Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Andreas Moeller, links, und Trainer Ottmar Hitzfeld von Borussia Dortmund jubeln, nachdem sie mit ihrer Mannschaft am Mittwoch abend, 23. April 1997, im Old Trafford Stadion das Champions League Halbfinal-Rueckspiel gegen Manchester United mit 1:0 gewonnen haben. (AP Photo/Karl-Heinz Kreifelts)

Ottmar Hitzfeld feierte mit Dortmund grosse Erfolge und weiss, was Lucien Favre beim BVB erwartet. Bild: AP

Hitzfeld: «Ganz Deutschland wünscht sich, dass Favre die Bayern herausfordern kann»

Am Tag der Dortmunder Offizialisierung des Engagements von Lucien Favre übermittelte die deutsche Trainer-Ikone Ottmar Hitzfeld dem Schweizer eine Reihe von Komplimenten.

22.05.18, 14:59 22.05.18, 15:11


Der erfolgreichste Coach der BVB-Geschichte verfolgt den Weg von Lucien Favre schon länger. «Ich hatte immer eine hohe Meinung von Lucien. Er machte seine Teams besser und liess erfolgreich offensiven Fussball spielen», sagt der zweifache Champions-League-Sieger zur Nachrichtenagentur SDA. «Es ist spannend, ihn nun bei einem ganz grossen Traditionsklub zu sehen, bei einem Verein mit sehr hohen Ansprüchen», so Hitzfeld.

Favre sei ein «Tüftler und Entwickler, der Tag und Nacht arbeitet. Er liebt den Fussball und ordnet ihm alles unter. Solche Eigenschaften mögen die Leute in Dortmund.» Seine zwei Ligue-1-Kampagnen mit dem OGC Nice würdigt Hitzfeld ebenfalls: «Er hat an der Côte d'Azur einen Topjob gemacht und auch dort ein Spitzenteam geformt.»

In der Bundesliga hat Favre bereits während seinen knapp neun Saisons bei Hertha Berlin und Borussia Mönchengladbach mit einem exzellenten Schnitt von 1,57 Punkten in 228 Liga-Partien tiefe Spuren hinterlassen. «Die hervorragenden Resultate bei seiner ersten Station bestätigte Favre in Gladbach. Schade, dass er dort ging, als es schlecht lief. In Frankreich fasste er wieder Fuss.»

Die Punkteschnitte der BVB-Trainer nach Saisons

Jürgen Klopp
2009/10: 1,70 Punkte
2010/11: 2,11 Punkte
2011/12: 2,19 Punkte
2012/13: 1,92 Punkte
2013/14: 2,08 Punkte
2014/15: 1,57 Punkte
Thomas Tuchel
2015/16: 2,29 Punkte
2016/17: 1,94 Punkte
Peter Bosz
2017/18: 1,25 Punkte
Peter Stöger
2017/18: 1,58 Punkte​

Deutschland wünscht sich einen erfolgreichen Favre

Das Comeback des 60-jährigen Romands in Deutschland schätzt der frühere Schweizer Nationalcoach als «riesige Chance für ihn persönlich ein». Der Transfer zur hinter Bayern München zweitgrössten Bundesliga-Organisation, die über 400 Millionen Euro umsetzt, sei ein nächster Schritt. «Der Fussball ist im Ruhrpott eine Religion, der Stellenwert ist unheimlich hoch. Das passt zu Lucien, er lebt den Fussball.»

«Der Zeitpunkt könnte nach einer eher enttäuschenden Saison günstig sein.»

Hitzfeld über den Favre-Wechsel

Hitzfeld erinnert sich im Detail an seine sechsjährige Ära beim achtmaligen deutschen Meister: «Die Leute denken geradlinig, sie fordern von einem Authentizität. Sie wollen, dass man Klartext spricht. Das werden sie auch von Lucien Favre verlangen.» Dank seinem psychologischen Geschick sei das zu schaffen, so Hitzfeld.

ARCHIV - Fussball Bundesliga - 1. Spieltag: Borussia Dortmund - Borussia Moenchengladbach am 15.08.2015 in der Signal Iduna Arena in Dortmund (Nordrhein-Westfalen). Moenchengladbachs Trainer Lucien Favre (l) und Dortmunds Trainer Thomas Tuchel unterhalten sich vor dem Spiel. (KEYSTONE/DPA/Maja Hitij)

Thomas Tuchel scheiterte in Dortmund an seinem eigenen Charakter, das dürfte Lucien Favre nicht passieren. Bild: dpa

Sieben Meistertitel sowie drei Cup-Trophäen hat Hitzfeld mit Dortmund und Bayern München gewonnen. Dem neuen BVB-Strategen traut der Maestro sehr viel zu: «Von seinen Qualitäten bin ich überzeugt. Der Zeitpunkt könnte nach einer eher enttäuschenden Saison günstig sein. Ganz Deutschland wünscht sich, dass Favre aus dem BVB wieder einen Konkurrenten formt, der die Bayern herausfordern kann.» (zap/sda)

Auch das war unter Lucien Favre: Am 13. Mai 2006 wird der FC Zürich in der 93. Minute in Basel Schweizer Meister

Das ist der moderne Fussball

Die FIFA ist endlich die Korruption losgeworden – aber nicht so wie du denkst

So viele Schweizer Klubs hätte Liverpool statt Shaqiri kaufen können

Fussball im Jahr 2018 ist, wenn statt der Münze eine Kreditkarte geworfen wird

Der Videobeweis kommt auch in der Super League – die Frage ist nur wann und wie

Wer noch immer nicht recht wusste, was Büne mit «Pussy-Fussball» meinte: Genau DAS hier

Alle sagen, moderner Fussball sei super. Ich sage: Im modernen Fussball haben sich Saumoden eingenistet, die mich laufend kotzen lassen

Diese Elf kostet mehr als eine Milliarde, aber kennst du die Top 10 für jede Position?

Der Moment, in dem ich den allerletzten Glauben an den ehrlichen Fussball verlor

Scheichs, Tormusik oder Wappenküsser – 16 Dinge, die schleunigst wieder aus dem Fussball verschwinden sollten

Ausländer-Trios, werbefreie Trikots oder das Nasenpflaster – 16 Dinge, die aus dem Fussball verschwunden sind

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

11
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • maxi 22.05.2018 21:51
    Highlight ich lese nur gutes zu favre... ich bin etwas kritischer, der zweijahresvertrag ist zu lang... man hätte einjahr +option wählen sollen. Ich hoffe seine leistung passt zu den vorschusslorbeeren.
    1 13 Melden
  • RedWing19 22.05.2018 19:46
    Highlight Das würde man sich auch als Bayern-Fan wünschen, dass in der BuLi wieder mal ein Club einigermassen in Konkurrenz zu den Bayern stünde. Davon würden die Bayern und ganz Fußballdeutschland profitieren.
    16 1 Melden
  • bokl 22.05.2018 19:07
    Highlight Es gibt nicht nur BVB und Bayern Herr Hitzfeld. Denke kaum, dass z.B. eingefleischte S04-Fans sich einen Favre-Erfolg mit dem BVB wünschen...
    24 3 Melden
  • Pinhead 22.05.2018 17:53
    Highlight Meine Prognose: Favre wird im ersten Jahr beim BVB voll einschlagen (Favre-Effekt) und fast Meister werden. Das zweite Jahr wird solala und im dritten Jahr hat er dann keine Lust mehr.
    14 45 Melden
  • Real John Doe 22.05.2018 16:04
    Highlight Ich habe immer gehofft, dass Favre mal bei einem Klub mit diesen Voraussetzungen unterkommt. Wo er auf Anhieb schon Qualität vorfindet, wo er auch mal gestandene Spieler einkaufen kann und sie nicht erst formen muss und wo ihm die Leistungsträger nach einer guten Saison auch mal nicht weg gekauft werden. Ich bin von ihm überzeugt und glaube fest, dass er die Bayern herausfordern wird.
    97 2 Melden
    • droelfmalbumst 22.05.2018 16:58
      Highlight Vielleicht ist aber genau das seine Stärke. Spieler formen. No-Names zu Names machen. Oft ist es so dass Trainer gut für das Eine und schlecht für das Andere sind... Finde Favre aber Top! BVB selber ist nicht mein Ding. Zuviel Bandwagonisierung...Für die BuLi hoffe ich aber dass es sich positiv auswirkt. Schätze aber dass an Bayern eh nichts vorbei kommt... Wenns sein muss kaufen die 1-2 Spieler dem BVB weg und schon hast du die stärkste Konkurrenz geschwächt...
      16 11 Melden
    • Amboss 22.05.2018 22:05
      Highlight @Real: All das, was du beschreibst, ist eben beim BVB nicht so wirklich vorhanden. Klar, innerhalb der BL ist der BVB ein eher grosser Verein, mit eher grossem Budget. International gesehen ist er aber eine kleine Nummer, der die Spieler nicht halten kann.
      Stell dir vor, der BVB hätte Aubameyang, Dembele, Lewandowski, Kagawa, Götze etc... halten können...

      Hauptaufgabe für Favre wird es also sein, eine Kultur zu schaffen, welche auch Topspielern eine Perspektive in Dortmund gibt, obwohl andernorts mehr Geld zu verdienen ist. Nicht ganz einfach...
      10 1 Melden
    • welefant 23.05.2018 03:24
      Highlight götze amboss?
      1 0 Melden
    • Amboss 23.05.2018 07:11
      Highlight Ja, Götze. Ich weiss schon, dass der jetzt wieder beim BVB ist. Aber das ist er nur, weil er es bei den Bayern nicht gepackt hat. BVB als Notnagel, Zweitlösung. Eben: Der Unterschied zwischen Bayern und BVB, nette Ehefrau, zu der man nach der Affäre halt wieder zurückgeht,

      als er zu den Bayern ging war er ein ganz Grosser.
      0 0 Melden
    • Real John Doe 23.05.2018 08:28
      Highlight @amboss: dass auch ein BVB seine Spieler an die ganz Grossen verliert stimmt natürlich schon. Jedoch ist der BVB in einer ganz anderen Situation als zB Gladbach oder Hertha. Ich würde behaupten, dass wenn Gladbach (von damals) Reus und Dante im gleichen Sommer verliert, hat das ganz andere Auswirkungen als wenn der BVB zwei seiner Besten abgeben muss.
      0 0 Melden
    • Amboss 23.05.2018 10:38
      Highlight @John: Das ist sicher so. Bei Hertha und Gladbach durfte es wirklich nichts leiden. Hat man ja gesehen, dass die Doppelbelastung mit dem Europacup dann doch zu viel war.
      Jetzt beim BVB ist das Kader sicher breiter.

      Und ja, momentan wäre eigentlich schon ein guter Zeitpunkt, um Grosses in D zu erreichen. Denn die Bayern sind doch einigermassen am schwächeln und in einem Umbruch.
      0 0 Melden

Bürki sagt, er bleibe auch nach Hitz' Ankunft die Nummer 1 in Dortmund

Borussia Dortmund wird nicht nur mit einem Schweizer Trainer (Lucien Favre) in die neue Saison gehen, sondern auch mit zwei Schweizer Goalies. Zu Roman Bürki gesellt sich Marwin Hitz – angeblich nur als Backup.

Borussia Dortmund hat eine durchzogene Saison hinter sich. Nach enttäuschenden Resultaten musste Trainer Peter Bosz im Dezember gehen, Peter Stöger löste ihn ab. Der Österreicher führte den BVB auf Rang 4 und damit in die Champions League.

Trotzdem musste Stöger weichen, damit endlich Dortmunds Wunschkandidat Lucien Favre kommen konnte. Eines der Probleme, die den Romand erwarten: Wen stellt er ins Tor? Roman Bürki, die Nummer 2 der Schweizer Nati, war bei den Schwarz-Gelben gesetzt. …

Artikel lesen