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Djokovic nach Nole-Slam: «Das ist der schönste Moment meiner Karriere»

Novak Djokovic erringt den letzten ihm noch fehlenden Grand-Slam-Titel: Der Serbe gewinnt den Titel beim French Open dank dem 3:6-6:1-6:2-6:4-Erfolg gegen Andy Murray.



«Das ist der schönste Moment meiner Karriere», strahlte Novak Djokovic nach dem Sieg. Zuvor hatte er seine Eltern geherzt und mit dem Racket ein riesiges Herz auf den Court gemalt – wie einst Gustavo Kuerten: «Ich habe bei ihm die Erlaubnis eingeholt. Es soll bedeuten, dass ich jeden Tag an euch und dieses Turnier hier denke», so der Serbe.

Tennis - French Open Men's Singles Final match - Roland Garros - Novak Djokovic of Serbia v Andy Murray of Britain - Paris, France - 05/06/16. Djokovic celebrates with ball-girls after winning.     REUTERS/Pascal Rossignol  TPX IMAGES OF THE DAY

Die Welle mit Ballgirls: So feiert der Djoker seinen Titel.
Bild: PASCAL ROSSIGNOL/REUTERS

Djokovic benötigte einen Satz Anlaufzeit. 50 Minuten lang konnte man sich vorstellen, dass der Serbe auch seinen vierten Final in Roland Garros verliert. Doch der Weltranglisten-Erste, der in diesem Jahr erst drei Partien verloren hat, behielt die Nerven und steigerte sich. Bald war er unwiderstehlich, leistete sich nur noch wenige Fehler und bekam die Partie eindrücklich in den Griff. Auf fast alles, was Murray probierte, hatte Djokovic die bessere Antwort parat.

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Der allererste Punkt der Partie. Da musste man schon Angst haben um Murray, doch dieser holte sich den ersten Satz trotz 0:1-Breakrückstand. streamable

Die Angriffe von Murray zeigten keine Wirkung mehr. Djokovic konterte brillant und hatte bei den längeren Ballwechsel viel öfter das bessere Ende für sich. Fast bei jedem Servicegame geriet der Schotte, der im Halbfinal Titelverteidiger Stan Wawrinka so überzeugend geschlagen hatte, unter Druck. Der lautstark unterstützte Djokovic spielte magistral auf. Beim frustrierten Aussenseiter stieg derweil die Fehlerquote.

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Was für ein Punkt beim Doppelbreak im dritten Satz von Djokovic.
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Im ersten Satz war Murray noch der dominante Spieler im 15'000 Zuschauer fassenden Stadion Philippe Chatrier gewesen. In der Folge konnte er Djokovic nicht mehr fordern. Es war ein verzweifelter Kampf gegen die Niederlage, der bald mal keine Aussicht auf Erfolg mehr hatte, weil der derzeit beste Spieler der Welt wie eine Wand stand und seine Angriffe mit der ihm eigenen Präzision ausführte. Nach gut drei Stunden verwertete Djokovic den dritten Matchball.

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Der Matchball.  streamable

28 Siege in Folge

Djokovic komplettierte mit dem Erfolg in Paris seine Grand-Slam-Trophäensammlung und gehört nun einem Kreis von acht Spielern an, die jedes Major-Turnier mindestens einmal gewonnen haben. Zu denen, die es in der jüngeren Vergangenheit geschafft haben, gehören Roger Federer, Rafael Nadal und Andre Agassi.

Die momentane Dominanz von Djokovic bringen aber andere Fakten deutlicher zum Ausdruck. Der Weltranglisten-Erste hält derzeit alle vier Major-Titel. Das gelang vor ihm nur Don Budge (1938) und Rod Laver (1962 und 1969). Seit der Niederlage im French-Open-Final 2015 gegen Stan Wawrinka hat der 29-Jährige auf Grand-Slam-Stufe keinen Match mehr verloren. Das sind 28 Siege in Folge.

Tennis - French Open Men's Singles Final match - Roland Garros - Novak Djokovic of Serbia v Andy Murray of Britain - Paris, France - 05/06/16. Djokovic celebrates after winning.     REUTERS/Pascal Rossignol

Novak Djokovic lässt sich fallen: Der Karriere-Slam ist perfekt.
Bild: PASCAL ROSSIGNOL/REUTERS

Setzt Djokovic seinen Lauf fort, dann muss Federer bald mal um seinen Rekord von 17 gewonnenen Grand-Slam-Turnieren bangen. Der Wahlmonegasse ist mittlerweile bei 12 angekommen. Auch der Grand Slam, der Gewinn aller vier Majors innerhalb eines Jahres, ist zum ersten Mal seit 24 Jahren nach den ersten beiden Majors noch möglich. Der letzte Spieler, der Australian Open und French Open hintereinander gewann, war Jim Courier 1992.

Murray bleibt die etwas tragische Figur in den Big 4. Er hat nun acht seiner zehn Grand-Slam-Finals verloren, fünf gegen Djokovic und drei gegen Federer. Die Titel holte er 2012 beim US Open und 2013 in Wimbledon. (fox/sda)

Der Liveticker zum Nachlesen:

Ticker: 05.06.2016: Djokovic – Murray

SRF 2 - HD - Live

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Depressiv, oft verletzt und mit Rücktrittsgedanken – aber Del Potro ist wieder da

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