Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Perez drückt Ocon in Spa beinahe in die Absperrmauer – und das gleich zweimal. bild: youtube

Krieg der Force-India-Piloten: «Er wollte mich zweimal töten»



«Was ist los mit dem Typen? Dieser verf…te Idiot!», schrie Force-India-Fahrer Esteban Ocon in Runde 29 wutentbrannt in sein Teamfunk. Gemeint war sein Teamkollege Sergio Perez. Der ehemalige Sauber-Pilot hatte Ocon beim GP von Spa vor der tückischen «Eau Rouge»-Kurve gerade zum zweiten Mal fast in die Absperrmauer gecheckt.

Runde 29: Der zweite Beinahe-Crash

abspielen

Video: streamable

Bereits am Start hatte es zwischen den Teamkollegen gekracht – an genau der gleichen Stelle. Und auch beim GP von Aserbaidschan in Baku gab es einen ähnlichen Zwischenfall.

Runde 2: Der erste Beinahe-Crash

abspielen

Video: streamable

«Er hat mich bei 300 km/h in die Mauer gedrückt. Er hat mein und sein Leben ohne Grund riskiert. Ich verstehe das nicht: Er wird demnächst Vater und weiss nicht, ob er sterben will. Ausserdem hat er dem Team eine Menge Punkte gekostet», schimpfte Ocon nach dem Rennen und forderte eine Sperre für seinen Teamkollegen, der das Rennen später aufgeben musste.

Auf Twitter wurde Ocon später noch deutlicher: «Ich hatte ein gutes Rennen, bis Perez versucht hat, mich zweimal zu töten», schrieb der 20-jährige Franzose. Nein, Freunde werden die beiden definitiv nicht mehr.

Perez reagierte auf Instagram umgehend auf die Anschuldigungen seines Teamkollegen. Den ersten Zwischenfall nahm der Mexikaner sofort auf seine Kappe. «Ich war links so auf Hülkenberg fokussiert, dass ich rechts nicht mit Esteban gerechnet hätte. Als ich nach rechts zog, berührte ich ihn. Komplett mein Fehler, und das tut mir leid.»

Beim zweiten Vorfall sah er die Schuld aber bei seinem Teamkollegen. «Ich blieb nur auf meiner Linie. Dort war kein Platz für zwei Autos. Esteban hätte bis nach Eau Rouge warten sollen, das wäre weniger gefährlich gewesen und hätte mit Windschatten und DRS locker genauso gereicht. Ich bin sehr enttäuscht über seine Aussage, dass ich ihn umbringen wollte. So einer bin ich nicht. Ich lasse keine dummen Kommentare los.»

«Ab jetzt bestimmen wir, wer überholt»

Bei Force India hat man die Schnauze längst voll von den Auseinandersetzungen zwischen beiden Piloten, einen Schuldigen wollte man aber nicht bestimmen. «Bis jetzt haben wir sie frei fahren lassen. Wenn sie nicht so gegeneinander fahren können, dass es gut ist für das Team, dann fahren sie einfach nicht mehr gegeneinander. Ab jetzt bestimmen wir, wer überholt», erklärte Force-India-Sportdirektor Otmar Szafnauer.

Für Aussenstehende ist die Schuldfrage klar. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: «Das ist unverantwortlich und dämlich, und das sage ich nicht, weil der Ocon unser Junge ist. Aber man fährt dem Teamkollegen nicht ins Auto und schon gar nicht drückt man ihn in die Boxenmauer und macht das ganze zweimal.»

Und Niki Lauda meinte bei RTL: «Die Eau Rouge ist die gefährlichste Kurve überhaupt. Was die zwei da aufführen, sich so in die Karre zu fahren, dass der eine nicht mehr von der Wand wegkommt und dann mit einem Reifenschaden in die Kurve reinschleudert, ist unglaublich. Die machen das ja nicht zum ersten Mal. Irgendjemand muss denen einmal sagen: So blöd darf man einfach nicht weiter fahren.» (pre)

Die schlimmsten Formel-1-Unfälle seit 1994

01.05.1994: Sennas tödlicher Unfall in Imola: «Als hätte man Jesus live ans Kreuz genagelt»

Link zum Artikel

14.03.1993: J.J. Lehto rast im ersten Formel-1-Rennen von Sauber gleich in die Punkte – es kommen aber auch nur fünf Fahrer ins Ziel

Link zum Artikel

14.09.2008: Vettel wird im unterlegenen Toro Rosso der jüngste GP-Sieger aller Zeiten – weil sein Team «Eier hatte»

Link zum Artikel

01.08.1976: Niki Lauda überlebt die 800 Grad heisse Feuerhölle und kehrt sagenhafte 42 Tage später wie durch ein Wunder zurück

Link zum Artikel

02.11.2008: In der Ferrari-Box feiern sie schon Massas Titel – doch Hamilton crasht die Party und wird jüngster Champ aller Zeiten 

Link zum Artikel

22.10.1989: Alain Prost schiesst Ayrton Senna ab und wird Weltmeister – der Beginn der grössten Formel-1-Feindschaft aller Zeiten

Link zum Artikel

07.04.1968: Teufelskerl Jim Clark stirbt in Hockenheim als Nichtraucher wegen Tabak

Link zum Artikel

21.03.1960: Zu Sennas Geburtstag: 17 Fakten über «den Magischen» und wohl besten Formel-1-Fahrer aller Zeiten

Link zum Artikel

11.06.1955: Die grösste Katastrophe des Motorsportes beendet auch die goldene Ära der Auto- und Töffrennen in der Schweiz

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Kann Basel YB wieder gefährlich werden? Alle Transfers der Super League im Überblick

Link zum Artikel

Mehr Spass! Hier kommen die 24 lustigsten Fails, die das Internet gerade zu bieten hat

Link zum Artikel

Kommen Sie, kommen Sie! PICDUMP!

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Eskimo 28.08.2017 12:14
    Highlight Highlight Habe seit langem wieder mal ein F1 Rennen geschaut. Einerseits war ich erfreut dass es wieder mehr Überholmanöver gab und das Rennen bis zum Schluss einigermassen spannend blieb.
    Die beiden Attacken von Perez gegen seinen Teamkollegen sind aber das Letzte. Erinnert mich irgendwie an Schumi....

Buemi fliegen bei voller Fahrt plötzlich beide Vorderräder um die Ohren

16. April 2010: Das freie Training für den Grossen Preis von China endet für Sébastien Buemi im Kiesbett. Von einer Sekunde auf die nächste verliert der Romand gleich beide Vorderräder.

Es ist nur eine kleine Bodenwelle. Aber eine mit grossen Auswirkungen. Denn als sie Sébastien Buemi im freien Training für den GP von China in Schanghai überquert, verliert sein Auto auf einen Schlag beide Vorderräder.

Den Leitplanken entlang rutscht der Waadtländer ins Kiesbett. Ein spektakulärer Zwischenfall – aber wenigstens einer, der glimpflich ausgeht.

Buemi kommt mit dem Schrecken davon, ärgert sich aber über den Materialfehler seines Toro Rosso. «Ich bin extrem enttäuscht, dass ich – …

Artikel lesen
Link zum Artikel