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Die Nati bejubelt den Führungstreffer von Xhaka. Bild: KEYSTONE

«Auf bestem Weg in Richtung Russland»: Die Schweiz löst die Pflichtaufgabe Färöer mühelos

Die Schweiz gewinnt gegen die Färöer-Inseln dank Toren von Xhaka und Shaqiri problemlos mit 2:0 und fährt im sechsten Spiel der WM-Qualifikation den sechsten Sieg ein.

09.06.17, 22:58 10.06.17, 17:20

Mit Debütant Manuel Akanji ist die Schweiz zwar von Beginn die spielbestimmende Mannschaft, tut sich jedoch gegen die kompakten Färinger schwer, zu Chancen zu kommen. Nach einem frühen Aufreger durch einen Shaqiri-Freistoss prüfen die Schweizer den Färöer-Keeper Gunnar Nielsen einige Male aus der Distanz, wissen jedoch ansonsten mit dem vielen Ballbesitz wenig anzufangen. 

Shaqiris Freistoss schrammt nur knapp am Pfosten vorbei. Video: streamable

In der 25. Minute setzt sich Shaqiri auf der rechten Seite durch und lanciert Admir Mehmedi, der aber aus guter Position nicht genügend Druck hinter den Abschluss bringt.

Wir sind auf bestem Weg in Richtung Russland.

Xherdan Shaqiri

Mehmedi zieht ab, doch Nielsen steht sicher. Video: streamable

Nach einer halben Stunde schrammt Manuel Akanji bei seinem Debüt nur knapp am ersten Länderspieltreffer vorbei. Nach einem Freistoss von Shaqiri köpfelt der junge Verteidiger das Leder auf die Querlatte.

Akanjis Kopfball landet auf der Querlatte. Video: streamable

Die Schweiz nähert sich dem erlösenden Führungstreffer schrittweise an – und darf in der 36. Minute endlich jubeln. Granit Xhaka verschafft sich wunderbar Raum, und trifft mit einem platzierten Schuss in die rechte untere Ecke.

Wir haben sechs kleine Schritte gemacht, jetzt gibt es noch vier.

Vladimir Petkovic

Der Führungstreffer von Xhaka. Video: streamable

Die Färinger haben der Schweiz auch in der zweiten Hälfte nichts entgegenzusetzen – Yann Sommer erlebt im Schweizer Tor einen geruhsamen Abend.

Nach gut einer Stunde entwischt Shaqiri der Hintermannschaft der Färöer und erwischt Torhüter Nielsen zwischen den Beinen.

Shaqiri erzielt den zweiten Treffer. Video: streamable

Das 2:0 von Shaqiri ist der letzte grosse Aufreger einer unterhaltsamen Partie. Die Schweiz gewinnt auch das sechste WM-Quali-Spiel und führt die Tabelle weiterhin an. 

Die Konstanz ist eine der wichtigsten Merkmale der Schweizer Equipe. Sie fällt seit geraumer Zeit kaum mehr unter ein gewisses Level. Die Brillanz oder die letzte Konsequenz in der Offensive ist ihr unter Umständen in ein paar Situationen abzusprechen, aber die Zuverlässigkeit, die Bereitschaft, auch abseits des internationalen Scheinwerferlichts akkurat und fokussiert aufzutreten, ist der in dieser Beziehung ausgesprochen reifen Mannschaft hoch anzurechnen.

Die Tabelle

Das Telegramm

Färöer – Schweiz 0:2 (0:1). – 
Torsvöllur, Torshavn. - 4800 Zuschauer (ausverkauft). – SR Mazzoleni (ITA). – 
Tore: 36. Xhaka (Dzemaili) 0:1. 59. Shaqiri (Dzemaili) 0:2.
Färöer: Nielsen; Naes, Gregersen, Johan Davidsen (71. Färö), Viljormur Davidsen; Vatnhamar, Benjaminsen, Hansson (66. Lökin), Olsen (61. Joensen); Sörensen, Justinussen.
Schweiz: Sommer; Lichtsteiner, Akanji, Djourou, Moubandje; Behrami, Xhaka; Shaqiri, Dzemaili (85. Freuler), Mehmedi (62. Zuber); Seferovic (78. Derdiyok).
Bemerkungen: Schweiz ohne Schär (gesperrt) sowie Rodriguez, Elvedi, Lacroix und Drmic (alle verletzt). Debüt im Nationalteam von Akanji. 31. Kopfball von Akanji an die Latte. Verwarnungen: 40. Benjaminsen (Foul). (sda)

(jsc/sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Hayek1902 10.06.2017 02:02
    Highlight Solides spiel, aber mehmedi hat in der startelf nichts mehr zu suchen bis er wieder weiss, wie man fussball spielt auf internationalem niveau.
    33 2 Melden
    • Amboss 10.06.2017 11:27
      Highlight Klar steht er neben den Schuhen momentan. Aber immerhin das 1:0 eingeleitet. Ist doch was.

      Man sieht einfach, dass Petkovic ein guter Psychologe ist. Jetzt, nach einer schweren Saison, gegen einen Gegner wie die Färöer dem Mehmedi (der riesige Verdiensten für die Nati hat) noch den Stammplatz entziehen... Neee, das muss nicht sein. Das hat er nicht verdient.

      Aber es ist klar. Es muss was gehen bei ihm im Sommer. Er muss besser werden, sonst Stammplatz ade.

      Bei Mehmedi denk ich immer: Ach wäre der doch in Freiburg geblieben. Das hat gepasst
      10 0 Melden
    • Earl J. Hickey 10.06.2017 11:56
      Highlight @Amboss
      Kannst du mir die riesigen Verdienste von Mehmedi mal näher erklären, kann mich daran nicht erinnern. Ich weiss von Mehmedi nur, dass er seit Jahren Stammspieler ist und er mich seit Jahren enttäuscht. Gefühlte 100 Länderspiele und knapp 2 Tore.
      3 3 Melden
    • Amboss 12.06.2017 13:54
      Highlight @Earl: Naja. Halb so viele Länderspiele aber 3.5 Mal mehr Tore.

      Musst nur mal schauen, was für Tore er geschossen hat. WM 2014 gegen Equador, EM 2016 gegen Rumänien. Unter anderem sein Tor gegen Portugal leitete die aktuelle äusserst erfolgreiche WM-Quali ein. Wichtiges Tor gegen Andorra.

      Klar, Mehmedi ist kein Xhaka oder kein Behrami. Weniger ein Leader oder Antreiber. Aber einer der, wenn er in Form ist, ganz gute Leistungen bringt und ins System passt.

      Nicht soo viele Spieler schaffen es auf 50 Länderspiele. Er hat also durchaus seine Verdienste

      1 0 Melden
  • Fabio74 10.06.2017 00:38
    Highlight Es braucht einfach noch Punkte gegen Portugal am Schluss
    21 3 Melden
    • Luca Brasi 10.06.2017 10:05
      Highlight Oder zumindest einen. ;)
      8 1 Melden
  • Pana 09.06.2017 23:12
    Highlight "die Zuverlässigkeit, die Bereitschaft, auch abseits des internationalen Scheinwerferlichts akkurat und fokussiert aufzutreten, ist der in dieser Beziehung ausgesprochen reifen Mannschaft hoch anzurechnen."

    Würde mal sagen das ist die Handschrift des Trainers. Gefällt mir gut, wie sich die Mannschaft unter Petkovic entwickelt hat.
    52 0 Melden

Wer auch immer gegen Seferovic gepfiffen hat – schaut in dieses Gesicht und schämt euch!

Es läuft die Schlussphase im Basler St.Jakob-Park, Nordirland rennt – je länger das Spiel läuft – immer mehr an. Die Schweiz wird in die Defensive zurückgedrängt, zittert sich regelrecht an die WM. In der Nachspielzeit sollte Rodriguez gar auf der Linie klären müssen.

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