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LIVERPOOL, ENGLAND - AUGUST 29:  Marouane Fellaini (R) of Everton looks on from the stand next to his brother during the Capital One Cup Second Round match between Everton and Leyton Orient at Goodison Park on August 29, 2012 in Liverpool, England.  (Photo by Chris Brunskill/Getty Images)

«Der soll aussehen wie ich?» Marouane Fellaini mit seinem Zwillingsbruder Mansour. Bild: Getty Images Europe

Wie die lustig-frisierten Fellaini-Brüder beinahe die taktischen Pläne von Chelsea-Coach José Mourinho ruiniert hätten

Chelsea-Coach José Mourinho bereitet sich immer akribisch auf den Gegner vor, so auch vor dem Kracher gegen Manchester United. Ein fehlgeleiteter Türsteher macht ihm aber beinahe einen Strich durch die Rechnung.



Marouane Fellaini hat sich in den Angriffsbemühungen von Manchester United zum wichtigen Stützpfeiler gemausert. Dank seiner Grösse kann der belgische Turm Bälle locker mit der Brust aus der Luft picken, die bei Sturmpartner Wayne Rooney knapp den gepflanzten Haaransatz streifen würden.

Manchester United's Marouane Fellaini, bottom right, celebrates with teammates including captain Wayne Rooney, top, after scoring during the English Premier League soccer match between Manchester United and Manchester City at Old Trafford Stadium, Manchester, England, Sunday, April 12, 2015. (AP Photo/Jon Super)

Besteigt seinen Teamkollegen Fellaini gerne, um auch etwas grösser zu wirken: Wayne Rooney. Bild: Jon Super/AP/KEYSTONE

Diese Tatsache ist natürlich auch José Mourinho nicht entgangen. In den Hirnwindungen des selbsternannten «Special One» hat sich deshalb vor dem Kracherspiel gegen die Red Devils vom vergangenen Samstag (1:0) ein taktischer Masterplan entwickelt, der Fellaini stoppen sollte. Die ganze Woche hat er seine Blues auf den Hünen eingestellt.

Drei Worte, ein Schock

Am Morgen des Spiels kommt Mourinho nichts ahnend aus dem Chelsea-Hotel gelaufen, als ihn drei Worte des Türstehers aufschrecken: «Fellaini spielt nicht.»

Auf Rückfrage des Portugiesen meint der Mann: «Als Fellaini kam, habe ich ihn gefragt: ‹Was willst du hier?› Und er meinte: ‹Ich bin gekommen, um Tickets für das Spiel von meinem Freund Eden Hazard abzuholen.›»

Hazard ist genau wie Fellaini Belgier und seine erste Ansprechperson, wenn es um Tickets für die Stamford Bridge geht.

Belgium's Eden Hazard (10) and Marouane Fellaini are filmed as they walk off the pitch following Argentina's 1-0 victory over Belgium after  the World Cup quarterfinal soccer match at the Estadio Nacional in Brasilia, Brazil, Saturday, July 5, 2014. (AP Photo/Victor R. Caivano)

Fellaini und Hazard laufen für die belgische Nationalmannschaft auf. Bild: Victor R. Caivano/AP/KEYSTONE

Google sei Dank: Mou deckt die Verwechslung auf

Mourinho fällt aus allen Wolken, und meint später: «Ich dachte mir: Das kann doch nicht wahr sein! Also habe ich auf meinem Smartphone Google geöffnet und ‹Fellaini Bruder› eingetippt. Der Typ war derselbe.»

Also ist Mourinho zurück zum Türsteher gewatschelt: «Ich habe ihm beide Bilder gezeigt und gefragt: ‹Dieser oder dieser?› Er: ‹Dieser›. Und ich: ‹Verdammt, das ist sein Bruder!›»

LIVERPOOL, ENGLAND - AUGUST 29:  Marouane Fellaini (R) of Everton looks on from the stand next to his brother during the Capital One Cup Second Round match between Everton and Leyton Orient at Goodison Park on August 29, 2012 in Liverpool, England.  (Photo by Chris Brunskill/Getty Images)

Bild: Getty Images Europe

Ein Fehlalarm also. Tatsächlich hat sich Fellaini die Chelsea-Tickets geholt, allerdings war es Marouanes Zwillingsbruder Mansour. Für Mourinho ist die Sache dann doch noch glimpflich ausgegangen: (Marouane) Fellaini hat gespielt, die Chelsea-Defensive hat ihn ausgeschaltet und Hazard hat das goldene Tor erzielt.

Mourinhos taktischer Masterplan ist aufgegangen.

So steht es in den Meisterrennen in Europas Fussballligen

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