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Fifa ermittelt wegen weiterer dubioser Zahlungen gegen Blatter

Der ehemalige russische Fussballverbandschef Wjatscheslaw Koloskow war nie Fifa-Vorstandsmitglied – wurde aber rückwirkend von Joseph Blatter entsprechend bezahlt. Das berichtet die «Süddeutsche Zeitung». Die Fifa ermittelt gegen ihren suspendierten Präsidenten.

17.02.16, 14:03 17.02.16, 15:54


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Wegen einer Zahlung der Fifa von zwei Millionen Schweizer Franken an Michel Platini ist Joseph Blatter derzeit suspendiert. Nun berichtet die «Süddeutsche Zeitung» über weitere auffällige Zahlungen des Fifa-Präsidenten an Funktionärskollegen.

Demnach verfügte Blatter, dass Russlands damaliger Fussballchef Wjatscheslaw Koloskow rückwirkend für die Zeit von 1998 bis 2000 als Fifa-Vorstandsmitglied geführt und entsprechend mit 100'000 Dollar honoriert werden sollte. Als Begründung für die spätere Überweisung von sogar 125'000 Dollar nannte Blatter seinerzeit eine angebliche Beraterfunktion des Russen für das Fifa-Entwicklungsprogramm Goal.

Wie die «Süddeutsche Zeitung» weiter berichtet, haben die Fifa-Ermittler bereits Untersuchungen zu dem Vorgang aufgenommen. Verdächtig erscheint die zeitlich relativ grosse Nähe der Zahlung zu Koloskows Unterstützung für Blatter, der 1996 noch als Generalsekretär unter dem früheren Fifa-Boss João Havelange die Vergabe wertvoller TV-Rechte gegen Widerstände europäischer Kritiker durchsetzte.

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Auch Koloskows Verband wurde bedacht

Kurz nach der Anweisung von Koloskows Bonus hatten Blatter-Kritiker 2002 zudem Vorwürfe erhoben, dass Koloskows Nationalverband von der Fifa 80'000 Dollar mehr als im Verteilungsplan des Weltverbandes vorgesehen erhalten haben soll.

Die Abläufe in der Causa Koloskow weisen Parallelen zur «Blattini»-Affäre auf: 2011 hatte Blatter seinem mittlerweile ebenfalls gesperrten Kollegen Michel Platini aus Frankreich vom Europa-Verband Uefa zwei Millionen Schweizer Franken angewiesen. Angaben beider Bosse zufolge war die Summe das verspätete Honorar für Platinis Beratertätigkeiten für die Fifa von 1998 bis 2002.

Die Fifa-Ethikkommission allerdings wertete die Zahlung als Schmiergeld für Platini. Das frühere Idol soll im Gegenzug wenige Monate später Blatters Wiederwahl abgesichert haben.

Wegen des Vorgangs verhängte die Fifa-Ethikkommission im Januar gegen beide Funktionäre eine Sperre von jeweils acht Jahren. Über die Einsprüche von Blatter und Platini gegen die Urteile hat die Fifa-Berufungskommission in diesen Tagen zu entscheiden. Am Montag und Dienstag war es in Zürich zu Anhörungen von Platini und Blatter gekommen.

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luk/sid

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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    Alle Leser-Kommentare
  • NikolaiZH 17.02.2016 14:29
    Highlight Hä?!
    Koloskow war 16 jahre lang (bis 1996) Fifa vice-president, er war vorstandsmitglied 2000 bis 2009. Er ist von Fifa fürseine Verdienste als Funktionär ausgezeichnet worden. usw. usw. usw...
    daher sind die behauptungen (unter berücksichtigung der beträge) der sdz einfach peinlich
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Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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