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Übersetzen will gelernt sein

Robben von einem Krokodil gebissen! – das ist die grösste Ente des neuen Fussball-Jahres

Samstagnachmittag, auf Twitter überschlagen sich plötzlich die Ereignisse. Breaking News machen die Runde: «Arjen Robben von einem Krokodil gebissen!» Bitte was?! Gibt es in Katar, wo die Bayern im Trainingslager weilen, überhaupt Krokodile? Egal, diese Story ist zu gut, um nicht wahr zu sein!

Der Bayern-Flügel soll sich die Bissverletzung im Training beim Holen eines Balles zugezogen haben. Andere sind sich sicher, dass es beim Golfspielen gewesen sein muss, als er in einen See griff. Der Beweis? Ein Foto wie Bayerns Teamarzt Lutz Hänsel dem Holländer die Hand verbindet. That's it!

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Das Beweisfoto: Robbens Hand wird verbunden. bild: bild.de

Sie alle täuschen sich

Also begeben wir uns auf die Suche nach dem Ursprung der Meldung und stossen schnell auf einen Bericht der deutschen «Bild»-Zeitung. «BAYERN-STAR ARJEN ROBBEN VERLETZT: ‹Mich hat ein Krokodil gebissen›», lautet da die Schlagzeile. Also doch?

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Die verhängnisvolle «Bild»-Schlagzeile. bild: screenshot bild.de

Wir klicken auf die Story und lesen, dass sich Robben die Verletzung beim Zirkel-Krafttraining zugezogen hat, als er mit der linken Hand gegen ein Hindernis stösst. Dabei zieht er sich Prellungen an Daumen, Mittel- und Ringfinger zu und muss fortan eine Manschette tragen. 

Und was ist jetzt mit dem Krokodil? Robben erklärt seine Verletzung gegenüber der «Bild» im Scherz so: «Als ich beim Billard eine Kugel aus dem Loch geholt habe, hat mich ein Krokodil gebissen.»

Liebe Kollegen im Ausland, übersetzen will eben gelernt sein. Aber zugegeben: Ein bisschen fies ist die «Bild»-Schlagzeile natürlich schon. (pre)

Der wahre Beweis für den Biss



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