Sport

Flüchtling M.* hofft wohl vergeblich auf eine Zukunft als Fussballprofi in der Schweiz.  bild: watson

«Fussball ist meine einzige Chance auf ein gutes Leben» – wie der Traum eines Flüchtlings aus Nigeria in der Schweiz zu scheitern droht

Gekidnappt, misshandelt, von Schleppern verschifft: Die Hoffnung auf eine Fussballkarriere hat einen jungen Nigerianer via Libyen und Italien in die Schweiz geführt. Hier ist er endgültig in einer Sackgasse gelandet.

08.09.15, 12:25 20.10.17, 09:24

«Sehr gerne möchte ich euch meine Geschichte erzählen», hat M.* gesagt. Doch bald wird dem 19-jährigen Nigerianer dann alles doch zu viel. Die Stimme des Fussball-Flüchtlings versagt, als er von den Bomben berichtet, mit denen die Terrorgruppe Boko Haram Tod und Zerstörung über seine Heimatstadt Kano bringt.

Die Erinnerungen und die Sorge um seine zurückgelassene Familie schnüren dem schmächtigen jungen Mann die Kehle zu. Dicke Tränen kullern aus seinen gelblich verfärbten Augen. Hektisch nestelt M. an den Schnürsenkeln seiner Kickschuhe herum und schnäuzt in eine Socke. Einfach irgendetwas tun, um die unangenehme Situation zu überspielen.

Flüchtling M. wartet am «Kick für Toleranz» in Winterthur auf seinen nächsten Einsatz.  bild: watson

Ein Turnier von und mit Flüchtlingen

M. ist einer von rund 400 Teilnehmern am «Kick für Toleranz», einem antirassistischen Fussballturnier auf der Winterthurer Schützenwiese. Unter dem Patronat des FC Winterthur, der «Wochenzeitung» und der autonomen Schule Zürich treffen sich am vergangenen Samstag 47 Mannschaften, um gemeinsam Fussball zu spielen, Freundschaften zu schliessen und die Sorgen des Alltags zu vergessen.

Die Hälfte der Sportler sind Flüchtlinge wie M. Sie kommen aus Durchgangsheimen und Asylunterkünften. Ihre Mannschaften tragen Namen wie FC Senegambia oder United Colours of Düdingen – auch der FC Lampedusa aus Hamburg hat nach langem Tauziehen mit den Schweizer Behörden eine Gesandtschaft geschickt.

Die Spieler des Hamburger Flüchtlingsklubs FC Lampedusa haben erst nach langem Hin und Her mit den Behörden eine Einreisebewilligung für die Schweiz erhalten.  bild: watson

In letzter Minute ins Team gerutscht

M. spielt für «DZ Selzach», die Mannschaft eines Durchgangszentrums im Kanton Solothurn. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten ist dieses Flüchtlingsteam für den grossen Tag bestens ausgerüstet: Ein Deutschlehrer hat über Beziehungen zum FC Basel einen Satz Trikots als Leihgabe organisiert.

Doch M. wäre wohl auch ohne teures Leibchen aufgelaufen. Denn für den gläubigen Muslim ist es ein Geschenk Allahs, dass er überhaupt noch mitfahren durfte: «Ich habe eine Woche lang gebettelt, aber das Team war bereits komplett. Heute morgen um 6 Uhr hat mich die Zentrumsleiterin geweckt. Ein anderer Spieler hat abgesagt und ich bekam seinen Platz. Die Leiterin meinte noch, es gäbe leider keine Fussballschuhe für mich. Doch meine standen natürlich schon frisch geputzt unter dem Bett bereit.»

Trotz kaputter Sohle: M.s wertvollster Besitz. Seine Fussballschuhe lässt der nigerianische Flüchtling nicht aus den Augen.  bild: watson

Auf dem Platz ist nicht zu übersehen, wie ernst dem jungen Nigerianer die Sache mit dem Fussball ist. Während sich seine Mitspieler in typischer Grümpelturnier-Manier in Einzelaktionen verzetteln, versucht der defensive Mittelfeldspieler mit den dünnen Beinen wenigstens ein bisschen Organisation in seine Truppe zu bringen. Seine Freunde rufen ihn «Pogba», doch M. verhält sich fussballerisch fast schon reifer als der berühmte Namensgeber. Als letzter Mann spielt er den Ball lieber ins Aus, statt ihn im spektakulären Dribbling zu verlieren. Auch ein Zeichen dafür, dass er eine taktische Grundausbildung erhalten hat.

Diszipliniert: M. versucht dem Spiel seiner Mannschaft eine taktische Grundordnung zu geben. bild: watson

Alles auf die Karte Fussball gesetzt

Und tatsächlich: M. erzählt, dass er mit Kano United bereits als 17-Jähriger in der zweithöchsten nigerianischen Liga gespielt habe. Fünf Mal pro Woche trainierte er für den Traum von der Profikarriere. Das war damals, bevor er aus Verzweiflung zum Fussball-Flüchtling wurde.

«Fussball ist meine einzige Chance auf ein gutes Leben.»

M.

«In Nigeria gibt es mehr Probleme, als ihr Schweizer euch überhaupt vorstellen könnt. Es gibt einfach zu viele böse Menschen, um ein friedliches Leben zu führen. Gewalt, Korruption und Terror sind Alltag. Viele Leute sind arm und müssen jeden Tag um ihr Überleben kämpfen. Ich wollte meiner Familie helfen, deshalb habe ich das Land verlassen», erklärt M.

Seine Hoffnungen setzt er auf eine risikoreiche Karte: «Ich habe keinen Beruf gelernt. Fussball ist meine Karriere, Fussball ist meine Zukunft. Ich brauche ihn mehr als alles andere auf der Welt. Fussball ist meine einzige Chance auf ein gutes Leben.»

M. schnürt seine Fussballschuhe in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. bild: watson

Todesangst in Libyen

Wie schlecht die Aussichten auf die ersehnte Karriere wirklich sind, muss M. bald am eigenen Leib erfahren. Via Niger reist er nach Libyen und schliesst sich dem Erstliga-Klub Aljazeera Zuwara an. Ohne festen Vertrag versucht er, sich einen Platz in der ersten Mannschaft zu erkämpfen. «Der Trainer mochte mich und ich habe einige Freundschaftsspiele absolviert. Doch dann verletzte ich mich schwer am Oberschenkel. Schon war niemand im Klub mehr an mir interessiert. Mein Leben war für sie nichts wert. Ich habe sie angefleht, mich zu einem Arzt zu schicken, doch es war ihnen völlig egal.»

Ausgerechnet in dieser Krise fällt M. einer militanten Gruppe in die Hände. Seine Kidnapper sperren ihn ein, versuchen Lösegeld von seiner Familie in Nigeria zu erpressen. Als diese nicht zahlen kann, durchstechen die Kriminellen die rechte Brustwarze ihrer Geisel mit einem Messer. M. zieht sein FCB-Trikot hoch und zeigt die Narben: Einstichstelle, Ausstichstelle. Ein grausamer Anblick. 

«Mein Leben war für sie nichts wert.»

M.

Erst als seine Peiniger merken, dass sie aus ihrem Opfer kein Kapital schlagen können, lassen sie M. frei. Der junge Mann hat nur noch einen Gedanken: «Nichts wie weg aus diesem Land!»

Das Leben in die Hand von Schleppern gelegt

Ein Freund, dem die Flucht nach Deutschland gelungen ist, schickt ihm Geld, um die Schlepper zu bezahlen. Der Fussball-Flüchtling legt sein Schicksal wie abertausende Leidensgenossen in ihre Hand und besteigt ein Holzboot mit dem Ziel Lampedusa. M. erinnert sich: «Wir waren völlig überladen, es waren fast 200 Menschen an Bord. Während der Überfahrt habe ich mit meinem Leben abgeschlossen. Ich hatte nicht einmal mehr Angst, denn ich wusste: Jetzt kann mir nur noch Allah helfen.»

Irgendwann wird das Flüchtlingsboot von einem Schiff der italienischen Küstenwache aufgegriffen. M. ist gerettet. Er feiert das Wunder mit einem Freund, den er fortan «Bruder» nennt.

Gerettet: M. und seine Freunde auf dem Boot der italienischen Küstenwache. bild: M.

«Während der Überfahrt habe ich mit meinem Leben abgeschlossen.»

M.

Zusammen wollen sie nach Deutschland weiterreisen und passieren bei Chiasso die Schweizer Grenze. Zollbeamte greifen sie auf, nehmen Fingerabdrücke und registrieren sie. In Frankfurt wiederholt sich das Prozedere, doch die deutschen Beamten setzen die Flüchtlinge sofort in den Zug retour nach Basel: «Sie sagten, wir seien illegal hier. Die Schweiz sei jetzt zuständig für uns, weil wir dort erstmals offiziell aufgetaucht sind.»

Im Juni stellt M. in der Schweiz einen Asylantrag. Als Person, die sich im beschleunigten Testverfahren des Staatssekretariats für Migration befindet, wird er dem Durchgangszentrum Juch in Zürich zugeteilt. Dort trifft ihn der nächste Schicksalsschlag: Sein «Bruder», mit dem er die Überfahrt nach Lampedusa überstanden hat, ertrinkt bei einem Badeunfall in der Limmat.

Ein Traum fast ohne Chance

Einige Wochen später wird M. in den Kanton Solothurn überwiesen. Dort wartet er seither auf seinen Asylbescheid und träumt von einer Chance im Schweizer Fussball: «Ich habe schon Probetrainings gemacht, aber ohne Papiere kann ich keinen Spielerpass bekommen. Ich bete jeden Tag für ein Wunder. Ich würde für jedes Schweizer Team spielen, das mich haben möchte. Wenn sie mich brauchen, bin ich da. Der Klub, der mich aufnehmen würde, den würde ich mein Leben lang lieben.»

Was M. nicht weiss, oder einfach verdrängt: Als Nigerianer hat er so gut wie keine Chance auf ein vorläufiges Bleiberecht. Rein statistisch ist seine Rückschaffung nur eine Frage der Zeit. Trotz der Horror-Schlagzeilen um Boko Haram gilt sein Herkunftsland für die Schweiz als demokratischer Staat, in dem es keine Verfolgung aus politischen, religiösen oder ethnischen Gründen gibt. Sämtliche 208 Asylgesuche von nigerianischen Staatsangehörigen wurden im Jahr 2014 abgelehnt.

M. Geschichte ist nur ein einzelnes Beispiel unter unzähligen Flüchtlings-Schicksalen. Dennoch lässt sie einen sprachlos zurück. Sein sportlicher Auftritt am «Kick für Toleranz» wird wohl für immer sein letzter auf Schweizer Boden bleiben.

*Name der Redaktion bekannt. M. hat mittlerweile einen Club gefunden, deshalb haben wir seinen Namen auf seinen Wunsch im Oktober 2017 anonymisiert.

Auf dem Weg in ein besseres Leben: Hunderte Flüchtlinge treffen mit dem Zug in München ein

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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49
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49Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Don Alejandro 08.09.2015 19:50
    Highlight @totha & exesuisse: Eben genau. Jetzt ist der Druck mit den Flüchtlingen da, um die Probleme mit Corporate Exploiting Africa anzusprechen und evtl. politische und wirtschaftliche Massnahmen umzusetzen. Diese Umstände passiv als gegeben hinzunehmen und Wirtschaftsflüchtlinge die für den Aufbau vor Ort gebraucht werden -> bringt doch nichts.
    4 0 Melden
  • AfA 08.09.2015 18:12
    Highlight Das Kick für Toleranz war ein wichtiger Anlass. Mit wunderbaren und interessanten Menschen. Wo austausch und einander kennenlernen möglich war. Es sollte viel mehr Möglichkeiten geben an denen Asylsuchende an unserem Alltag teilnehmen können. 
    22 4 Melden
  • Mia_san_mia 08.09.2015 17:59
    Highlight @ Walter Sahli: Da muss ich Hitz verteidigen, ich glaube nicht, dass Sie wissen was und wann er kommentiert... Nur weil Ihnen sein. Kommentar nicht gefällt, müssen Sie nicht mit solchen Aussagen kommen!
    4 2 Melden
  • Don Alejandro 08.09.2015 16:40
    Highlight Hört endlich auf mit diesen Gutmenschenstories! Afrika ist in Sachen Rohstoffe der reichste Kontinent von allen. Die Politik und Wirtschaft soll endlich mit Sanktionen und anderen Druckmitteln dafür sorgen, dass vor Ort endlich der Reichtum fair verteilt wird. Get real - alle diese Trittbrettfahrer die nun zum temporären Seelenheil den Pestalozzi raushängen werden käumlich einen Flüchtling privat aufnehmen. Die Lösung ist nicht die Aufnahme von Millionen in Europa, sondern die Lösung der Probleme in den Herkunftsländern.
    59 39 Melden
    • exeswiss 08.09.2015 16:48
      Highlight "Hört endlich auf mit diesen Gutmenschenstories! Afrika ist in Sachen Rohstoffe der reichste Kontinent von allen."

      darum beutet es europa, china und die USA, unter mithilfe von Warlords, ja auch aus.
      44 16 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 18:03
      Highlight @don alejandro
      teil 1

      aber genau darin liegt doch das problem!

      blutdiamanten, umweltverschmutzung wegen den ölreserven im nigerdelta, sogenannte "wertvolle erze" für die elektronische welt, kaffee plantagen, kakao bohnen für z.b. schweizer schokolade, genetisch veränderte maisfelder und zuckerrohrfelder für angebliches oekobenzin, unvorstellbare riesige staudämme für die stromproduktion der fabriken, ...
      15 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 18:03
      Highlight teil 2

      für diesen "reichtum" müssen kinder in ungesicherte minen ihr leben lassen, werden zig tausende menschen und ganze völker von ihrem grund und boden vertrieben oder ausgelöscht, wird die lebensgrundlage eines kontinent zerstört, werden auf deren buckel machtkriege geführt, ...

      aber sie sehen weder von den erzeugnissen noch vom finanziellen reichtum nicht mal einen rappen...
      16 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 18:04
      Highlight teil 3

      da ist es doch kein wunder, dass viel ihr letztes hemd hergeben um ein lebenswerteres leben zu suchen.
      [sarkassmus on] leider lässt sich das lebewesen mensch nicht ohne weiteres auslöschen, [sarkasmus off] [realität on] wie das mit den tieren und pflanzen ständig gemacht wird!

      nur weil ein mensch in einem gewissen teil der welt zur welt gekommen ist, ist er eigentlich nicht besser als wo anders, aber es läuft so, und das muss schleunigst geändert werden!
      nur wird das nie passieren!
      13 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 18:34
      Highlight und wir produzieren die Werkzeuge zur Unterdrückung.
      DARUM WIRD DAS ALLES NIE ENDEN:

      http://www.handelszeitung.ch/bildergalerie/die-10-groessten-ruestungskonzerne
      3 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 16:39
    Highlight Ganz einfach und unpolitisch: Viel Erfolg & Glück!
    18 2 Melden
  • Walti Rüdisüli 08.09.2015 16:27
    Highlight Was wäre wenn er zurück müsste, ihn aber dann ein Schweizer Klub verpflichten würde? Ich bin mir sicher, dass es einen Verein gibt, der einen normal bezahlten, jungen, talentierten Spieler gebrauchen könnte. Teurer als ein Schweizer sollte er ja nicht sein.
    -wäre mein Lösungsansatz
    18 16 Melden
  • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 15:24
    Highlight Unser täglich Flüchtlings-Rührstück gib uns heute....
    50 53 Melden
    • Walter Sahli 08.09.2015 16:22
      Highlight Geniessen Sie es schon, Hitz, während Sie sich zwischen Rindshuft und -filet entscheiden müssen? Und wie oft haben Sie eigentlich schon "Unsere tägliche Hetze gib uns heute..." den SVP-Exponenten geschrieben? Sagen Sie jetzt bitte nicht, noch nie!
      33 40 Melden
    • Mia_san_mia 08.09.2015 16:39
      Highlight Diese Berichte sind genau gleich Mühsam wie Hetze der SVP... Beides nervt!
      30 23 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 16:57
      Highlight Ach Walter Sahli...wieso sollte ich mit SVP-Exponenten in Schriftverkehr treten? Der Irrtum von Ihnen ist, dass man automatisch irgendwas mit der SVP zu tun haben muss, nur wenn einem dieses tägliche Flüchtlings-Hochjubeln-und-Betrauern auf die Eier geht.
      34 10 Melden
    • Walter Sahli 08.09.2015 17:37
      Highlight Nö, ich unterstelle Ihnen nicht, dass Sie was mit der SVP zu tun haben. Aber um die Hetze dieser Partei kommen Sie ja auch nicht rum, also warum nur gegen Artikel wie obige wettern?
      11 18 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 17:50
      Highlight Dann halt: Gehen Sie ins Zanetti-Thema und schauen Sie, wie ich mich dort äussere.
      Ausserdem: Woraus leiten Sie die Verpflichtung ab, überall gleichermassen Kritik äussern zu müssen, wenn einem ein bestimmtes Thema besonders auf die Nerven geht? Machen Sie das? Haben Sie sich jetzt z.B. auch Mühe gegeben, noch auf einer SP-Seite Etwas Kritisches zu posten für den Ausgleich?
      Ausserdem würde ich behaupten, dass Sie und ich wesentlich andere Ansichten zum Begriff "Hetze" haben.
      16 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 18:13
      Highlight @-thomas-

      das folgende ist KEINE unterstellung, das ist nur ein gedankengang, der früher oder später jeden ereilen könnte/kann/wird.

      klar, ist so, weil wir dann eventuell ein gewisses unwohlsein bekommen könnten, aber zu gleich merken, dass man alleine nicht viel ausrichten kann oder man nicht verzichten mag auf irgend einen bestandteil des eigenen lebensstiels, der aber unter umständen eine gewisse positive wirkung haben könnte...

      aber genau dann käme es aber darauf an, was man daraus macht.
      1 3 Melden
  • Raider 08.09.2015 14:17
    Highlight Ein Beispiel von vielen, wenn es um die Motivation der Flüchtlinge geht.
    Ich glaube, wir können nur davon profitieren, wenn wir solchen Menschen die Chance geben, hier zu arbeiten. Ob als Fußballer, der den Sport wirklich noch liebt und engagiert spielt (statt nur die Millionen einzusacken) oder als normaler Angestellter/Arbeiter, der seinen Job genauso überzeugt macht.
    Die Menschen, die in Europa geboren sind, sind doch zum großen Teil schon so "satt" und die Menschen, die als Flüchtling hierher kommen, wollen wirklich noch etwas erreichen, da sie es zu Hause nie konnten.
    33 35 Melden
  • Kronrod 08.09.2015 14:00
    Highlight Hört gescheiter mal Rosling zu.
    17 3 Melden
    • The Box 08.09.2015 15:19
      Highlight Good point!
      6 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 15:24
      Highlight Der Mann ist aber so nüchtern und sachlich und hat gar kein weiches Herz, das er die ganze Zeit plakativ vor sich herträgt. Und er will vermutlich nicht kuscheln. Mit mir. Und Flüchtlingen. Stundenlang.
      Also ist dieses Video böse und Du bist sicher mindestens ein Nazi, wenn nicht sogar ein Klingone!!!!!!
      11 7 Melden
    • exeswiss 08.09.2015 16:54
      Highlight natüüürlich boko haram is nur ein kleiner teil nigerias

      THIS!
      9 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 18:44
      Highlight exeswiss: Die Karte bzw. die darauf abgebildete Entwicklung geht nur bis 2013. Seither scheint sich aber, wenn man die Medienberichterstattung mitverfolgt hat, das Geschehen immer mehr auf den Nordosten zu konzentrieren bzw. hat die nigerianische Armee Boko Haram anscheinend weitgehend dorthin zurückdrängen können. Hierbei ist aber zu sagen, dass sich dafür die Ereignisse dort oben immer mehr verschärfen. Dennoch: Ein riesiger Teil von Nigeria, das an sich ein riesiges Land ist, ist im Prinzip friedlich.
      Ausserdem: Es gibt diverse Karten und Grafiken hierzu, die sich widersprechen.
      8 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 18:44
      Highlight Weitere Grafik:
      5 2 Melden
    • exeswiss 08.09.2015 18:56
      Highlight du schreibst es ja selbst.... im interview sagt er "ein kleiner teil" wenn ich aber deine aktivitäts karte anschau sind das eher 30-40% und das ist wahrlich NICHT klein.
      5 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 23:31
      Highlight exeswiss: Das kommt erstens darauf an, welche Karte man zu Rate zieht und wie man diese interpretiert.
      Bundesstaaten, "in denen offiziell die Sharia herrscht", bedeutet ja nicht zwangsläufig Terror oder Unzufriedenheit der dort ansässigen Bevölkerung.
      Ausserdem geht die erste Karte davon aus, dass nur der Nordosten wirklich unter Boko Haram-Fuchtel steht und das ist dann deutlich weniger als 30-40%, wobei sogar das noch als "klein" bezeichnet werden kann, da es ja heisst, dass von diesem Riesenland 60-70&% friedlich verbleiben.
      2 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 23:33
      Highlight Dann noch dies: Die untere Karte zeigt Gegenden in denen "Boko Haram aktiv ist". Was das quantifiziert genau heisst, wird da nicht ausgeführt. Sorry, aber ein paar Bombenanschläge machen einen Bundesstaat noch nicht zur Krisenregion. Ansonsten müssten wir nämlich auch einen Ansturm von thailändischen Flüchtlingen bei uns haben.
      2 2 Melden
  • Libertas 08.09.2015 13:39
    Highlight Und die nächste Tränendrüsen Story....
    Nigeria ist ein sicheres Land, gibt kein Grund für Asyl. Also zurück mit ihm. Der kann auch in Nigeria Fussball spielen!
    66 74 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 14:18
      Highlight hoffe mal ein emoticon oder so fehlt hier...

      ansonsten liebe/r libertas, ab zurück uns römische reich, von wo nähmlich der name libertas stammt.

      --> https://de.m.wikipedia.org/wiki/Freiheit

      --> libertas = römische göttin der freiheit!
      --> freiheit
      etymologisch stammt es vermutlich vom germanischen frī-halsa = „jemand, dem sein Hals selbst gehört“, ab, also einer person die über sich selbst verfügen kann.

      darf das nicht der wunsch, das recht eines jeden menschen sein?
      27 34 Melden
    • 's all good, man! 08.09.2015 16:54
      Highlight Auch hier wieder... Ein Kommentar unter aller Sau, bekommt aber Likes wie blöd. Ich frage mich echt, was in manchen Köpfen so vor sich geht.

      1. Nigeria ist alles andere als ein sicheres Land -> Berichterstattung auch nur ein kleines bisschen verfolgt?
      2. Trotzdem haben Asylgesuche von Nigerianern so gut wie gar keine Chance auf Annahme, also musst du dir diesbezüglich keine Sorgen machen. Das steht ja auch so im Artikel, also wird
      3. "zurück mit ihm" nur eine Frage der Zeit sein.

      Wozu dann also so ein Kommentar?
      32 23 Melden
  • TomTurbo 08.09.2015 13:15
    Highlight Als Muslim muss er sich vor Boko Haram wohl keine grosse Sorgen machen, im Gegensatz zu vielen Christen die dort tagtäglich abgeschlachtet werden. Aber die interessieren niemanden, weil es Christen sind.
    43 92 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 13:32
      Highlight so ein scheiss. boko haram tötet auch muslimische männer und frauen, wenn sich diese nicht hinter deren ansichten stellen. informier Dich zuerst ...danke.
      99 21 Melden
    • droelfmalbumst 08.09.2015 13:57
      Highlight selten so ein stuss gelesen TomTurbo...
      62 15 Melden
    • Schreiberling 08.09.2015 15:34
      Highlight Watson User TomTurbo ist bekannt für seinen geistigen Dünnschiss.
      42 14 Melden
    • Ikarus 08.09.2015 18:39
      Highlight Abgesehen davon gibts gleich viele christliche attentate in nigeria.

      Angefangen hat das ganze weil eine frau währen eines mittagsgebetes nach hause laufen und sie danach vom muslimischen mob vertrieben wurde. Seither gehts hin und her, und auch wenn boko haram schlimmere attentate verübte so sind christen nicht nur arme opfer.

      Nigeria ist nun seit fast 6 jahren daran sich durch attentate total aufzuteilen, eine apartheid der religionen.

      Dass alles nur weil die Regierung korrupt ist und die jugendarbeitslosigkeit so hoch das sie terrorgruppen wie boko haram nur einzusammeln brauchen.
      6 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 19:37
      Highlight @tomturbo

      um 1985 herum war ich 6mt. mit dem auto in nordamerika unterwegs.
      mehr als einmal bekam ich zu höhren, dass wir schweizer uns so benehmen würden, wie wenn wir ständig auf einem berggrat wandern würden und in der angst leben ja nicht einen falschen schritt auf die eine oder andere seite zu machen.

      ich persönlich habe aber immer stärker das gefühl, dass wir uns in unsere täler verkriechen und dabei vergessen, dass es "ännet em bärg" auch noch eine andere seite gibt.
      wir wollen alles haben, aber die konsequenzen nicht dafür tragen.

      das kann nie gut ausgehen.
      7 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 13:11
    Highlight teil 3

    aber er ist ALLEINE, er hat KEINEN (reichen, mächtigen) mentor, er kommt NICHT aus einem uns genehmen land/gebiet/kontinent...

    menschlichkeit fängt dort an, wo der buchstabe des gesetzes und der bürokratischen ver(un)ordnungen aufhöhren.

    um ganz ehrlich zu sein, würde ich verm. ihn vielen aktuellen ch-jugendlichen vorziehen, denn er kämpfte schon mit jungen jahren für seinen traum eines würdigen lebens, nicht wie vuel zu viele andere junge menschen.
    33 25 Melden
    • Karl33 08.09.2015 13:31
      Highlight "um ganz ehrlich zu sein, würde ich verm. ihn vielen aktuellen ch-jugendlichen vorziehen"
      wenn das nicht nur ihre haltung ist, sondern auch die eines grossen teils der 'gutmenschen', dann muss man sich nicht wundern, ist die schweizerische flüchtlingspolitik nicht mehrheitsfähig.
      36 33 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 13:48
      Highlight @karl33

      ich habe die abkürzung "verm." (für vermutlich) gewählt, da ich (eigentlich aber jeder) auf grund dieses artikels alleine, keine persönliche meinung bilden kann.
      dazu ist ein persönlicher 1:1 kontakt und kennenlernen der person als mensch und nicht als storry nötig.

      auf der anderen seite erlebe ich aber täglich das verhalten der heutigen jugend um öffentlichen raum, als auch im verein.

      meine aussage basiert daher aus den mir bekannten fakten und erlebnissen.

      und nochmals; daher das vermutlich.

      aber mit "gutmenschen" hat das rein gar nichts zu tun!

      21 15 Melden
  • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 13:08
    Highlight teil 2

    sicher gibt es flüchtende aus diesem land, dieser gegend, die es hier nicht seriös nehmen und im drogenmillieu zu hause sind, aber ich währe als trainer, schweizer bürger, mensch stolz wenn ich einen so engagierten menschen im team, in der gemeinde, im land als nachbar haben dürfte!

    er fragt nicht; zahlt mir 20millionen damit ich für euch fussball spiele!
    er kommt nicht hierher und fordert geld und luxus und so, er kommt und will etwas leisten, etwas erreichen, etwas zurückgeben als gegenleistung für die hilfe.
    30 18 Melden
    • TomTurbo 08.09.2015 17:04
      Highlight selten so gut gelacht :) Du meinst so wie die Anerkennung, dass Hilfspakete auf den Boden geschmissen werden weil ein Kreuz drauf ist?
      7 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 17:26
      Highlight @tomturbo

      ...hä?
      0 4 Melden
    • TomTurbo 08.09.2015 17:43
      Highlight thotha bitteschön:)


      nur mal mit offenen Augen durch die Welt spazieren.
      7 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 18:23
      Highlight @tomturbo zweiter kommentar (youtube link)

      wie viele promille von einer promille aller hilfsbedürftiger das wohl sein werden?
      und gleich auf 1000%, sprich auf alle anwenden?

      [symbolik on]
      "schwarze schafe" gibt es überall, aber deswegen ist die ganze herde trotzdem nicht schwarz.
      [symbolik off]
      2 8 Melden
    • TomTurbo 08.09.2015 18:59
      Highlight Thotha und wieder kommt die klassische ausrede " das sind aber nur ein paar wenige" sie sollten sich statt den lieben langen Tag über die SVP zornig zu sein mal einwenig mit den kulturellen Gepflogenheiten dieser "Fachkräfte " auseinandersetzen.
      6 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 19:26
      Highlight @tomturbo
      ich rege mich nicht pauschal wegen der svp auf.
      auch wenn LEIDER due auffallendsten, in diese richting gehenden kommentare und äusserungen, aus dieser richtung kommen resp. von ideologisch verwandet personen.

      was echt nervt ist generell das "alles und alle in einen topf werfen" resp. das pauschalisieren, aus ALLEN und in ALLE ideologischen richtungen.

      es wird nicht mehr gepflegt, sachlich diskutiert, es wird BEINAHE nur noch in die eine oder andere richtung gedroschen!
      niemand ist mehr bereit zu zu höhren, eine andere meinung zu akzeptieren, einen sinnvollen mittelweg zu finden.

      3 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 08.09.2015 13:07
    Highlight teil 1

    "Trotz der Horror-Schlagzeilen um Boko Haram gilt sein Herkunftsland für die Schweiz als demokratischer Staat, in dem es keine Verfolgung aus politischen, religiösen oder ethnischen Gründen gibt."

    wie bitte?
    boko haram mordet, nein schlachtet die bevölkerung NICHT aus politischen, religiösen, ethnischen gründen ab?!?!

    war denn jemals einer der beamten oder entscheidungsträger auch nur eine nacht in den umkämpften gebieten in nigeria und verbrachte diese stunden mit der bevölkerung?

    34 14 Melden
  • droelfmalbumst 08.09.2015 12:51
    Highlight Ich kriege Gänsehaut wenn ich so lese was diese Menschen durchmachen müssen... nur schon die Vorstellung das durchmachen zu müssen ist die Hölle... :(
    57 12 Melden

Alle sagen, moderner Fussball sei super. Ich sage: Im modernen Fussball haben sich Saumoden eingenistet, die mich laufend kotzen lassen

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