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Iceland's Birkir Bjarnason celebrates after scoring his side’s first goal during the Euro 2016 Group F soccer match between Portugal and Iceland at the Geoffroy Guichard stadium in Saint-Etienne, France, Tuesday, June 14, 2016. (AP Photo/Pavel Golovkin)

Jubel gegen Portugal: Bjarnason erzielt Islands erstes Tor an einem grossen Turnier. Bild: Pavel Golovkin/AP/KEYSTONE

Zurück gekommen, um zu bleiben? EM-Held Birkir Bjarnason ist wieder beim FC Basel

An der EM in Frankreich hat Birkir Bjarnason mit Island die Fussballwelt verzückt. Nun ist er zurück in Basel. Nach seinen Ferien spricht er ein erstes Mal über das historische Turnier und seine Zukunft beim FCB.

19.07.16, 07:39 19.07.16, 07:52

Céline Feller / Nordwestschweiz



«Ich spreche gerne mit euch», sagt Birkir Bjarnason der Handvoll Journalisten, die nach seinem ersten Training mit dem FC Basel nach seinen Ferien auf ihn warten. Aber wirklich glauben kann man es ihm nicht. Er lächelt zwar immer wieder, aber Bjarnason bleibt auch dann eher wortkarg, wenn es um den Sommer seines Lebens geht. Zusammen mit der isländischen Nationalmannschaft hat er an der Europameisterschaft Unglaubliches geleistet. Erst im Viertelfinal scheiterten die Isländer an Gastgeber Frankreich.

«Es war ein super Sommer und eine unglaubliche EM für uns. Niemand hätte erwartet, dass wir so weit kommen würden. Aber wir wussten, was wir erreichen können», sagt der 28-Jährige abgeklärt. Nach einem kurzen Nachfragen gibt Bjarnason jedoch zu: «Okay, dass wir so weit kommen würden, haben wir nicht gedacht. Aber wir haben immer daran geglaubt, dass vieles möglich ist.» Wie die Spieler auf dem Platz überraschten auch die zahlreichen isländischen Fans, die nach Frankreich gereist sind.

epa05395490 Hannes Halldorsson (R), Birkir Bjarnason (2ND R), Birkir Saevarsson and Ari Skullason (3RD L) of Iceland celebrate next to Kyle Walker (L), Joe Hart (4TH L) and Dele Alli (3RD R) of England after they defeated England 2-1 in the UEFA EURO 2016 round of 16 match between England and Iceland at Stade de Nice in Nice, France, 27 June 2016.

(RESTRICTIONS APPLY: For editorial news reporting purposes only. Not used for commercial or marketing purposes without prior written approval of UEFA. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications (whether via the Internet or otherwise) shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)  EPA/Tibor Illyes HUNGARY OUT  EDITORIAL USE ONLY

Der Schlusspfiff: Island mit Bjarnason (rechts) kegelt England aus dem Turnier und zieht in den EM-Viertelfinal.
Bild: EPA/MTI

Serie A? Bundesliga? Bleiben?

«Dass 10'000 Fans angereist sind, ist unglaublich. Und auch der Empfang zu Hause war grossartig. So etwas habe ich noch nie gesehen.» Doch auch wenn er von diesen fantastischen Momenten erzählt, wirkt Bjarnason nicht besonders aufgekratzt, betont aber immer wieder: «Es waren sehr viele sehr emotionale Momente.» Einen speziellen herauszupicken, sei schwer, sagt er. Aber wenn er sich entscheiden müsste, dann wäre es nicht sein erstes Tor, welches auch das erste Islands an einer Endrunde war. «Das Spiel gegen England ist das Highlight. Wenn du als Island England schlägst, ist das grösser, als dein persönlicher Torerfolg.»

Dennoch waren es auch ebendiese Tore, mit denen er auf sich aufmerksam machen konnte. Unlängst wurde er mit diversen Klubs in Verbindung gebracht. Napoli, die AS Roma sowie Borussia Mönchengladbach sollen interessiert sein. «Ich bin einfach glücklich, wieder hier zu sein. Ich habe nichts von irgendwelchen Angeboten gehört und habe hier beim FCB noch einen Vertrag über zwei Jahre», sagt er und fügt an: «Ich fühle mich sehr wohl hier. Und wenn ich gehen sollte, dann müsste es ein wirklich gutes Angebot sein.»

Island feiert seine EM-Helden

Der Faktor Champions League

Ob oben genannte Klubs dieser Definition entsprechen würden, wollte er nicht beantworten. Vonseiten des Vereins rechnete man Stand gestern noch klar mit einem Verbleib Bjarnasons beim FC Basel. «Er ist nicht auf dem Sprung», bestätigt Georg Heitz. Der Sportchef betont aber auch, dass es keine Garantien gäbe in diesem schnelllebigen Geschäft. Aber: «Er wird nicht einfach irgendwas machen, damit er etwas gemacht hat», sagt Heitz.

Für Letzteren ist auch klar, dass die Champions League Bjarnason halten könnte. «Die Spieler wissen, dass sie dort ihren Marktwert noch einmal steigern können.» Und auch der Spieler selbst betont die Wichtigkeit der Königsklasse. Ob er im September, wenn die Gruppenphase startet, wirklich noch immer im Dress des FC Basel auflaufen wird, ist unklar. Sicher ist im Moment nur eines: Für das Spiel am Sonntag wird es ihm nicht reichen. «Ich bin noch nicht bereit.» Weil er zu viel gefeiert hat, oder weil die EM ihre Spuren hinterlassen hat? «Wegen der EM natürlich!», sagt Bjarnason lachend, setzt sich auf sein Velo und fährt davon.

Birkir Bjarnason des FC Basel feiert mit dem Pokal und mit den Fans den Meistertitel auf dem Barfuesserplatz in Basel in der Nacht auf Donnerstag, 26. Mai 2016. Der FC Basel hat zum siebten Mal in Folge den Meistertitel gewonnen. (FC Basel 1893 POOL/Sacha Grossenbacher)

Bjarnason mit dem Meisterpokal: Folgen noch weitere Titel in der Schweiz?
Bild: FC BASEL 1893 POOL

Die EM 2016 in einem Bild

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Raembe 19.07.2016 09:39
    Highlight Einfach sympathisch der Typ!
    14 2 Melden

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