Sport

Gerard Piqué spaltet die Fans der spanischen Nationalmannschaft. Bild: EPA/EFE

Spanische Auswahl bricht Training ab: «Piqué, du Mistkerl, raus aus der Nati!»

Das war ein kurzer Auftritt der spanischen Nati. Beim ersten – und einzigen – öffentlichen Training wird Gerard Piqué von vielen Fans dermassen ausgepfiffen und beleidigt, dass Nationaltrainer Julen Lopetegui nach 23 Minuten genug hat.

03.10.17, 08:30 03.10.17, 09:06

«Es war ein Fehler, das Training öffentlich zu machen», gestand Julen Lopetegui nach der Übungseinheit den Medien. 23 Minuten nur liess er seine Stars zuvor im kleinen Stadion Ciudad del Fútbol de Las Rozas in Madrid die Beine bewegen. Dann brach er das Training ab.

Gerard Piqué betritt das Feld. Video: streamable

Grund waren die permanenten Pfiffe und Schmähungen gegen Gerard Piqué, der sich für die Unabhängigkeit Kataloniens einsetzt und am Tag zuvor unter Tränen erklärte, dass er seinen Platz in der Nationalmannschaft sofort räumen werde, wenn die Verantwortlichen ihn als Problem sehen.

Piqué erklärt unter Tränen, dass er doch nur an die Demokratie glaube und er die Nati verlasse, wenn jemand Wichtiges glaubt, er sei ein Problem.

Nadal äussert sich

Am Rande des ATP-Turniers in Peking äusserte sich Rafael Nadal zu den Vorfällen in seiner Heimat: «Ich könnte weinen, wenn ich sehe, in was für eine Situation Spanien geraten ist. Das sorgt für ein negatives Bild. Es war ein trauriger Moment für mich.»

Nadal ist auf Mallorca aufgewachsen, wo auch Katalanisch gesprochen wird und verbrachte grosse Teile seines Lebens in der Region Katalonien.

Zumindest für über 1000 Fans, welche das Training besuchten, scheint der Verteidiger ein Problem zu sein. «Piqué, du Mistkerl, raus aus der Nati» sangen die Aficionados im Wechsel mit Pfiffen, Buhrufen, «Raus, raus»-Schlachtrufe, dem Summen der spanischen Hymne oder «Que viva España» und «Yo soy español»-Gesängen.

Nach nicht einmal 30 Minuten beendet Lopetegui das Training. quelle: Twitter

Unterbrochen wurden die Anfeindungen einzig für kurze Anfeuerungen für Isco oder Sergio Ramos. Sicherheitsleute griffen auf der Tribüne ein und sammelten die übelsten der Plakate gegen Piqué ein. Mindestens ein älterer Herr, wurde des Areals verwiesen. Er hat auf ein Blatt gekritzelt: «Piqué, ich will nicht, dass du gehst. Ich will, dass sie dich wegschmeissen. Du bist wie Erbrochenes.»

Die Sicherheitsleute verweisen den älteren Herrn von der Tribüne. Video: streamable

Piqué selbst goss erneut Öl ins Feuer, weil er noch nach dem Einrücken in die Nati diverse Tweets für die Unabhängigkeit Kataloniens retweetete und zu einem Video, in welchem die spanische Polizei Katalonen angriff schrieb: «Sie haben professionell und angemessen reagiert.» 

Lopetegui erklärte, dass ihn politische Ansichten seiner Spieler nicht interessieren. Er habe mit Piqué aber gesprochen: «Ich wollte wissen, ob er auch mental 100-prozentig bei der Sache ist. Er hat mir dies versichert und gesagt, dass er voll motiviert sei.»

Der Mann mit der Sonnenbrille: Julen Lopetegui lässt sich nicht in die Augen blicken. Bild: EPA/EFE

Spanische Medien wie die «Marca» bezeichneten das Training als «traurigster Tag Spaniens». Ähnliche Szenen wird es bis am Freitag nicht geben. Die Nationalmannschaft arbeitet unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Dann steht in Alicante die Partie gegen Albanien an. Mit einem Sieg dürfte das WM-Ticket fix gebucht sein.

Das passiert gerade bei Piqués Klub:

«Unhaltbare Situation», «Unerträglich» und «Gewitter über Piqué» – so titeln spanische Medien heute.

Aus Protest gegen das Vorgehen der Polizei gegen Katalanen: Barça spielte vor leeren Rängen

Wahllokal in Katalonien gewaltsam gestürmt

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Wahllokal in Katalonien gewaltsam gestürmt

Video: srf

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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77Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SemperFi 03.10.2017 21:31
    Highlight Fussballer und Fussball"fans" halt, was soll man da anderes erwarten...
    5 5 Melden
  • Don Sinner 03.10.2017 21:13
    Highlight Die spinnen alle sowieso, die Spanier, Katalanen, Fussballer und Fans.
    10 2 Melden
  • WalterWhiteDies 03.10.2017 16:07
    Highlight Pique ist der grösste Skandal, der die spanische Nationalmannschaft jeh gsehen hat!! Er ist eine Schande für mein Land! Raus mit ihm, wenn er lieber einem anderen Land angehört!! Seine Kariere und sein Reichtum verdankt er alleine Spanien!
    15 99 Melden
    • Beggride 03.10.2017 18:08
      Highlight Bitte sieh dir genau an, was in Katalonien passiert ist und urteile dann wieder, wenn du weisst, ob du solche Gewalt wirklich unterstützt oder nicht (mir geht es nicht darum dir nahezulegen, dass die Unabhängigkeit etwas gutes ist). Ich finde es danach wichtig, dass auch Fussballer, die es für richtig erachten, das Mund aufmachen dürfen und ihre Meinung frei äussern.
      28 2 Melden
    • chara 03.10.2017 19:00
      Highlight Zum Glück für Sie haben wir in < meinem Land > genügend Toleranz für solche Haltungen, oder zumindest gelten Sie mit Ihrer Meinung als therapierbar...
      26 2 Melden
    • SemperFi 03.10.2017 22:41
      Highlight Seinen Reichtum verdankt er ja wohl der Tatsache, dass er ein guter Fussballspieler ist, mit Spanien hat das nur am Rand zu tun.
      23 1 Melden
    • WalterWhiteDies 04.10.2017 21:02
      Highlight Die Katalanen haben die Aufforderung der Polizei missachtet und kriegten dies zu spüren. Da sie gegen das Gesetz verstossen haben. Wer nicht hören will muss fühlen!!
      2 17 Melden
    • WalterWhiteDies 04.10.2017 21:02
      Highlight @SeperFi und wer hat ihn bitte gross gemacht?
      1 10 Melden
    • WalterWhiteDies 04.10.2017 21:05
      Highlight Natürlich darf jeder seine eigene Meinung haben, aber der Stadtratt von Aarau kanm auch nicht einfach ein ilegales Referendum machen und sich abspalten!! Das hat mit "Eine Meinung haben" nichts zu tun!! Dies wäre gegen das Gesetz und dann muss die Polizei zum einsatz kommem. Wenn es friedlich nicht geht bleint nur noch Gewalt.
      1 13 Melden
    • SemperFi 04.10.2017 22:09
      Highlight @WalterWhiteDies: Sparen Sie sich bitte dieses Nationalistengesülze. Das ist ja nicht zum Aushalten. Und bitte, erklären Sie doch was Spanien dazu beigetragen hat, dass Piqué ein guter Fussballer geworden ist? Neben den Genen seiner Eltern waren das ja wohl sein Fleiss, sein Ehrgeiz, seine Trainer und Coaches und nicht Ihr Spanien.
      8 2 Melden
    • WalterWhiteDies 05.10.2017 13:22
      Highlight Die Katalanen sind in diesem Fall wohl eher die Nationalisten mein Freund. Aber zu Pique, seine Kariere begann ca. 2004 in der U-17 der Spanischen Nationalmannschaft. Er wurde von einem Scout endeckt der im Dienst der Spannischen Nationalmannschaft handelt. Die Mannschaft representiert Spanien und spaniens Spieler und diese spielen unter der Spanischen flage, was per se heisst das dieses Land ihn gross gemacht hat! Natürlich liegt es auch an seinem können, ohne die SPANISCHEN Scouts hätte ihn aber nie jemand endeckt..
      1 3 Melden
    • SemperFi 05.10.2017 14:39
      Highlight Genau dieser Repräsentations- und Flaggenwahn führt die Völker dieser Welt immer wieder in blutige Kriege. Deshalb ist das nationalistische Kackscheisse, es wäre Zeit sich von solchen überholten Geschichten zu verabschieden.
      5 2 Melden
    • WalterWhiteDies 05.10.2017 19:10
      Highlight Ja, dann haben wir wohl geteilte Meinungen, aber eine frage habe ich noch. Die Abspaltung ist 100% Nationalististisch, wie stehst du dazu?
      2 0 Melden
    • SemperFi 05.10.2017 22:02
      Highlight Keine Mehrheit kann auf Dauer eine Minderheit gegen ihren Willen zu etwas zwingen. Mit dieser Problematik verantwortungsvoll umzugehen, benötigt auf beiden Seiten viel Besonnenheit und sicher nicht Worte, wie Sie sie in den vorhergehenden Kommentaren in den Mund gnommen haben.
      5 0 Melden
    • chara 06.10.2017 00:40
      Highlight Ich muss aufgrund dem geschriebenen meine Meinung ändern, ich habe keine Toleranz mehr gegenüber Ihnen und erwarte dass Sie umgehend den Koffer packen und in Ihr Land rückwandern!
      3 0 Melden
  • Zarzis 03.10.2017 13:46
    Highlight Man o Man!
    Sorry, aber für was ist dieser Mist Nationalismus den gut?
    Echt mal die Frage. Diese Geschichte zeigt doch. das das ganze nur Mist ist.
    Geht es auch nur einer Person in Spanien besser nach dem Austritt der Katalonier? NEIN, aber es geht vielen Leuten schlechter! Wäre diese Idee nie Ausgesprochen worden und vorallem nie so Offensive Durchgepaukt. Kein Mensch hätte sich danach gesehnt. Da haben Politiker um der Selbstsucht die Spaltung eines Landes Vorangetrieben! Mit Offenem Ausgang, eventuell werden noch Personen Sterben! Für NICHTS!
    Ich Beschuldige BEIDE Seiten der Eskalation!
    22 35 Melden
    • Electric Elefant 03.10.2017 14:40
      Highlight Für eine Beschuldigung an BEIDE Seiten, scheinen mir aber deine Schuldzuweisungen ein wenig sehr einseitig an die Katalonier zu gehen...
      Abgesehen davon, dass Du offenbar noch nie mit einem Katalanen geredet hast: "..wäre nie ausgesprochen worden...", "kein Mensch hätte sich danach gesehnt" - wie kommt man auf sowas??? Die Katalonische Frage ist nichts neues.

      Versteh mich nicht falsch - ich denke auch bei einem Austritt von Katalonien aus Spanien verlieren beide Seiten. Aber Deine letzte Aussage stimmt definitiv nicht - in deinem Statement beschuldigst Du nur eine Seite!
      35 4 Melden
    • Zarzis 03.10.2017 15:20
      Highlight @Electrik Elefant
      Sorry, kam falsch rüber, da zuwenig Platz.
      Das Vorgehen der Spanischen Regierung ist an Diletantismus und Provokation nicht zu Überbieten. Würde man ein Handbuch Schreiben, wie es man nicht macht, das wäre die Vorlage. Dieses Vorgehen hat den Seperatisten viele Symphatien gebracht.
      Nur ich kenne viele Regionen die sich Benachteiligt fühlen. Und die meisten tuen das da Politiker in dieser Bewirtschaftung vorteile sehen. Das Verurteile ich!
      Oder wie es mein Grossvater sagte: Die hätten lieber einen Giftigen Pilz Erfunden, der würde weniger Schaden als diese Idee.
      17 0 Melden
    • Electric Elefant 03.10.2017 17:57
      Highlight Zarzis: Ok, jetzt kann ich Dir zustimmen. Ich denke auch, dass es vor allem den beiden Hauptprotagonisten Rajoy und Puigdemont eher um persönliche Macht, denn um das Wohl von Spanien bzw. Katalonien geht...
      8 0 Melden
  • Palatino 03.10.2017 10:03
    Highlight So hat es in Jugoslawien auch angefangen 🙁
    116 23 Melden
    • Bob_das_Fahrrad 03.10.2017 10:54
      Highlight ..mit dem Unterschied, dass Jugoslawien von Anfang an ein künstlicher Vielvölkerstaat war, der unter Tito zusammengezwungen wurde, während in Spanien Iberer und Kelten die ursprünglichen Volksgruppen waren (und die Katalanen sind genauso Iberer, wie z.B. die Valencianer) und somit eine gemeinsame Geschichte haben.
      80 29 Melden
    • Der Rückbauer 03.10.2017 11:44
      Highlight Baskenland? Zuerst grosse Unabhängigkeitsbewegung, durch Madrid gewaltsam niedergeschlagen, nachher Terrororganisation ETA. Iberer tönt so wie heute Europäer. Die Unterjochung durch Madrid verstärkt die Unabgängigkeitsbewegungen. - Eine Confederación Democrática Ibérica? Das lässt das machtbewusste und gewaltbereite Madrid nicht zu.
      26 16 Melden
    • kupus@kombajn 03.10.2017 12:26
      Highlight @Bob_das-Fahrrad: der einzige Unterschied zu Jugoslawien ist der, dass die Katalonen viel länger und immer wieder mit den übrigen Spaniern im selben Staat/Königreich/wasauchimmer vereint waren.

      Was soll das mit den ursprünglichen Volksgruppen? Die Slawen Jugoslawiens hatten teilweise auch eine gemeinsame Geschichte.

      Auch Spanien ist ein künstlicher Vielvölkerstaat. Zumindest nicht weniger, als es Jugoslawien war.

      Ausserdem war es nicht Tito, der Jugoslawien schuf. Jugoslawien existierte bereits davor. 1918 - 1929 als SHS-Königreich, ab 1929 als Königreich Jugoslawien.
      43 3 Melden
    • Pisti 03.10.2017 13:15
      Highlight Vielvölkerstaat Jugoslawien? Dort waren fast 90% Slawen. Vereinzelt noch Ilyrer, Magyaren, Romas und Osmanen.
      11 2 Melden
    • Bob_das_Fahrrad 03.10.2017 13:27
      Highlight Ich hab' nicht geschrieben, dass Tito Jugoslawien gegründet hat, sondern dass er es zusammengezwungen hat. Egal. Ihr habt recht, es ist genauso, wie in Jugoslawien.
      6 4 Melden
    • kupus@kombajn 03.10.2017 14:18
      Highlight @Pisti: Und Slawen zählen alle als ein Volk oder wie? Beim Zusammenschluss 1918 gab es seit Jahrhunderten keine Illyrer mehr und die Magyaren waren eine kleine Minderheit. Ausserdem waren "Osmanen" kein Volk. Dafür gab es Albaner, Donauschwaben, Italiener. Alles keine Slawen. Aber 90% Slawen dürfte in etwa stimmen.

      @Bob_das_Fahrrad: Auch zusammengezwungen wurden sie bereits 1918. Und keiner schrieb, es sei genauso, wie in Jugoslawien.
      9 1 Melden
    • Fabio74 03.10.2017 14:27
      Highlight @bob Jugoslawien ist 1919 entstanden ala Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen.
      Funktionierte aber mit eiserner Faust
      3 0 Melden
    • Electric Elefant 03.10.2017 14:43
      Highlight @Bob: Die Kritik bezieht sich auf den Satz mit den ursprünglichen Volksgruppen. Kroaten, Serben und Bosniaken sind auch alles die selbe Volksgruppe (Slawen) - der Unterschied ergibt sich hier vor allem aus der Religion (Kroaten - katholisch, Serben orthodox und Bosniaken Muslime) - aber verschiedene Volksgruppen???
      3 0 Melden
    • Pisti 03.10.2017 15:12
      Highlight Ursprünglich waren alle Slawen gleich. Durch verschiedene Einflüsse, Religion etc, gab es dann verschieden slawische Volksgruppen. Trotzdem sind sie alle Slawen. Mit den Ilyrern, meinte ich natürlich die Albaner. Wobei das tatsächlich umstritten ist ob Albaner von diesen abstammen vieles spricht aber dafür. Sprache etc.
      Es geht mir eigentlich lediglich darum dass der Staat Jugoslawien sicher nicht einfach künstlich zusammengewürfelt wurde. Das wäre dann eher die Sowjetunion gewesen zum Beispiel.
      2 1 Melden
    • kupus@kombajn 03.10.2017 15:53
      Highlight @Pisti:
      So könnte man ja dann für alle europäischen Nationen argumentieren. Alle Germanen/Romanen waren gleich. Das stimmt so aber nicht. Slawen ist die Bezeichnung einer Sprachgruppe, keiner Volksgruppe, und zwar einer ziemlich heterogenen Sprachgruppe. Das wäre dasselbe, wie wenn man Kelten oder Germanen als ein homogenes Volk betiteln würde.

      Doch, Jugoslawien wurde künstlich zusammengewürfelt. Bis zum Zusammenschluss 1918 hatten die nicht gerade viel gemeinsamer Geschichte und völlig unterschiedliche kulturelle Einflüsse.
      5 4 Melden
    • Electric Elefant 03.10.2017 16:45
      Highlight kupus: Sorry, aber Slawen sind auch eine Ethnie und nicht nur eine Sprachgruppe. Abgesehen davon sind kroatisch, serbisch und bosnisch so nah miteinander verwandt, dass sich alle untereinander mühelos verstehen. Slowenisch und Mazedonisch sind zumindest aus der selben Sprachfamilie (Südslawisch). => https://de.wikipedia.org/wiki/Serbische_Sprache

      Du hast natürlich recht, dass Jugoslawien ein "künstlich" geschaffener Staat ist - aber das die Slawen keine Volksgruppe sind, ist schlicht falsch und das die Sprachen in Jugoslawien sehr heterogen seien, ist auch eine eher abenteuerliche Theorie!
      3 1 Melden
    • kupus@kombajn 03.10.2017 18:59
      Highlight @Electric Elefant: Stimmt schlichtweg nicht. Slawen ist der zusammenfassende Oberbegriff für alle eine slawische Sprache sprechenden Völker. That's it! Mit der Sprache enden auch die Gemeinsamkeiten.

      Wo schrieb ich, dass die Sprachen heterogen seien? Ich schrieb, dass die Sprachgruppe der Slawen sehr heterogen sei. Das bezog sich nicht auf die Sprache selbst. Aber auch auf die Sprache bezogen wäre es korrekt. Die slawische Sprachgruppe beinhaltet ja nicht nur Kroaten, Serben und Bosniaken.
      1 2 Melden
    • Electric Elefant 03.10.2017 21:51
      Highlight Kupus: klar, Slawen sind keine Volksgruppe... Wenn Du das sagst muss das ja wohl stimmen und ich, der Duden und Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Slawen?wprov=sfla1) liegen alle falsch oder so?
      3 1 Melden
    • kupus@kombajn 04.10.2017 08:04
      Highlight @Electric Elefant: Fein! Und was steht nun da auf Wikipedia? Die grösste Gruppe von Ethnien. Und diese Gruppe wird sprachlich zusammengefasst. Nichts für ungut, aber ich bin vom Fach. Slawen sind Menschen mit einer slawischen Sprache. Und nun schlag mal Ethnie oder Volksgruppe nach. Interpretierst du den Begriff Volksgruppe vielleicht falsch?

      Oder erklär mir mal, was Russen, Tschechen, Kroaten und Bulgaren, alles Slawen, ausser demselben Sprachstamm noch für Gemeinsamkeiten haben, als dass man sie als eine Volksgruppe bezeichnen könnte.
      1 2 Melden
    • Electric Elefant 04.10.2017 09:44
      Highlight kupus: Wiki zu Ethnie: "Ethnie oder ethnische Gruppe [...] ist ein in den Sozialwissenschaften [...] verwendeter Begriff. Er bezeichnet eine abgrenzbare Menschengruppe, der aufgrund ihres intuitiven Selbstverständnisses und Gemeinschaftsgefühls eine eigenständige Identität als Volksgruppe zuerkannt wird. Grundlage dieser Ethnizität können gemeinsame Eigenbezeichnung, Sprache, Abstammung, Wirtschaftsweise, Geschichte, Kultur, Religion oder Verbindung zu einem bestimmten Gebiet sein."

      Vielleicht solltest Du mal Volksgruppe/Ethnie nachschlagen, auch wenn Du vom Fach bist...
      0 1 Melden
    • kupus@kombajn 04.10.2017 12:38
      Highlight @Electric Elefant (Teil 1): Gut! Das entspricht ja genau dem, was ich geschrieben hatte.

      Inwiefern kann man nun kollektiv allen Slawen eine aufgrund ihres intuitiven Selbstverständnisses und Gemeinschaftsgefühls eigenständige Identität als Volksgruppe zuerkennen? Wo ist dieses intuitive Selbstverständnis und das Gemeinschaftsgefühl bei allen Slawen? Gibt es eine gemeinsame Eigenbezeichnung, Sprache, Abstammung, Wirtschaftsweise, Geschichte, Kultur, oder Verbindung zu einem bestimmten Gebiet? Wenn ja, dann klär mich bitte auf.



      1 1 Melden
    • kupus@kombajn 04.10.2017 12:39
      Highlight @Electric Elefant (Teil 2): Kroaten sind eine slawischsprachige Ethnie, Russen sind es, Polen und Tschechen auch. Und die einzige Gemeinsamkeit, welche diese Völker haben, ist derselbe Sprachstamm und allenfalls dieselbe Religion. Eine einheitliche slawische Ethnie oder Volksgruppe gibt es aber nicht. Genauso wenig, wie es eine germanische oder romanische Ethnie gibt.

      Was du meinst, ist wohl eher eine Völkergruppe, als welche man Slawen kollektiv bezeichnen könnte. Das ist aber nicht dasselbe, wie eine Volksgruppe oder gar eine Ethnie.
      1 1 Melden
  • Morph 03.10.2017 09:47
    Highlight Der Hohn ist der, daß die Katalanen in einem Mitgliedsstaat der EU nicht unabhängig sein dürfen. Beide Seiten können doch nur gewinnen. Als Sportler sollte man sich wenn möglich gar nicht zur Politik äußern. Wenn man die massive Polizeigewalt anschaut, fühlt man sich an Franco erinnert. Es ist in solchen Momenten wichtig, dass das verurteilt wird. Auch von Sportlern...
    91 44 Melden
    • Bob_das_Fahrrad 03.10.2017 10:58
      Highlight Unter Franco wurden in der Nachkriegszeit bis zu 50'000 Menschen ermordet. Baskisch, Galizisch und Katalanisch waren verboten. Heute ist Katalanisch eine Amtssprache, wird in der Schule stärker gelehrt als Spanisch..
      Worin genau bestehen die Parallelen zu Franco?
      66 19 Melden
    • Morph 03.10.2017 12:46
      Highlight Unterdrückung eines Volkes durch Gewalt. Der Unterschied ist der, dass sich die spanische Regierung Dank der Digitalisierung und der EU-Zugehörigkeit Francos Art von Unterdrückung nicht mehr leisten kann...
      21 12 Melden
    • Bob_das_Fahrrad 03.10.2017 13:16
      Highlight Morph: glaubst Du wirklich, was Du da schreibst? Dass Spanien nur wegen dem Internet darauf verzichtet, dass Todesschwadronen die Strassen leerfegen ?
      11 4 Melden
    • Sandro Lightwood 03.10.2017 13:17
      Highlight Jeder soll sich zu allem äussern dürfen. Wann und wo er will - solange es nicht strafrechtlich relevant ist.
      8 0 Melden
    • Morph 03.10.2017 15:52
      Highlight Der Faschismus ist nicht einfach tot in Spanien. Erst recht nicht durch den aufkommenden Faschismus in Europa, welcher alten unterbewussten Überzeugungen neues Leben einhaucht. Aber zurück zum Fussball... Lange Zeit war die Erklärung für Spaniens Erfolglosigkeit im Fussball, dass das Land gespalten sei. Das spanische Nationalteam wird in dieser Verfassung, keine Titel mehr gewinnen können...
      1 1 Melden
  • Grundi72 03.10.2017 09:37
    Highlight Wer A sagt soll auch B sagen.. Wenn er sich für die Unabhängigkeit einsetzt ok, aber dann macht doch die Spanische Nati irgendwie eben schon keinen Sinn...

    Ich verstehe die spanischen Fans
    118 85 Melden
    • FrancoL 03.10.2017 09:59
      Highlight Ich bin ja sonst selten Deiner Meinung, aber wenn jemand sich für ein Referendum einsetzt dass die Unabhängigkeit 2 TAGE nach der Abstimmung zum Ziel hat, dann kann Piqué hoffentlich auch auf 2 zählen und binnen zweit Tage aus der Nationalmannschaft treten.
      87 32 Melden
  • Gelöschter Benutzer 03.10.2017 09:03
    Highlight Also ich verstehe Pique nicht - das ist doch ein Hohn für Katalonien. Da weint er medienwirksam in die Kameras.

    Und spaziert dann ganz normal ins Training der Spanischen Nationalmannschaft.

    Aber kann den Typ nicht wirklich ernst nehmen - er machte auch Aussagen wie: wenn nötig, trete ich aus der Nationalmannschaft aus.

    Wenn nötig? Du bist gegen Spanien, also hast du nichts in der Nati verloren.
    153 165 Melden
    • MacB 03.10.2017 09:26
      Highlight Er ist nicht gegen Spanien sondern für Katalonien.

      Das ist ein meilenweiter Unterschied. Und da es noch keine katalonische Nati gibt, spielt er wie bis anhin für die Spanische. Sehe da kein Problem.
      196 75 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.10.2017 09:32
      Highlight @ an die Blitzer: Wenn ihr Katalenen wärt.. da kommt so ein Typ, setzt sich für euch ein, weint vor den Kameras, etc. Spanische Polizisten prügeln auf euch ein. Er, Piquet verurteilt das...

      Nur um am nächsten Tag mit ebendiesen Spaniern wieder zu trainieren. Das grenzt doch fast an Verrat, nicht? Also wenn ich Katalan wäre, würde ich Piquet verabscheuen.

      Zudem sagt er ganz feige: Wenn die Verantwortlichen mich nicht wollen...

      so quasi auf Opfer machen. Anstatt den Entscheid selbt in die Hand zu nehmen und einfach konsequent den Rücktritt suchen.
      99 131 Melden
    • Hansdamp_f 03.10.2017 09:36
      Highlight Nur weil man "für" etwas ist, ist man nicht "gegen" etwas anderes. Feind schon gar nicht.
      146 32 Melden
    • Posersalami 03.10.2017 09:52
      Highlight Vielleicht gibt es ja Menschen die differenzieren und nicht alles schwarz - weiss sehen? Denk mal drüber nach.
      118 25 Melden
    • Pisti 03.10.2017 09:52
      Highlight Wenn er konsequent wäre würde er auch streiken. Das würde deutlich mehr Sinn machen als der Streik des FCB. Das juckt doch keinen ob der Fc Barcelona das Training streikt.
      57 13 Melden
    • Birdie 03.10.2017 09:54
      Highlight Ich bin Katalane und sehe das nicht so. Pique ist kein Politiker sondern Fussballspieler. Gäbe es eine katalanische Nati wäre er dort dabei, gibt es nicht also vertritt er das Land, zu dem Katalonien gehört. Wie oben auch gesagt ist er nicht gegen Spanien, sondern einfach für Katalonien. Und obwohl manche Spanier das denken hassen wir Katalanen (die meisten zumindest) die Spanier nicht. Wir würden gerne einfach mehr respektiert werden, dann hätten wir auch kein Problem damit bei Spanien zu bleiben. Dass Ereignisse wie am Sonntag oder der Hass im Internet kontraprodultiv sind ist dabei klar.
      136 20 Melden
    • FrancoL 03.10.2017 10:05
      Highlight Man ist für Etwas und für das Etwas, wenn es sich um ein Land handelt, zieht man das Trikot über. Da geht es nicht um gegen etwas zu sein, das ist eine einfache Wahl und diese Wahl ist dann aber auch so einzuhalten.
      Völlig inkonsequent handelt da Piqué.
      Er war für ein Referendum dass eine Mehrheit bekommen hat (wie das steht nicht zu Debatte für die Befürworter) und dieses Referendum sieht eine sofortige Unabhängigkeit innert 2 TAGEN nach der Stimmenauszählung. Das wusste Piqué und nun soll er auch so handeln.
      20 63 Melden
    • FrancoL 03.10.2017 10:11
      Highlight @MacB;
      Das nennst Du richtig?
      Das Referendum sieht die sofortige Unabhängigkeitserklärung innerhalb 2 Tagen nach der Stimmenauszählung.
      2 Tage nach der Stimmenauszählung ist demzufolge Katalonien und deren Bevölkerung unabhängig, nicht mehr ein Teil von Spanien!
      Was hat dann noch ein Katalane in der spanischen Nationalmannschaft zu suchen?
      Die Catalanen haben das Referendum so ausgestaltet. Wer die Unabhängigkeit ausruft ist nicht mehr Teil des Ganzen. Wer sich dann noch so vehement wie Piqué für ein unabhängiges, selbstständiges Katalonien einsetzt der sollte nicht abwarten!
      24 50 Melden
    • MacB 03.10.2017 10:23
      Highlight @Franco:
      Stand jetzt wurde noch keine Unabhängigkeit ausgerufen und Katalonien heute immer noch ein Teil von Spanien. Wieso soll er da nicht für Spanien auflaufen??

      In der Schweiz definieren sich auch sehr viele als "Kanton X" und sind trotzdem Schweizer. Die Walliser spielen auch in der Nati, obwohl sie den Rest der Schweiz als Üsserschwyz sehen.

      Solange Katalonien nicht unabhängig ist, finde ich es sogar konsequent von Piqué.
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    • FrancoL 03.10.2017 10:26
      Highlight @Birdie; Als Katalane hätte ich Dir zumindest zugetraut das Referendum zu verstehen und vor allem zu verstehen was eine Unabhängigkeit ist!
      Katalonien will unabhängig sein, auch wenn es die Verfassung nicht vorsieht, DANN sollten die Katalanen zumindest die Grösse haben die Unabhängigkeit durchzuziehen. Dass es dann eben noch keine katalanische Nati gibt ist halt ein negativ Punkt, sollte aber für Euch Katalanen bei den vielen positiven Punkten nicht stören, oder doch?
      Man kann nicht den Fünfer und das Wegglitt haben, auch die Katalanen nicht.
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    • FrancoL 03.10.2017 10:34
      Highlight @Birdie;
      Lese ich Deine Zeilen frage ich mich, ob Euch Katalanen, auch nur annähernd klar war was eine Unabhängigkeit ist. Es geht doch nicht um mehr respektiert oder um einen anderen Geldfluss und dgl.
      Eine Unabhängigkeit heisst eine eigener Staat einen Staat der von Spanien unabhängig ist. Wieso hätte sonst die Katalanische Regierung bereits Tuchfühlung mit der EU aufnehmen sollen?
      Nein Birdie: Unabhängig heisst nicht im Fussball mit Spanien, in der Wirtschaft unabhängig.
      Ihr könnt trotz der KLAR zu verurteilenden Gewalt der Regierung die Spanier für dumm verkaufen.
      17 30 Melden
    • Pisti 03.10.2017 10:43
      Highlight Birdie mag sein dass er nicht gegen Spanien ist. Aber die Spanier sind jetzt gegen ihn. Und ich würde niemals für ein Land spielen dass mein Volk runterknüppelt.
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    • Birdie 03.10.2017 11:01
      Highlight @Franco (ich hoffe der Name ist nur Zufall, bzw. hat nichts mit dem anderem Franco zu tun)

      Erst einmal sollte man nicht generalisieren. Würde die spanische Regierung mit etwas mehr Fingerspitzengefühl handeln, würde NIE eine Mehrheit zustandekommen. Was eine Unabhängigkeit bedeutet weiss ich und bin deswegen generell eher dagegen (ausser am Sonntag kurz, da war ich zu wütend). Wie gesagt geht es allen Katalanen um etwas anderes da jeder anders denkt. Mich persönlich nervt einfach wie Rajoy und der PP mit Katalonien umgeht und der Hass (nicht erst jetzt) von manchen Spaniern.
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    • Gelöschter Benutzer 03.10.2017 11:03
      Highlight @Watson: eigentlich sollte ich ein Honorar von euch verlangen. Die letzten Tage haben meine (ungewollt) polasierenden Kommentare nette Diskussionen ausgelöst :D (Und meine Herz/Blitz Bilanz etwas verschlechtert).

      @Katalanen wie Birdie: Natürlich heisst für Katalonien sein nicht gleich Spanien hassen. Aber man kann doch nicht heulen und über Twitter für die Unabhängigkeit sein und dann trotzdem für Spanien spielen. Das ist nicht konsequent.
      22 29 Melden
    • FrancoL 03.10.2017 11:24
      Highlight @macB:
      Im ernst du vergleichst den Status der Kantone mit dem Status der Unabhängigkeit das Katalonien im Referendum zum Ziel hat? Echt? Dann studiere bitte die Kantonsverfassungen, das hift Dir sicherlich weiter.
      Das Referendum war denn auch deutlich formuliert, auch wenn die katalanisch Regierung nun auf Zeit spielt: 2 Tage nach Stimmenauszählung ist die Unabhängigkeit auszurufen! Nicht Gespräche zu führen oder eine Teilunabhängigkeit, eine totale Unabhängigkeit.
      Was soll da jetzt der Spanier noch von den Katalanen erwarten oder den Katalanen noch anbieten.
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    • MacB 03.10.2017 11:55
      Highlight FrancoL: Du klingst wie ein Mami "dann studiere bitte die Kantonsverfassungen...mimimi", das war ein Vergleich, sei doch nicht so engstirnig!

      Nur weil Katalonien jetzt die Unabhängigkeit zum Ziel hat, heisst das ja nicht, dass ab heute jegliche Bindung zu SPanien untersagt ist. Sonst müssten die ÖV nicht mehr nach Madrid fahren, Grenzen errichtet werden, ein eigenes Parlament ausgerufen werden etc. etc. --> Das ist aber STAND HEUTE nicht der Fall und Katalonien ist noch ein Teil Spaniens.
      Weshalb soll ein Piqué nicht Teil Spaniens bleiben, auch wenn er sich es anders wünscht?
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    • meine senf 03.10.2017 12:09
      Highlight "Wer die Unabhängigkeit ausruft ist nicht mehr Teil des Ganzen."
      Dann dürften die Katalanen deiner Meinung nach also austreten? Schön, dass das geklärt ist.
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    • FrancoL 03.10.2017 12:09
      Highlight @Birdie; Nun Franco ist ein alter Name, den hat sich der spanische Diktator "ausgeliehen". Ich stehe politisch als Sohn einer halben Partisanin und mit Verwandt die im KZ waren alles andere als rechts.

      Was ich nicht verstehen kann, wie man ein Referendum mit einer so ultimativen Formulierung aufsetzen konnte und dann gleichzeitig der spanischen Zentralregierung (die ich gar nicht mag) riesen Vorwürfe machen will, dass sie nicht einlenkt.
      11 9 Melden
    • FrancoL 03.10.2017 12:12
      Highlight @birdie: Die Unabhängigkeit erklären ist wenn man es denn richtig verstehen mag: EIN BRUCH, EINE ABSAGE! Somit wurde schon mit dem Text viel Geschirr zerbrochen.
      Natürlich hat sich die Zentralregierung nicht bewegt, sich nicht einsichtig gezeigt, aber die Antwort dann als BRUCH oder AUSTRITT aus der Gemeinschaft zu formulieren ist falsch und für diese falsche Formulierung steht die katalanische Regierung in der Verantwortung.
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    • FrancoL 03.10.2017 12:20
      Highlight @MacB; Es geht nicht um Bindungen es geht um dazugehören oder nicht! Das Beispiel der Kantone ist nach wie vor KEIN Vergleich, ob Du das als belehrend oder nicht auffasst. Genügend traurig dass Du offensichtlich die Schweizer Staatskunde derart schlecht kennst.

      Das Referendum spricht eine klare Sprache: Es ist die Unabhängigkeit von Spanien innert 2 Tagen NACHDEM die Abstimmungsresultate vor liegen zu erklären.
      Nicht etwa Gespräche aufzunehmen, zu sondieren oder sonst eine weichere Formulierung.
      Das hat nicht die Zentralregierung formuliert sondern die katalanische Regionalregierung.
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    • FrancoL 03.10.2017 12:24
      Highlight @meine senf; Wenn man sie gehen lässt, dann können sie austreten. Dazu braucht es eine klare Aenderung der Verfassung und diese ist in Spanien meines Wissens durch die Zustimmung der Mehrheit der Abstimmenden zu erzielen.
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    • Birdie 03.10.2017 12:26
      Highlight Gut, wollte auch keine falschen Anschuldigungen machen. Mein Urgrossvater ist auch in einem Lager/KZ Francos gestorben.

      Die spanische Regierung hat Vorwürfe zu ertragen. Ich habe die katalanische Regierung auch nicht besonders gerne. Aber sie konnte in dieser Konstellation erst entstehen durch langjährige Respektlosigkeit den Katalanen gegenüber vom PP und Rajoy aus. Die jetzige Eskalation war aufgrund der langjährigen Kompromisslosigkeit aus Madrid und der seit 2 Jahren von der katalanischen Regierung unausweichlich, wobei ich es teilweise verstehe wenn man jahrelang ignoriert wird
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    • FrancoL 03.10.2017 12:43
      Highlight @Birdie; Jeder Staat hat die Regierung die er verdient oder besser die Regierung die die Mehrheit gewählt hat. Ich mag dieses Regierungsbshing bald nicht mehr hören. Klar ist die Regierung der letzten Jahren in Madrid eine Katastrophe. Diese Regierung hat aber nun mal die Mehrheit im Volk gewählt.
      Klar ist die Guardia civil eine kaum tragbare Truppe, aber sie ist so lange legitimiert bis das Volk nichts anderes entscheidet.
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    • FrancoL 03.10.2017 12:46
      Highlight @Birdie;
      Es ist die Mehrheit der Spanier die seit etlichen Jahren diesen Kurs stützt. Es geht um Mehrheiten und wenn Katalonien seit Jahren (ich erlebe es seit 1996) sich abschottet und sich doch recht despektierlich gegenüber dem restlichen Spanien verhält, dann ist das eben auch nicht sonderlich förderlich. Erinnere mich noch bestens als ich 1996 bei meiner ersten Bautätigkeit in der Nähe Barcelonas das Dorf auf Spanisch nannte und nicht den katalanischen Namen benutzte, da war schon Feuer im Dach und dies einem Ausländer gegenüber, eine etwas einfältige Verhaltensweise.
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    • MacB 03.10.2017 12:47
      Highlight @FrancoL: Belehrend empfinde ich es nicht - eher überheblich. Woher nimmst du dir das recht, über mein Staatskundewissen zu urteilen? Wie wärs mit einem Staatskunde-Quiz-den-Huber? Da würd ich deine Überheblichkeit locker an die Wand stellen.


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    • Galizier/Berner 03.10.2017 13:00
      Highlight Es ist überaus kurzsichtig zu denken nur die Spanier sind im Fehler. Es braucht immer 2! Seit Jahren werden von den Separatisten (nichts anderes als radikale Nationalisten aber auch radikale Antisystemparteien wie Cup) Spanien konsequent in den Schmutz gezogen und sorry ziemlich erfolgreich Hass gegen Spanien und Spanier geschürt, gefördert und zuweilen gefordert. Und ja die Katalanen werden staunen, auch wir andere Spanier sind wütend, traurig und ratlos. Vielleicht sollten die Katalanen gehen und die Spanier in Ruhe lassen. Auch wir haben Gefühle nicht nur die Katalanen.
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    • FrancoL 03.10.2017 13:01
      Highlight @MacB; Wer die Kantone mit ihren Verfassungen und deren Einbettung in die nationale Verfassung mit dem Willen Kataloniens sich von Spanien zu separieren(!) vergleichen mag, der stellt sein Staatskundewissen mehr als nur in Frage.

      Etwas von den Verfassungen und Zusammenhänge zu verstehen ist nicht überheblich, aber sehr dienlich.
      Entweder Du verstehst nicht was eine Unabhängigkeit ist oder Du verstehst unsere Verfassung nicht.
      Ich glaube kaum dass Du da viel an die Wand spielen kannst, überschätze Dich nicht, die ersten Negativpunkte hast Du ja bereits auf Deinem Konto.
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    • Birdie 03.10.2017 13:13
      Highlight Also es ist ja so, dass das Autonomiestatut 2010 gekündigt wurde. Seitdem fanden etliche Demonstrationen statt. Die Diada jedes Jahr mit Millionen von Teilnehmern, sowie zb die informelle Abstimmung 2014, oder die Wahl 2015 sollten doch genug Indikatoren gewesen sein, dass etwas nicht stimmt. Die katalanischen Politiker haben im Parlament durchgehend den Diskurs gesucht, die Youtube Videos dazu kann man sich ansehen. Dass die spanische Regierung bis gestern für KEINEN Dialog bereit war ist ganz klar vor allem ihr Fehler. Irgendwann handelt man einfach.
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    • Birdie 03.10.2017 13:17
      Highlight begi74 ja und das finde ich extrem schade! Ich habe absolut nichts gegen Spanier, nur gegen Rajoy und die PP. Aber wenn du die letzten Jahre zurückschaust wirst du sehen, dass die spanische Regierung mit der Kündigung des Autonomiestatuts, der Ignoranz, der Aufhebung der katalanischen Sprache in der Schule (wenn 1 Schüler den Unterricht der Klasse auf Spanisch will muss das so erfolgen). Die Cup ist genauso Mist wie die PP, oder die Falange die durch Madrid zieht. Die Spanier jetzt aber als Opfer der Katalanen im Prozess darzustellen ist falsch. Opfer ist die gesamte Bevölkerung.
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    • Sandro Lightwood 03.10.2017 13:19
      Highlight Wie so oft: Grautöne, nicht schwarz/weiss.
      3 0 Melden
    • Galizier/Berner 03.10.2017 14:04
      Highlight Es gibt Hoffnung: hier reden 'Spanier' mit 'Katalanen'. Am Ende wird alles gut und wenn es boch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende!
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