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Handschlag vor dem Team-Hotel: Dortmund-Crack Marco Reus fuhr jahrelang ohne Führerschein Auto.  Bild: DPA

Die Staatsanwaltschaft fährt Reus erneut an den Karren: Der Dortmund-Spieler soll noch öfter ohne Führerschein unterwegs gewesen sein

Marco Reus musste mehr als eine halbe Million Euro Strafe zahlen, weil er sechsmal ohne Führerschein Auto gefahren ist. Doch der Fall ist nicht beendet: Reus soll noch häufiger unerlaubt am Steuer gesessen haben. 

21.04.15, 09:40 21.04.15, 10:28

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Die Dortmunder Staatsanwaltschaft ermittelt erneut gegen Fussball-Nationalspieler Marco Reus wegen des Verdachts auf Fahren ohne Führerschein. Es werde geprüft, ob der 25-Jährige noch häufiger als bislang bekannt ohne Fahrerlaubnis am Steuer gesessen hat, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Es hätten sich zahlreiche Zeugen gemeldet, die den Profi von Borussia Dortmund auch an weiteren als den bereits bekannten Tagen hinter dem Steuer eines Autos gesehen haben wollen, sagte die Sprecherin. Die Angaben dieser Zeugen bezogen sich demnach auf mehrere Jahre. Die «Bild»-Zeitung meldet, dass deshalb bereits am 19. Dezember ein neues Ermittlungsverfahren eingeleitet worden sei.

Reus hatte im Alter von 18 Jahren Fahrstunden genommen, jedoch nie eine Prüfung gemacht. Am 18. März 2014 war Reus bei einer Polizeikontrolle in der Dortmunder Innenstadt mit seinem Aston Martin erwischt worden. Zuvor war er bereits mehrfach bei Geschwindigkeitskontrollen aufgefallen. Weil er dabei aber stets geblitzt wurde, fand keine Führerscheinkontrolle statt, weshalb die fehlende Lizenz nie auffiel.

Wegen Fahrens ohne Führerschein in sechs Fällen erhielt Reus einen Strafbefehl in Höhe von 540'000 EuroDie Strafe war im Dezember 2014 rechtskräftig geworden. Bei der Strafbemessung wurde das Gehalt mit 6000 Euro netto pro Tag zu 90 Tagessätzen festgelegt. Hochgerechnet lässt das auf einen Brutto-Jahresverdienst von rund vier Millionen Euro schliessen.

luk/dpa

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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