Sport

Champions League, Achtelfinal-Rückspiele

Porto – Basel 4:0; HS: 1:1

Real Madrid – Schalke 3:4; HS: 2:0

Es hat nicht sollen sein: Der FC Porto war eine Nummer zu gross für den FC Basel. Bild: KEYSTONE

Zuffi nach der Klatsche in Porto: «Manchmal ist es halt so: Man legt sich Pläne zurecht, und dann kommt es ganz anders heraus» 

Basels Champions-League-Höhenflug ist zu Ende. In Porto erleidet der im Achtelfinal-Rückspiel ausnahmslos chancenlose und teils demaskierte Schweizer Meister eine 0:4-Niederlage.

10.03.15, 23:42 10.03.15, 23:54

» Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen

In der ersten Halbzeit hielt der FC Basel gegen den Favoriten aus Porto noch gut mit. Zwar war FCB-Keeper Tomas Vaclik gegen den herrlichen Freistoss durch Yacine Brahimi machtlos, doch ansonsten hielt das Team von Trainer Paulo Sousa den Schaden in Grenzen. 

Das frühe 1:0 durch Brahimi kommt im dümmsten Moment. gif: Srf

Doch spätestens als der mexikanische Olympiasieger Hector Herrera unmittelbar nach der Pause Vaclik mit einem präzisen Weitschuss ein zweites Mal düpierte, stand keine weitere Basler CL-Sternstunde mehr zur Debatte. 

Herreras Schlenzer bringt die Enscheidung. gif: srf

Stattdessen bahnte sich in der prickelnden südländischen Atmosphäre eine höchst ungemütliche Fortsetzung an. 0:4 endet der Ausflug nach Porto schliesslich.

Zuffi und die gescheiterten Pläne

«Wir sind sehr enttäuscht», sagt Luca Zuffi nach der Partie. «In der Pause beim Stand von 0:1 war noch alles möglich. Aber nach der Pause sind die beiden weiteren Tore einfach zu früh gekommen. Es hat uns dann auch daran gehindert, das umzusetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Manchmal ist es halt so: Man legt sich Pläne zurecht, und dann kommt es ganz anders heraus.» 

Tatsächlich waren es ein, zwei Szenen, die gegen ein starkes Porto den Unterschied ausmachten. Während ein paar Momenten verloren die Basler die Orientierung vollends. Und Porto drosselte das Tempo ganz nach dem Gusto des anspruchsvollen Publikums nicht. Eine energische Reaktion Basels blieb aus, derweil die aufgeputschten Einheimischen nachlegten – wieder mit einer Standardvariante, Vaclik setzte beim Traumfreistoss von Casemiro  erneut vergeblich zum Hechtsprung an.

Noch so ein Ding: Vaclik ist gegen Casemiros Hammer chancenlos. gif: srf

In der Folge blieb dem Schweizer Serienmeister nur noch die Rolle des Statisten. Portos Monolog war zu keinem Zeitpunkt mehr einzudämmen. In den letzten Minuten einer lange überzeugenden Kampagne hatte der FCB primär zu leiden. Nach dem 4:0 Aboubakars kamen gar Erinnerungen an den Münchner Absturz vor drei Jahren auf. 

Das 4:0 ist nur noch Makulatur. gif: srf

Strellers Abschiedswunsch

Davon will Marco Streller, der seinen letzten internationalen Auftritt hatt, nichts wissen: «Insgesamt dürfen wir sagen, dass es eine gute Champions-League-Kampagne für uns war», so die Analyse des FCB-Captains. «Wir haben Liverpool ausgeschaltet, und wir sind in der Gruppe weitergekommen. Auswärts könnten die Leistungen natürlich noch besser werden. Und jetzt wollen wir natürlich noch gewinnen, was wir gewinnen können, die Meisterschaft und den Cup. Ich wünsche mir das für meinen Abschied.»

Für den beherzten Basler Aufritt gab's trotzdem Lob vom Gegner. «Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt und hatten das Glück, früh in Führung zu gehen», sagte Torschütze Yacine Brahimi nach dem Spiel. «Das ist uns entgegengekommen. Von unserer Seite war es ein sehr gutes Spiel, aber ich will hervorheben, dass Basel ein guter Gegner war.» Die Basler nehmen das Kompliment sicher gern zur Kenntnis, nur nützt es nichts, wenn man trotzdem ausgeschieden ist.

Marco Streller tröstet nach dem Aus seine Teamkollegen. Bild: KEYSTONE

Sousa kann nur gratulieren

Trainer Paulo Sousa versucht dennoch ein positives Fazit zu ziehen: «Ich bin enttäuscht über das Resultat heute, aber stolz auf die Kampagne», sagte der Portugiese an der Medienkonferenz. «Porto war heute stärker und besser als wir. In der ersten Halbzeit konnten wir noch teilweise mithalten, danach wurde es schwieriger. Leider waren wir nicht auf der Höhe unseres Könnens. Aber ich gratuliere Porto zu zwei sehr starken Leistungen und zum Weiterkommen.»

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Androider 11.03.2015 00:08
    Highlight Es muss nicht immer Sex sein, um am nächten Morgen befriedigt aufzuwachen :D Well done, Porto!
    5 0 Melden
  • bralliu 10.03.2015 23:54
    Highlight geht mir bei meinen Party-Plänen ähnlich: Nimmst dir viel vor - wirst du eher enttäuscht und wenn du dich eher zurückhalten möchtest - dann geht die Party ab wie Schmitz' Katze
    1 1 Melden

Alle sagen, moderner Fussball sei super. Ich sage: Im modernen Fussball haben sich Saumoden eingenistet, die mich laufend kotzen lassen

Gestern. Chelsea vs. PSG. Ibrahimovic foult Oscar. Rote Karte. Rudelbildung. Rudelbildung! Gefühlte 45 Minuten Rudelbildung! 

Von den Junioren bis zum Erreichen des Champions-League-Niveaus spielen Profis ungefähr eine Zillion Spiele und erleben dabei eine Zillion strittige Szenen. Und in wie vielen Fällen hat der Schiedsrichter seine Meinung geändert? Nie.

Nie.

Fucking NIE!

Meiner zweijährigen Tochter brauche ich die Dinge zwischen zwei- bis fünfmal zu sagen, bis sie es begreift. Ein Hund …

Artikel lesen