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Eine Massnahme gegen Seriensieger Mercedes? Oder steckt mehr dahinter?
Bild: SRDJAN SUKI/EPA/KEYSTONE

Zurück zur guten alten Zeit: Formel-1-Boliden sollen breiter, tiefer und schneller werden

Ab der kommenden Saison sollen Formel-1-Autos offenbar wirklich wieder breiter und tiefer werden. Entsprechende Pläne wurden nach Medienberichten abgesegnet. Mercedes gefällt das überhaupt nicht.

27.04.16, 07:45 27.04.16, 08:19

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Die Formel 1 schickt ab der Saison 2017 offenbar wieder deutlich breitere und tiefere Boliden auf die Rennstrecken. Wie mehrere Fachmedien übereinstimmend berichten, will die Formel-1-Kommission an entsprechenden Entwürfen festhalten, die der Motorsport-Weltrat bereits im März abgesegnet hatte. Eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus. Bis Samstag müssen alle Regeländerungen für die kommende Saison beschlossen sein.

Der Vergleich: 2016 vs. 1997

Die Pläne folgen einem Vorschlag des McLaren-Rennstalls, wonach die Autos um 20 Zentimeter breiter werden und mit 200 Zentimeter wieder Masse wie letztmals in der Saison 1997 erreichen sollen. Auch Frontflügel und Heckflügel sollen breiter werden und zugleich tiefer angebracht werden, was für mehr Abtrieb sorgt. Die Funktionäre hoffen darauf, in Kombination mit breiteren Reifen so bis zu fünf Sekunden schnellere Rundenzeiten zu erreichen.

Neue Pläne rufen Kritiker auf den Plan

Unter anderem Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hatte bis zuletzt solch einen radikalen Eingriff ins Regelwerk kritisiert. Der Österreicher sagte: «Je länger man Regeln stabil hält, desto mehr schmilzt die Performance zwischen allen zusammen.»

Neue Formel-1-Regeln: Darum geht es. YouTube/Motorsport-Magazin

Wolff, dessen Team 35 der letzten 41 Rennen gewann, ist nicht der einzige Kritiker der breiteren und tieferen Boliden. So prophezeiten zuletzt auch einige Piloten, dass das Überholen aufgrund von Verwirbelungen und einer grösseren Reifenbelastung keineswegs einfacher werde. «Wir werden einfach nur schneller fahren als bisher. Das ist alles», hatte Weltmeister Lewis Hamilton gesagt.

Keine Einigung gibt es zudem in Sachen Motorenreglement. Die FIA um Präsident Jean Todt fordert die Einhaltung von vier Punkten, die unter anderem besseren Sound, einen Leistungsangleich, Preissenkungen auf zwölf Millionen Euro pro Jahr und eine Motorengarantie für bedürftige Teams beinhalten. Bis 30. April haben die Formel-1-Bosse Zeit, um sich auf ein neues Motorenreglement für 2017 zu einigen. (pre/lst/sid)

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Brikne, 20.7.2017
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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • samy4me 27.04.2016 11:30
    Highlight Die Formel 1 zerfleischt sich zusehends selbst. Anstelle den Fans das zu geben was sie wollen, wird auf einzelne Geldgeber gesetzt. Die Serie wird nur noch als riesige Werbeplatform vermarktet, Red Bull und Mercedes zum Beispiel sind nur aus werbetechnischen Gründen dabei. Vorbei die Zeiten der wilden Draufgänger die unkontrollierbare Boliden irgendwie zähmten und sich in epischen Duellen fast umgebracht haben. Was wird jetzt präsentiert? Rennen in Korea oder Bahrain, Paydriver anstelle von echten Talenten und Geldgierige alte Säcke die diesen einst so angesehenen Sport zu Grunde richten.
    7 0 Melden
  • Nichitz 27.04.2016 10:54
    Highlight Neue Formel X wäre schon lange nötig:
    - Menschen nicht mehr im Auto (Simulator)
    - jedes Auto bestimmte Menge Energie verfügbar pro Rennen
    - Autos null reguliert
    - vollkommen geschütze Abgrenzung der Zuschauer
    - Einsatz von bestimmten Spezialfähigkeiten, Waffen - like Mariokart ;)

    Kommt in ähnlicher harmloser Form, bin gespannt ob nicht wieder alles überreguliert wird...
    4 6 Melden
  • Scaros_2 27.04.2016 08:16
    Highlight Mal so und dann wieder anders usw. Aus Sicht eines Laien muss ich sagen das ich nicht mehr weiss was jetzt wichtig ist und was nicht. In meinen Augen killen sich diese Leute selbst durch den ständigen Wahnsinn von Regelwerkänderungen. Dieser Sport muss für mich weder viel Elektronik beinhalten noch soll er ökologisch sein weil das geht in meinen Augen gar nicht. Das soll ein Dreckiger sport sein in dem Männer an Autos werkeln und fahren ohne das ihnen ein System fast schon das Lenken übernihmt. Bleibt wohl wunschdenken.
    33 1 Melden
    • Fumo 27.04.2016 09:35
      Highlight Bist du nun Laie oder Fan? Wenn ersteres, warum muss der Sport deine Wünsche entsprechen?
      Die Sache ist so dass man, egal bei welcher Sportart, für alle Teilnehmer die gleiche Bedingungen schaffen muss. Beim Motorsport ist das schwer, einerseits hat man das menschliche (wie gut ist der Fahrer) und dann gibt es noch das technische (wie gut ist das Auto). Das menschliche kann man nicht regeln, aber in der Technik kann und soll man es so regeln dass alle Teams die gleiche Chancen haben.
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    • E. Edward Grey 27.04.2016 09:53
      Highlight In der Formel 1 tobt ein Machtkampf, dies drückt sich letztendlich im Reglementwirrwarr aus.

      Elektronik und Ökologie kommen aus der Fraktion der derzeit sehr dominanten Hersteller, welche so die Affinität zu ihrer Marke herstellen wollen.
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