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Der FC Basel muss sich zum Abschluss der Gruppenphase in Liverpool mindestens ein Unentschieden erkämpfen.  Bild: Valeriano Di Domenico/freshfocus

Entscheidung in Europa

Alles oder nichts: Zürich und den Young Boys nützen im Showdown nur Siege, Basel reicht ein Remis

Basel, Zürich und YB gehen in Europa vor der letzten Runde : Mit einem Sieg wäre das Weiterkommen gesichert. Dem FCB reicht sogar ein Unentschieden. In der Fünfjahreswertung droht der Schweiz auch im Falle von Misserfolgen wenig Gefahr.

28.11.14, 11:31

FC Basel

Trotz der 0:1-Niederlage am Mittwoch gegen Titelverteidiger Real Madrid kann der FC Basel die Qualifikation für das Achtelfinale noch aus eigener Kraft erreichen. 

Basels Jungstar Breel Embolo hätte vor ein par Monaten wohl nicht gedacht, dass er beim FCB um den Einzug ins CL-Achtelfinale spielt. Bild: KEYSTONE

Im Auswärtsspiel gegen den FC Liverpool am 9. Dezember reicht dafür ein Remis. Falls Basel hingegen verlieren und Ludogorez Rasgrad im letzten Spiel in Madrid einen Sieg einfahren würde, wäre der FCB Gruppenletzter und somit nicht einmal für die K.o.-Runde der Europa League qualifiziert.

FC Zürich

Borussia Mönchengladbach hat durch das Remis bei Villareal den vorzeitigen Einzug in die Runde der letzten 32 verpasst, bleibt aber an der Spitze in Gruppe A. Der FC Zürich ist dank dem 3:1-Erfolg gegen Apollon Limassol wieder zurück im Geschäft und trifft zum Abschluss am 11. Dezember auf die Borussen. 

Favre (vorne) oder Meier? Nur einer kann gewinnen.  Bild: Valeriano Di Domenico/freshfocus

Dem Team des Schweizer Trainers Lucien Favre genügt ein Unentschieden gegen Zürich zum Weiterkommen, während der FCZ drei Punkte aus Gladbach entführen muss. 

Young Boys

Nach dem Pflichtsieg beim abgeschlagenen Gruppenletzten Slovan Bratislava ist YB am 11. Dezember in der letzten Runde zuhause gegen Sparta Prag wie der FCZ auf einen Vollerfolg angewiesen.

YB's Jan Lecjaks muss seine Landsleute besiegen, um weiter europäisch überwintern zu können. Bild: AP

Leader Napoli mit Nati-Captain Gökhan Inler hingegen, ist bereits für das Sechzehntelfinale qualifiziert. Die Italiener können sich den Gruppensieg gegen das punktlose Slovan Bratislava endgültig sichern.

Schweiz 

Auch für den einheimischen Fussball ist das Abschneiden der Schweizer Vertreter im Showdown wichtig. Als elftplatzierte Nation in der 5-Jahreswertung der Uefa profitiert die Schweiz derzeit von einem fixen Startplatz in der Champions League. Dazu kommt der Vizemeister direkt in die Playoffs zur Königsklasse. Drei weitere Teilnehmer sind zur Qualifikation zur Europa League zugelassen. Ab Platz 13 gibt es keinen fixen Platz mehr in der Königsklasse. Hinter der Schweiz liegen momentan die Türkei (mit momentan noch drei aktiven Klubs), Griechenland (4) sowie Tschechien (1). 

Aktueller Stand im 5-Jahres-Ranking der UEFA. screenshot: uefa.com

Zwei der drei Konkurrenten müssten die Schweiz also noch überholen, bevor der fixe Champions-League-Platz verloren geht. Die Hauptgegner Türkei (CL: Galatasaray bereits Out; EL: Besiktas und Trabzonspor weiter) und Griechenland (CL: Olympiacos mit (kleinen) Chancen aufs Weiterkommen; EL: Panathinaikos Out, PAOK Chancen aufs Weiterkommen) müssten wohl vornehmlich in der Europa League weit in die Endphase vorstossen und viele Punkte sammeln, um die Schweiz noch abzufangen zu können.

Fazit: 

Von den Ergebnissen am 9. und 11. Dezember hängt zwar viel für die drei Schweizer Klubs ab. Die Zukunft des Schweizer Fussballs scheint aber nicht in Gefahr. Bild: KEYSTONE

Selbst im Worst-Case-Szenario scheint die Schweiz auch übernächste Saison den fixen Startplatz in der Champions League fast auf sicher zu haben. Aus patriotischer Sicht gilt es speziell dem FC Basel die Daumen drücken, um viele Punkte zu sammeln und auch in Zukunft weiter möglichst viel Schweizer Fussball in europäischen Wettbewerben sehen zu können.

Eine Qualifikation für das Sechzehntelfinale in der Europa League vom FC Zürich und den Young Boys wäre natürlich ein willkommener Bonus.



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Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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