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Football Soccer - Paris St Germain v Chelsea - UEFA Champions League Round of 16 First Leg - Parc des Princes, Paris, France - 16/2/16
Chelsea fans before the game
Reuters / Benoit Tessier
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EDITORIAL USE ONLY.

1400 Chelsea-Fans durften nach Paris. Im Vorjahr liess PSG noch 2100 Chelsea-Anhänger ins Stadion.
Bild: Benoit Tessier/REUTERS

Seltsam: Wieso durften Chelsea-Fans nach Paris, aber Basler dürfen nicht nach Saint-Etienne?

Morgen spielt der FC Basel in der Europa League im französischen Saint-Etienne – ohne rot-blaue Anhänger. Denn die haben Stadt- und Stadionverbot. In Basel rieben sie sich deshalb die Augen, als sie gestern Chelsea-Fans im PSG-Stadion sahen.



Die Nachricht kam bloss zehn Tage vor dem 1/16-Final-Hinspiel der Europa League. Sie war kurz und unmissverständlich: Jegliche Präsenz von als Basel-Fans erkennbaren Personen ist sowohl im Stade Geoffroy-Guichard als auch in der Stadt Saint-Etienne nicht erlaubt. Entsprechend bleibt der Gästesektor gesperrt.

Nun ist es so, dass Basler Fans schon öfters für Aufsehen gesorgt haben. Es ist keine zwei Jahre her, als das Spiel in Salzburg eine knappe Viertelstunde unterbrochen wurde, weil aus dem Basler Fansektor allerlei Wurfgegenstände auf den Rasen flogen. Als Quittung gab's von der UEFA ein Geisterspiel und eine happige Busse.

Basels Marco Streller, rechts, und der Basler Praesident Bernhard Heusler, Mitte, sprechen nach dem Spielunterbruch mit Fans, nachdem Basler Fans Gegenstaende auf das Spielfeld geworfen haben, im UEFA Europa League Achtelfinal-Rueckspiel zwischen Red Bull Salzburg und dem FC Basel, am Donnerstag, 20. Maerz 2014, in der Red Bull Arena in Salzburg. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

März 2014, Salzburg: Präsident Heusler und Captain Streller versuchen die Basler Fans zu beruhigen.
Bild: KEYSTONE

Heusler: «Alles probiert»

Doch die Aussperrung nun in Saint-Etienne hat nichts mit dem Verhalten der rot-blauen Anhänger zu tun. Begründet wird sie mit den Terror-Anschlägen in Paris Mitte November. Seither gilt in Frankreich der Ausnahmezustand und der sieht vor, dass lokale Behörden Massnahmen wie eben die Aussperrung von Gästefans in Eigenregie ergreifen können. Verhandlungsspielraum habe es keinen gegeben, sagte FCB-Präsident Bernhard Heusler nach einer Sitzung mit Vertretern der AS Saint-Etienne, der UEFA und der Präfektur Saint-Etienne: «Wir haben alles probiert.»

Nur: Weshalb durften gestern Fans von Chelsea aus London nach Paris reisen, um beim 1:2 gegen den PSG dabei zu sein? Gefühlt rechnet man schliesslich eher mit einem weiteren Terror-Anschlag in der Hauptstadt als mit einem Vorfall in der südfranzösischen Provinz, im 200 Kilometer von Genf entfernten Saint-Etienne. Der Grund dürfte darin liegen, dass in Paris mehr Sicherheitskräfte zur Verfügung stehen.

Denn darum geht es den Politikern: Um die Gewährleistung der Sicherheit der Bevölkerung. Wegen des Ausnahmezustands und dessen Folgen ist die Polizei vielerorts personell am Anschlag. Also hat man sich in Saint-Etienne dazu entschieden, dass für ein Fussballspiel ein möglichst geringer Aufwand betrieben werden soll. Auch in der französischen Liga mussten Gästefans unmittelbar nach den Anschlägen zuhause bleiben. Mittlerweile wurde diese Regelung, je nach Stadt, wieder gelockert.

Die kuriosesten Stadien der Welt

Noch vier Monate bis zur EM

Am Sonntag durften deshalb auch Anhänger der AS Monaco miterleben, wie ihr Team in Saint-Etienne ein 1:1 holte. Die einheimischen Fans kritisierten dabei mittels Spruchband die Politik: «1500 Basler sind verboten. Wie wollt ihr 20'000 Schweizer in den Griff kriegen?»

Die 20'000 rot-weissen Anhänger werden an der EM erwartet, die in weniger als vier Monaten beginnt. Bis dahin muss es die Polizei wohl vermeiden, Überstunden zu schieben – zum Leidwesen der Basler Fans. (ram)

Basel Saint-Etienne

Die Anhänger von St-Etienne hätten gerne Auswärtsfans im Stadion gehabt.
bild: furania-photos

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25
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Chrigi-B 17.02.2016 14:24
    Highlight Highlight Frankreich, Ausnahmezustand, Sicherheit von Gästefans etc. HALLO? und dieses Land will im Sommer eine Europameisterschaft austragen?
  • Ratchet 17.02.2016 14:16
    Highlight Highlight Nur weil der Gastgeber unfähig ist bzw. zu faul ist, das Spiel genügend zu sichern, wird der Gast bestraft. Das finde ich ehrlich gesagt etwas unverschämt. Dass die UEFA dagegen nichts sagt, enttäuscht mich.
    Wenn sie in St.Etienne nicht für Sicherheit garantieren können, dann sollten sie woanders spielen, wie in Paris oder in Genf. Die Ukrainischen Clubs spielen auch einfach in anderen Stadien.
    Ausserdem finde ich solch eine Aktion ziemlich bedenklich, für ein Land, dass diesen Sommer eine EM organisieren will. Ein paar Baslerfans sind zu gefährlich? Da war Brasilien trotz all Kritik sicherer.
  • panaap 17.02.2016 12:22
    Highlight Highlight Wenn die Ausnahme zur Regel wird...#liberteegaliteistdochegal
  • Coach Cpt. Blaze 17.02.2016 11:59
    Highlight Highlight Beängstigend, was momentan in den Köpfen der französischen Behörden vor sich geht. Teilweise werden hunzkommune Spiele von heute auf morgen zu Hochrisikospielen deklariert damit Fans einfach ausgesperrt werden können. Beim nächsten mal werden urplötzlich kollektive Stadt-/Betretungsverbote ausgesprochen, obwohl zwischen den jeweiligen Clubs noch nie eine Rivalität bestanden hat. Lässt sich nur hoffen, dass man hier wieder zur Besinnung findet! Je suis Ultrà - Je suis interdit!
    • Fumo 17.02.2016 12:49
      Highlight Highlight "Teilweise werden hunzkommune Spiele von heute auf morgen zu Hochrisikospielen deklariert damit Fans einfach ausgesperrt werden können."

      Was wenn Terroristen extra hunzkommune Spiele auswählen und die Behörden es nur kurzfristig erfahren? Dass sie dann aus Ermittlungstechnischen Gründen nicht gleich alles der Öffentlichkeit preisgeben ist ja auch logisch.
    • SlicedTiced 17.02.2016 13:09
      Highlight Highlight Und genau solche Überlegungen spielen nur den Terroristen selber in die Hände, ohne dass sie einen Finger krumm machen müssen.
    • Coach Cpt. Blaze 17.02.2016 13:35
      Highlight Highlight Da gebe ich Ihnen natürlich recht. Klar darf man die Gefahr keinesfalls unterschätzen. Wenn man sich jedoch mal mit der aktuellen Situation in den französischen Stadien auseinandersetzt, wird rasch klar, dass die Terrorangst oftmals einfach für Repressalien und unverhältnismässige Auflagen ggü. Fussballfans missbraucht wird. Solche Auflagen und Verbote wie oben erwähnt wurden auch schon vor den Terroranschlägen erlassen...
  • Tropfnase 17.02.2016 11:51
    Highlight Highlight Für mich nicht nachvollziehbar.
  • Thomtackle 17.02.2016 11:44
    Highlight Highlight Weil es mit Basel in den letzten Jahren einige Vorfälle gegeben hat. Bei Chelsea erinnere ich mich nicht daran.
    • Texup 17.02.2016 11:47
      Highlight Highlight Was war genau mit den Chelseafans in der pariser Metro?
    • MaryTheOne 17.02.2016 11:56
      Highlight Highlight hat auch gestern wieder Auseinandersetzungen gegeben...
    • Der Blitzer 17.02.2016 13:01
      Highlight Highlight Ich denke die wollen so einfach den Baslern aus dem Weg gehen.
  • Der Blitzer 17.02.2016 11:39
    Highlight Highlight Die lautesten Fans sind wohl bei den Franzosen nicht erwünscht :(
    • jk8 17.02.2016 12:10
      Highlight Highlight Auch wenn die Basler lauter als Chelsea sind, so hätten sie die St.Etienne-Fans wohl kaum übertönt ;-)
    • Der Blitzer 17.02.2016 12:56
      Highlight Highlight Erinnerst du dich an das Champions League Spiel:
      FC Basel vs FC Bayern München?

      Da hat man in München nur die Schweizer gehört. :D
    • jk8 17.02.2016 13:10
      Highlight Highlight Vergleiche St.Etienne nicht mit München ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • azoui 17.02.2016 11:38
    Highlight Highlight Ich bin dafür, die Fans von Saint-Etienne in Basel, mit Basler Läckerli und Hypocras zu empfangen, damit man in Frankreich sieht, wie Gastfreundschaft aussieht.
  • maxi 17.02.2016 11:15
    Highlight Highlight sehr schade für die fans des fcb. zumal asse wirklich toll ist, stadion,fans und stadt sind herrvoragend für eine fussballreise.
    • samy4me 17.02.2016 11:44
      Highlight Highlight Diejenigen die wollen, werden das Reisli auch so antreten...
    • maxi 17.02.2016 12:16
      Highlight Highlight das ist mir schon klar. jedoch macht es mehr spass wenn du dich als fan eines vereines outen kannst und mit freunden im gästesektor das spiel besuchen kannst. Als wenn du dich deckt auf der haupttribüme herschlagen musst.

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