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ZUM SDA-TEXT UEBER DEN TRAINER DER FRANZOESISCHEN NATIONALMANNSCHAFT DIDIER DESCHAMPS AN DER FUSSBALL UEFA EURO 2016 IN FRANKREICH STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - epa05302502 France national soccer team head coach Didier Deschamps gives a press conference at the French TV channel TF1 headquarters in Boulogne-Billancourt, near Paris, France, 12 May 2016. Deschamps announced the France squad for the upcoming UEFA EURO 2016 soccer championship in France.  (KEYSTONE/EPA/YOAN VALAT)

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps braucht sich nicht zu verstecken. Sein Team hat genügend Qualität, um die EM im Heimatland siegreich zu gestalten. Bild: EPA

Frankreichs Neuanfang mit viel Qualität – von Zidanes Erben wird der Heim-Triumph erwartet

Frankreich startet mit grossen Hoffnungen und viel offensivem Potenzial in sein Heimturnier. Die EM soll nach schwierigen Jahren der Beginn einer neuen Ära sein.



Bald jährt sich der Kopfstoss von Zinédine Zidane im WM-Final von 2006 zum zehnten Mal. Die Tätlichkeit des einstigen Spielmachers in Berlin markierte für das französische Nationalteam nicht nur das Ende eines erfolgreichen Ära, sondern auch der Beginn einer Leidenszeit, die sich nicht auf das Sportliche beschränkte. Zidanes Nachfolger waren neben dem Platz unterhaltsamer als auf dem Feld. Sie streikten, intrigierten, stritten und beschimpften sich.

A photo taken 09 July 2006 shows French midfielder Zinedine Zidane (L) gesturing after head-butting Italian defender Marco Materazzi during the World Cup 2006 final football match between Italy and France at Berlin?s Olympic Stadium.  AFP PHOTO  JOHN MACDOUGALL (Photo credit should read JOHN MACDOUGALL/AFP/Getty Images)

Marco Materazzi sinkt nach dem Kopfstoss von Frankreichs Ikone Zinédine Zidane im WM-Final 2006 zusammen.
Bild: AFP

In Frankreich kosteten die permanenten Skandale und Skandälchen der «Equipe tricolore» viel Sympathien. Der Ruf nach einem Neuanfang wurde immer lauter. Nationalcoach Didier Deschamps hat ihn vollzogen. Nur noch sechs Feldspieler, die die EM 2012 bestritten haben, stehen auch im diesjährigen EM-Kader. Zu den Abwesenden im 23-Mann-Aufgebot für das Heimturnier gehören mit Karim Benzema, Franck Ribéry, Samir Nasri und Mathieu Valbuena vier der bekanntesten französischen Spieler.

Benzema wurde die Verwicklung in den Erpressungsfall um ein Video, das Valbuena beim Sex zeigt, zum Verhängnis, Nasri spielt seit seinem x-ten Fehlverhalten bei einem Zusammenzug der Nationalmannschaft keine Rolle mehr, Valbuena erhielt wegen anhaltendem Formtief kein Aufgebot, und Ribérys scheue Anfrage für ein Comeback nach dem Rücktritt 2014 wies Deschamps ziemlich schnöde zurück. «An Ribéry habe ich nie gedacht. Seit er zurückgetreten ist, habe ich anderen Spielern vertraut, die mir dieses Vertrauen zurückgezahlt haben.»

ZUM SDA-TEXT UEBER DEN TRAINER DER FRANZOESISCHEN NATIONALMANNSCHAFT DIDIER DESCHAMPS AN DER FUSSBALL UEFA EURO 2016 IN FRANKREICH STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - France's forward Franck Ribery,  left and head coach Didier Deschamps pose for the team picture at the French national football team's training base, in Clairefontaine, outside Paris, Friday, June 6, 2014 as part of France's national football team's preparation for the upcoming FIFA 2014 World Cup in Brazil. (KEYSTONE/AP Photo/Francois Mori)

Haben sich auseinandergelebt: Franck Ribéry und Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps.
Bild: AP

epa05063655 (FILE) File picture dated 30 June 2014 of French players Mathieu Valbuena (L) and Karim Benzema prior to the FIFA World Cup 2014 round of 16 match between France and Nigeria at the Estadio Nacional in Brasilia, Brazil. The French soccer federation announced 10 December 2015 that is suspending Karim Benzema from the national soccer team over a sex tape blackmail case involving team-mate Mathieu Valbuena. 

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/JORGE ZAPATA   EDITORIAL USE ONLY

An der EM ebenfalls nicht dabei: Mathieu Valbuena und Karim Benzema.
Bild: EPA/EFE FILE

Die Zeit der Einzelkämpfer soll vorbei sein. Vor allem Ribéry personifizierte mit seinem Hang, alles an sich reissen zu wollen und innerhalb der Gruppe öfter für Missstimmung als für Zusammenhalt zu sorgen, die Probleme der letzten Jahre. Bei einer Umfrage der Sportzeitung «L'Equipe» sprachen sich im letzten März über zwei Drittel gegen eine Rückkehr des Mittelfeldspielers von Bayern München in den Kreis der Internationalen aus.

«Grizou» und die drei Helfer

Dass der erfolgsorientierte Deschamps so konsequent auf fehlbare potenzielle Leistungsträger verzichtet, hat einen Hauptgrund: Er besitzt Alternativen. In der Offensive war das Angebot an Spielern derart gross, dass der «Sélectionneur» sogar unter anderen Kévin Gameiro nicht berücksichtigte, den besten Torschützen von Europa-League-Sieger FC Sevilla. Er setzt mit André-Pierre Gignac und Olivier Giroud auf zwei körperlich stärkere Mittelstürmer. Und für die offensiven Aussenposten im 4-3-3-System stehen Antoine Griezmann, Dimitri Payet, Anthony Martial und Kingsley Coman zur Verfügung.

France's national soccer team player Antoine Griezmann arrives to attend a news conference at the team training centre of Clairefontaine, near Paris, France, March 22, 2016. REUTERS/Gonzalo Fuentes

Auf Antoine Griezmann lasten die französischen Hoffnungen.
Bild: GONZALO FUENTES/REUTERS

Auf Griezmann liegt der grösste Druck. Das erkennt man schon an seinem Übernamen: «Grizou» in Anlehnung an «Zizou». Wie von Zidane wird von Griezmann das Unerwartete erwartet. Der 25-Jährige, der schon seit über zehn Jahren in Spanien Fussball spielt, hat sich zur Identifikationsfigur der neuen «Bleus» gemausert. Nicht zufällig ist er einer, der gelernt hat, sich zurückzustellen, wenn es der Mannschaft hilft. Im beeindruckenden Defensivverbund von Atlético Madrid muss auch er seine Rolle ausfüllen. Seiner Torgefährlichkeit haben die Anforderungen von Trainer Diego Simeone nicht geschadet. Er hat in dieser Saison 32 Treffer erzielt.

Das Prunkstück von Deschamps' bevorzugtem System bildet das Mittelfeld mit drei Spielern, die sowohl offensive als auch defensive Qualitäten haben, sogenannte «Box-to-Box-Player», die je nachdem hinten aushelfen oder vorne mitmischen. Paul Pogba und Blaise Matuidi sind gesetzt, den dritten Posten wird nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Lassana Diarra entweder Yohan Cabaye oder N'Golo Kanté, der interessante Senkrechtstarter vom englischen Meister Leicester, einnehmen.

Viel Begeisterung, wenig Erfahrung

Kanté, der noch nicht fünf Länderspiele bestritten hat, steht aber auch stellvertretend für den Mangel an Erfahrung im Kader der Franzosen. Nur gerade drei Spieler standen mehr als 50 Mal für die «Equipe tricolore» im Einsatz. Vor allem in der Innenverteidigung, die ohnehin und ganz speziell nach dem Forfait von Abwehrchef Raphaël Varane als Schwachpunkt angesehen wird, kann die fehlende Routine entscheidend sein. Der Druck, der auf den französischen Internationalen vor ihrem Heimturnier lastet, ist beträchtlich. Erwartet wird, dass sie Frankreich nach der EM 1984 und der WM 1998 zu einem weiteren Heimsieg führen.

Football Soccer - France v Russia - International Friendly - Stade de France stadium, Saint-Denis, France - 29/03/16. France's N'Golo Kante kicks to score a goal. REUTERS/Benoit Tessier

N'Golo Kanté zieht im Testspiel gegen Russland ab und erzielt sein bisher einziges Tor im Nationaldress.
Bild: BENOIT TESSIER/REUTERS

Immerhin hat die offensiv ausgerichtete Mannschaft die Sympathien der Fans. Beim ersten Trainingslager im baskischen Biarritz verfolgten an vier Tagen über 30'000 Zuschauer die öffentlichen Trainings, und die letzten beiden Testpartien vor dem Turnier waren schon Wochen vorher ausverkauft. (drd/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ratchet 06.06.2016 22:26
    Highlight Highlight Ihr grösster Gegner ist seit Jahren schon die eigene Presse/Politik.
    Man macht aus Kleinigkeiten einen riesen Skandal, wo sich sogar die Politik reinmischt.
    Vor allem nordafrikanischen/muslimischen Spieler wird nichts verziehen, da hat Cantona einfach Recht.
    Einem Top-in-Form Ben Arfa zieht man einem mexikanischen Ligapsieler vor. Der einstige Liebling Ribery, ist seitdem er Muslim geworden ist, plötzlich unbeliebt und Benzema konnte man nach mehreren Versuche schliesslich auch noch stürzen.
    Ist leider so. Mit Griezmann haben sie ihren weissen französischen Star gefunden und wohl auch Ruhe.
    • Jol Bear 06.06.2016 23:35
      Highlight Highlight Ich glaube, Deschamps hat eine ausreichend grosse Aswahl an erstklassigen Spielern und will möglichen Unruhen vorbeugen, welche mit Spielern, die in Gerichtsverfahren involviert sind (Benzema), selber zurück- und wieder eintreten wolle (Ribéry), Selbstbezogenheit zelebrieren (Nasri) nicht ausgeschlossen sind. Die unrühmliche Vergangenheit liegt nicht weit zurück. Mit Hautfarbe, Religion oder Rasse hat das (unschwer erkennbar) nichts zu tun.
    • Ratchet 07.06.2016 10:57
      Highlight Highlight Meine Kritik ist ja vor allem an Frankreichs Presse/Politik gerichtet. Es besteht irgendwie einen öffentlichen Drang danach, Spieler ausländischer Herkunft zu zertören.
      Nasri und Ribery wurden ständig von der Presse provoziert und kritisiert, bis der eine freiwillig zurücktrat und der andere für Beleidigung eines Journalisten gesperrt wurde? Benzema ist heute genau so unschuldig wie ein Messi, der Verband aber bestraft ihn?
      Währenddessen wird aber ein Platini bis zur letzten Sekunde unterstützt?
      Das einzige, was ich Deschamps vorwerfe, ist, dass er sich von den Medien beeinflussen liess.
  • zettie94 06.06.2016 20:28
    Highlight Highlight Gignac musste ich jetzt erst googlen, spielt in Mexiko - interessant, dass er Gameiro vorgezogen wurde.
    • will.e.wonka 06.06.2016 21:58
      Highlight Highlight trotzdem sackstark
  • dave1771 06.06.2016 19:07
    Highlight Highlight Mit Koscielny hat man aber einen sehr erfahrenen Innenverteidiger!
  • Thanatos 06.06.2016 18:13
    Highlight Highlight Allez les bleus 😄😄😄

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