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Former German international head coach and president of FC Bayern Munich Franz Beckenbauer looks on prior to the soccer match between FC Bayern Munich and Schalke 04 in Munich, Germany, Sunday, Feb. 26, 2012. (AP Photo/Matthias Schrader)

Bild: AP

WM-Vergabe an Katar

FIFA-Exekutivmitglied hält Ermittlungen gegen Beckenbauer für möglich

Muss Franz Beckenbauer eine Strafe der Fifa fürchten? Nach Ansicht von FIFA-Exekutivmitglied Theo Zwanziger sind zumindest Fragen an den «Kaiser» angebracht. Es geht um Beckenbauers Rolle bei der umstrittenen Vergabe der WM 2022 an Katar.

10.06.14, 07:46

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FIFA-Exekutivmitglied Theo Zwanziger schliesst eine Untersuchung der Ethikkommission des Fussball-Weltverbandes gegen Franz Beckenbauer nicht aus. «Wenn man das Ethikreglement liest, wird man zu Punkten kommen, wo man Fragen stellen kann», sagte Zwanziger in São Paulo.

Theo Zwanziger schliesst eine Untersuchung gegen Franz Beckenbauer nicht aus. Bild: Andreas Meier/freshfocus

Die «Welt» berichtet, dass Beckenbauer von Michael Garcia kontaktiert worden ist. Der US-Staatsanwalt leitet die 2012 von der FIFA gegründete Ethikkommission, die sich mit den Korruptionsvorwürfen rund um die WM 2022 befasst. 2010 wurde das Turnier nach Katar vergeben. Damals war Beckenbauer noch Exekutivmitglied der FIFA und stimmte mit darüber ab, welches Land den Zuschlag erhält.

Schwänzte Beckenbauer Untersuchungen?

Um Bestechungsvorwürfe zu untersuchen, kontaktierte Garcia alle damaligen FIFA-Exekutivmitglieder – also auch Beckenbauer. Allerdings soll das deutsche Fussball-Idol weder auf die erste noch auf eine weitere Kontaktaufnahme Garcias reagiert haben. Nach eigener Aussage hatte Beckenbauer einen Fragebogen auf Englisch erhalten, den er nicht komplett verstanden habe. «Deshalb habe ich darum gebeten, dass man sich trifft und die Sache auf Deutsch bespricht. Das wurde offenbar nicht gewünscht», wird Beckenbauer in der «Welt» zitiert.

Laut FIFA-Ethikreglement sind Personen, die ein offizielles Amt im Fussball ausüben, verpflichtet, zur Aufklärung der Vorwürfe beizutragen. «Fehlende Kooperation kann zu einer Sanktionierung gemäss diesem Reglement führen», heisst es in Artikel 42. Beckenbauer ist Ehrenpräsident des FC Bayern München. Allerdings ist unklar, ob diese Funktion von der FIFA überhaupt als aktives Amt gewertet wird.

Franz Beckenbauer. Bild: Bongarts

Die «Sunday Times» hatte berichtet, dass Beckenbauer vor und nach der WM-Vergabe nach Katar auf Einladung des mittlerweile lebenslang gesperrten FIFA-Vizepräsidenten Mohamed bin Hammam im Emirat zu Besuch war. Ende Juni 2011 flog Beckenbauer unter anderem mit vier Managern aus dem Firmenkonglomerat des Hamburger Reeders Erck Rickmers nach Doha. Rickmers hatte 2010 insgesamt 250'000 Dollar an die Franz-Beckenbauer-Stiftung gespendet. Das bestätigt das Beckenbauer-Umfeld. Bin Hammam hatte die Reise und die Kontakte organisiert, wie aus den Unterlagen der «Sunday Times» hervorgeht.

Die Unternehmensgruppe «E.R. Capital Holding» teilte auf Anfrage von «Spiegel Online» mit, Beckenbauer sei «zwischen April 2011 und März 2014» als «Berater und Botschafter» tätig gewesen. Beim Trip nach Katar sei es «um die mögliche Zusammenarbeit der E.R. Gruppe mit katarischen Investment-Fonds und einer Beteiligungsmöglichkeit im Schifffahrtsbereich» gegangen. Es hätten sich daraus keine Beteiligungen ergeben. Bin Hammam habe nicht an Gesprächen mit potenziellen Investoren teilgenommen und die Reise der Hamburger nicht bezahlt. (ham/dpa/qae)



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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