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29.12.2015; Leicester; Fussball Premier League - Leicester City - Manchester City; 
Goekhan Inler (Leicester) 
(Matthew Ashton/AMA/freshfocus)

Gökhan Inler kommt bei Leicester einfach nicht zum Zug.
Bild: Matthew Ashton/freshfocus

«Es kotzt mich an»: Edelreservist Gökhan Inler lässt seinem Leicester-Frust freien Lauf



Es ist aber auch zum Haareraufen – wenn er denn welche hätte: Vor acht Monaten wechselte Gökhan Inler für sieben Millionen Euro von Napoli zu Leicester City. Beim Fast-Absteiger wurde der Schweizer Nati-Captain als «Königstransfer» gefeiert. Der 31-Jährige sollte die «Foxes» im Zentrum stabilisieren und in eine bessere Zukunft führen.

Doch es kam ganz anders: Seit seinem Transfer hat Gökhan Inler erst zehn Spiele (705 Minuten) für seinen neuen Arbeitgeber bestritten. Den sensationellen Höhenflug seiner Mannschaft erlebte er nur von der Bank oder der Tribüne aus. Kein Wunder wollte der Solothurner im Hinblick auf einen EM-Stammplatz in der Winterpause wechseln. Doch daraus wurde nicht.

Football Soccer - Leicester City v West Bromwich Albion - Barclays Premier League - King Power Stadium - 1/3/16
Leicester City's Shinji Okazaki and Gokhan Inler warm up before the game
Reuters / Darren Staples
Livepic
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Inler machte zuletzt stets gut Miene zum bösen Spiel.
Bild: Darren Staples/REUTERS

In der «Sonntagszeitung» liess Inler seinem Frust nun erstmals freien Lauf. «Es kotzt mich an», stänkert er auf seine Situation als Edelreservist angesprochen. «Blöd ist, wir haben im Sommer die EM.» Hoppla, solche Aussagen ist man sich vom sonst so besonnenen Nati-Captain nicht gewohnt.

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Soll Vladimir Petkovic weiterhin auf Gökhan Inler setzen?

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  • 16%Ja, er soll die Nati auch an der EM anführen.
  • 38%Hmm. Nach Frankreich soll er ihn mitnehmen, spielen sollen aber andere.
  • 46%Nein, es gibt bessere Alternativen mit mehr Spielpraxis.

Inler weiss um die Brisanz seiner Worte: «Ich rede oft diplomatisch, aber jetzt, jetzt muss ich die Situation anerkennen und den Grund, warum es so ist, wie es ist. Es bringt mir nichts, alles nur schönzureden», erklärt er. 

Inler will sich in die Startelf kämpfen

Er habe diverse Anfragen im Januar, aber trotzdem ist er geblieben. Auch weil sein Coach Claudio Ranieri ihm sagte: «Gökhan, ich weiss, ich kann auf dich setzen.» Seither hat Inler aber keine einzige Minute mehr gespielt, zuletzt stand er am 15. Februar auf dem Platz – mit der U21.

Leicester’s Gokhan Inler, second from right, prepares to come on as a substitute next to Leicester manager Claudio Ranieri during the English Premier League soccer match between Leicester City and Tottenham Hotspur at the King Power Stadium, Leicester, England, Saturday, Aug. 22, 2015. (AP Photo/Rui Vieira)

Zuletzt spielte Inler am 20. Januar im FA Cup gegen Tottenham für Leicesters 1. Mannschaft.
Bild: Rui Vieira/AP/KEYSTONE

Ranieri rechtfertigte sich zuletzt so: «Gökhan ist ein Goldjunge. Sehr professionell und ein seriöser, harter Arbeiter. Aber was soll ich tun? Meine Mannschaft gewinnt und gewinnt. Ich kann jetzt nicht wechseln.»

Das sieht trotz grossem Frust offenbar auch Inler ein – einfach davonzulaufen kommt für ihn jedenfalls nicht in Frage. Im Sommer sagte er Nein zu West Ham, Sunderland und Schalke, um bei Leicester anzuheuern. «Und ich würde es wieder tun. Ich bin keiner, der einfach wegläuft und nach nur sechs Monaten ein Projekt aufgibt. Ich wollte diese Challenge. Jetzt habe ich sie.»

Im Sommer will er sich wieder in die Stammelf kämpfen. «Wir brauchen in der nächsten Saison alle», sagt der Nati-Captain. «Vardy, Mahrez. Und Inler!» (pre)

Story-Update 13.45 Uhr

In einer ersten Version wurde in dieser Story der englische «Daily Star» als Quelle zitiert. Nachdem wir darauf aufmerksam gemacht wurden, dass die Inler-Zitate aus der «Sonntagszeitung» stammen, wurden diese sowie die Verlinkung angepasst.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sputnik_72 09.03.2016 15:40
    Highlight Highlight "Es ist zum Haare raufen". Eher schwierig bei ihm ;-)
    15 0 Melden
  • Max3 09.03.2016 15:10
    Highlight Highlight Vielleicht tue ich Inler unrecht, wenn ich sage, dass es für ihn vor allem finanzielle Gründe waren, weshalb er im Winter nicht gewechselt ist. Aber wenn er wirklich dachte, er wird im Frühling mehr spielen, so war er wirklich naiv.
    Seien wir ehrlich: Sportlich lassen weder seine Leistungen im Club noch in der Nati ein Aufgebot im Sommer rechtfertigen. Er kann nur darauf hoffen, dass Petkovic sich nicht getraut den Captain so kurz vor einem Turnier auszusortieren.
    9 0 Melden
  • Asmodeus 09.03.2016 15:06
    Highlight Highlight Es ist schon eine shizophrene Situation.

    Soll Inler nun darauf hoffen englischer Meister zu werden oder darauf, dass es die Mannschaft noch verbockt damit er wieder spielen kann?

    Vielleicht hat er ja Glück und ein Konkurrent verletzt sich und er kann sowohl Meister werden als auch spielen.
    8 1 Melden
  • wololowarlord 09.03.2016 14:29
    Highlight Highlight Sehr gut, scheint immer wahrscheinlicher, dass xhaka in die startaufstellung kommt
    12 6 Melden
    • Mia_san_mia 09.03.2016 14:59
      Highlight Highlight Das ist er sowieso...
      22 0 Melden
  • gupa 09.03.2016 13:35
    Highlight Highlight Ob er das wirklich so gesagt hat steht in den Sternen. Britische Boulevardmedien sind nicht gerade für Wahrheitstreue bekannt.
    17 3 Melden
  • foreversun82 09.03.2016 12:51
    Highlight Highlight Olten liegt nicht im Aargau ;-)
    38 1 Melden
  • MacB 09.03.2016 12:06
    Highlight Highlight Er hat es wahrlich nicht leicht. Ein guter Spieler, der gut zum Team passt. Schade kriegt er nicht mehr Spielzeit. Ich wünsche ihm alles Gute, er kriegt das schon hin!
    16 13 Melden
    • Holy Crèpe 09.03.2016 12:35
      Highlight Highlight Der passt eben nicht gut zum Spielstil des Teams. Kante und Drinkwater sind da viel passender und spielen stark!
      19 1 Melden
    • Hayek1902 09.03.2016 15:36
      Highlight Highlight Man holte einen international erfahrenen Leader, der beim Durchbeissen helfen und mit dafür sorgen sollte, dass man Ballbesitz hat und die Moral im Abstiegskampf nicht zusammenbricht. Dummerweise führt man jetzt die Liga an, spielt auf sicher in der Championsleague und statt Geknorze läufts wie am Schnürchen.
      5 0 Melden
    • Jol Bear 09.03.2016 19:29
      Highlight Highlight Inler hatte in Cup-Partien gespielt, leider aber sehr diskret und ohne grossen Einfluss, kein Vergleich zu seinen besten Zeiten bei Napoli. Gemäss Ranieri hatte er Probleme mit dem höheren Rhythmus in England. Für die EM sieht es für regelmässige Einsätze deshalb nicht gut aus, im defensiven Mittelfeld hat die Schweiz ausserdem zahlreiche Varianten. Schade, Inler ist eigentlich ein Musterprofi.
      3 0 Melden

Ein Spiel für die Geschichtsbücher – hier alle Tore des 5:2-Wahnsinns gegen Belgien

Die Schweiz schlägt Belgien nach 0:2-Rückstand mit 5:2 und feiert einen der grössten Siege ihrer Geschichte. Seferovic erzielt drei Tore, Shaqiri zeigt ein Wahnsinnsspiel und die Belgier wissen kaum, wie ihnen geschieht.

Wer hätte das gedacht? Die Schweizer Nati dreht einen frühen und deutlichen Rückstand gegen Belgien und qualifiziert sich für das Final-Four-Turnier der UEFA Nations League.

Wie das Team von Vladimir Petkovic gegen die Weltnummer eins Moral gezeigt hat, zeugt von ganz, ganz grosser Klasse. Keine Mannschaft der gesamten Nations League hat mehr Treffer als die Schweiz erzielt, das zeugt von einer gewaltigen Offensiv-Power.

Alle Treffer der heutigen Partie gibt's hier im Video.

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