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epa04150189 FC Barcelona´s Argentinean forward Leo Messi (R) talks with German referee Felix Brych (L) during their UEFA Champions League first leg match played at Camp Nou stadium in Barcelona, Catalonia, Spain, 01 April 2014.  EPA/ALEJANDRO GARCIA

Die FIFA greift mit eiserner Faust gegen den FC Barcelona durch. Bild: EPA/EFE

Wegen Kinderhandel

Schock für Barcelona – FIFA spricht Transfersperre aus

Die FIFA statuiert ein Exempel und hat den FC Barcelona wegen Regelverstössen bei der Verpflichtung von minderjährigen Spielern mit einer Transfersperre von zwei vollen Wechselperioden belegt. Barcelona legt Einspruch dagegen ein.

In einem Communiqué teilt der Weltverband mit, dass die Disziplinarkommission den spanischen Meister wegen Missachtung von Artikel 19 des Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern bestraft. Der Artikel besagt, dass ein Spieler nur international transferiert werden darf, wenn er mindestens 18 Jahre alt ist.

Der FC Barcelona soll die Regeln in der Zeit zwischen 2009 und 2013 bei der Verpflichtung von mindestens zehn minderjährigen Spielern gebrochen haben.

Eine Busse kommt noch obendrauf, Rekurs wird eingereicht

Die Disziplinarkommission erachtete die Vergehen der Katalanen als schwerwiegend und verhängt gegen den Verein ein nationales und internationales Transferverbot für zwei volle aufeinanderfolgende Transferperioden und eine Geldstrafe von 450'000 Franken.

Nach FIFA-Angaben kann gegen den Entscheid innerhalb von drei Tagen Rekurs eingelegt werden. Ansonsten würde die Transfersperre gemäss Reglement per sofort in Kraft treten und sich bis ans Ende der Winterperiode 2014/15 erstrecken.

Der FC Barcelona hat nach Medienberichten bereits rechtliche Schritte gegen das Transferverbot unternommen und wird Rekurs einlegen. Ein Klubsprecher äusserte sich gegenüber der Nachrichtenagnetur Efe: «Unsere Schule zur Ausbildung von Nachwuchsfußballern ist weltweit ein Vorbild. Das Reglement, auf das der Weltverband FIFA sich berufe, stelle das Modell der Ausbildung von Talenten infrage.»

TMS überführte Barcelona

Auslöser des Transferverbots für den FC Barcelona ist das Abgleichungssystem TMS (Transfer Matching System) der FIFA. Dieses spezielle Online-System gibt es seit dem 1. Oktober 2010.

Das System nutzt moderne Technologie zur Erfassung von Daten. Stehen zwei Klubs vor einem Transfergeschäft, müssen sie die relevanten Daten in das System eingeben und mit der TMS-Datenbank abgleichen. Damit ein Transfer zustande kommt, müssen die Vereinsdaten exakt mit denen des TMS übereinstimmen.

Laut der FIFA wird die Transparenz bei Transfers dadurch garantiert, dass es bei dem speziellen Online-System nur sehr schwer möglich ist, betrügerische Angaben zu machen. (si)

Wie weiter mit Marc-André ter Stegen?

Davon könnte unter Umständen auch der bevorstehende Wechsel von Marc-André ter Stegen zu den Katalanen betroffen sein. Stegens Berater Gerd vom Bruch sagt gegenüber SPORT BILD online: «Stand jetzt ist – wenn ich die Mitteilung der Fifa richtig interpretiert habe – ein Transfer von Marc-André im Sommer zu Barcelona ausgeschlossen.» 

15.03.2014; Dortmund; Fussball 1. Bundesliga - Borussia Dortmund - Borussia Moenchengladbach; Jubel Torhueter Marc-Andre ter Stegen (Gladbach) (Uwe Speck/Witters/freshfocus)

Marc-André ter Stegen soll im Sommer zu Barcelona wechseln. Bild: Witters

Basel-Goalie Yann Sommer, den die Fohlen bereits als Nachfolger verpflichtet haben, dürfte die Situation jedenfalls gespannt verfolgen. 

Auch der spanische Fussballverband wurde von der Disziplinarkommission für mitschuldig befunden. Der RFEF wurde folglich ebenfalls mit einer Geldstrafe von 500'000 Franken belegt und angewiesen, seine Bestimmungen zu verschärfen.



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«Wir verspüren keinen negativen Druck» – YB muss in Valencia punkten

Mut und Solidarität verlangt Gerardo Seoane von seinen Spielern für den Match in Valencia. Sie sollen die Zweikämpfe suchen, sich unterstützen und, wenn sich die Möglichkeit bietet, ohne Umschweife nach vorne spielen.

Die Young Boys erwarten eine andere Partie als vor zwei Wochen daheim gegen Valencia. Die Verteidigung wird mehr gefordert sein, die Phasen mit Ballbesitz kürzer. Trotzdem soll einiges so laufen wie in der zweiten Halbzeit beim 1:1 gegen Valencia. Loris Benito hofft, dass sie die Spanier erneut mit ihrem physischen Spiel bedrängen können.

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