Sport

Klare Worte: Die Fans wollen Wenger nicht mehr. Bild: John Sibley/REUTERS

Arsenal-Fans protestieren: «Arsène Wenger, du zerstörst unseren Klub!»

Nach der zweiten 1:5-Niederlage Arsenals gegen die Bayern im Achtelfinal der Champions League weht Arsène Wenger ein rauher Wind entgegen. Bereits vor der Pleite forderten Arsenal-Fans bei einem Protest seinen Abgang – nach über 20 Dienstjahren.

08.03.17, 11:49 08.03.17, 14:29
Adrian Bürgler
Adrian Bürgler

Arsène Wenger sieht sich derzeit heftiger Kritik ausgesetzt. Der Trainer von Arsenal hat sich nicht nur aus dem Titelrennen in der Premier League verabschiedet, sondern auch das Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals gegen Bayern München mit 1:5 verloren. 

Wenger steht seit über 20 Jahren bei Arsenal an der Seitenlinie. Mit den Gunners holte er drei Meistertitel und gewann sechs Mal den FA Cup. Es ist in seiner langen Karriere bestimmt nicht das erste Mal, dass seine Position in Frage gestellt wird. Und dennoch scheint es, als hätte er bei den Medien und vor allem bei den Fans nun seinen Kredit verspielt.

Wengers Zukunft ist noch ungewiss. Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE

Die «Daily Mail» schreibt: «Arsenal ist eine Gruppe von Fussballern, die physisch und mental nicht bereit sind für eine Aufgabe auf diesem Niveau. Und Wenger muss sich fragen, wie er das zulassen konnte». Auf fast allen Newsportalen findet man Umfragen bezüglich Wengers Zukunft bei den Gunners, und in den meisten sieht es nicht gut aus für den «ewigen» Arsenal-Trainer.

Umfrage

Soll Arsène Wenger Trainer von Arsenal bleiben?

  • Abstimmen

926 Votes zu: Soll Arsène Wenger Trainer von Arsenal bleiben?

  • 15%Nein, er muss sofort gehen.
  • 51%Nein, er muss Ende Saison gehen.
  • 16%Ja, er soll seinen Vertrag verlängern.
  • 18%Ich will nur das Resultat sehen.

Einige Fans hatten ihre Meinung bereits vor dem Spiel gemacht. Rund 200 Anhänger protestierten vor dem Emirates-Stadion und forderten den Rücktritt ihres Trainers. Sie beschuldigten ihn, dass er den Klub zerstöre. Nach dem Spiel gab es offenbar keine Proteste mehr, aber ein Teil der Arsenal-Fans verliess das Stadion schon vor dem Schlusspfiff.

Fanprotest gegen Arsène Wenger

Video: YouTube/Guardian Football

Der frühere Manchester-United-Verteidiger Rio Ferdinand hält nichts von diesen Protesten. Er verweist darauf, dass Wenger die Gunners jedes Jahr in die Champions League führt. Ian Wright, der zwischen 1991 und 1998 für Arsenal 195 Tore erzielte, sieht den Fehler bei der Klubführung. Seiner Meinung nach sind die Proteste erst aufgrund des Umgangs der Vereinsführung mit Wenger entstanden.

Lacht Alexis Sanchez sein Team aus?

Video: streamable

Und die Spieler? Nun, Aussagen zu Wengers Zukunft gibt es nicht. Aber wenigstens Alexis Sanchez und Petr Cech schienen nach die Niederlage nicht gerade am Boden zerstört zu sein. Cech, der bei der Niederlage gegen die Bayern auf der Bank sass, wirkte beim Handshake mit Manuel Neuer ziemlich gelöst. Und Alexis Sanchez konnte sich das Lachen nach dem 1:5 durch Vidal kaum verkneifen. 

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • leu84 08.03.2017 13:52
    Highlight Solche Leute sind Modefans
    15 23 Melden
    • Marshawn 08.03.2017 14:16
      Highlight Die Fans die Woche für Woche ihr Geld für den Verein ausgeben nennst du Modefans? Wenn sie etwas nicht sind dann das. Respektlos? Vielleicht. Idioten? Vielleicht zum Teil. Modefans? Nein.
      27 1 Melden
    • leu84 08.03.2017 15:21
      Highlight Nein, es sind die gleichen Typen wie bei United. Die sind nur Fan solange der Erfolg da ist. Sobald der Verein nicht unter den ersten 3-4 (CL-Plätze) liegt, fordern diese Typen den Kopf. Bei Ferguson war es nicht anders. Echte Fans gehen in guten wie in schlechten Zeiten ins Stadion/Pub und unterstützen den Verein.
      11 11 Melden
    • goonerch 08.03.2017 17:08
      Highlight Leu84, da geht es um viel mehr als nur den mangelnden Erfolg. Der ganze Frust hat sich ueber die Jahre hinweg gesammelt. Das beginnt beim Besitzer der sich nur fuer den finanziellen Erfolg interessiert und praktisch nie im Stadion zu sehen ist, ueber jahrelange leere Versprechungen von CEO, dass wir durch den Wegzug ins Emirates endlich mit den anderen Top Clubs auf aehnlichem finanziellen Level befinden und dass wir somit Konkurrenzfaehig bezueglich Titel sind, bis hin ueber die viel zu hohen Ticketpreise und einem Manager der hinsichtlich Taktik immer nur einen Plan-A hat - egal gegen wen!
      8 0 Melden
    • greeZH 08.03.2017 17:09
      Highlight @leu84: Das hat mit Modefans nichts zu tun. Die haben einen Besitzer (Kroenke) der sich 0 für den Verein interessiert. Solange die immer schön in der CL spielen streicht er den Profit ein. Investiert wird gemessen am Potential mit angezogener Handbremse. Die Ticketpreise sind die teuersten in Europa, laut Wenger bezahle man entsprechend der Qualität auf dem Feld. Wenger ist nur noch ein verwirrter alter Mann und die ständig sich wiederholenden Saisonverläufe machen Arsenal zur Lachnummer in Europa. Die Fans fühlen sich mitlerweile verarscht.
      PS: Der Vergleich mit Ferguson ist ein Witz.
      10 0 Melden
    • Amboss 09.03.2017 10:31
      Highlight @leu: Ich denke, keiner derjenigen, die da protestieren, hätte ein Problem, wenn die Klubführung sagen würde: "Wir bauen ein neues Team auf, gebt uns ein paar Jahre"

      Nur: Arsenal kann das nicht (gleich wie ManUnited ). Die Clubbesitzer wollen Geld verdienen. Und ihr Geschäftsmodell basiert auf den Modefans aus aller Welt, insbesondere Asien. Und ohne Erfolg und CL-Teilnahmen sind diese Modefans und ihr Geld bei anderen, erfolgreicheren Clubs.

      Deshalb wird wie bekloppt eingekauft, deshalb diese Panik. Deshalb das Chaos im Verein, welches sich am Schluss auf den Trainer entlädt.
      2 0 Melden
  • Marshawn 08.03.2017 13:40
    Highlight Es wäre gut für sein Vermächtnis, wenn er verkünden würde, auf Ende Saison den Klub zu verlassen. So könnte ein neuer Trainer verpflichtet werden und er würde den Abschied erhalten, den er zweifellos verdient - womöglich sogar mit einem FA Cup Triumph.

    Vor allem wenn Alexis und Mesut Özil den Klub verlassen sollten, braucht es einen Umbruch und diesen kann man von einem Trainer wie Arséne Wenger nicht mehr erwarten. Zu sehr gleichen sich die Resultate der letzten 10 Jahre. Topspieler wird man nach den ruhmlosen Abgängen
    ebenfalls nicht verpflichten können - ein Neubeginn scheint unumgänglich.
    25 0 Melden
  • dave1771 08.03.2017 12:52
    Highlight ich ls Arsenal Fan musste auch lachen.
    20 1 Melden

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