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Burim Kukeli erlebt die entscheidende Szene hautnah mit. Bild: Marc Schumacher

Im Gegensatz zu Trainer Meier übt Kukeli Selbstkritik: «Manchmal spielen wir unterirdisch»

Der FC Zürich steckt tief in der Krise. Die einen orten die Probleme ausserhalb des Klubs, beispielsweise beim Schiedsrichter. Burim Kukeli hingegen spricht primär über die FCZ-Defizite.

11.05.15, 08:35 11.05.15, 09:09

Nach der Last-Minute-Niederlage gegen den FCB (1:2) sass der Frust beim FC Zürich tief. Urs Meier beklagte sich nach dem Gegentreffer vor allem über die lange Nachspielzeit: «Für mich wäre das Spiel nach 93 Minuten vorbei gewesen.» Vielleicht sollte Herr Bieri seiner Mannschaft die Niederlage erklären, zürnte der Coach. «Das passierte uns nicht zum ersten Mal. Jetzt muss ich das mal ansprechen.»

Suchys Handspiel in der 94. Minute. gif: srf

Der Eckball und Suchys Treffer.  gif: srf

Nicht alle bemühten Ausreden: Der FCZ-Schwer- und Teilzeitarbeiter Kukeli beispielsweise wählte zur Beurteilung der entscheidenden Szene im eigenen Strafraum einen sinnvolleren Ansatz. Er schob die Verantwortung für das Versagen nicht auf den Referee ab: «Wir verhalten uns in solchen Momenten einfach nicht clever. Es wäre möglich gewesen, die Situation zu bereinigen.» Sie seien in Überzahl gewesen.

«Das Tor passt zum Bild, das wir seit Monaten abgeben», fuhr der Mittelfeldspieler mit seiner kritischen Aufarbeitung fort. Klar würden sie derzeit für jeden Fehler gnadenlos bestraft und müssten «hartes Brot» essen, aber von ungefähr komme die zehn Heimspiele umfassende Flaute nicht.

Europa League in Gefahr

Die Leistungen in der Rückrunde seien mehrheitlich inakzeptabel gewesen: «Wir können oft nicht einmal das Minimum bringen, manchmal spielen wir sogar unterirdisch. In einer Zehner-Liga kommt man mit 50 Prozent nirgendwo hin.» Er spüre zwar das Bemühen, sich aus der schwierigen Lage zu befreien. Aber sie würden immer wieder die gleichen Fehler begehen.

«Wir können oft nicht einmal das Minimum bringen, manchmal spielen wir sogar unterirdisch.»

Burim Kukeli

Einen solchen Absturz hätte wohl niemand für möglich gehalten nach dem überzeugenden Start. «Doch von unserem guten Fussball der Vorrunde ist nicht mehr viel übrig. Die Enttäuschung bei allen ist gewaltig.» Sie müssten nun grundsätzlich über die Bücher gehen, empfahl der albanische Internationale: «Jeder muss sich hinterfragen – der Staff, die Spieler, jeder. Eine solche Negativserie können wir uns nach der Sommerpause nicht mehr leisten.»

14 Spiel, 12 Punkte: Urs Meier erlebt eine katastrophale Rückrunde.  Bild: Marc Schumacher

Ob die Reserve des guten Herbsts ausreicht, wenigstens den Europacup-Platz zu halten, mag Kukeli nicht prognostizieren: «Wir werden alles dafür tun. Aber wir können nicht immer darauf hoffen, dass unsere Verfolger auch verlieren.» (si/cma)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • jk8 11.05.2015 13:10
    Highlight Kukeli for Captain!
    2 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.05.2015 09:27
    Highlight Der Herr Meier soll bitte zurücktreten und wieder mit Junioren arbeiten.
    Unserem FCZ wünscht man sich einen Trainer und Sportchef die dem Königspaar Canepa zeigen wies läuft. P.S Was ist eigentlich los in der einstigen Fussballstadt Zürich, bei beiden Klubs nur noch Vollpfosten am Werk !
    11 3 Melden
    • droelfmalbumst 11.05.2015 10:59
      Highlight kein geld vorhanden... niemand hat bock zu investieren... ergo intressiert sich kein schwein dafür... führt dann dazu dass die qualität sinkt weil halt kein geld da ist für qualitativ bessere spieler. somit wird es nach und nach uninteressanter... und die CH liga ist eh etwas vom langweiligsten was es gibt. schlechter fussball und vor der saison schon klar wer den pot holt...
      3 5 Melden
  • schnider93 11.05.2015 09:01
    Highlight Da sind die Spieler schon cleverer als der Trainer..
    18 0 Melden

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