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Mittlerweile keine Freunde mehr: Michel Platini und Sepp Blatter.
Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

Platini über Blatters Millionen-Zahlung: Eine Vereinbarung «von Mann zu Mann»

Michel Platini hat Details über den Millionen-Deal mit FIFA-Boss Blatter verraten: Laut dem UEFA-Chef gab es für die Zahlung keinen schriftlichen Vertrag. Es sei eine Sache «von Mann zu Mann» gewesen.

19.10.15, 11:47 19.10.15, 12:26

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Der suspendierte UEFA-Präsident Michel Platini hat indirekt eingeräumt, dass es für die Millionen-Zahlung an ihn von FIFA-Präsident Sepp Blatter keinen schriftlichen Vertrag gab. Es sei eine Sache von Mann zu Mann gewesen, sagte der Franzose der Zeitung Le Monde. Seiner Ansicht nach sei im Schweizer Recht «ein mündlicher Vertrag gleichwertig mit einem schriftlichen».

Blatter hatte Platini 2011 zwei Millionen Schweizer Franken gezahlt. Das Geld soll für Beratertätigkeiten angewiesen worden sein, die Platini von 1999 bis 2002 geleistet hatte. Doch nicht nur der lange Zeitraum bis zur Zahlung ist merkwürdig. Sie fällt auch genau in den Zeitraum des Präsidentschafts-Wahlkampfes des Fussball-Weltverbands. 2011 unterstützten die UEFA-Verbände unter der Führung von Platini Blatter im Rennen gegen den Katarer Mohamed bin Hammam, der Franzose trat selbst nicht an.

Trotz Suspendierung: Michel Platini will für das Amt des FIFA-Präsidenten kandidieren.
Bild: Claude Paris/AP/KEYSTONE

Der 79-jährige Blatter hatte jüngst behauptet, die Zahlung gehe auf ein «Gentlemen's Agreement» zurück. «Das war ein Vertrag, den ich mit Platini hatte. Dazu kann ich aber jetzt keine Details geben. Aber es war alles rechtens», sagte der Schweizer am Freitag dem Walliser Lokal-Sender rro.

Dieser Argumentation folgen jedoch längst nicht alle: Sowohl Blatter als auch Platini waren von der Ethikkommission des Weltverbands für 90 Tage suspendiert worden. Bis einschliesslich 5. Januar sind sie für alle Tätigkeiten im Fussball gesperrt – sie dürfen nicht einmal ein Stadion besuchen. (bka/dpa/sid)

Tschau Sepp – Blatters Karriere in Bildern

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    Alle Leser-Kommentare
  • SwissGTO 19.10.2015 17:59
    Highlight Er wurde also über 10 Jahre nach der "Beratertätigkeit" bezahlt. Eine etwas bessere Ausrede hätte ich den beiden schon zugetraut.
    0 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.10.2015 17:08
    Highlight Sowas von Arroganz. Hoffentlich ist das das Ende der üblen Show.
    2 0 Melden

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