Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Glück gehabt! Die Schweizer Frauen-Nati schenkt Kamerun den Sieg – und zieht trotzdem ins WM-Achtelfinale ein

Die Schweizerinnen verlieren das letzte und entscheidende Gruppenspiel gegen Kamerun mit 1:2 und vergeben damit die Chance auf den fixen Einzug in die K.o.-Runde. Doch das Glück ist der Fussball-Nati hold. 

17.06.15, 02:09 17.06.15, 08:10


Eigentlich hatte es so vielversprechend angefangen. Die Schweizer Frauen-Nati war in der ersten Halbzeit klar das bessere Team und führte nach 24 Minuten durch den Treffer von Ana Maria Crnogorcevic.

GIF: Tor CrnogorcevicGIF: Tor Crnogorcevic

Tor Crnogorcevic. gif: watson

Die Nervosität war verflogen – die Schweizerinnen dominierten bis zum Ende der ersten Halbzeit, vergaben aber schöne Chancen:

Humm in der 16. Minute. gif: watson

Bachmann in der 20. Minute gif: watson

Doch nach der Pause wendete Kamerun die Partie. Gabrielle Onguene – eindeutig die beste Frau auf dem Platz – schoss in der 47. Minute den Ausgleich.

Ausgleich von Onguene. gif: watson

Besonders bitter: Der Schweiz war zuvor ein Einwurf fälschlicherweise aberkannt worden.

Dann war's um die Nati geschehen – Kamerun riss das Spiel an sich, Onguene blieb brandgefährlich und schliesslich schoss Ngono Mani in der 62. Minute den wunderschönen Führungstreffer. 

Die Schweizerinnen dümpelten derweil vor sich hin, die Abwehr liess sich von den Kamerunerinnen vorführen und in der Offensive gingen praktisch alle Bälle verloren. Der einzige Höhepunkt der Schweizerinnen in der zweiten Halbzeit war eine Parade von Torhüterin Thalmann.

gif: watson

Nach einer fünfminütigen Nachspielzeit, in der es eigentlich nur noch Spielunterbrüche zu sehen gab, wurde endlich erlösend abgepfiffen. Die Afrikanerinnen feierten mit ihrem Platz als Gruppenzweiter den Einzug in die Achtelfinals.

Cameroon's Gabrielle Onguene (7) and Jeannette Yango (10) celebrate a goal against Switzerland during the first half of a FIFA Women's World Cup soccer match, Tuesday, June 16, 2015 in Edmonton, Alberta, Canada. (Jason Franson/The Canadian Press via AP) MANDATORY CREDIT

Gabrielle Onguene – die beste Frau auf dem Feld. Bild: AP/CP

Trotz der Niederlage reicht es der Schweiz für den Einzug in die K.o.-Runde. Weil die USA gegen Nigeria in der Gruppe D 1:0 gewannen, haben die Schweizerinnen als eine der vier besten Drittplatzierten den Einzug ins Achtelfinale auf sicher.

Grund für die gute Platzierung war der 10:1-Kantersieg gegen Ecuador. Nun trifft die Schweiz im Achtelfinal in der Nacht auf Montag (1.30 Uhr Schweizer Zeit) auf Gastgeber Kanada. (si/dwi)

Abonniere unseren Daily Newsletter

9
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • droelfmalbumst 17.06.2015 08:01
    Highlight Klassisch... mal gewinnen und "woaa bääm wir sind so krass" dann kommt Kamerun und adé merci... Gegen Kanada wird das sowas von bitter... aiaiai
    6 10 Melden
  • 8004 Zürich 17.06.2015 07:02
    Highlight Kathrin Lehmann als Co-Kommentatorin war allerfeinste Realsatire, fachlich total unqualifiziert. Eigentlich liess sie sich die ganze Zeit bloss über die Schiedsrichterin aus. Bei einem vermeintlichen Foul Kameruns rief sie: "Das ist kein Vorteil, das ist eine gelbe Karte!" (als gäbe es nur entweder oder). Dani Wyler trocken: "Also die Schiedsrichterin gab gar kein Foul." Nach dem 2:1 sagte sie 30s gar nichts und dann: "Eigentlich ist ja gar nichts passiert. Die Zeit ist ja noch lang." Und in der 89.: "Das werden jetzt ganz lange Minuten." (für wen?!). Dann faselte sie nach Abpfiff noch von...
    16 3 Melden
    • 8004 Zürich 17.06.2015 07:37
      Highlight …der guten kameruner Leistung, mit welcher sie es den Schweizerinnen trotz des organisatorischen Chaos‘ schwer gemacht habe (welches Chaos? In der 2. HZ war Kamerun der CH schlicht in jeder Hinsicht haushoch überlegen). Die einzig fachlich korrekt kommentierte Sachen waren beim 2:1 in der Slowmo „Alle Schweizerinnen schauen nur auf den Ball. Keine deckt den leeren Raum.“, sowie das Lob über die starke Kameruner Nr. 7 und die Torhüterin. Allensfalls noch: „Jetzt muss etwas Ungeplantes (?) kommen.“ Wenn Fussball von Frauen flächendeckend ernst genommen werden soll, wäre z.B. eine kompetente...
      10 2 Melden
    • Hans Jürg 17.06.2015 07:46
      Highlight zum Glück wurde das Spiel auch auf ZDF (odef wars ARD?) übertragen. Da war der Kommentar fachkundiger.
      13 1 Melden
    • 8004 Zürich 17.06.2015 07:47
      Highlight … Co-Moderation ein Anfang. Weshalb muss eine Frau das mitkommentieren bloss weil es sich nicht um Fussball von Männern handelt? Die kompetenesten und telegensten sollen das machen, wenn das ein Mann ist, dann ist das halt so (wobei Fussballwissen beim SRF auch sonst nicht gerade überquillt). Eben wegen solchen Dingen bleibt es in der Wahrnehmung weiterhin bei einem Fussball/Frauenfussball-Ding, anstatt einfach Fussball. Die Studiogäste, v.a. Ex-Natitrainierin von Siebenthal fand ich aber sehr gut; die könnte man auch sonst bringen, sie erscheint mir fachkundiger als als z.B. Andy Egli.
      11 3 Melden
    • Kanalisationsschachtdeckelnummerexpert 17.06.2015 08:34
      Highlight Auf ZDF kommentierte meines Wissens Claudia Neumann.

      - gutes Verhältnis zwischen Unterhaltung und Informationen
      - wenig Schiedsrichterkritik
      - schlaue Kommentare zur Taktik beider Parteien
      - kurze und informative Spielerportraits
      - angenehme Sprechpausen
      - fachkundige Analyse
      - nicht andauernd Kritik zu einzelnen Protagonisten
      - keine Versprecher, wenige Verwechslungen

      Alle SRF-Fussballreporter dürfen sich gerne eine Scheibe von ihr abschneiden.
      13 0 Melden
    • rYtastiscH 17.06.2015 10:16
      Highlight Eurosport! Und zwar wenn immer möglich!! Ob Fussball, Tennis oder Eishockey, ich kann unsere Schweizer Kommentatoren nicht mehr hören. Fachlich oft nur durchschnitt, Deutung der Körpersprachen miserabel, das Offensichtliche wiedergeben aber dafür Unklarheiten nicht erkennen geschweige denn die Zuschauer darüber aufklären. Alles in allem ist so gut wie jeder Kommentator und Moderator von SRF zum fremdschämen.
      2 0 Melden

Gelson Fernandes tritt aus der Nati zurück: «Es war mir eine Ehre»

Mittelfeldspieler Gelson Fernandes wird künftig nicht mehr für die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft auflaufen. Das gibt er bekannt, einen Tag nachdem das Ende seiner internationalen Laufbahn bereits durchgesickert war.

Einen Tag nach dem Rücktritt von Valon Behrami beendet mit Gelson Fernandes ein weiterer Routinier seine internationale Karriere. Der Mittelfeldspieler aus Sion bestritt für die Schweiz seit seinem Debüt 2007 insgesamt 66 Länderspiele. Dabei schoss er zwei Tore, eines war unzweifelhaft der Höhepunkt seiner Laufbahn im Dress der Nationalmannschaft: Im Auftaktspiel der WM 2010 erzielte er den Treffer zum sensationellen 1:0-Sieg über den späteren Weltmeister Spanien.

Fernandes, der in wenigen …

Artikel lesen