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Wie wird ab 2026 der Weltmeister auserkoren? Bild: Natacha Pisarenko/AP/KEYSTONE

Die FIFA entscheidet heute über die Mega-WM – das musst du darüber wissen

40 Teams, 48 oder doch weiter mit 32 Mannschaften? Die FIFA entscheidet über eine Reform des Weltmeisterschaftsmodus. Alles Wichtige im Überblick.

10.01.17, 07:52 10.01.17, 08:38


Ein Artikel von

Ab 9 Uhr tagt in Zürich das Council des Fussball-Weltverbands. Ganz oben auf der Tagesordnung steht die Beratung über das Format der Weltmeisterschaften ab 2026, genauer gesagt: über die Aufstockung des Teilnehmerfeldes ab der Endrunde. FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte im Wahlkampf mindestens 40 statt wie bislang 32 Teilnehmer versprochen, es könnten aber sogar 48 WM-Starter werden.

Ob tatsächlich eine Entscheidung fällt, ist offen, es spricht aber vieles dafür.

Was soll er auch machen, der Gianni Infantino? Lässt er mehr Teams an die WM, steigen seine Wiederwahl-Chancen. Bild: EPA/KEYSTONE

Was steckt hinter den Infantino-Plänen?

Der FIFA-Boss verteidigt die aufgeblähte WM mit der Globalisierung. Mehr Nationen sollen die Möglichkeit bekommen, am grössten Fussballereignis der Welt teilzuhaben. Profitieren werden vor allem die Fans aus den jeweiligen «neuen» WM-Ländern. Wie so oft steckt dahinter auch politisches und finanzielles Kalkül. Die 211 FIFA-Nationen regiert aufgrund des «Ein-Land-eine-Stimme»-Prinzips nicht der, der nur auf die Interessen der ohnehin schon Grossen und Mächtigen eingeht.

Welche WM-Modelle gibt es?

Nationen wie Trinidad & Tobago dürften auf eine Aufstockung hoffen, damit sie – wie hier 2006 – realistischer auf eine WM-Teilnahme hoffen können. Bild: EPA

Wer ist dafür, wer dagegen?

Laut Infantino ist die «überwältigende» Mehrheit der Verbände für die Aufstockung – und dann auch direkt auf 48 Teilnehmer. Die Opposition führt der Deutsche Fussball-Bund an, der dafür ist, «dass am bewährten Modus mit 32 Teilnehmernationen festgehalten werden sollte». DFB-Präsident Reinhard Grindel sieht bei allen diskutierten Modellen «erhebliche» Schwächen. Auch die Superreichen aus den europäischen Top-Klubs sind dagegen, vor allem, weil sie eine Mehrbelastung für ihre Profis fürchten.

DFB-Präsident Reinhard Grindel – hier mit dem ehemaligen Fussballer Cacau – will beim 32er-Modus bleiben. Bild: EPA/DPA

Droht der grosse Krach, wenn die Mega-WM kommt?

Den hatte zumindest Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fussball Liga, im Dezember prophezeit. Mit Machtkampf wurde aber schon oft gedroht, unter anderem vor der FIFA-Entscheidung, die WM 2022 in Katar im Dezember auszutragen. Die Winter-WM wurde trotzdem abgesegnet, es folgten Einigungen bezüglich der millionenschweren Kompensationszahlungen an die Klubs – und die Kritik verstummte zumindest von dieser Seite grösstenteils.

Wie wird abgestimmt?

Die Entscheidung trifft das Council, das derzeit aus 33 Mitgliedern besteht, in Eigenregie. Nötig ist die einfache Mehrheit, also mindestens 17 Stimmen. Das heisst: Selbst wenn die derzeit acht Vertreter der Europäischen Fussball-Union eine gemeinsame Position hätten, bräuchte der Europa-Dachverband mehrere Verbündete, um die Mega-WM zu verhindern.

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  • 11%40 Teams, Variante 8x5
  • 3%40 Teams, Variante 10x4
  • 5%48 Teams, Variante Playoff
  • 6%48 Teams, Variante 16x3
  • 64%Weiterhin 32 Teams
  • 11%Bitte wieder kleiner. 24 oder 16 Teams sind genug.

Ein deutscher Vertreter sitzt nach der Ethiksperre und dem Rücktritt von Ex-DFB-Chef Wolfgang Niersbach nicht am Tisch, Grindel rückt erst im Frühjahr nach. Die Kritiker hoffen, dass in Zürich einfach noch nicht abgestimmt wird – weil keine Mehrheit für eines der Modelle zustande kommt oder eine Verschiebung der Abstimmung per Mehrheit beschlossen wird.

Die grössten WM-Sensationen

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • scotchandsoda 10.01.2017 10:35
    Highlight Geht ja nur darum noch mehr Spiel zu vertickern und noch mehr Geld zu scheffeln... nein zu einer Aufstockung.
    3 0 Melden
  • Judge Dredd 10.01.2017 09:29
    Highlight Mehr als 32 Teams ist nicht wünschenswert und zwar einzig un alleine weil es sonst viel zu viele Spiele gibt.

    Besser man belässt es beim Bewährten als etwas mit dem Modus zu basteln
    9 1 Melden
  • SVARTGARD 10.01.2017 09:15
    Highlight .
    8 0 Melden
  • Nosgar 10.01.2017 09:01
    Highlight Ich bin für 211 Teilnehmer mit 69 Gruppen mit 3 Teams und eine Gruppe mit 4 Teams. Jeweils der Gruppenerste kommt weiter. Somit sind noch 70 Teams übrig. Es gibt dann 15 Gruppen mit je 4 Teams und 2 Gruppen mit 5 Teams. Die beiden Gruppenersten kommen weiter. Sind dann noch 34 Teams. Die spielen ein Playoff (jeweils ein Gruppenerster gegen einen Gruppenzweiten). Übrig bleiben so 17 Teams. Die beiden Siegerteams mit dem schlechtesten Fifa-Koeffizienten spielen dann gegeneinander um den letzten Platz im Achtelfinale. Mit diesen 16 Teams geht's dann wie üblich weiter.
    35 2 Melden
  • N. Y. P. 10.01.2017 08:53
    Highlight Die jetzige WM ist ein Blockbuster. Wieso etwas ändern, was einwandfrei funktioniert. Mit Milliarden von Zuschauern. Ohne Verwässerung von zuvielen Mannschaften.

    Und nachdem wir den unsäglichen Sepp los sind, der die Tore vergrössern und den Ball viereckig machen wollte, um in die Geschichte einzugehen..

    .. folgt also der Gianni, der die WM bis zur Unkenntlichkeit aufblasen will, um auch wie der rührende Sepp in die Fussballgeschichte eingehen will.

    P. S. De Geldregen an Verbände und das Aufblasen der WM dient natürlich auch dem Zweck der Wiederwahl vom Gianni.
    9 2 Melden
    • JonathanFrakes 10.01.2017 10:12
      Highlight Ein Schande, dass die beiden Herren Schweizer sind!
      5 0 Melden
    • N. Y. P. 10.01.2017 11:02
      Highlight Bis am Abend habe ich mich wieder beruhigt. Dieses eloquente Getue von diesem Infantino geht mir auch ziemlich gegen den Strich. Ja, eine Schande, dass er Schweizer ist.
      Huuuusaaaah..
      4 0 Melden
  • boeserkeinohrhase 10.01.2017 08:46
    Highlight Der Fussball die wir einmal kannten wird es nicht mehr geben. Entweder es gibt neue Auflagen wegen den überrissenen Transfersummen, oder es das Kartenhaus wird in sich zusammenbrechen. Zeit sich dem Rugby zu widmen, cheers.
    14 11 Melden
  • Amboss 10.01.2017 08:42
    Highlight Ziemlich doofe Situation.
    Einerseits ist der Modus so wie er ist perfekt. Andererseits sind 32 Teams schlichtwegs zu wenig, gerade auch weil 2/3 davon immer die gleichen sind.

    Wieso nicht eine Art Spenglercup-Modus?
    Dreiergruppe, Gruppenerster kommt weiter, der zweite und dritte spielen danach den zweiten Sechzehntelfinal-Qualifikant aus.
    Absprachen wären so zwar möglich, aber nicht wirklich relevant. Und man müsste nicht so Quatsch machen wie Penaltyschiessen nach 90min.

    Ich weiss, ist auch nicht das gelbe vom Ei, aber einen wirklich guten Modus gibt es nicht bei 40 oder 48 Teams.
    4 19 Melden
    • zsalizäme 10.01.2017 09:03
      Highlight Der Sinn einer Weltmeisterschaft ist doch, dass dort die besten Teams gegeneinander spielen. Insofern verstehe ich nicht, weshalb es ein Problem ist dass 2/3 der Teams immer die gleichen sind.
      16 1 Melden
    • Amboss 10.01.2017 09:42
      Highlight Weil 190 Verbände etwa zehn Endrundenplätze erreichbar sind.

      Und auch wenn man die hundert kleinsten Verbände wegrechnet, also Verbände, die wirklich chancenlos sind (wie Gibraltar, San Marino oder diese x Karibik- und Südseeinseln):

      Für etwa 90 Verbände, die echt Fussball spielen können, wo Fussball auch intressiert, stehen vielleicht zehn Plätze zur Verfügung. Das ist einfach zu wenig.
      0 0 Melden

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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