Sport
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Bild: Keystone

Vor dem Meisterschafts-Endspurt

Zwei um den Titel, zwei gegen den Abstieg – und der Rest der Super League kämpft für den Europacup

Drei Mal hat jeder Super-Ligist gegen alle anderen gespielt. Bevor die letzten neun Runden anstehen, ist überall noch Spannung drin: ganz oben, ganz unten und vor allem auch mittendrin. Die Ausgangslage vor dem Finish.

04.04.14, 13:28 04.04.14, 14:46

Der Zweikampf um den Titel

Tabelle: sfl.ch

Der Serienmeister aus Basel hat erst ein einziges Spiel verloren (am 11. August mit 1:2 gegen den FC Zürich). Dass der FCB den Gegnern nicht enteilt ist, liegt daran, dass er gleich viele Unentschieden wie Siege (je 13) auf seinem Konto hat.

Das erstaunliche GC hat deshalb nach wie vor die Chance, aus eigener Kraft Meister zu werden. Der Vorteil der Zürcher ist die Dreifach-Belastung Basels: Es ist auch noch in der Europa League im Einsatz und wird den Cupfinal bestreiten, während sich die Hoppers ganz auf die Liga konzentrieren können. Allerdings bewiesen die Basler zuletzt beim 3:0 gegen Valencia, dass sie über eine in der Schweiz einzigartige Kaderbreite verfügen und Ausfälle jederzeit kompensieren können.

Die bisherigen drei Begegnungen in dieser Saison endeten alle 1:1. Das vierte Direktduell steigt am 27. April in Basel – fällt dann, in der 31. Runde, bereits die Vorentscheidung im Meisterrennen?

Hopper Munas Dabbur im Kopfballduell mit Basels Fabian Frei beim letzten 1:1 der beiden Meisterschaftsanwärter. Bild: freshfocus

Der Zweikampf gegen den Abstieg

Tabelle: sfl.ch

Schon am Sonntag könnte es zu einer Vorentscheidung kommen – dabei galt Schlusslicht Lausanne in der Winterpause schon als sicherer Absteiger. Aber dank vier Siegen in der Rückrunde haben die Waadtländer doch noch die Chance, die Klasse zu halten. Auch deshalb, weil beim Konkurrenten Sion nach wie vor hinten und vorne nichts zusammenpasst.

Ein Sieg im Direktduell am Sonntag zuhause auf der Pontaise – und Lausanne ist nur noch einen Punkt hinter Sion, nur noch einen Punkt hinter dem rettenden Ufer. Siegen jedoch die Walliser, scheint die Lücke von sieben Punkten in den verbleibenden acht Runden für Lausanne nur schwierig zu schliessen sein.

Abstiegskampf pur: Der Sittener Vincent Rüfli taucht vor Lausannes Michael Facchinetti (rechts). Bild: Keystone

Der Sechskampf um die Europa League

Tabelle: sfl.ch

Der Schweiz stehen zwei Plätze in der Champions League bzw. der Qualifikation zu dieser zu (Ränge 1 und 2) sowie drei in der Qualifikation für die Europa League (Cupsieger, Ränge 3 und 4 in der Meisterschaft). Weil der Cupfinal Basel – Zürich lautet, ist die Aussicht realistisch, dass auch Rang 5 noch für den Europacup berechtigt.

YB muss die grossen Pläne vom ersten Meistertitel seit 1986 wieder einmal frühzeitig in der Schublade versorgen. Nach einer bislang enttäuschenden Rückrunde geht es nun darum, zumindest die Europa League zu erreichen – was die Berner in der letzten Saison kläglich verpasst hatten.

Zürich jubelt, YB ist bedient: Der 3:1-Auswärtssieg des FCZ ist für beide Teams sinnbildlich für die Rückrunde. Bild: Keystone

Der FC Zürich ist das Team der Rückrunde, daran ändert selbst das peinliche 0:3 am letzten Wochenende gegen Lausanne nichts. Allerdings ist genau diese Niederlage der Beweis dafür, dass die Inkonstanz nach wie vor ein treuer Begleiter des FCZ ist.

Sind die Zürcher der Auf-, so ist Luzern mit Bestimmtheit der Absteiger der Rückrunde. Auf Rang 2 als erster Basel-Jäger ins neue Jahr gestartet, klappt seither fast nichts mehr in der Innerschweiz. Setzt sich der Abwärtstrend fort, geht im ersten Jahr von Sportchef Alex Frei der Europacup flöten.

Dem FC St. Gallen gelang es nach der Winterpause zwar erst ein einziges Mal zu gewinnen. Weil die Ostschweizer aber immerhin fünf Mal unentschieden spielten und nur drei Mal verloren, ging die Talfahrt wenigstens nicht rasant vonstatten. Jeff Saibene trainiert gemäss Statistik eines der konditionell stärksten Teams Europas – das gibt den Fans des FCSG Hoffnung, im nächsten Jahr erneut auf Reisen gehen zu können.

Augen zu und durch: FCSG-Finne Juho Mäkelä gegen den Luzern Tomislav Puljic. Bild: Andreas Meier/freshfocus

Es ist beinahe schon ein Ritual: Jahr für Jahr schaut die Fussballschweiz ins Berner Oberland und staunt, was der kleine FC Thun aus seinen bescheidenen Mitteln macht. Selbst, dass der damalige Liga-Topskorer Josef Martinez im Winter vom Ausleih-Verein YB zurückgeholt wurde, verkrafteten die Thuner.

Aufsteiger Aarau kann den Rest der Saison geniessen – er hat sich frühzeitig aller Abstiegssorgen entledigt, 14 Punkte beträgt der Vorsprung auf Rang 10. Mit etwas Glück liegt gar noch die Europa League in Reichweite. Haupthindernis auf dem Weg dorthin ist die schlechteste Abwehr der Liga: Aarau kassierte (wie Lausanne) 53 Gegentore in 27 Spielen, also zwei pro Spiel.

Aarauer Jubel: Trainer René Weiler und sein Top-Torschütze Sven Lüscher (von links). Bild: Keystone

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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Liebes YB, bitte veryoungboys es noch ein Mal

Liebe Young Boys

Versteht mich bitte nicht falsch. Ich würde euch den Titel von Herzen gönnen. Obwohl ich kein Fan bin, mag ich euch: das Team, Radio Gelb-Schwarz, die Stadt, den Hütter – und den Spycher sowieso. Spätestens seit ich ihn einmal im grossen Buchladen in Zürich traf. Und nicht etwa in der DVD-Abteilung.

Ich würde euch den Titel echt gönnen.

Aber ich hätte es auch Odysseus gegönnt, dass er nach dem Krieg gegen Troja auf direktem Weg nach Hause gefunden hätte. Doch so funktioniert …

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