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Sergio Ramos wäre nicht nur ein guter Tänzer und Matador, sondern auch ein guter Volleyballer. Bild: EPA/EPA

Volleyball in Perfektion – und 3 weitere Dinge, die bei Dortmund gegen Real auffielen

Borussia Dortmund ärgert sich nach der 1:3-Pleite gegen Real Madrid über einen verwehrten Elfmeter. Ansonsten standen Gareth Bale und – wie könnte es anders sein – Cristiano Ronaldo im Zentrum des Geschehens.

27.09.17, 08:15 27.09.17, 08:31


Ein Artikel von

Der Aufreger des Spiels

In Dortmund läuft die 14. Minute, es steht 0:0, als Real-Madrid-Haudegen Sergio Ramos nach einem Dortmunder Angriff den Ball im Strafraum aus kurzer Distanz an die Hand bekam und ihn im Stile eines Volleyballers wegpritschte. Dass es in der Champions League statt des Videobeweises einen Torrichter gibt, half dem BVB auch nicht. Schiedsrichter Björn Kuipers beriet sich zwar mit seinem Assistenten, pfiff jedoch keinen Penalty.

Sergio Ramos im Stile eines Volleyballers. Video: streamable

Die Meinungen dazu:

«Das war ein Handspiel, das können wir alle sehen. Es hätte deutlich Elfmeter geben müssen.»

BVB-Trainer Peter Bosz.

Klar geht der Ball an die Hand, aber deswegen ist es nicht unbedingt Elfmeter. Sergio kann da nicht viel machen.»

Real-Regisseur Toni Kroos

Das Traumtor des Spiels

Vier Treffer fielen im Laufe des Abends, den schönsten erzielte Gareth Bale. Nach einer Flanke von Dani Carvajal vollendete der Waliser per Volley – und das so lässig, wie es 99 Prozent aller Fussballer wohl nicht mal im lockersten Trainingskick hinbekommen würden. Bale liess den Ball wunderbar über BVB-Keeper Roman Bürki hinweg ins Tor tropfen.

Bale hämmert den Ball in den Winkel. Video: streamable

Apropos Bürki ... der Schweizer Nationalkeeper, der eigentlich ein sehr gutes Spiel ablieferte, wurde beim 3:1 durch Cristiano Ronaldo mal wieder in der kurzen Ecke erwischt. Schon zum CL-Auftakt gegen Tottenham hatte er zwei ähnliche Tore gekriegt. 

Ronaldo zieht ab und trifft zum 3:1.  Video: streamable

Die CR7-Statistiken des Spiels

Es vergehen ja eigentlich kaum noch Partien, an denen Cristiano Ronaldo teilnimmt, ohne dass er irgendein Jubiläum feiert oder einen Rekord bricht. Das Spiel in Dortmund war das 400. für Real Madrid. Ach ja, zwei Tore gelangen Ronaldo, dem nach zwei (!) torlosen Spielen in der Liga schon eine Krise angedichtet worden war, auch noch. Damit kommt der 32-Jährige auf 411 Tore in 400 Spielen plus 112 Vorlagen. Richtig, 411 Tore.

Ähnlich beeindruckend wie die Tor-Quote des Portugiesen ist Ronaldos Quote an Nähe suchenden Fans. Es scheint kaum mehr Ronaldo-Spiele zu geben, an deren Ende kein junger Mann in Real-Trikot über Zäune und an Ordnern vorbei auf den Platz stürmt, um ein Foto mit oder zumindest ein paar nette Worte von CR7 abzubekommen. So auch in Dortmund, diesmal zeigte der Eindringling seinem Idol, dass er seinen Torjubel imitieren kann. Ronaldo schaute sich das Ganze routiniert an.

Das Ende einer Serie

1998, 2003, 2012, 2013, 2014 und 2016 hatte der BVB schon im eigenen Stadion gegen Real Madrid gespielt – und nie verloren. 0:0, 1:1, 2:1, 4:1, 2:0 und 2:0 – so lauten die Resultate aus den CL-Heimspielen gegen die Königlichen. Damit ist es jetzt vorbei. Und wenn die Borussia nicht aufpasst, hat sich auch diese Champions-League-Saison bald erledigt. Schon nach zwei Spieltagen wird es eng für Boszs Mannschaft. «Heute haben wir zu Recht verloren. Wenn wir weiter kommen wollen, müssen wir besseren Fussball spielen», sagte der Holländer.

(pre/lri/spon)

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    Alle Leser-Kommentare
  • John Smith (2) 27.09.2017 10:29
    Highlight Liess Bale nun den Ball «ins Tor tropfen» oder «hämmerte» er ihn in den Winkel? Oder ist dem Journalisten einfach wieder einmal die Sprache egal?
    20 0 Melden
  • My Senf 27.09.2017 10:03
    Highlight Hm...
    Also der ⚽️ ging nicht zur Hand 🤚 Ramos sondern die Hände von Ramos gingen zum ⚽️
    Eine sogenannte „unnatürliche” Bewegung -im Fussball, denn sonst würde das jeder so machen-
    Sprich hat seine Körperfläche vergrössert, sprich Penalty!

    Ob der bvb dann gewonnen hätte ist ein anderes Kapitel
    Chancen hatten sie ja
    25 4 Melden
  • Roman h 27.09.2017 09:30
    Highlight Ja es hätte Penalty für BVB geben müssen aber was niemand erwähnt.
    Wie wurde Bale gestoppt?
    Er war durch und ganz klar schneller auch hat der Verteidiger nicht den Ball sondern nur die Beine von Bale getroffen.
    War bei der Linie, weiss jetzt nicht ob es ein Penalty war aber sicher rot da Bale alleine vor dem Tor stand.
    Und nein bin kein real Fan sondern barca.
    Und auch wenn BVB dort ein Penalty bekommen hätte, real hat verdient gewonnen
    6 10 Melden
  • Raembe 27.09.2017 08:30
    Highlight Naja mein Respekt für Kroos ist nach dieser Aussage klar gesunken.
    36 19 Melden
    • fandustic 27.09.2017 09:37
      Highlight Yep, sehr schwache Aussage.
      8 4 Melden
    • StevieG 27.09.2017 10:24
      Highlight Gemäss focus.de tönt die Aussage von Kroos etwas anders:

      "Der Ball ist an der Hand. Aber der Ball geht nicht rein, Leute. Man kann bestimmt auch Elfmeter geben. Man kann Sergio wenig Vorwürfe machen, weil Keylor noch dran ist. Von mir aus gehört die Hand da nicht hin. Aber es ist definitiv kein absichtliches Handspiel."
      10 3 Melden
    • Kii 27.09.2017 12:40
      Highlight @StevieG
      Du sagst es ja, die Hand gehört da nicht hin, ob absichtlich oder nicht :D
      1 1 Melden
    • StevieG 27.09.2017 14:10
      Highlight @zzZüri: Ich wollte auch nicht Ramos in Schutz nehmen! Dass die Hand nicht dahin gehört darüber sind wir uns einig.

      Es ging mir darum darzustellen, dass die Aussage von Kroos nicht so war, wie sie im Artikel dargestellt wurde.
      0 0 Melden

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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