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03.09.2014; Rapperswil; Fussball EM Quali - Training Schweiz;
Trainer Vladimir Petkovic im Gespraech mit Admir Mehmedi und Valon Behrami. (Andy Mueller/freshfocus)

Werden Admir Mehmedi (l.) und Valon Behrami die Ideen des neuen Trainers Vladimir Petkovic gleich umsetzen können? Bild: Andy Mueller/freshfocus

Vor dem Auftakt zur EM-Qualifikation

Pikanter Kaltstart für Petkovic

Zwei Monate nach dem unglücklichen 0:1 im WM-Achtelfinal gegen Argentinien startet die Schweiz gegen den stärksten Gegner in der Gruppe E in die EM-Qualifikation. Im ersten Spiel unter Coach Vladimir Petkovic geht es am Montag 20.45 Uhr in Basel gegen England.

07.09.14, 14:37

Auf dem Papier ist die Schweiz der Favorit in der Gruppe E. Zumindest auf dem Papier, auf dem das FIFA-Ranking notiert ist. Auf Platz 9 steht da die Schweiz. England ist nur die Nummer 20. Slowenien kommt auf Rang 39 - Estland (93.), Litauen (104.) und San Marino (208.) sind noch viel, zum Teil viel, viel weiter zurück. «Wir werden den 1. Platz anpeilen», sagte Verteidiger Stephan Lichtsteiner.

Im Hinblick auf den ersten Match gegen England in Basel aber relativieren die Schweizer die Rolle, die ihnen gemäss Statistik aus der jüngeren Vergangenheit zusteht. «England hatte an der WM nicht so gute Resultate. Aber sie haben noch immer eine gute Mannschaft und wollen sich rehabilitieren», sagte Xherdan Shaqiri.

02.09.2014; Freienbach; Fussball EM Quali - Training Schweiz;
Xherdan Shaqiri (SUI) (Andy Mueller/freshfocus)

Shaqiri hat Respekt vor England. Bild: Andy Mueller/freshfocus

England immer noch Gruppenfavorit

Und Steve von Bergen ergänzte: «Man braucht nur auf die Namen in der Offensive zu schauen: Rooney, Sterling, Welbeck. Und auf die Klubs, in denen sie spielen: Manchester United, Liverpool, Arsenal.» Darum meint auch Lichtsteiner: «England ist und bleibt der Gruppenfavorit.» Trotz frühem WM-Ausscheiden, trotz den Rücktritten von Steven Gerrard und Frank Lampard.

epa04278176 England substitute players (L-R) Danny Welbeck, Wayne Rooney, and Raheem Sterling during the FIFA World Cup 2014 group D preliminary round match between Costa Rica and England at the Estadio Mineirao in Belo Horizonte, Brazil, 24 June 2014. 

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Danny Welbeck (l.), Wayne Rooney und Raheem Sterling werden von den Schweizern gefürchtet. Bild: EPA/EFE

Die Schweiz bekommt es also gleich zu Beginn mit dem stärksten Gegner zu tun, ehe die EM-Qualifikation am 9. Oktober mit dem Auswärtsspiel gegen die nominelle Nummer 3 der Gruppe, Slowenien, weitergeht. Der Start ist schwierig genug, doch der Start darf nicht misslingen.

Nicht so, wie vor vier Jahren, als in der Ausscheidung zur EM 2012 unter Ottmar Hitzfeld zunächst das Heimspiel gegen England (1:3) und dann das Auswärtsspiel gegen Montenegro (0:1) verloren ging. Diesem Handicap lief die Schweiz eine Qualifikation lang erfolglos hinterher.

Ab 1:32 gibt es alle Tore vom letzten Duell. Video: Youtube/England Football Official

Gefordert: Resultate und Spektakel

Dieses Startspiel ist nicht nur der Beginn in eine neue Ausscheidung, es ist auch der Auftakt zu einer neuen Trainer-Ära. Ohne Verzögerung und ohne Testspiel geht es für Vladimir Petkovic um Punkte.

Nach dem «Welttrainer» Ottmar Hitzfeld, der die Schweiz in zwei von drei Anläufen an eine Endrunde gebracht hat, wird die Öffentlichkeit Resultate und Leistungen von Petkovic' Auswahl kritisch beäugen. Die Erwartungen an den neuen Coach sind sehr hoch. Petkovic soll mindestens die Resultate von Hitzfeld wiederholen, dabei aber einen spektakuläreren Fussball bieten als sein pragmatischer Vorgänger.

01.09.2014; Sarnen; Fussball - Swiss Football Awards 2014; Trainer Vladimir Petkovic links und Ottmar Hitzfeld an der Swiss Football Award  (Christian Pfander/freshfocus)

Kann Petkovic mehr aus dem Team herausholen als Hitzfeld? Bild: Christian Pfander/freshfocus

Schon in der ersten Partie werden erste Anzeichen erwartet, ob das neue System (vom 4-2-3-1 zum 4-3-3) und die neue Rolle von Granit Xhaka (nicht mehr hinter der Sturmspitze, sondern im Dreier-Mittelfeld) der Qualität im Schweizer Spiel tatsächlich zuträglich sind. Zudem wird sich zeigen, ob Yann Sommer als neue Nummer 1 den aus dem Nationalteam zurückgetretenen Diego Benaglio auch wirklich mühelos ersetzen kann.

Das sind die Fragen, die vor der neuen Ära taktisch und personell im Zentrum stehen. Es sind wenige genug, denn Petkovic hat eine intakte und im Schnitt junge Mannschaft übernommen.

HANDOUT - Teambild der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft A, aufgenommen am 28. Mai 2014 in Weggis, (Montage Hintergrund St. Jakobs-Stadion Basel).
Vordere Reihe von links nach rechts: Markus Tschopp (Betreuer), Reto Ziegler, Ricardo Rodriguez, Steve von Bergen, Michael Lang, Roman Buerki, Diego Benaglio, Yann Sommer, Valentin Stocker, Mario Gavranovic, Tranquillo Barnetta, Xherdan Shaqiri, Christian Meissgeier (Physiotherapeut). 
Mittlere Reihe von links nach rechts: Patrick Foletti (Torhuetertrainer), Dominik Baumgartner (Konditionstrainer), Roland Grossen (Arzt), Haris Seferovic, Granit Xhaka, Admir Mehmedi, Josip Drmic, Stephan Lichtsteiner, Gelson Fernandes, Cuno Wetzel (Arzt), Michel Pont (Assistent), Ottmar Hitzfeld (Trainer). 
Hintere Reihe von links nach rechts: Franz Pfluger (Materialwart), Daniel Griesser (Physiotherapeut), Fabian Schaer, Johannes

Mit diesem Team will Petkovic die Schweiz an die EM 2016 bringen. Bild: SFV

Nur Hodgson mit Premierensieg

Es spricht einiges dafür, dass im Vergleich zum WM-Achtelfinal vor 69 Tagen gegen Argentinien neun von elf Spieler auch gegen England von Beginn weg dabei sind. Einer der «Neuen» ist Sommer, der andere dürfte Steve von Bergen sein, der an der WM ab dem zweiten Gruppenspiel wegen des Bruchs des linken Augenhöhlenbodens ausfiel.

Petkovic geht mit einigen Sicherheiten an seine Aufgabe heran. Einige mehr jedenfalls als viele seiner Vorgänger, die entsprechend holprig gestartet sind. Seit Louis Maurer (1970) hat nur Roy Hodgson, der heute auf der Bank der Engländer sitzt, sein erstes Pflichtspiel mit der Schweiz gewonnen (1992). Zur Erinnerung: Unter Hitzfeld gab es vor sechs Jahren zum Beginn der WM-Qualifikation 2010 das 2:2 in Israel und das 1:2 in Zürich gegen Luxemburg. (si/syl)



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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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