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Bild: KEYSTONE

Testspiel in St. Gallen

«Wir haben Mühe, wenn Behrami nicht mehr da ist»

In einem umkämpften Spiel trennen sich die Schweiz und Kroatien mit 2:2. Auf beiden Seiten gab es Doppeltorschützen zu feiern. Josip Drmic und Ivica Olic waren die Helden des Spiels.

05.03.14, 20:00 29.12.17, 07:35

syl battistuzzi

Dabei gehörten die ersten zwanzig Minuten eher den Schweizern. Danach kamen die Kroaten langsam aber sicher besser ins Spiel. Das erste Tor gelang aber schliesslich den Schweizern. Josip Drmic lässt Corluka mit einem Übersteiger aussteigen und schiesst mit seinem «schwächeren» linken Fuss satt in die linke Ecke.

GIF: srf

"Ich habe mir ein Tor zum Ziel gesetzt. Ich wollte zeigen, was ich drauf habe. Beim ersten Goal habe ich nicht ausgelassen gejubelt. Ich spielte heute gegen das eigene Blut."

Josip Drmic

Nur fünf Minuten später kommt der Ball zum Wolfsburger Ivica Olic, der völlig freistehend den 1:1-Ausgleich erzielen kann. Dass der Eckball keiner war und der Ball Olic an die Hand springt, kann über die mangelnde Zuordnung nicht hinwegtäuschen. Die Schweizer hatten das ganze Spiel über oft Probleme bei Standartsituationen.

GIF:srf

Nach einem Befreiungsschlag von Steve von Bergen schaltet erneut der Nürnberg-Legionär Drmic am schnellsten und schliesst den Angriff mit einem platzierten Schuss ab.

GIF: srf

Nach einem Pass in die Tiefe sieht Stephan Lichtsteiner für einmal gar nicht gut aus. Zuerst wird er auf dem falschen Fuss erwischt, danach hält sich Olic den Juve-Söldner clever vom Leib und trifft mit seinem starken linken Fuss mit Hilfe des Innenpfostens zum 2:2 Endstand.

GIF: srf

Jospi Drmic der Gewinner des heutigen Abends

Der 21-Jährige Schwyzer war die positivste Erscheinung für Nationalcoach Ottmar Hitzfeld. Hat die Schweiz mit dem Nürnberg-Topskorer endlich den Stürmer gefunden, der regelmässig trifft? Noch ist es zu früh für ein Urteil. Aber die Zwischenbilanz von Drmic lässt sich nun sehen: fünf Länderspiele, 184 Minuten, zwei Tore.

«Ich freue mich, dass wir eine Alternative mehr haben im Sturm. Wer an der WM spielt, werden wir sehen.»

Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld zur Stürmerfrage

Die Schweizer Überlegenheit dauerte knapp 60 Minuten, zumindest so lange, bis das in Testspielen gewohnte eifrige Wechseln begann. Es ist daher aussagekräftig, dass der Schweiz vieles gelang in einem Spiel, das «die Phase des Feinschliffs im Hinblick auf die WM» einläutete, wie sich Ottmar Hitzfeld vor dem Spiel ausgedrückt hatte.

Es ist aber auch ärgerlich, dass sich die Schweizer in der ersten Stunde resultatmässig keinen Vorteil verschafften. 

Olic machte über seine linke Seite viel Druck. Der fitteste 34-Jährige Spieler den ich kenne. Bild: KEYSTONE

Wechsel brachen den Rhythmus

Dass die Schweizer am Ende arg um das Unentschieden zittern mussten, hatte mit den Wechseln zu tun. Kroatiens Coach Nico Kovac brachte von Bank frische Kräfte, die zur Top-Klasse des Weltfussballs gehören. Mario Mandzukic zum Beispiel, den Topskorer von Bayern München. Oder Luka Modric, den Spielgestalter von Real Madrid

Wir haben Mühe, wenn Behrami nicht mehr da ist und viele Zweikämpfe gewinnt. Oder wenn Shaqiri nicht mehr zwei Spieler binden kann. 

«Wir haben Mühe, wenn Behrami nicht mehr da ist und viele Zweikämpfe gewinnt. Oder wenn Shaqiri nicht mehr zwei Spieler binden kann.» 

Hitzfeld zu dem Bruch im Spiel

Sie sorgten für bessere Qualität im Spiel der Gäste, während bei den Schweizern ohne Ausnahme Spieler zweiter Wahl zum Einsatz kamen. Das Spiel bestätigte, was bereits der letzte Test im November in Südkorea (1:2) zu Tage gefördert hatte. Die Schweizer Mannschaft ist in Bestbesetzung fähig, einen Gegner vom Kaliber Kroatiens zu beherrschen, sie erleidet aber einen Leistungsabfall, wenn zu viele Stammkräfte nicht (mehr) im Einsatz sind. (syl/si)

"Wir können besser spielen, als wir das in der zweiten Halbzeit getan haben."

Hitzfeld zur zweiten Halbzeit

Zwei Namen die für ein ganzes Spiel stehen

Ticker: 5.3. Fussball Schweiz-Kroatien



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Chrerne 06.03.2014 08:33
    Highlight Wie wärs, wenn #Watson "those little guys above the letters" (D. Ugrešić) berücksichtigen würde? Drmić, Gavranović, Seferović - ist nicht nur korrekt, sieht auch besser aus.
    1 0 Melden
  • Blacksnake 05.03.2014 21:52
    Highlight Lichtsteiner fällt in jedem Länderspiel durch seine absolut unnötigen und dummen Reklamationen auf. Er gefährdet dadurch das Team, weil er jedesmal durch seine unnötige Aktion einen Platzverweis riskiert. Er muss als Profi genau wissen, dass ein Schiri niemals seine Entscheidung rückgängig macht!
    5 1 Melden
  • Donald 05.03.2014 21:02
    Highlight Die Trikots sind definitiv etwas zu eng geraten!
    2 2 Melden
  • pun 05.03.2014 20:45
    Highlight Die Trikots... wenn schon, dann müssten also auch die Hosen so eng sein.
    0 0 Melden
    • Chrissie 05.03.2014 22:55
      Highlight ....nicht wirklich, wenn ich mir vorstelle, was sich da alles abzeichnet. muss nicht sein...-:))
      2 0 Melden
  • pun 05.03.2014 20:35
    Highlight ich freu mich auf den ticker, die bisherigen fand ich sehr erfrischend.
    gratulation übrigens auch für die einbindung von wilmaa (sogar eine ebene vor dem sonst bild-ränder verdeckenden watson-logo :) )
    1 0 Melden

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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