Sport

Zusammen mit seinem Bruder Robert (links) ist Niko Kovac für die kroatische Nationalmannschaft zuständig. Bild: Davor Javorovic/freshfocus

Kroatiens Nationaltrainer Niko Kovac von Hooligans angegriffen

Attacke gegen den Nationaltrainer: Nico Kovac wurde an einer Raststätte von kroatischen Hooligans angegangen. Der frühere Bayern- und HSV-Profi blieb dabei allerdings unverletzt.

14.04.15, 10:34 14.04.15, 12:37

Ein Artikel von

Die Gewalt im Fussball auf dem Balkan hat nun auch den früheren Bundesliga-Star Niko Kovac erwischt: Der kroatische Fussball-Nationaltrainer und weitere Offizielle des Landesverbandes HNS wurden am Montag von einer Gruppe Hooligans attackiert, die zum Anhang des Erstligisten Hajduk Split gehören sollen.

Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand, der Vorfall trug sich an einer Autobahnraststätte zwischen Split und Zagreb zu. «Etwa zehn Hooligans mit Hajduk-Insignien haben eine Verbands-Delegation zuerst verbal und dann tätlich attackiert», hiess es in einem HNS-Statement.

Kovac war bereits zu seinen Hertha-Zeiten als Heisssporn bekannt.  Bild: AP

Kovac und seine Delegation waren auf dem Weg nach Split, um die Organisation des EM-Qualifikationsspiels gegen Italien am 12. Juni zu besprechen, das vor leeren Rängen stattfinden soll. Die Disziplinarkommission der Europäischen Fussball-Union UEFA hatte die Kroaten wegen des Fehlverhaltens ihrer Fans im Duell mit Norwegen Ende März (5:1) zu einem Geisterspiel verurteilt.

Erinnerungen werden wach

Zwischen Hajduk und dem nationalen Verband herrscht zudem seit einem Vorfall im November 2014 ein angespanntes Verhältnis. Der Traditionsklub hatte sich geweigert, zum Auswärtsspiel bei Meister Dinamo Zagreb anzutreten, nachdem einigen Hajduk-Ultras der Zutritt zum Stadion verweigert wurde. Das Spiel wurde mit 3:0 für Dinamo gewertet, im Anschluss gingen 15'000 Menschen in Split bei Protesten gegen den HNS auf die Strasse.

In Montenegro, ebenfalls frühere jugoslawische Teilrepublik, war Ende März der russische Torwart Igor Akinfejew im EM-Qualifikationsspiel von einer Leuchtrakete am Kopf getroffen. Das Spiel wurde vom deutschen Unparteiischen Deniz Aytekin abgebrochen, Montenegro wurde mit einem Geisterspiel bestraft. (aha/sid)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Da grinst King Roger – Federer ist Sportler des Jahres, Holdener bei den Frauen gekürt

Die Schweizer Sportlerin des Jahres heisst Wendy Holdener. Die Schwyzer Skirennfahrerin setzte sich an den Credit Suisse Sports Awards in Zürich in einer engen Ausmarchung knapp gegen die Ironman-Weltmeisterin Daniela Ryf und Kunstturnerin Giulia Steingruber durch. Holdener verdiente sich die Auszeichnung mit dem WM-Titel in der Kombination und der WM-Silbermedaille im Slalom. Nach Lara Gut im Vorjahr gewann zum zweiten Mal in Folge eine Vertreterin von Swiss Ski den Award. 

Roger Federer …

Artikel lesen