Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nicht rumheulen, liebe Bayern-Fans. Dank diesen 22 Penalty-Deppen lacht ihr euch auch kaputt

Bayern Münchens Penalty-Deppen sind nicht alleine. Ein ähnlich blamables Elfmeterschiessen lieferte 2011 Brasilien ab, aber an den Ober-Stolperi aus England kommt niemand heran. 

29.04.15, 14:01 29.04.15, 16:51


Mit #MiaSanAusgeruscht macht sich das Internet heute über Bayern München lustig. Tatsächlich waren die vier (von vier) verschossenen Elfmeter an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Aber wir wollen hier ja nicht weiter in Wunden rumstochern, sondern aktiv Frustbewältigung leisten.

Fangen wir grad ausgerechnet mit Rekordweltmeister Brasilien und Champions-League-Halbfinal-Gegner Barcelona an. Beide für grosse Fussballkunst verehrt, aber – wie die Bayern – auch nicht ganz perfekt. Denn sie lieferten die Vorlage für die Penalty-Deppen des DFB-Pokal-Halbfinals. 

2011 im Viertelfinal der Copa América gegen Paraguay versagten bei der Seleção ebenfalls alle vier Schützen peinlich:

Elano verschiesst als Erster.

Thiago Silva schiesst als Zweiter immerhin aufs Tor.

André Santos knallt das Leder als Dritter drüber.

Als letzter Schütze nimmt Fred ähnlich viel Anlauf, wie er danach den Ball am Pfosten vorbei schiesst.

Barcelonas Spielern machten die Nerven im Meistercup-Finale 1986 gegen Steaua Bukarest einen Strich durch die Rechnung. Allerdings waren jene vier Penaltys gar nicht sooo schlecht getreten:

José Ramón Alexanko scheitert mit dem ersten Versuch. gif: Youtube/1234adri456

Ángel Pedraza vergibt den zweiten Versuch. gif: Youtube/123adri456

Pichi Alonso scheitert mit dem dritten Versuch. Gif: Youtube/123adri456

Marcos Alonso verschiesst den letzten Elfmeter. Gif: 123adri456

Zum illustren «B-Trio» gesellt sich Bayer Leverkusen. Der Pillen-Klub scheiterte 1992 ebenfalls im DFB-Pokal-Halbfinal mit 0:2 nach Penaltyschiessen an Borussia Mönchengladbach. Jorginho, Heiko Herrlich, Ioan Lupescu und Martin Kree scheiterten allesamt an Goalie Uwe Kamps.

Das Elfmeterschiessen im DFB-Pokal-Halbfinal 1992 zwischen Leverkusen und Gladbach. Video: Youtube/Oralbb

Doch nicht nur die vier Totalversager oben erlebten schon Horror-Momente aus elf Metern. Hier kommen die besten (wichtigen) verschossenen Elfmeter aller Zeiten. Und hört ja nicht auf zu scrollen, bevor ihr beim Cup-Final der HFS Northern Premier League Division One angekommen seid! Es lohnt sich:

Uli Hoeness schiesst im EM-Final 1976 den Ball in den Belgrader Nachthimmel. Wenig später entscheidet Antonín Panenka das Penaltyschiessen für die Tschechoslowakei.

Sergio Ramos ballert den Ball im Champions-League-Halbfinale gegen die Bayern fast aus dem Stadion. Real verliert.

John Terry rutscht im CL-Final 2008 gegen Manchester aus und trifft den Pfosten. Chelsea verliert schliesslich auch das Spiel.

Da blutet das Herz: Marco Streller scheitert als erster Schütze im WM-Achtelfinal 2006 gegen die Ukraine.

Tranquillo Barnetta hat bei Streller gelernt: Scharf schiessen ist wohl besser. Aber er trifft die Latte.

Zum Abschluss versucht sich Ricardo Cabanas. Auch er schiesst zwar scharf, aber ähnlich platziert wie Marco Streller. Die Schweiz scheidet aus.

Franco Baresi verschiesst als erster Schütze im WM-Final 1994 gegen Brasilien.

Roberto Baggio verschiesst dann auch als letzter Schütze – Brasilien ist Weltmeister.

Österreichische Amateure sollten es eigentlich besser wissen. Aber Armin Hodel versucht sich trotzdem in Panenka-Manier. Und das beim entscheidenden Penalty im Aufstiegsspiel von Swarovski Mattens gegen Blau-Weiss Linz in die zweithöchste österreichische Liga. Es geht in die Hosen – Linz steigt auf.

2013 scheitert Alexandre Pato beim entscheidenden Versuch im Viertelfinal der Copa do Brasil mit den Corinthians gegen Gremio kläglich an Dida.

Im Viertelfinal der Copa Sudamericana 2006 scheitert William mit dem entscheidenden Elfmeter ähnlich wie etwas mehr als einen Monat zuvor Marco Streller. Botafogo ist raus, Fluminense weiter.

David Beckham hämmerte den Ball im Viertelfinal der EM 2004 gegen Portugal als erster Schütze über den Kasten. England scheidet aus.

Schon in der Qualifikation unterlief Beckham Ähnliches. Er rutschte gegen die Türkei 2003 aus (0:0). 

Und zum Abschluss Peter Devine mit einem gar nicht göttlichen Versuch im Cup-Endspiel der englischen Amateurliga HFS Northern Premier League Division One 1991. Immerhin holte sein Team Whitley Bay gegen Lancaster City trotzdem den Titel. Video: Youtube/planetfaboulustv

Immer wieder lustig: 10 der schlechtesten Elfmeter 

Video: Youtube/charts top ten

Woher die Bayern-Spieler stammen (seit 1963)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Amboss 29.04.2015 16:06
    Highlight Haha, einfach zu köstlich. Aber einer fehlt noch.



    Nicht, dass man denkt, in der Schweiz gäbe es keine Penalty-Deppen
    0 0 Melden
    • Reto Fehr 29.04.2015 21:44
      Highlight Der ist wirklich herrlich. Wir haben bei der oberen Auswahl aber absichtlich nur Penaltyschiessen genommen (mit Ausnahme vom einen Beckham-Penalty, weil er dort auch so lustig wegrutschte.
      0 0 Melden

Aus der Provinz zurück ins Rampenlicht: Xherdan Shaqiri ist jetzt Liverpooler

Xherdan Shaqiri vollzieht innerhalb von England einen bemerkenswerten Wechsel. Premier-League-Absteiger Stoke City einigt sich mit dem FC Liverpool auf einen 17-Millionen-Franken-Deal.

Der nächste Profi mit Super-League-Erfahrung nach der Liga-Attraktion Mohamed Salah (ex Basel) betritt ein schwieriges Pflaster. Die Erwartungen beim Finalisten der letzten Champions-League-Saison sind um ein Vielfaches höher als in Stoke-on-Trent. Dem FC Liverpool folgen rund um den Globus mehrere 10 Millionen Anhänger.

Shaqiri wird bei Liverpool mit der Rückennummer 23 spielen – so wie auch in der Schweizer Nationalmannschaft.

Jürgen Klopp dirigiert in Anfield einen Klub, der im letzten …

Artikel lesen