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Super League, 17. Runde

Zürich – Basel 1:2 (0:1)

Young Boys – St.Gallen 4:2 (2:2)

Vaduz – Thun 0:1 (0:1)

Super League, 17. Runde

Basel ist dank zwei Gashi-Toren im Letzigrund Wintermeister – YB gewinnt Verfolgerduell gegen St.Gallen

Keine Adventsgeschenke für den FCZ! Basels Topskorer Shkelzen Gashi schnürt beim Spitzenkampf im Letzigrund einen Doppelpack und sichert seinem Team den Sieg. YB wahrt mit dem Heimerfolg gegen St.Gallen den Anschluss zur Tabellenspitze.

30.11.14, 15:46 30.11.14, 20:04

Zürich – Basel 1:2

>>> Hier geht es zur Zusammenfassung der Partie im Liveticker

– Der FC Basel gewinnt das Spitzenspiel gegen den FC Zürich mit 2:1. Dank dem Auswärtssieg hat der Meister nun fünf Punkte Vorsprung auf seinen ersten Verfolger und ist vorzeitig Wintermeister.

– Erst ganz am Ende überschlagen sich im Letzigrund die Ereignisse. In der 88. Minute gleicht Yassine Chikhaoui mittels Handspenalty zum 1:1 aus. Doch die Freude über den vermeintlichen Punktgewinn hält nicht lange. In der vierten von insgesamt sechs Nachspielminuten erzielt Shkelzen Gashi nach einem Eckball mit dem Kopf den Siegtreffer. Nur kurz zuvor war der FCZ-Verteidiger Ivan Kecojevic mit der zweiten gelben Karte vom Platz geflogen, was den Basler womöglich den entscheidenden Raum für den letzten Effort einbrachte.

– Der Sieg des FCB kommt zwar erst spät zustande, war aber verdient. Lange Zeit sieht es sogar so aus, als würde der erste Treffer von Gashi schon zu drei Punkten reichen. Der Torschützenkönig der letzten Saison erzielt in der 41. Minute seinen 10. Saisontreffer. Eine Hereingabe von Behrang Safari landet mehr zufällig als gewollt in den Füssen der früheren GC-Stürmers, der freistehend und mit dem ersten Basler Schuss aufs Tor das 1:0 erzielt.

Business as usual

Gashis erster Streich gegen FCZ-Goalie David Da Costa. Bild: Claudia Minder/freshfocus

Young Boys – St.Gallen 4:2 

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– Die Berner Young Boys holen in einem spektakulären Spiel gegen St.Gallen drei wichtige Punkte. Die Hauptstädter überholen somit die Ostschweizer und liegen neu auf dem dritten Platz.

– St.Gallen geht in Bern bereits in der 8. Minute durch Marco Aratore in Führung. Guillaume Hoarau gelingt acht Minuten später nach einem Corner von Renato Steffen per Kopf der Ausgleich. Mit einem sehenswerten Treffer bringt Tafer die St.Galler erneut in Front, doch Milan Vilotic gleicht kurz vor dem Pausenpfiff für die Young Boys aus. Wieder gibt Steffen die Vorlage. 

– Nach einem Foul im Strafraum des bereits verwarnten Stéphane Besle verwandelt Hoarau den daraus resultierenden Penalty sicher zum 3:2. Die Young Boys wissen die Überzahl zu nutzen. Renato Steffen krönt seine Leistung mit dem 4:2.

Gelungene Premiere

Guillerme Hoarau schnürt gegen St.Gallen einen Doppelpack. Bild: KEYSTONE

Vaduz – Thun 0:1 

– Der FC Thun beendet in Vaduz seine Torflaute. Allerdings kommt der Siegtreffer nicht von einem Thuner selber, sondern ist ein Eigentor vom Vaduzer Grippo. 

– 502 Minuten lang war der FC Thun in der Super League ohne Tor geblieben. Letztmals hatten die Berner Oberländer Anfang Oktober gegen die Grasshoppers getroffen. Im Rheinpark von Vaduz erlöst ausgerechnet ein Gegner die Mannschaft von Urs Fischer schon nach etwas mehr als zwei Minuten: Ungeschickt lenkt Simone Grippo eine Flanke ins eigene Netz.

– Nach diesem frühen Treffer wird ersichtlich, weshalb sich die Thuner mit dem Toreschiessen so schwer tun. Ausser einem wegen Abseits aberkannten Treffer von Nelson Ferreira bringt der Gast in der Offensive kaum Nennenswertes zustande. Dass er trotzdem das Ländle mit drei Punkten verlassen kann, liegt in erster Linie an Faivre. Der Goalie rettet den Vorsprung mehrmals, etwa gegen Manuel Sutter (7.), Markus Neumayr (17.), Franz Burgmeier (38.) und Florian Stahel (83.). Zudem trifft der Aufsteiger durch Grippo (83.) und Pascal Schürpf (87.) jeweils die Latte. In der 90. Minute sorgt Nico Abegglen mit einem Fehlschuss aus bester Position für den unrühmlichen Abschluss des erfolglosen Vaduzer Sturmlaufs. (si/cma/dux)

Ein Thuner Arbeitssieg

Thun-Keeper Faivre hält den Berner Oberländern den Sieg fest. Bild: Michael Zanghellini/freshfocus

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    Alle Leser-Kommentare
  • Androider 30.11.2014 19:35
    Highlight Schiriassistent zu Studer:
    Hey Stephan, wie lange lassen wir nachspielen? 3 oder 4 Minuten?
    Stephan Studer zurück:
    Bis der FCB nochmals trifft!
    12 18 Melden

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