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Die UEFA erteilte für Leipzigs Champions-League-Start grünes Licht. Bild: FILIP SINGER/EPA/KEYSTONE

RB Leipzig und Salzburg sind für die UEFA zwei ganz verschiedene Klubs

Dürfen Red Bull Salzburg und RB Leipzig beide in der Champions League spielen? Ja, hat die UEFA nun entschieden. Sofern Salzburg den Sprung erstmals schafft und nicht wie üblich in der Qualifikation hängen bleibt.

21.06.17, 06:47 21.06.17, 07:11

Die UEFA hat wie erwartet auch dem Bundesligisten RB Leipzig grünes Licht für die Teilnahme an der Champions League 2017/18 erteilt. Der europäische Verband sehe keine Verletzung der Regularien zur «Integrität des Wettbewerbs», teilte er mit. Die Regeln fordern eine strikte Trennung auf allen Ebenen aller an der Champions League teilnehmenden Vereine. Für Verwirrung sorgte zuletzt die Möglichkeit, dass sowohl Leipzig als auch Salzburg vom österreichischen Getränkekonzern Red Bull alimentiert werden könnten.

Beim Bundesliga-Zweiten Leipzig hatte man dem UEFA-Entscheid entspannt entgegengesehen. «Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht», hatten Geschäftsführer Oliver Mintzlaff und Sportdirektor Ralf Rangnick immer wieder betont. Beide Vereine seien mittlerweile komplett entflochten, Salzburg würde Red Bull nur noch als Hauptsponsor haben.

Salzburg hätte Vorrang gehabt

In der Champions League tritt Red Bull Salzburg unter dem Namen FC Salzburg an. Der österreichische Meister und Cupsieger wurde für die zweite Qualifikationsrunde gegen den Sieger aus der Begegnung Hibernians Paola aus Malta gegen FCI Tallinn aus Estland gelost. Leipzig ist als Zweiter der Bundesliga direkt für die Gruppenspiele qualifiziert.

Hätte die UEFA eine Verbindung zwischen den beiden Vereinen über Red Bull erkannt, wäre Leipzig ausgeschlossen worden. Salzburg als nationaler Meister hätte in diesem Falle die Starterlaubnis erhalten. (ram/sda)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • maxi 22.06.2017 16:28
    Highlight wie kann man nur auf die idee kommen das diese zwei vereine auch nur im geringsten miteinander verbunden sind
    2 0 Melden
  • Mentorius 21.06.2017 08:19
    Highlight Sehr schade! Wäre eine gute Möglichkeit gewesen für die UEFA um zu zeigen, dass sie Fussball und nicht Geld vertritt.
    44 41 Melden
    • db13 21.06.2017 08:46
      Highlight Und wieso sollte die UEFA das zeigen, wenn es nicht den Tatsachen entspricht?
      46 9 Melden
    • JoeyOnewood 21.06.2017 09:32
      Highlight db13 ist dir mal aufgefallen, wie die Spieler da hin und her gegeben werden? und rangnick war bis vor kurzem von beiden Clubs Sportchef! Entflechtung sieht klar anders aus
      25 6 Melden
    • Mia_san_mia 21.06.2017 09:39
      Highlight Nein finde ich nicht. Wenn die Teams sich qualifizieren, haben sie es verdient...
      8 23 Melden
    • bokl 21.06.2017 10:47
      Highlight @Joey
      Was bis vor Kurzem war, spielt aber für die nächste CL-Kampagne keine Rolle.
      10 9 Melden
    • JoeyOnewood 21.06.2017 12:15
      Highlight mia_san_mia: aha, und was ist, wenn die beiden gegeneinader spielen müssten? Entscheided dann Mateschitz wer gewinnt? Salzburg ist finanziell immernoch sehr abhängig von Red Bull. Dass beide Vereine in der CL vertreten sind, ist für die eh schon beschädigte Glaubwürdigkeit des Fussballs nicht gut. Die Entflechtung müsste a) auch die Sponsorendimension mit einbeziehen, b) etwas länger zurückliegen und b) bis ins Detail geprüft werden - dann kann man darüber reden.
      6 4 Melden
    • Mia_san_mia 21.06.2017 13:04
      Highlight Dann wird Leipzig gewinnen weil sie eine starke Mannschaft haben.
      6 0 Melden
    • bokl 21.06.2017 13:29
      Highlight @JoeyOnewood
      Und wie weit soll es beim Sponsoring gehen? Gleiche Firma? Gleicher Konzern? Gleicher Mehrheitsaktionär? Da wird es immer ein Schlupfloch geben.
      6 0 Melden
  • maxi 21.06.2017 08:01
    Highlight Man muss das einfach nur nüchtern auf der Zunge zergehen lassen: Red Bull hat keinen Einfluss auf etwas, das 'Red Bull Salzburg' heisst. Oder auf RB Leipzig.... u€fa mafia
    67 16 Melden
    • neutrino 21.06.2017 09:17
      Highlight Gut, in Österreich ist es üblich, dass der Hauptsponsor auch in den Vereinsnamen integriert wird.
      15 4 Melden
    • zzZüri 21.06.2017 09:28
      Highlight Sind interne Transfers eigentlich non stop möglich?
      7 4 Melden
    • Hoppla! 21.06.2017 09:34
      Highlight Ist das bei Bayer Leverkusen auch so? Oder Carl Zeiss Jena? Sheriff Tiraspol? Skoda Xanthi? Kawasaki Frontale?

      Ich kenne die Red Bull-Struktur nicht mehr so genau, aber der Name ist bei der Einflussname doch irgendwie sekundär.
      10 8 Melden
    • neutrino 21.06.2017 09:59
      Highlight Nein, Transferregeln gelten genau gleich wie zwischen anderen Clubs.

      Ganz nebenbei: gibt diverse andere Clubs, die auch vom gleichen Geldgeber alimentiert werden - nur wirds dort nicht an die grosse Glocke gehängt. Gabs auch früher schon.
      10 1 Melden
    • meine senf 21.06.2017 11:53
      Highlight Diese (Bayer etc.) haben immerhin nicht mehrere Clubs.

      Als kleines Kind meinte ich wegen diesem Namen immer Leverkusen sei in Bayern.

      Sherrif Tiraspol ist ohnehin ganz kurios und interessant. Sherrif ist quasi der Staats-Konzern von Transnistrien, einem nicht anerkanntem Möchte-Gern-Land in Moldawien.

      https://www.welt.de/reise/nah/article154833070/Der-Vergleich-mit-Nordkorea-macht-hier-sogar-stolz.html

      Trotzdem spielen sie aber in der normalen moldawischen Liga.
      1 0 Melden
    • maxi 21.06.2017 12:25
      Highlight @ hoppla google mal bisschen mitgliedschat und wie die vereine aufgestellt sind usw. du wirst innert par minuten rausfinden wieso red bull ein so grosses übel ist.


      zzzZüri, nur wärend der normalen transferperiode.
      2 3 Melden
    • Hoppla! 21.06.2017 13:01
      Highlight @ maxi

      Klar, nur war die erste Aussage explizit auf den Namen bezogen.
      0 0 Melden
    • bokl 21.06.2017 13:33
      Highlight @mein Senf
      Nicht mehr. Bayer hatte vor nicht all zu langer Zeit auch noch einen FC Bayer 05 ... am Start.
      2 0 Melden

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