Sport

Cavani versteht die Welt nicht mehr. Bild: keystone

Kuriose Szenen beim PSG-Spiel

Cavani fliegt für seinen «Pistolero-Jubel» vom Platz – sechs weitere Kandidaten, die für ihre imaginären Schüsse Probleme gekriegt hätten

Einer der spektakulärsten Platzverweise gab es gestern in der Ligue 1 zu sehen, als Edinson Cavani die Ampelkarte kriegt, ohne ein Foul zu begehen. Wenn die Schiedsrichter schon früher so gepfiffen hätten, wären auch andere Stars nicht ungeschoren davongekommen.

18.10.14, 15:44

Finger-Pistolen geben Menschen keine roten Karten, Menschen verteilen rote Karten an Menschen.

Für die Szene des Spiels zwischen Lens und PSG (1:3) sorgt Edinson Cavani, obwohl Maxwell ein Traumtor erzielt.

Maxwell mit seinem tollen Treffer. Gif: dailymotion/football highlights

Erst holt der Uruguayer einen Penalty heraus und verwertet diesen souverän (56.). Danach feiert der Stürmer seinen Treffer mit einem «Pistolero-Jubel» – er kniet sich hin und macht mit seinen Händen ein zielendes Gewehr nach – vor den Lens-Fans. Für die «Unsportlichkeit» wird Cavani verwarnt.

Cavani feiert das 3:1. Bild: AFP

Wenige Sekunden später fliegt der 27-Jährige vom Platz. Der nunmehr vierfache Saisontorschütze Cavani berührt Schiedsrichter Nicolas Rainville beim Reklamieren ein wenig am Arm und sieht darauf zum Entsetzen der Hauptstädter die Ampelkarte.

Das Video mit den Hauptdarstellern Rainville und Cavani. DailyMotion/Football Highlights

Täter Cavani versteht nach dem Platzverweis die Welt nicht mehr, genau wie PSG-Präsident Saint-Germains Präsident Nasser Al-Khelaifi: «Er verdient diese Rote Karte nicht. Warum hat er vorher die Gelbe Karte bekommen? Er feiert immer auf diese Weise», kritisiert Al-Khelaifi im französischen Fernsehen.

Doch auch wenn Cavani – dessen Spitzname übrigens brisanterweise «El Matador» lautet (dt: der Killer) – schon früher so gejubelt haben will, der erste Fussballer mit imaginären Schüssen ist er bei weitem nicht.

Als Erfinder des Pistolero (auch als Sniper-, Gun- oder Gewehrjubel bekannt) gilt der Argentinier Gabriel Batistuta, der in den 90er Jahren seine Anhänger mit einer Salve aus seiner unsichtbaren AK verzückte. Hier eine Liste von berühmten Fussballern, welche beim Feiern ihre pazifistische Einstellung vergessen.

Die Stars haben auch schon auf dem Platz rumgeballert 

Carlos Tevez

Der Argentinische Stürmer schiesst nach seinem Penalty-Tor die Zuschauer ab. Video: YouTube/Sportubehd

Robbie Keane

Ab 0:20: Robbie Keane macht öfters einen auf Cowboy-Held. Meistens hängt der Ire vorher noch einen Salto dran. Video. YouTube/ Major League Soccer

Ronaldinho

Der Brasilianer kann nicht nur Samba tanzen, sondern zielt auch beim «Krieg spielen» genau. Video: YouTube/Goal News & Highlights

Gabriel Batistuta

Ab 1:07: Gabriel Batistuta gilt als Erfinder des «brutalen Jubels». Video: YouTube/Gabriel Batistuta

Karim Benzema

Ab 1:16: Der französische Stürmerstar schoss in seiner Zeit bei Lyon auch (Platz-)Patronen ab. Vidseo: YouTube/Hakim Abdouroihamane

Sonny Anderson

Ab 0:16: Barça-Stürmer Sonny Anderson feiert das 2:0 gegen Erzrivale Real Madrid. Video: YouTube/FC Barcelona

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

So haben sich die Champions-League-Erfolge auf die Marktwerte der FCB-Spieler ausgewirkt

Der FC Basel überraschte im Herbst Europa, schlug Manchester United, feierte den höchsten Champions-League-Sieg der Geschichte gegen Benfica Lissabon und qualifizierte sich für die Achtelfinals. So wirken sich die Königsklassen-Heldentaten auf die Marktwerte der Spieler aus.

Der FC Basel liess im Herbst die Klubkassen klingeln. Dank der Erfolge in der Champions League spielte sich der Schweizer Serienmeister bisher rund 28 Millionen Franken ins Kässeli. Die starken Leistungen lohnen sich allerdings nicht nur unmittelbar, sondern dürften dank Spielerverkäufen auch in der (unmittelbaren) Zukunft – sprich im Transferfenster jetzt im Januar oder im nächsten Sommer – Geld ans Rheinknie spülen.

So hat der FCB Verteidiger Manuel Akanji schon mal ein Preisschild von rund 20 …

Artikel lesen