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Serey Die zeigt's an: In der Europa League gäbe es praktisch nichts mehr zu holen. Bild: KEYSTONE

Nach dem Coup der Blick nach vorn: Regnet es Geld und hilft Basel YB und sich selbst?

Basel steht dank dem sensationellen 1:0 gegen Manchester United an der Schwelle zum Champions-League-Achtelfinal. Diesen zu erreichen wäre nicht nur finanziell für den Klub hochinteressant, sondern auch für den Schweizer Fussball sportlich bitter nötig.

23.11.17, 16:11 04.12.17, 17:31


Bevor wir auf die Wichtigkeit des Basel-Siegs in finanzieller und sportlicher Hinsicht kommen, hier noch drei Fakten, auf die der FCB mächtig stolz sein darf:

Ausser einem netten Lächeln des Basel-Trainers gibt es gegen den FCB für den José Mourinho praktisch nie was zu holen. Bild: KEYSTONE

Zurück von den englischen und Mourinho'schen Statistiken zum FC Basel. Das Erreichen des Achtelfinals in der Königsklasse wäre aus mehreren Perspektiven lukrativ. Aber der Reihe nach.

Die Ausgangslage

bild: srf

Das europäische Überwintern ist gesichert. Für die CL-Achtelfinals reicht es, wenn ...

In der letzten Runde gleich viele Punkte wie ZSKA holen – und die Achtelfinal-Qualifikation ist praktisch sicher. Bild: KEYSTONE

Das Finanzielle

Die Champions League ist bekanntlich finanziell deutlich attraktiver als die Europa League. Klar wäre sportlich im kleineren Wettbewerb wohl mehr möglich. Aber nur schon die Prämie für die CL-Achtelfinals ist ohne ein absolutes Topresultat praktisch nicht einzuspielen im «Cup der Verlierer» (Franz Beckenbauer).

Champions League:

Europa League:

Der Unterschied einfach erklärt.

Vorher: Champions League, nachher: Europa League. bild: Shutterstock

Der UEFA-Koeffizient

Basel spielt ja immer auch für die Schweiz. Die Punkte der Klubkoeffizienten werden hierfür durch die Anzahl teilnehmende Vereine des entsprechenden Verbandes dividiert (in der Schweiz 5 – Basel, YB, Lugano, Sion, Luzern). Aktuell liegt die Schweiz nur noch auf Rang 15 (letzte Saison 12). 

Weil von den fünf gestarteten Schweizer Teams nur Basel bislang europäisch überzeugen konnte, stehen die SFL-Teams genau an der Schwelle von zwei CL-Qualifikationsplätzen (Ränge 11 bis 15) und nur einem (Ränge 16 bis 51). Dass der Schweizer Meister sich direkt für die Gruppenphase der Königsklasse qualifiziert, ist derzeit utopisch.

So werden die europäischen Plätze für die Saison 2018/19 verteilt. bild: wikipedia

In der laufenden Europacup-Kampagne gibt es weiterhin (egal ob CL oder EL) für einen Sieg zwei Punkte und ein Remis einen Punkt pro Team. Einen Unterschied zwischen den beiden Wettbewerben gibt es aber doch:

Für die Schweiz sind in dieser Saison auch noch YB und Lugano auf UEFA-Punktejagd. Aber auf die beiden wollen wir uns aufgrund der ersten vier Spieltage mal eher nicht verlassen ... Bild: KEYSTONE

Erschwerend kommt für die Schweiz hinzu, dass im nächsten Jahr die Saison 2013/14 im Fünfjahresranking weg fällt. Dort holten die Klubs der SFL mit 7,200 Punkten so viel wie seither nicht mehr. Es droht das Abrutschen auf Rang 16. Diese Gefahr wäre mit dem Erreichen der CL-Achtelfinals aber praktisch gebannt.

Damit würde sich der FCB aktuell selbst einen Gefallen machen. Für die Saison 2018/19 hat die Schweiz noch zwei Plätze in der CL-Qualifikation. Aber ab 2019 könnte es je nach UEFA-Koeffizient nur noch für ein Team reichen. Und das Basel den nationalen Titel für die nächsten Jahre nicht abonniert hat, zeigt die laufende Saison.

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Video: watson

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • satyros 23.11.2017 18:40
    Highlight Warum genau ein besserer Länderkoeffizient YB helfen soll, verstehe ich nicht ganz. Der Meister spielt CL-Quali, der Zweite je nach je CL- oder EL-Quali. Aber in die CL wird man als Zweiter der Schweiz eh nie mehr kommen, da viel weniger Plätze auf diesem Weg zu vergeben sind. Es spielt also für die Topmannschaften eine eher untergeordnete Rolle, auf welchem Platz die Schweiz in diesem Länderranking steht. Wichtig ist das für Clubs wie Luzern oder Sitten, die dann als Meisterschaftsfünfter in die EL-Quali nachrücken können. Die hätten allerdings auch selber am Koeffizienten arbeiten können.
    10 11 Melden
  • Entenmann 23.11.2017 18:20
    Highlight Mehr Geld für Basel ist nicht gut für den Schweizer Fussball. Koeffizient hin oder her. Und wahrscheinlich wird Basel auch diese Saison wieder Meister, einfach mit einem etwas kleineren Vorsprung. Ab nächster Saison ist dann wieder mit 20 Punkten zu rechnen:-(
    22 28 Melden
  • AJACIED 23.11.2017 17:57
    Highlight Ja ist ja gut wir wissen langsam das es im Uefa Cup weniger zu verdienen gibt!
    Aber das es ab den 1/16 Finals ganz gute Partien gibt kein Kommentar.
    25 5 Melden
    • maxi 23.11.2017 19:09
      Highlight es gibt auch in den gruppenspiele hübsche begegnungen...sportlich villeicht nicht absolute feinkost aber von der atmosphäre her tausendmal geiler als die sterilen cl partien
      18 4 Melden
    • Schnurri 24.11.2017 07:02
      Highlight nur man müsste man diese erreichen und leider hat yb das veryoungboysen nicht verlernt
      3 6 Melden
    • AJACIED 25.11.2017 14:28
      Highlight Tja wenn viele das Gefühl haben Partizan und Dynamo seien nicht besser als YB. Sehr arrogant von gewisse Leuten.
      2 0 Melden
  • egemek 23.11.2017 17:16
    Highlight Wenn Basel gewinnt, sind sie weiter. Egal wie hoch Moskau gegen ManU gewinnt, einer der beiden wird immer ein schlechteres Torverhältnis als Basel (mind. +4) haben.

    Aber sehr wahrscheinlich reicht bereits eine knappe Niederlage, da ManU den Gruppensieg will.
    23 9 Melden
    • egemek 23.11.2017 17:26
      Highlight Sollte mind. +5 sein... 😎
      1 4 Melden
    • satyros 23.11.2017 17:52
      Highlight Bei Punktgleichheit zählt zuerst die direkte Begegnung. Gewinnen Basel und Moskau die nächsten Spiele, haben Manchester, Basel und Moskau je 12 Punkte (davon je 6 aus den direkten Begegnungen). Basel hat eine Goaldifferenz aus den Direktbegegnungen von -1, Manchster bisher +5 und Moskau -4. Gewinnt also Moskau in Manchster 4:0, ist Basel draussen. Egal, wie hoch sie Benfica schlagen.
      20 7 Melden
    • egemek 23.11.2017 18:59
      Highlight Danke fürs Aufklären 👍
      3 1 Melden
  • espe 23.11.2017 16:50
    Highlight Was man zum UEFA-Koeffizient bzw. den Rängen 10 und 11 noch sagen kann: Der CL-Sieger wird sich vermutlich auch über die Liga qualifizieren. Dann sollte das Land auf Rang 11 diesen Fixplatz erben. Bei weiteren guten Ergebnissen wäre ein Sprung auf diesen Rang für die Schweiz noch möglich.
    Darum: Hopp YB und hopp Lugano!
    52 3 Melden
    • azoui 24.11.2017 08:50
      Highlight Die Sache mit YB hat sich, seit gestern Abend erledigt, ....wieder einmal.
      1 2 Melden

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