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Paris SG player Stephane Dalmat, right, is tackled by an unidentified Bayern player during their Champions League, Group F, soccer match between Paris Saint Germain and Bayern Munich at the Parc des Princes in Paris, Tuesday Sept. 26, 2000.(AP PHOTO/Michel Lipchitz)

26. September 2000: Bayerns Franzose Willy Sagnol versucht, PSG-Spieler Stéphane Dalmat zu stoppen. Bild: AP

Wetten, du kennst fast keinen PSG-Spieler, der beim letzten Sieg gegen Bayern dabei war?

In der Saison 2000/01 gewann Bayern München die Champions League. Aber in der Gruppenphase gab's bei Paris Saint-Germain eine 0:1-Niederlage. Gegen eine Elf aus Namenlosen. Zumindest das ist heute Abend umgekehrt.



Sechs Mal trafen Bayern München und Paris Saint-Germain in der Champions League bislang aufeinander. Als man sich vor exakt 17 Jahren und einem Tag zuletzt in der französischen Hauptstadt begegnete, feierte PSG einen 1:0-Sieg.

Die Bayern liessen sich dadurch nicht stoppen. Später in der Saison gewannen sie trotzdem die Champions League, auch weil Oliver Kahn im Final gegen Valencia zum Penaltykiller avancierte.

Geht man die Münchner Aufstellung durch, so kennt man praktisch jeden Spieler sehr gut. Und selbst jene der Mitläufer sind Schweizer Fussballfans auch Jahre danach noch präsent:

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telegramme: transfermarkt

Fast jeder Bayern-Spieler war Nationalspieler, auch jene auf der Ersatzbank. Die Unbekanntesten sind Michael Wiesinger, der es aber auch auf knapp 400 Profi-Einsätze brachte, sowie Berkant Göktan. Der Stürmer war ein riesiges Talent. Sein Karriereverlauf macht ihn für eine Liste wie diese prädestiniert:

Ganz anders der Kader von PSG. Natürlich spielt es eine Rolle, dass wir Deutschschweizer dem deutschen Rekordmeister naturgemäss näher sind als einem französischen Klub. Trotzdem: Frankreich war in jener Zeit als Weltmeister 1998 und Europameister 2000 die beste Nation der Welt. Da würde man meinen, beim Hauptstadtklub auf bekannte Spieler zu stossen, oder?

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Und jetzt Hand aufs Herz: Wieviele Spieler sind dir ein Begriff?

Klar, Nicolas Anelka kennt jeder. Der Stürmer, der so oft den Klub wechselte, dass er selber kaum die richtige Reihenfolge aufzählen konnte, war schon als 21-Jähriger ein Weltstar.

Und sonst? Nur bei einem Akteur bilde ich mir ein, mich an ihn zu erinnern. Nicht wegen fussballerischer Meriten, alleine wegen seines Namens: Eric Rabésandratana. Das war so etwa die französische Antwort auf FCZ-Stürmer Augustine Makalakalane (wobei Rabésandratana kein Franzose war, sondern 75 Mal für die Nationalelf von Madagaskar spielte).

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Schicker Name, schickes Bärtchen. bild: pinterest

An den Goalie könnte man sich noch erinnern. Lionel Létizi wurde in vier Freundschaftsspielen der französischen Nati eingesetzt, er kam aber nicht an Weltmeister-Goalie Fabien Barthez vorbei. Auch Frédéric Déhu brachte es auf ein paar Länderspiele, war vor seiner PSG-Zeit eine Saison bei Barcelona und verteidigte später bei Olympique Marseille.

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Der Torschütze gegen Bayern: Laurent Leroy. Er brachte es auch auf je zwei Einsätze für Servette (Schweizer Meister 1999) und Xamax. Video: streamable

Aus seinem Kollegen Bernard Mendy wurde ein Wandervogel, der in England, Dänemark, Indien und Zypern spielte. Peter Luccin spielte im Herbst seiner Karriere für Lausanne, aber insgesamt nur acht Partien. Aus Laurent Robert wurde in Newcastle ein torgefährlicher Premier-League-Spieler, Stéphane Dalmat stürmte danach für Inter Mailand und Tottenham Hotspur. Der Brasilianer Christian stürmte zwar elf Mal für die Seleçao – und brachte es bis zum Karriereende auf doppelt so viele Klubs.

Unter dem Strich: Kein Vergleich mit den Bayern, bei denen Kaliber wie Oliver Kahn, Willy Sagnol, Ciriaco Sforza, Mehmet Scholl oder Hasan Salihamidzic spielten. Und bei denen es sich Ottmar Hitzfeld leistete, Topstürmer wie Giovane Elber und Roque Santa Cruz zunächst auf der Bank zu lassen.

Bayern Munich team celebrate after clinching the Champions League trophy at the San Siro stadium in Milan, Italy, Wednesday, May 23, 2001. Bayern defeated Valencia. (AP Photo/Luca Bruno)

Später in der Saison jubeln die Bayern trotzdem: Sie gewinnen die Champions League 2000/01. Bild: AP

Heute ist es umgekehrt. Zwar hat auch Bayern München Weltklasse-Fussballer in seinen Reihen: Mats Hummels, Arturo Vidal, Arjen Robben, James Rodriguez oder Robert Lewandowski.

Aber die noch grösseren Namen finden wir im Sturm von Paris Saint-Germain: Neymar, Kylian Mbappé und Edinson Cavani. Namen, an die wir uns bestimmt auch in 17 Jahren noch erinnern können.

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Amboss 27.09.2017 20:42
    Highlight Highlight Wirklich interessant. Die Bayern waren damals aber wirklich international das Mass aller Dinge im Gegensatz zu PSG.

    Interessant wäre die Frage, wem man zutraut, in fünf Jahren für Furore zu sorgen und zur absoluten Spitze zu gehören.
    Da sieht man beim hochgerüsteten PSG doch einige Spieler. Und bei den Bayern? Weiss nicht so recht.
    Sind die Bayern gerade daran, den Anschluss zu verlieren?

    Wird jedenfalls spannend
  • R10 27.09.2017 20:01
    Highlight Highlight Sorry, aber ich glaube, dass man sich in 17 Jahren dann doch eher an die Namen der Bayern-Spieler erinnern wird ;)
    Mehrere Weltmeister, Champions-League Sieger, CL-Final Torschützen und Europas Fussballer des Jahres etc...
    (Das heisst nicht, dass sich keiner an Neymar, Cavani etc erinnert, aber die Überschrift finde ich doch nicht ganz richtig ;) )
  • Illuminati 27.09.2017 18:50
    Highlight Highlight Naja ich bin 1998 geboren und kenne bei PSG nur Anelka (einige letzten Jahre seiner Karriere noch gesehen), sylvain distin (wegen Fifa Manager).
    Und bei Bayern scholl (wegen Experte in DE), kahn (weil legende schlechthin) sforza und fink (wegen schweizer Bezug) und Thomas Strunz (wegen interview von Trapattoni "was erlauben Strunz :D)...
    Aber in 30/40 Jahren werde ich dann auftrumpfen mit nostalgischen Spielern und Wissen ;)
    • Ralf Meile 27.09.2017 18:53
      Highlight Highlight Ich denke, Struuuunz kennt auch die Generation vor dir in erster Linie wegen Trap ;-)
  • niklausb 27.09.2017 17:06
    Highlight Highlight Mbappé kommt auch noch auf eure Liste von Talenten denen mal die Granaten-Laufbahn voraus gesagt wurde.
  • demian 27.09.2017 17:01
    Highlight Highlight Grössere Namen und dann Cavani und Mbappé nennen?

    Mbappé ist gerade mal ein wenig mehr als ein halbes Jahr in den Medien präsent. Cavani hat auch nie mehr erreicht als ein paar Titel in Frankreich. Da ist ein Robben dann schon ein anderes Kaliber.

    Oder wird anhand von Social Media Followern bewertet?
    • Bulwark 27.09.2017 17:15
      Highlight Highlight Also nei Mbappé geb ich dir recht, bei Cavani hingegen überhaupt nicht! Ist zur Zeit einer der besten Zentralen Stürmer, ein Typ vom Format Lewandowski, Suarez oder Costa.
    • AJACIED 27.09.2017 18:40
      Highlight Highlight Also er macht schon "sein" Tor im Spiel aber wenn ich PSG spiele sehe ich ziemlich oft wie viele 100% Cavani verschiesst. Nimmt mich wunder ob nur ich dieses beobachte!
    • Roman h 27.09.2017 19:13
      Highlight Highlight Klar PSG ist kein Massstab aber Cavani war nicht sein leben lang bei PSG.
      In 104 spielen 78 Tore bei Neapel ist eine sehr gute Leistung.
      Nur was hat dann Robben alles erreicht?
      Ja er hatte mit Bayern Erfolg aber wer hat mit Bayern keinen Erfolg?
      Cavani gehört sicher zu den besten Stürmer die es im Moment gibt

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