Sport

Frauen-EM, Gruppenphase

Schweiz – Frankreich 1:1 (1:0)
Island – Österreich 0:3 (0:2)

Torhüterin Gaëlle Thalmann mit dem entscheidenden Fehler – Captain Lara Dickenmann tröstet. Bild: KEYSTONE

«Es tut mir Leid für die Mannschaft» – Goalie-Flop kostet der Schweiz den Viertelfinal

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft hat an der EM in der Niederlande die Qualifikation für die Viertelfinals verpasst. Beim 1:1 gegen Frankreich in Breda verfehlte die SFV-Auswahl den zwingend nötigen Sieg, nachdem sie bis zur 76. Minute noch 1:0 geführt hatte.

26.07.17, 22:52 27.07.17, 08:00

» Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen.

Ein direkt verwandelter Freistoss von Camille Abily eine Viertelstunde vor Schluss liess die Schweizer Träume vom grossen Coup gegen die Nummer 3 des FIFA-Rankings platzen. Die Nummer 10 von «Les Bleues» glich den Führungstreffer von Ana-Maria Crnogorcevic (19.) zum 1:1 aus und bewahrte den Turnier-Mitfavoriten vor dem blamablen Ausscheiden nach der Vorrunde.

Zur tragischen Figur im Schweizer Team avancierte Torhüterin Gaëlle Thalmann, die den nicht allzu scharf und platziert geschossenen Ball passieren liess. Ausgerechnet Thalmann, die zuvor keine Schwächen gezeigt und in der ersten Halbzeit die Schweizerinnen mit zwei Glanzparaden vor einem Gegentreffer bewahrt hatte.

«Ich wollte den Ball über die Latte lenken.»

Gaëlle Thalmann

Das eine Gegentor zuviel – ein klarer Goalie-Fehler. Video: streamable

«Es tut mir Leid für die Mannschaft», sagte Thalmann. «Wir haben super gekämpft und gespielt. Es war ein Handfehler. Ich wollte den Ball über die Latte lenken.»

Die toll herausgespielte Führung der Schweiz. Video: streamable

In der Schlussphase stemmte sich die SFV-Auswahl zwar noch einmal gegen das Ausscheiden. In der 83. Minute traf Ana-Maria Crnogorcevic nach einem Corner aus aussichtsreicher Situation den Ball nicht richtig, Sekunden vor dem Schlusspfiff bot sich Ramona Bachmann noch eine Freistosschance. Der Schuss der Chelsea-Stürmerin parierte Sarah Bouhaddi im französischen Tor aber souverän.

«Wir haben versucht zu kämpfen und Gas zu geben, es hat nicht gereicht. Im Nachhinein ärgere ich mich über das erste Spiel, welches wir völlig verkackt haben.»

Ana-Maria Crnogorcevic

Als «Spiel des Jahres» hatte Martina Voss-Tecklenburg das Spiel gegen die Nummer 3 der Weltrangliste bezeichnet. Dementsprechend engagiert und konzentriert traten die Schweizerinnen von der ersten Minute an auf. Sie waren sich der Wichtigkeit der Aufgabe bewusst und boten eine disziplinierte und kämpferisch einwandfreie Leistung. Und nach dem Platzverweis gegen Eve Perisset (17.) und dem 1:0 durch Crnogorcevic kontrollierten sie gegen die technisch und spielerisch starken Französinnen über weite Strecken die Partie – bis sie durch den Faux-pas Thalmanns um die Früchte ihrer Arbeit gebracht wurden.

Immer wieder Wirbelwind Bachmann

Die Taktik der Schweizerinnen war bis zu diesem Zeitpunkt perfekt aufgegangen. Voss-Tecklenburg organisierte ihre Mannschaft in einem 4-1-4-1-System, um die Räume in der Defensive eng zu machen. Auf der rechten Seite brachte sie erstmals an diesem Turnier von Beginn an die schnelle Eseosa Aigbogun, die zusammen mit Lara Dickenmann auf der linken Seite die einzige Stürmerin Bachmann unterstützen sollte.

Der Plan funktionierte. Mit ihrer Schnelligkeit stellte Bachmann die französische Defensive immer wieder vor Probleme. Sowohl Wendie Renard (14.) als auch Perisset (17.) konnten die Chelsea-Angreiferin nur mit einem Foul stoppen, wobei Perisset wegen einer Notbremse folgerichtig des Feldes verwiesen wurde. Der anschliessende Freistoss führte zum Führungstreffer durch Crnogorcevic, die ihren 48. Länderspieltreffer erzielte, was der SFV-Auswahl noch mehr in die Karte spielte.

Der frühe Platzverweis, herausgeholt durch Ramona Bachmann. Video: streamable

Hypothek des Startspiels wog zu schwer

Der grosse Coup wäre für die SFV-Auswahl zum Greifen gewesen. Die Qualifikation für die K.o.-Phase vergaben die Schweizerinnen allerdings nicht im Duell mit der Nummer 3 der Weltrangliste. Auch wenn die Französinnen sich durch die Gruppenphase zitterten, «Les Bleues» sind unter Coach Olivier Echouafni seit mittlerweile 14 Spielen ungeschlagen.

«Ich glaube, wir haben eine tolle Leistung gezeigt. Mehr geht nicht, was Leidenschaft und Einsatz angeht. Es ist einfach ein Scheissgefühl. Mit schwindender Kraft fehlte etwas die Präzision.»

Trainerin Martina Voss-Tecklenburg

Die letzte Niederlage kassierte Frankreich an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro in den Viertelfinals gegen Kanada. Seither bezwangen die Französinnen unter anderen England, Spanien, die USA und die Niederlande, spielten gegen Brasilien und Deutschland Remis und triumphierten im Frühjahr am topbesetzten SheBelives Cup in den USA.

Aus Sicht der Schweizerinnen wog letztlich die Hypothek aus dem Startspiel gegen Österreich zu schwer, als sie mit ihrer Rolle des Favoriten nicht klar kamen und nach einem schwachen Auftritt 0:1 verloren. Dieser Aussetzer liess sich nicht mehr korrigieren, auch wenn gegen Island und Frankreich eine klare Leistungssteigerung gelang und der erste Sieg und die ersten Tore in der EM-Geschichte resultierten.

«Es ist schwer, jetzt Trost zu spenden (an Goalie Gaëlle Thalmann). Das ist halt das Leben eines Torhüters, mal bist du der Held, dann lässt du eine rein. Gaëlle ist aber stark genug, um damit umzugehen.»

Martina Voss-Tecklenburg

Österreich erstmals im EM-Viertelfinal

Im Gegensatz zur Schweiz qualifizierten sich Österreichs Fussballerinnen gleich bei ihrer ersten EM-Teilnahme für die Viertelfinals. Im letzten Gruppenspiel setzten sie sich auch gegen das punktelose Island durch. Sarah Zadrazil und Nina Burger vor der Pause und Stefanie Enzinger kurz vor Schluss schossen die Tore zum nie gefährdeten 3:0-Sieg.

Österreich, das zum Auftakt die Schweiz überraschend 1:0 bezwungen hatte, sicherte sich damit ungeschlagen und noch vor Mitfavorit Frankreich den Gruppensieg.

Das Telegramm

Schweiz - Frankreich 1:1 (0:1) Breda. - 3347 Zuschauer. - SR Kulcsar (HUN).
Tore: 19. Crnogorcevic (Freistoss Moser) 0:1. 76 Abily (Freistoss) 1:1.
Schweiz: Thalmann; Crnogorcevic, Kiwic, Wälti, Maritz; Bernauer; Aigbogun (79. Terchoun), Zehnder (80. Reuteler), Moser (65. Calligaris), Dickenmann; Bachmann.
Frankreich: Bouhaddi; Perisset, Mbock, Renard, Karchaoui; Geyoro, Henry; Abily (88. Thiney); Diani (83. Houara), Le Sommer, Lavogez (71. Delie).
Bemerkungen: 17. Platzverweis Perisset (Notbremse). Verwarnungen: 14. Renard (Foul). 43. Henry (Unsportlichkeit). 66. Bernauer (Foul). 68. Calligaris (Foul). 72. Dickenmann (Unsportlichkeit/im Viertelfinal gesperrt).

Island - Österreich 0:3 (0:2) Rotterdam (NED). - SR Hussein (GER).
Tore: 36. Zadrazil 0:1. 44. Burger 0:2. 90. Enzinger 0:3. (sda)

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59Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • labraduddel 31.07.2017 18:10
    Highlight Liebes watson team
    Warum gab es bei den frauen keine benotung? Bei den männern gibt es nach jedem freundschaftsspiel eine benotung. Auch die Frauen sind Profis und werden mit Kritik umzugehen wissen oder habt ihr da gewisse bedenken?
    0 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.07.2017 09:59
    Highlight Und was lernen wir aus dem Frauenfussball? Männer sollten aufhören sich mit Frauen zu vergleichen (und umgekehrt). @Altersturheit hat völlig recht! Wer der Meinung ist U-13 Spiele von Jungs hätten mehr Qualität soll sich U-13 Spiele ansehen. Wer der Meinung ist Männer spielen Fussball mit mehr Niveau und "auf oberster Schublade", den/die erinnere ich gerne an YB gestern…woooowww….vergleicht euch untereinander und plötzlich seht ihr so alt aus wie unsere Frauen gestern!
    15 26 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.07.2017 13:00
      Highlight So eine Fehlpassorgie wie im gestrigen Spiel habe ich also noch nie gesehen. Die Kritik am Frauenfussball bezieht sich ja nicht auf die "klassischen" Punkte wie Kraft, Geschwindigkeit, etc., sondern auf die wirklich bescheidene Technik und auf das fehlende taktische Verständnis.

      Der Vergleich mit YB hinkt doch ein wenig - das war ein Europameisterschaftsspiel! Selbst wenn Benito mit Holzbein und Augenklappe (ok, eine solche trug er gestern auch schon) gespielt hätte, wäre er immer noch mit grossem Abstand der beste Spieler auf dem Platz gewesen.

      13 7 Melden
    • PostFinance-Arena 28.07.2017 11:06
      Highlight Ein Beispiel: Das Freistosstor zum 1:1 Ausgleich hat auf Seiten der Schweizer Torhüterfrau nichts mit Kraft, Geschwindigkeit oder Mann/Frau zu tun.

      Natürlich, Torhüterflops gibt es auch im Männerfussball. Aber so eine Technik, so ein Versuch, den Freistoss zu entschärfen, hab ich noch NIE im Männerfussball gesehen.

      Allgemein ist es, wie phoenix1986 bereits gesagt hat, erschreckend, auf was für einem technischen und taktischen Niveau die Frauen sich befinden (mit Ausnahme von Ramona Bachmann!).
      3 1 Melden
  • why_so_serious 27.07.2017 09:53
    Highlight Dass die Schweiz nicht in die nächste Runde kam - dafür ist nicht allein die Torfrau verantwortlich. Wenn man sieht wie taktisch diszipliniert die Österreicherinnen aufgetreten sind im Gegensatz zu den Schweizerinnen, dann hat man den wahren Grund bereits vor sich. Die Österreicherinnen haben ihr Spiel als Underdog den anderen Teams angepasst und somit auch jedes Spiel gepunktet.
    Wenn man dann am Ende mit einer Frau mehr am Platz den Sieg nicht über die 90Minuten bzw. zweite Halbzeit bringt, ist man als Team selbst Schuld.
    20 0 Melden
  • König 27.07.2017 09:44
    Highlight schade um die fliegenfängerin! sorry, aber da fehlte irgendwie auch die konzentration, wie leger sie da zum ball geht. die kritik am frauenfussball ist jedoch völlig verfehlt. wieviele grottenschlechte männerpartien schon gesehen und niemandem käme es in den sinn das der männlichkeit der spieler anzulasten!!!!
    9 13 Melden
  • Mirjjrim 27.07.2017 09:01
    Highlight Warum ist Spielfeldverkleinern und weniger Feldspielerinnen kein Thema? Das würde dem ganzen etwas mehr Dynamik und Fluss bringen...
    20 10 Melden
    • neutrino 27.07.2017 09:18
      Highlight Problem ist wohl, dass die ganzen Stadien (inkl. heutigen Spielfeldern) schon stehen...d.h. man müsste dann die ganze Infrastruktur anpassen.
      9 2 Melden
  • Alterssturheit 27.07.2017 08:43
    Highlight Warum wird den immer mit den Männern verglichen ? Ist doch nur unfair und macht keinen Sinn. Logisch, dass die Frauen dabei schlechter aussehen. Vergleicht doch mal das Niveau dieser Nationalteams mit "normalem" Frauenfussball in den Ligen. Dann sind die Topp.
    (und das sage ich als Mann)
    22 11 Melden
  • Lünchen 27.07.2017 08:37
    Highlight An alle die am Niveau Herumnörgeln, überlegt euch mal folgenden Punkte:
    - Seit wann wird Herren- und seit wann Damen-Fussball gefördert?
    - Mit wie viel Geld werden die Nationalteams unterstützt?
    - Was kann eine gute Spielerin ein guter Spieler verdienen?
    - Wie viel (Schweizer) Frauen ist es möglich Professionell Fussball zu spielen, und wie vielen Männern?
    - Wie sehen die höchsten Liegen (Damen / Herren) im eigenen Land aus?
    Wichtig ist das man sich weiter entwickelt, bei den Damen so wie bei den Herren.
    33 15 Melden
    • mikel 27.07.2017 09:11
      Highlight Ja die Frauen sind strukturell noch immer im Hintertreffen. Betreffend Weiterentwicklung: Die deutschen Frauen machten erst dann einen riesigen Qualitätssprung, als der DFB in den vor ein paar Jahrzehnten entschied, diese ebenfalls zu fördern. Der SFV hat dies, mit einem guten Jahrzehnt rückstand, auch erkannt und ich finde, die Resultate sind, trotz aller Kritik hier, gerade bei der Frauen-Nati auf dem Platz gut sichtbar. Jedenfalls können die Frauen im Vergleich zu vor 20 Jahren verdammt gut tschutten!
      14 2 Melden
    • maljian 27.07.2017 09:18
      Highlight Danke, du bringst es auf den Punkt.

      Die Frauen müssen neben dem Fussball überwiegend auch noch arbeiten gehen und das in den obersten Ligen.

      Die Männer können sich dort komplett auf ihre Fussballkarriere konzentrieren.
      10 2 Melden
    • Jaing 27.07.2017 10:16
      Highlight Die können von mir aus auf jedem Niveau spielen, auf dem sie wollen. Im Vergleich mit Männer-Fussball wird es aber nie was werden.
      Mir geht es vielmehr darum, dass diese Sportart derzeit eine enorme mediale Präsenz erhält, die sie schlicht nicht verdient, während Unihockey, Basketball oder Handball eine Schattendasein fristen. Man sollte doch nicht versuchen eine Sporart, die kaum jemanden interessiert, so zu pushen nur um eine Gefühl der Gleichberechtigung zu erzwingen.
      17 10 Melden
    • neutrino 27.07.2017 12:30
      Highlight @Jaing: wieviel Präsenz eine Sportart erhält, entscheidet schlussendlich die TV-Zuschauerquote, und nicht persönliche Präferenzen. Ich mag auch Baseball sehr gerne - leider bin ich damit eine Rarität in der Schweiz.

      ZB. bzgl. Unihockey: das Saisonfinale (und somit absoluter Höhepunkt der Saison) der Männer hatte etwa gleich viel TV-Zuschauer wie das Vorrunden-Frauenspiel Schweiz-Österreich im Fussball. Wenn das Frauenspiel fünf mal weniger Zuschauer hätte als ein Unihockey-Spiel, würde es auch nicht gezeigt.
      6 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.07.2017 19:32
      Highlight @maljian: und woher wollen Sie das Geld nehmen, damit Frauen davon leben können ;) Ohne Zuschauerinteresse, keine Medien, ohne Medien keine Sponsoren.
      3 1 Melden
    • Jaing 27.07.2017 21:18
      Highlight @neutrino
      Zuschauerzahlen lassen sich nur vergleichen, wenn der mediale Rummel nebendrum ähnlich ist.
      1 0 Melden
    • maljian 27.07.2017 23:10
      Highlight @niggu90
      Du hast wohl recht.
      Da werde ich dann mal am 9.9. zum NLA Spiel FCZ Frauen - FC Basel 1893 gehen.

      Dann werd ich mal schauen, wie es da so läuft und sie ein wenig unterstützen ;-)
      0 0 Melden
  • fcsg 27.07.2017 07:41
    Highlight Ganz ehrlich, was ich gestern gesehen habe, enttäuscht mich masslos. Da redet man immer davon, das Frauenfussball technisch auf Augenhöhe sei etc. Es gibt aber während 90 Minuten nicht einen (!) sauber herausgespielten Angriff, ja nicht einmal desn Ansatz eines Spielaufbaus. Die CH-innen versuchten den Ball einfach irgendwie zu Bachmann durchzuwürgen und hofften auf ein Wunder. Frankreich war aber auch nicht besser, obwohl das noch Favoritinnen sein sollen! Da haben U-13 Spiele mehr Qualität.
    74 25 Melden
    • Wawi 27.07.2017 08:04
      Highlight Da muss ich dir leider recht geben. Niveau ist unterste Schublade, aber von allen Mannschaften, nicht nur der CH.
      43 16 Melden
    • c-bra 27.07.2017 08:40
      Highlight Einfach ein Trinkspiel daraus machen. Bei jedem Fehlpass einen Schnaps!

      Waren richtig blau gestern *hicks*
      34 10 Melden
    • Thecaptainsolo 27.07.2017 08:53
      Highlight Sry aber ist denn männerfussball wirklich soo viel besser? Diese unsäglichen schwalben immer (robben und co) exorbitante gehälter rudelbildungen gemotze bestechungen usw.
      32 45 Melden
    • mikel 27.07.2017 08:57
      Highlight Sorry fcsg: Das ist dahingeredet! Erstens: Wer hat jemals gesagt, dass die Frauen mit den Männern technisch auf Augenhöhe seien? Zweitens: Deine Erläuterungen über keinen sauber herausgespielten Angriff entbehren fussballerischem Wissen. Es gibt nämlich immer auch eine Verteidigung bzw. Defensive, die genau dies verhindern soll. Bei den Männern ist dies nicht anders und man hat oft das Gefühl, dass die Mannschaften deshalb nicht in die Gänge kommen.
      23 22 Melden
    • fcsg 27.07.2017 09:32
      Highlight @mikel
      Das habe ich immer wieder aus Interviews in der Berichterstattung herausgehört. Ich habe jahrelang Fussball gespielt. Das gestern lag nicht an der Taktik, sondern an mangelnder Qualität, das beginnt schon bei der Ballannahme. Einverstanden, es gibt auch langweilige Spiele bei den Männern, aber ein so schlechtes Spiel mit einem Topfavoriten an einer EM habe ich noch nie gesehen.
      @thecaptainsolo
      Ja, Männerfussball ist schlicht besser, weil es praktisch immer einen Spielfluss gibt und die spielerische Qualität besser ist. Klar Schwalben sind ein Übel (das gibt es aber auch bei Frauen).
      12 5 Melden
    • AL:BM 27.07.2017 09:41
      Highlight Thecaptainsolo:
      Technisch gesehen um einiges. Die von Ihnen angesprochenen Punkte finden jedoch häufiger im Herren als Damenfussball statt.
      1 1 Melden
    • Züzi31 27.07.2017 10:24
      Highlight 100x mal lieber den ehrlich kämpfenden Mädels zusehen als auch nur 1x Thun vs GC oder etwas in der Art.
      6 11 Melden
    • neutrino 27.07.2017 12:36
      Highlight @fcsg: trifft vielleicht zu, wenn es um Barcelona-Bayern geht. Aber in der SuperLeague nur teilweise - zB. letzten Samstag, SG-Lausanne - die 6 Tore passierten mehrheitlich nicht durch "saubere Angriffe", sondern Abwehrfehler, Weitschüsse, Freistösse,...
      7 1 Melden
  • Kieran Murphy 27.07.2017 07:34
    Highlight Die Bildunterschrift "die toll herausgespielte Führung der Schweiz" (es war eine 08/15 Standardsituation) zeigt wunderbar, wie übertrieben die Medien versuchen diese Kick-and-Rush-Truppe zu hypen.
    85 14 Melden
  • Mirjjrim 27.07.2017 07:33
    Highlight Auch wenn sie den Ball durchliess... sie heisst Gaëlle und nicht Carmen 😉
    25 4 Melden
    • why_so_serious 27.07.2017 09:51
      Highlight .haha. ja die Carmen Thalmann gibt es schon auch - jedoch als Schifahrerin im ÖSV
      3 1 Melden
  • länzu 27.07.2017 00:22
    Highlight Zum Glück bleibt uns das Gekicke dieser Gurkentruppe fürs Erste erspart. Jede Bubenmannschaft mit 13-jährigen Spielern würden denen eine Brause verpassen. Das hat mit Fussball nicht viel zu tun. Freute mich aber schon zu früh, dass die Sendeplätze für anderes frei würden. Das Schweizer Farbfernsehen will auch ohne die Schweizer Frauen tapfer von diesem "low-interest" Event live berichten. Fragt sich nur, wer sich das anschauen will. Ich kenne niemanden.
    74 81 Melden
    • maljian 27.07.2017 06:28
      Highlight Wie lange wird schon in die Jungs investiert und wie lange bei den Mädchen. Dass es dort unterschiede in der Technik gibt, ist doch klar.

      Was ich bei den Frauenspielen super finde, sie fallen hin und stehen, wenn möglich sofort wieder auf und drehen sich nicht 5x um die eigene Achse. Und, keine Rudelbildungen.

      Die Frauen haben vielleicht noch einiges aufzuholen, bei anderen Sachen sind sie den Männern weit voraus.
      38 30 Melden
    • R. Schmid 27.07.2017 06:31
      Highlight Ich zum Beispiel! Männer Fussball schaue ich fast nie ist langweilig.
      21 25 Melden
    • Citation Needed 27.07.2017 06:39
      Highlight Nein, erst ab ca. 15 Jahren spielen Buben/Männer besser. Bevor die Geschlechtshormone im Körper ihre Wirkung tun sind Jungs noch nicht schneller und kräftiger. Der FCZ lässt zu Trainingszwecken immer wieder clubintern Junioren gegen Damen antreten und die Damen gewinnen VOR der Hormondusche jeweils hoch überlegen, nachher ist es umgekehrt. Known fact, Deine Vermutung ist kreuzfalsch.
      40 13 Melden
    • Datsyuk 27.07.2017 07:20
      Highlight Du musst es auch nicht anschauen...
      29 5 Melden
    • Jaing 27.07.2017 07:25
      Highlight Es ist ohnehin die Frage, weshalb über etwas so berichtet wird, dass nicht mal eine Randsportart ist.
      20 27 Melden
    • äti 27.07.2017 07:26
      Highlight Ich schaue es. Besser als Millionärs-Lazarett-Tschutten mit Rudel-Geklöne bei jedem Grashalm.
      37 14 Melden
    • Stichelei 27.07.2017 07:52
      Highlight Deinem Kommentar entnehme ich, dass du das 'Arbeitsgerät ' Fussball nur von der Mattscheibe kennst. Jeder, der in seinem Leben schon mal einen genauen Pass über mehr als einen Meter gespielt hat, weiss, dass deine Bubi-Truppe gegen eine Frauennationalmannschaft genau so aussehen würde: Wie eine Bubi-Truppe.
      26 25 Melden
    • fcsg 27.07.2017 08:07
      Highlight
      Es liegt nicht nur an den physischen Voraussetzungen. Frauennationalmannschaften verlieren auch gegen U-15 Mannschaften (Australien) oder gegen U-16 Mannschaften mit 8:0, obwohl diese in der 2. Halbzeit nur mit 9 Mann spielte (Schweden). Fazit: Es ist ein anderer Sport, das Niveau ist unter so ziemlich jedem Aspekt einfach bescheiden und ehrlich gesagt verstehe ich die mediale Aufmerksamkeit nicht. Da gebe es attraktivere Alternativen, auch im Frauensport.
      30 14 Melden
    • Lutz Pfannenstiel 27.07.2017 08:29
      Highlight Es sind m.E. zwei Fragen, die auseinander gehalten werden sollten: 1. Wie hoch ist das technische/taktische Niveau? 2. Wie stehen die Frauen im Vergleich zu den Männern? Während die erste Frage legitim ist, ist die zweite Frage unsinnig. Eine Serena Williams würde gegen die Männer-ATP-Nr. 1000 ebenfalls kaum eine Game gewinnen. Deswegen spricht niemand dem Frauen-Tennis die Berechtigung ab. Aber ich gehe mit euch einig: Im technisch-taktischen Bereich ist im Frauen-Fussball noch viel Luft nach oben - wobei die Deutschen da schon sehr weit sind.
      18 0 Melden
    • äti 27.07.2017 08:49
      Highlight @fcsg: es kommt drauf an, was man vergleicht. Profi-Männer-Fussball, wo jeder eine riesige Entourage mitschleppt und mit >30 dem Ende zusteuern. Oder Frauen, die mit >30 und drei Kindern und zwei Jobs denselben Sport spielen. Vielleicht nicht so ruppig, aber technisch gar nicht ohne. Ich finde die Leistung der Frauen markant höher. Und eh, es sollte Spiel bleiben.
      13 10 Melden
    • Citation Needed 27.07.2017 18:24
      Highlight fcsg: Bei den Resultaten, die Du erwähnst geht es garantiert um pubertierende Jungs. Hat mir mal ein Fussball-Vater erzählt: Bis die Hormone einkicken verlieren die Jungs haushoch gegen Frauenteams. Danach, oft liegt nur ca. ein Zeitraum von 6 Monaten dazwischen, wendet sich das Blatt TOTAL und die Frauen bleiben chancenlos. Es liegt viel in der Physis. Spiel mal gegen jemanden markant antrittsschnelleren, da nützt keine Technik, Du kommst immer einen Schritt zu spät. Das ist als würdest Du von männlichen Sängern nach dem Stimmbruch die höchsten Töne erwarten, geht einfach nicht (mehr). :-)
      3 0 Melden
  • beaetel 26.07.2017 23:58
    Highlight Kämpferisch super - aber Ball halten, zusammenspielen, den Gegner laufen lassen scheint nicht zum Konzept zu gehören. Einfach nur den Ball nach vorne hauen und hoffen, Bachmann macht es schon, hat mich schon ein bisschen enttäuscht. Die Spielerinnen könnten das mit Sicherheit. Warum die Trainerin so spielen lässt, ist für mich unverständlich. Aber das war schon an der WM so. Schade für die Mühe.
    44 2 Melden
    • Qui-Gon 27.07.2017 09:15
      Highlight Auch meine Beobachtung. Den Ball (über eine Stunde in Überzahl!) viel zu leichtfertig weggeschenkt. Zudem noch zu viele gefährliche Standards zugelassen.
      7 0 Melden
    • Citation Needed 27.07.2017 22:31
      Highlight Da habt ihr beide recht; keine Ahnung, was in der zweiten Halbzeit abging, aber die Spielerinnen blieben weit unter ihren Möglichkeiten. Sehr schade. Aber: schon bei der nächsten WM werden wir ein besseres, gefestigteres Team erleben, denke ich. :-)
      Und selbst wenn es noch 4 Jahre dauert, bis die Frauen ihre Knörze meistern, erinnern wir uns an die lange Karenzzeit, die die Mannen international brauchten. Pascolo, Stiel.. gute Keeper, aber einfach nicht so unfehlbar wie ihre Nachfolger Benaglio und Sommer. Es braucht einfach 10+ Jahre, um international Fuss zu fassen..
      1 1 Melden
  • äti 26.07.2017 23:09
    Highlight Allerdings, fast ein ganzes Spiel lang eine Spielerin mehr und praktisch nur ein 1:0 halten/verteidigen ist eben grosses Risiko. Angriff ist auch Verteidigung. Trotzdem, macht Spass zuzuschauen, das nächstemal klappts.
    33 16 Melden
  • Citation Needed 26.07.2017 23:07
    Highlight Thalmann war noch am Ball dran, sehr grosses Pech..
    5 53 Melden
    • Mia_san_mia 27.07.2017 06:45
      Highlight Pech??? Das war ein peinlicher Fehler.
      51 5 Melden
    • Wawi 27.07.2017 08:03
      Highlight Das hatte definitiv nichts mit Pech zu tun. Sorry, aber das Niveau ist schon brutal schlecht, und da meine ich nicht nur die CH sondern alle Mannschaften. Keine zwei saubere Pässe hintereinander können einander zugespielt werden, Schüsse verhungern auf dem Weg zum Tor etc. Und das Traurige am ganzen ist, dass dies noch jeweils die besten Frauen ihrer Nation sind.
      Hätte definitiv höheres Niveau erwartet an dieser EM.
      33 9 Melden
    • Mia_san_mia 27.07.2017 08:36
      Highlight Ja vom Niveau bin ich auch enttäuscht, habe echt gedacht die Frauen sind mittlerweile weiter.
      14 4 Melden
    • Qui-Gon 27.07.2017 09:17
      Highlight Wawi, das kann man auch in der Super League der Männer jede Woche beobachten...
      4 7 Melden
    • Citation Needed 27.07.2017 12:37
      Highlight Fehler passieren auf jedem Niveau, ich meine es so, dass Thalmann nach excellenten Saves grad bei einem solchen Füdli-Freistössli patzt, das find ich Pech. Aber es wär gar nicht so weit gekommen, wenn die Schweizerinnen (alle, es geht ums Team schliesslich) ihre Überzahl clever ausgespielt hätten, statt total einzubrechen in der 2. Halbzeit. Sie spielten eigtl. gar nicht mehr. Da fehlte fie Abgebrühtheit, das Selbstverständnis und internationale Erfahrung.
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    • Citation Needed 27.07.2017 12:42
      Highlight Mia-san-mia: Frauenfussball entwickelt sich rasant, die Unterschiede zur WM sind bemerkenswert und langsam greifen auch strukturelle Veränderungen (z.B. richtige Jugendförderung seit Mitte 90er, gabs vorher nicht!). Bedenkt man, dass es erst seit 1970 eine Frauennati gibt und dass die Professionalisiereung erst langsam greift, dann hat man auch keine unrealistischen Erwartungen.
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    • Citation Needed 27.07.2017 12:47
      Highlight Wawi, der Frauenfußball ist noch jung, man darf halt keine Wunder erwarten. Für höheres Niveau empfehle ich England, die sind ziemlich fit. Und das obwohl Frauenfussball in England bis 1971 verboten war..
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    • Wawi 27.07.2017 13:37
      Highlight Ja da gebe ich auch allen Aussagen recht. Fehler passieren überall. Ich gebe auch gar nicht der Torfrau die Schuld für das Ausscheiden. Als Goalie ist es immer schwierig, entweder bist du der Held oder eben der Buhmann bzw. hier Buhfrau. Ich kenne dies, war 14 Jahre Goalie, allerdings im Unihockey. Prinzip bleibt dasselbe.
      Ich spreche vom allgemeinen Niveau ALLER Mannschaften, von dem ich def. mehr erwartet hätte.
      Und ja die Super League...da gibts manchmal auch nicht viel zu sagen... ;) Allerdings sprechen wir hier von einer Nati und nicht einem Klub. Aber schauen wir was die Zukunft bringt.
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    • Citation Needed 27.07.2017 18:13
      Highlight Wawi, schon verstanden. In Bezug auf England find ich aber Deine Aussage falsch, denn da kommen Pässe an und es gibt Hammerflanken, die ihr Ziel finden. Aber eben, wenn man nur schon bedenkt, dass bei den Frauen viele Nationalspielerinnen bis vor kurzen noch nicht mal davon träumen konnten, je Profistatus zu erlangen, dann muss man sich auch nicht wundern, dass Grosstalente lieber in eine tragfähige Ausbildung investieren statt alles auf die Karte Fussball zu setzen. Nicht nur deshalb gibt es eine viel dünnere Auswahl an Top-Spielerinnen als bei den Männern.
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  • Allylee 26.07.2017 22:55
    Highlight tolles spiel super kampf leider wurden die schweizerinnen nicht belohnt! lasst die köpfe nicht zu sehr hängen ihr seit eine super mannschaft!! Hopp Schwizz
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    • Fabio74 27.07.2017 06:47
      Highlight Naja 45 Minuten nur verteidigen und hoffen ist bisschen sehr wenig, wenn man in Überzahl ist
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    • Mia_san_mia 27.07.2017 08:37
      Highlight Das ist definitiv keine Super Mannschaft.
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    • Citation Needed 27.07.2017 12:43
      Highlight Mia-san-mia: es ist definitiv die beste, die wir je hatten. Aber es war mit sicherheit nicht ihre beste Performance gestern, leider.
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Alle sagen, moderner Fussball sei super. Ich sage: Im modernen Fussball haben sich Saumoden eingenistet, die mich laufend kotzen lassen

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