürich könnte seinen besten Saisonstart seit acht Jahren mit einem Heimerfolg gegen die ihre Balance noch suchenden Young Boys einstellen. Vier Siege in Serie glückten dem FCZ letztmals im Meisterjahr 2006/07. Zugleich würde sich der Zürcher Stadtclub ein eigenes Geschenk zu seinem 118. Geburtstag machen. Der 1. August 1896 gilt als Gründungsdatum des FCZ, wobei dieser Tag mit historischen Quellen nicht genau nachgewiesen werden kann. (si/syl)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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