Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Sauber Formula One driver Felipe Nasr of Brazil drives during the Australian F1 Grand Prix at the Albert Park circuit in Melbourne March 15, 2015. REUTERS/Brandon Malone (AUSTRALIA  - Tags: SPORT MOTORSPORT F1)

Felipe Nasr: Es geht aufwärts mit Sauber. Bild: BRANDON MALONE/REUTERS

Jetzt lachen wir nicht mehr über Sauber, sondern mit den Hinwilern: Nasr und Ericsson holen die ersten WM-Punkte seit über einem Jahr

Felipe Nasr als Fünfter und Marcus Ericsson als Achter im Grand Prix von Australien bescheren dem Team Sauber einen erfreulichen Saisonauftakt. Lewis Hamilton gewinnt ungefährdet.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Die neue Formel-1-Saison hat mit einem altbekannten Sieger begonnen. Lewis Hamilton gewann den Grossen Preis von Australien vor Nico Rosberg im zweiten Mercedes und Sebastian Vettel im Ferrari. Der von der Poleposition gestartete Weltmeister Hamilton kam auf dem 5.3 Kilometer langen Kurs in 1:31:54'067 Stunden ins Ziel. Nico Hülkenberg (Force India) wurde Siebter.

Felipe Nasr und Marcus Ericsson sorgten für Sauber für ein erfreuliches Ende eines Wochenendes, das sich wegen des Rechtsstreits mit Giedo van der Garde für das Team äusserst schlecht angelassen hatte. Der brasilianische Formel-1-Debütant und der Schwede sicherten dem Zürcher Rennstall die ersten WM-Punkte seit dem Finale im November 2013. Dass zum Saisonauftakt lediglich elf Fahrer im Klassement aufscheinen, schmälert die Vorstellung des Sauber-Duo in keiner Weise.

Sauber Formula One driver Marcus Ericsson of Sweden drives ahead of Ferrari Formula One driver Kimi Raikkonen of Finland during the Australian F1 Grand Prix at the Albert Park circuit in Melbourne March 15, 2015. REUTERS/Jason Reed (AUSTRALIA  - Tags: SPORT MOTORSPORT F1)

Marcus Ericsson gibt Gas. Bild: JASON REED/REUTERS

Die Saison geht mit einem Crash los

Hamilton blieb am Start souverän und gewann das Duell gegen Rosberg. In der ersten Kurve berührten sich mehrere Boliden hinter dem Briten, Pastor Maldonado wurde in seinem Lotus in den Reifenstapel gedrückt. Das Aus des Venezolaners machte den holprigen Formel-1-Auftakt perfekt.

Neben den Marussia-Fahrern gingen auch Williams-Fahrer Valtteri Bottas (Rückenschmerzen), Kevin Magnussen (McLaren-Honda) und Daniil Kwjat gar nicht erst an den Start. Der Red-Bull-Pilot hatte Getriebeprobleme. In der anschliessenden Safety-Car-Phase musste auch der Lotus von Romain Grosjean in der Box bleiben. Übrig blieben 13 Fahrer.

epa04662990 Venezuelan Formula One driver Pastor Maldonado of Lotus F1 Team after he crashed during the Australian Formula One Grand Prix at the Albert Park street circuit in Melbourne, Australia, 15 March 2015.  EPA/SRDJAN SUKI

Pastor Maldonado und sein geschrotteter Lotus. Bild: SRDJAN SUKI/EPA/KEYSTONE

Ganz vorne: Langeweile wie im letzten Jahr

Ganz am Ende des Feldes bekam der Weltmeister von 2009, Jenson Button, im McLaren die Durchsage, es könne sogar für ihn und seinen äusserst schwachen Boliden Punkte geben. Am Ende sollte die Hoffnung unerfüllt bleiben. Button wurde nur Elfter.

An der Spitze bot sich den Fans das Bild aus der vergangenen Saison. Die beiden Mercedes-Fahrer dominierten das Feld, Rosberg konnte seinem Kollegen Hamilton in dieser Phase nicht ganz folgen. Der Rückstand zwischen den beiden pendelte sich nach 15 Runden bei rund zwei Sekunden ein. Der Rest konnte ohnehin nicht mithalten.

Mercedes Formula One driver Lewis Hamilton of Britain drives ahead of Mercedes Formula One driver Nico Rosberg of Germany and Williams Formula One driver Felipe Massa of Brazil during the Australian F1 Grand Prix at the Albert Park circuit in Melbourne March 15, 2015. REUTERS/Jason Reed (AUSTRALIA  - Tags: SPORT MOTORSPORT F1)

Hamilton vor Rosberg und Massa, zu diesem Zeitpunkt der Beste vom Rest der Welt. Bild: JASON REED/REUTERS

Play Icon

Arnold Schwarzenegger führt die Sieger-Interviews. Lewis Hamilton zum Terminator: «Ich dachte, du bist grösser!» Video: Youtube/Car Crash Compilation

Spannung vorwiegend in der Boxengasse

Als Hamilton in der 25. Runde zum ersten Mal an die Box kam, betrug sein Vorsprung auf den Dritten bereits rund 30 Sekunden. Nach Rosbergs erstem Besuch in der Box reihte sich der Vizeweltmeister wieder hinter Hamilton ein, erster Verfolger des Duos war aber nun Vettel, der Massa hinter sich lassen konnte.

Derweil wurde das Feld weiter dezimiert. Der 17-jährige Max Verstappen, jüngster Formel-1-Fahrer der Geschichte, musste seinen Toro Rosso in der 35. Runde mit einem Defekt abstellen. So etwas wie Spannung gab es quasi nur bei den Boxenstopps.

Siebter Hamilton-Sieg in den letzten acht Rennen

Vor allem Ferrari tat sich negativ hervor. Als Kimi Räikkönen zum zweiten Mal kam, wurde das linke Hinterrad nicht richtig befestigt. Wieder auf der Piste, musste der Finne seinen Boliden kurz darauf abstellen.

Übrig blieben elf Fahrer. Einer von ihnen, Hamilton, fuhr ungefährdet seinem ersten Saisonsieg entgegen. Ohne grosse Mühe hielt er Rosberg auf Distanz, holte den siebten Erfolg aus den vergangenen acht Rennen. Das zweite Saisonrennen findet am 29. März in Malaysia statt. (chp/ram/si)

MELBOURNE, AUSTRALIA - MARCH 15:  Lewis Hamilton of Great Britain and Mercedes GP celebrates on the podium after winning the Australian Formula One Grand Prix at Albert Park on March 15, 2015 in Melbourne, Australia.  (Photo by Mark Thompson/Getty Images)

Ein gewohntes Bild: Lewis Hamilton feiert. Bild: Getty Images AsiaPac



Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

Themen
6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • länzu 15.03.2015 12:01
    Highlight Highlight Das Lachen wird der Frau Kaltenborn ganz schnell wieder vergehen. Die Sache um den dritten Fahrer ist noch lange nicht ausgestanden und es würde sehr erstaunen, wenn sie daraus als Siegerin hervorgehen würde. Denkje eher, dass sie das Team mit diesen Verträgen in den Abgrund geritten hat.
    4 15 Melden
  • Tinu Singh 15.03.2015 09:28
    Highlight Highlight letztes Jahr wurde ständig darüber berichtet, dass die Topingenieure das Sauber Team verlassen. Und jetzt hat also die zweite Garde an Ingeniuren ein Top Auto hingekriegt? Oder liegts an den neuen Fahrern, sind diese soviel besser als die letztjährigen? Fragen über Fragen.
    17 1 Melden
    • Ilovepies 15.03.2015 13:21
      Highlight Highlight Egal wie gut die ingenieuresind, wenn das auto in die falsche richtung entwickelt wurde, kann man das in der laufenden saison nicht mehr richten. Für diese saison hat man das auto offenbar besser getroffen. Fahrer sind beiwerk.
      11 2 Melden
  • Mia_san_mia 15.03.2015 09:26
    Highlight Highlight Nicht schlecht, aber bei einem Feld mit 15 Fahrern ists auch einfacher...
    5 10 Melden
    • Tinu Singh 15.03.2015 12:05
      Highlight Highlight letztes Jahr hätte es auch so nicht für Punkte gerreicht
      14 2 Melden
    • MichaelTs 15.03.2015 14:33
      Highlight Highlight Aber gerade wenn es nur so wenige Autos ins Ziel schaffen, ist es doch imposant, dies gerade mit beiden zu erreichen, nicht? Bedeutet das jetzt, dass die Sauber sehr verlässlich sind - oder wars nur Zufall/Glück?
      11 1 Melden

01.05.1994: Sennas tödlicher Unfall in Imola: «Als hätte man Jesus live ans Kreuz genagelt»

1. Mai 1994: An diesem Sonntag um 14.17 Uhr findet das schwarze Wochenende von Imola seinen traurigen Höhepunkt. Einen Tag nach dem tödlichen Unfall von Roland Ratzenberger verliert die Formel 1 mit Ayrton Senna den «König der Rennfahrer».

Mit leicht geneigtem Kopf sitzt Ayrton Senna in seinem völlig zerstörten Williams. Der 34-jährige Brasilianer hat an diesem Sonntag um 14.17 Uhr in der siebten Runde des Grand Prix von Imola bei Tempo 321 die Kontrolle über seinen Boliden verloren und ist in der Tamburello-Kurve mit 214 km/h in spitzem Winkel in die Betonmauer gekracht. Alles bremsen nützt nichts mehr, sein Auto ist unlenkbar. Es zerbricht in seine Einzelteile, eine halbe Milliarde TV-Zuschauer hält den Atem an. 

Es dauert …

Artikel lesen
Link to Article