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ARCHIV --- ZUR MELDUNG, DASS DER GAESTESEKTOR IM SPIEL AARAU-FCZ LEER BLEIBT, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Die Zuercher Fans zuenden Pyros im Super League Fussballspiel zwischen dem FC Zuerich und dem Grasshopper Club Zuerich am Sonntag, 20. Juli 2014, im Letzigrund in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Pyros in der Zürcher Südkurve bei einem Spiel des FCZ im vergangenen Jahr: Wegen Sicherheitsbedenken dürfen die Zürcher Fans das Spiel ihres Clubs in Aargau am kommenden Samstag nicht vor Ort verfolgen. Bild: KEYSTONE

Die Polizei wollte das Spiel FC Aarau gegen FC Zürich sogar absagen



Die Kantonspolizei Aargau wollte beim Spiel zwischen dem FC Aarau und dem FC Zürich offenbar noch weiter gehen als nur die Zürcher Fans auszuschliessen. Ursprünglich sollte das Spiel ganz abgesagt werden. Das berichtete die Zeitung «Blick» ohne nähere Angaben von Quellen. 

Die Aarauer Vereinsverantwortlichen hätten aber die Polizei noch von diesem Vorhaben abringen können, schreibt der «Blick» weiter. Der Verein befürchtet nun, dass dennoch Zürcher Fans nach Aargau kommen werden.

Gestern Nachmittag kündigte die Polizei an, dass die FCZ-Fans vom Spiel am Samstag wegen Sicherheitsbedenken ausgeschlossen würden. Erstmals griff eine kantonale Behörde zu diesem Mittel, welches das Hooligankonkordat bereit hält. Hintergrund des drastischen Schritts sind Ausschreitungen bei einem Spiel der Zürcher in Basel vor zwei Wochen. Die Polizei befürchtet offenbar eine Wiederholung. 

«Es würde nicht schaden, sich gerade in einem solchen Fall einmal hinter die Behörden zu stellen, anstatt sich sofort der Opferrolle zu bedienen.»

Kommentator der «Aargauer Zeitung» zur Haltung des FC Aarau, der die Gästefan-Aussperrung kritisierte. 

Verständnis in den Medien

In den Zeitungsspalten fand die Massnahme der Polizei am Freitag grösstenteils Zustimmung. «Der Entscheid der Polizei [ist] ein deutliches Zeichen gegen Gewalt, eines, das überfällig war», schreibt der «Tages-Anzeiger» in einem Kurzkommentar. 

Der FCZ lamentiere zwar, es würden Unschuldige bestraft. Das möge sein. «Weiter schlimm ist das nicht. Viel zu wenig spürbar ist seit längerem, dass sich der Kern der Südkurve von den gewalttätigen Randfiguren distanziert.» Vielleicht helfe nun die Polizei dabei, ein gravierendes Problem zu lösen.

Auch die «Aargauer Zeitung» zeigt Verständnis: «Es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Behörden nicht bereit sind, ewig zuzuschauen und zuzuwarten», schreibt der Kommentator. Weniger Verständnis bringt er dagegen für den FC Aarau auf, der sich unter anderem über fehlende Einnahmen (mehrere zehntausend Franken) beklagt. «Es würde nicht schaden, sich gerade in einem solchen Fall einmal hinter die Behörden zu stellen, anstatt sich sofort der Opferrolle zu bedienen.»

(trs)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Caprice 24.04.2015 11:21
    Highlight Highlight Wenn es die Clubs und die Verantwortlichen nicht hinbekommen, endlich mal etwas gegen diese vermaledeiten Hooligans zu unternehmen, dann muss es LEIDER die Polizei tun! Die sind wenigstens mal konsequent! Ich finde es ungeheuerlich, wie andere vor gewaltbereiten Hools kuschen um sie "nicht zu provozieren".
  • stiberium 24.04.2015 10:29
    Highlight Highlight Fczforum.ch via Facebook...
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  • Sagitarius 24.04.2015 09:41
    Highlight Highlight Hört endlich auf zu jammern!
    Wenn diese paar Idioten mal endlich kapieren würden, wie man sich an einem Match verhalten sollte, könnten wir uns diese ganze Diskussion sparen und wieder Spiele im Stadion live mitverfolgen ohne Angst haben zu müssen so einem A-Loch in die Quere zu kommen!
    Ich haben fertig!
  • SomeoneElse 24.04.2015 09:05
    Highlight Highlight es ist nicht sache der polizei "ein zeichen zu setzen"... aber der wutbürger sitzt im aargau anscheinend bereits im polizeipräsidium...
  • Mäf 24.04.2015 08:39
    Highlight Highlight Die richtigen Fans, die Clubs und auch die Politik reden ständig von einer randalierenden Minderheit die es auszuschliessen gillt. Leider sehe ich überhaupt keine effektive Bemühungen in diese Richtung. Somit muss halt die Polizei diesen Job übernehmen, jetzt grännen wieder alle. Macht doch mal was, statt heisse Luft zu produzieren...
    • Knut Atteslander 24.04.2015 10:36
      Highlight Highlight "randalierenden Minderheit" sind damit die Bullen gemeint?
  • Ibead 24.04.2015 08:31
    Highlight Highlight Das Problem wird so auf die Strasse verlagert. Ich denke es reisen trotzdem 800 Fans an. Ich wünsche der Polizei viel Spass am Samstag.
    • Asmodeus 24.04.2015 08:58
      Highlight Highlight Auf der Strasse hat die Polizei allerdings die Befugnis sofort einzugreifen, was im Stadion nicht der Fall ist.

      Und wer trotzdem zum randalieren nach Aarau fährt wird hoffentlich eingelocht oder erhält Gummischrot zwischen die Kniescheiben.
    • Ibead 25.04.2015 11:11
      Highlight Highlight Wir werden es spätestens Morgen in der Zeitung lesen können.
  • sste87 24.04.2015 07:46
    Highlight Highlight Einerseits finde ich es schade, dass nun „mein“ FC Aarau weniger Einnahmen generieren kann. Auf der anderen Seite benötigt es wohl leider solche Massnahmen, damit gewisse Leute endlich kapieren, dass man sich an gewisse Regeln zu halten hat. Eine Besserung kann nur eintreten, wenn die „guten“ Fans sich von den „Idioten“ distanzieren und das Verhalten dieser einzelnen Personen nicht mehr tolerieren. Und das muss auch im Interesse jedes einzelnen Clubs liegen. Klingt komisch, aber da hat wohl die Kollektivstrafe vielleicht einen Nutzen – auch wenn dies noch so hart sein mag für die Fans und die Club (Einnahmen-Verzicht).
    Sollte es nun morgen Ausschreitungen in Aarau seitens der gewaltbereiten FCZ-Fans (und dazugehörigen Krawalltouristen) geben, wird sich die Polizei in ihrer Entscheidung bestätigt fühlen. Die Folge ist klar, bei gewissen Gästeteams wird der Gästesektor in Zukunft immer geschlossen bleiben. Es soll mir dann ja keiner Jammern … es ist absehbar!
  • phreko 24.04.2015 05:24
    Highlight Highlight Sehr schön. Der FC Aarau wird in Geiselhaft genommen. Kein Gästesektor, keine Kassen geöffnet am Matchtag! das gibt dann so ungefähr 2500 verlorene Seelen im Brügglifeld. Wenn das die Zukunft ist, kann man den Klub ja gleich liquidieren.
    • argovie 24.04.2015 07:02
      Highlight Highlight Hier hat die Stadt Aarau die Reissleine gezogen, dass sich Städte wie Basel, Zürich Bern ein zweiwöchentliches Grossaufgebot leisten können ist "klar" Aarau hat hier weniger Möglichkeiten. Sehr schade für den Sport aber irgendwie verständlich.
    • Illuminati 24.04.2015 07:57
      Highlight Highlight @Martinidmart: Wenn du denkst, dass die Polizei nicht mit einem Grossaufgebot vor Ort ist, liegst du falsch... Es werden wohl kaum weniger Polizisten vor Ort sein..
    • Buyer's Remorse 24.04.2015 08:36
      Highlight Highlight Also erstmal, martinidmart, geht es um die Kantons- und nicht die Stadtpolizei. Darüber hinaus steht im Text, dass es ein ganz normales Grossaufgebot geben wird, finanzielle Intersessen seitens der Polizei sind also nicht die Ursache dieser Massnahme.

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