Sport

Sepp Blatters wird nach seinem Bauarbeiter-Posting wieder einmal von einem Shitstorm überrollt. bild: twitter/Joseph S Blatter

Sepp Blatter will wohl FIFA-Präsident bleiben, doch auf Twitter läuft es nicht sooo crèmig

Wir wissen nicht genau, wer nach dem Abgang von Kommunikationschef Walter De Gregorio derzeit oberster Twitter-Tätschmeister der FIFA ist – aber wir beneiden die Person definitiv nicht um ihren Job.

26.06.15, 08:10 26.06.15, 11:32

Sepp Blatter will wohl doch FIFA-Präsident bleiben. Das deutet er bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit 23 Tagen gegenüber dem «Blick» an: «Ich bin nicht zurückgetreten, sondern stelle mein Mandat an einem ausserordentlichen Kongress zur Verfügung.» Das Problem: Auch einige Wochen nach dem grossen Erdbeben von Zürich wird der Weltfussballverband in den sozialen Netzwerken mit Hass-Nachrichten bombardiert. Hauptzielscheibe bleibt logischerweise der «Noch-ein-bisschen-vielleicht-auch-länger-Präsident».

Beispiel gefällig? Gestern freut sich der Fussball-Zampano aus Visp wie ein Honigkuchenpferd über das Richtfest des neuen FIFA-Museums in Zürich. Dieses soll im Frühling 2016 eröffnet werden und gilt als Blatters letztes grosses Herzensprojekt. Logisch, nicht jeder 79-Jährige darf sich für rund 180 Millionen Franken selbst ein Denkmal bauen.

Also twittert Blatter, oder sein Social-Media-Manager, zwei Gute-Laune-Bilder mit den fleissigen Zürcher Bauarbeitern in die Welt hinaus. Das entbehrt nicht einer gewissen Komik. Neben Bierflasche und «I-got-99-Problems-Shirt» wirkt Blatter ein klitzekleines bisschen deplaziert.

Wow, das ist zackig eskaliert

Und was tun die Fussballfans rund um den Globus? Statt sich gefälligst mit Blatter zu freuen, lassen sie Hass und Häme auf den FIFA-Präsidenten niederprasseln.

Egal, so schnell lässt sich der Darth Vader des Fussballs nicht aus der Ruhe bringen. Flugs wird noch ein Gute-Laune-Tweet in die Weiten des Internets geballert.

Komisch, hat irgendwie auch nicht geklappt. Die Antworten:

Wir sind Herrn Blatter ja auch schon an den Karren gefahren, aber das tut uns jetzt doch ein bisschen leid. Wir haben einen wirklich gut gemeinten Ratschlag:

bild: tumblr/gifawesomeness

Die FIFA-Skandale unter Sepp Blatter

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hans Jürg 26.06.2015 11:54
    Highlight Ich bi dä Schacher Seppeli, im ganzä Land wohl bekannt...
    2 0 Melden
  • sinnfrei 26.06.2015 10:02
    Highlight Soll sich der Sepp ruhig noch eine virtuelle Fangemeinde kaufen, dann fühlt er sich im Knast vielleicht nicht so einsam (http://sinnfrei.ch/2015/06/04/play-fair-fifa/)
    7 2 Melden

So haben sich die Champions-League-Erfolge auf die Marktwerte der FCB-Spieler ausgewirkt

Der FC Basel überraschte im Herbst Europa, schlug Manchester United, feierte den höchsten Champions-League-Sieg der Geschichte gegen Benfica Lissabon und qualifizierte sich für die Achtelfinals. So wirken sich die Königsklassen-Heldentaten auf die Marktwerte der Spieler aus.

Der FC Basel liess im Herbst die Klubkassen klingeln. Dank der Erfolge in der Champions League spielte sich der Schweizer Serienmeister bisher rund 28 Millionen Franken ins Kässeli. Die starken Leistungen lohnen sich allerdings nicht nur unmittelbar, sondern dürften dank Spielerverkäufen auch in der (unmittelbaren) Zukunft – sprich im Transferfenster jetzt im Januar oder im nächsten Sommer – Geld ans Rheinknie spülen.

So hat der FCB Verteidiger Manuel Akanji schon mal ein Preisschild von rund 20 …

Artikel lesen