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UEFA-Präsident Aleksander Ceferin schreitet mit einem Lächeln zur Pressekonferenz. Bild: KEYSTONE

UEFA-Exekutivkomitee bestätigt die Champions-League-Reform

09.12.16, 19:02 10.12.16, 12:17

Wie erwartet hat die UEFA-Exekutivkommission an ihrer Tagung am Hauptsitz in Nyon die Champions-League-Reform für den Zyklus 2018 bis 2021 gutgeheissen. Die Top-Ligen Europas erhalten künftig also mehr fixe Startplätze. Nach aktuellem Stand in der Verbandsrangliste:

In Zukunft wird sich als letztes Team der Meister der Nummer 10 des UEFA-Rankings direkt für die Königsklasse qualifizieren. Für die Meister der Länder ab Platz 11 stehen noch vier Plätze zur Verfügung – bisher waren es fünf Plätze für die Meister der Länder ab Platz 13. Die Schweiz liegt derzeit auf Rang 12.

Sie kümmern sich um den Fussball – vor allem um die grossen Mannschaften. Bild: KEYSTONE

Was das für die Super League konkret bedeutet, bleibt abzuwarten. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin sagte an der Pressekonferenz nur: «Die einzelnen Verbände werden ihre Anzahl Teams im Europacup beibehalten.» Ob in der Champions oder in der Europa League und in welchem Stadium, ist allerdings noch unklar. Fix ist nur, dass der Schweizer Meister ab 2018 nicht mehr direkt für die Champions-League-Gruppenphase qualifiziert ist (ausser der SFV schafft es unter mirakulösen Umständen unter die Top Ten). Klarheit herrscht, sobald die UEFA die neue «Access List» für die beiden europäischen Wettbewerbe publiziert.

Mit kleineren Modifikationen und Präzisierungen wurde aber auch auf die Kritik kleinerer Verbände, unter ihnen der Schweizer Fussballverband, reagiert. So werden für den Zyklus von 2018 bis 2021 die nationalen Meister, die in der Qualifikation für die Champions League gescheitert sind, zumindest die Chance erhalten, über eine Play-off-Runde noch in die Europa League einzuziehen.

Bei der Berechnung des für die Setzliste massgeblichen Klub-Koeffizienten wird der nationale Koeffizient nicht mehr mit 20 Prozent angerechnet, wodurch gute Teams nicht mehr für das schlechte Abschneiden ihrer nationalen Konkurrenten bestraft werden sollen. In der Schweiz würde diese Änderung momentan dem FC Basel zugutekommen. Der Klubkoeffizient wird aus den Resultaten der vergangenen fünf Jahre hergeleitet, um die aktuelle Stärke der Mannschaften wiederzugeben.

Basel profitierte in dieser Saison als Schweizer Meister von einem fixen Startplatz in der Champions League. Bild: KEYSTONE

Verändert werden ab der Saison 2018/19 auch die Anspielzeiten. In der Champions League beginnen in der Gruppenphase jeweils dienstags und mittwochs je zwei Partien um 19.00 Uhr und sechs Partien um 21.00 Uhr. Alle K.-o.-Spiele inklusive des Finals beginnen künftig um 21.00 Uhr.

Im Weiteren wurde heute beschlossen, dass Dopingproben den WADA-Richtlinien folgend neu zehn Jahre aufbewahrt werden, dass die Preisgelder im Frauenfussball erhöht werden, dass der Prozess bei der Vergabe der EM 2024 transparent sein werde und dass der Europa League Final 2018 in Lyon ausgetragen wird. Die UEFA bestimmte das EM-Stadion in der französischen Metropole mit Platz für knapp 60'000 Zuschauer zum Austragungsort des kleinen Europacup-Finals.

Der Champions-League-Sieger wird zehn Tage später in Kiew gekürt. Die ukrainische Hauptstadt war bereits im September als Austragungsort bestimmt worden. 2017 finden die Finals am 3. Juni in Cardiff (Champions League) und 24. Mai in Stockholm (Europa League) statt.

 (drd/sda/jsc)

Die Champions League im Zeitraffer – 23 Saisons, 130 Teams

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