Sport

Champions League, Gruppenphase 1. Runde

A: Benfica – ZSKA Moskau 1:2
A: Manchester United – Basel 3:0

B: Bayern – Anderlecht 3:0
B: Celtic – PSG 0:5

C: Chelsea – Karabach 6:0
C: AS Rom – Atlético 0:0

D: Barcelona – Juventus 3:0
D: Olympiakos – Sporting 2:3

Jubel im Regen: Romelu Lukaku trifft zum zwischenzeitlichen 2:0 für Manchester United. Bild: EPA/EPA

FCB-Exploit bleibt aus: «Bin keiner, der Niederlagen schönredet, aber ...»

Der FC Basel ist mit einer Niederlage in die Champions League gestartet. Das Team von Raphael Wicky verlor das erste Spiel beim Gruppenfavoriten Manchester United 3:0.

13.09.17, 06:00 13.09.17, 07:39

Der FC Basel ist mit einer Niederlage in seine achte Champions-League-Kampagne gestartet. Der Schweizer Meister blieb auswärts gegen den Gruppenfavoriten Manchester United ohne reelle Chance auf einen Punktgewinn und verlor 0:3.

Marouane Fellaini trifft zum 1:0 für ManUtd. Video: streamable

«Die sind alle einen Kopf grösser als wir!»

Manuel Akanji nach der Partie gegen Manchester United

Manuel Akanji erklärte nach der Partie nüchtern: «Wir sind sehr enttäuscht, doch wir haben einiges gut gemacht, zum Beispiel freie Räume geschaffen. Wir hatten nicht viele Chancen, die hätten wir nutzen müssen. Wenn du gegen Gegner, die alle einen Kopf grösser sind, die Chancen nicht machst, dann kriegst zu irgendwann eine.»

Nach knapp 53 Minuten und dem 2:0 von Romelu Lukaku war klar, dass der FC Basel auch im neunten Europacup-Spiel in Folge das Spielfeld nicht als Sieger verlassen würde. Der belgische Stürmer, im Sommer für knapp 85 Millionen Euro von Everton gekommen, setzte sich nach einer Flanke von Daley Blind im Luftkampf mit Eder Balanta und Marek Suchy mit aller Wucht durch und erzielte per Kopf seinen ersten Treffer in der Königsklasse.

Lukakus 2:0 nach 53 Minuten.  Video: streamable

«Fellaini und Lukaku in der Luft zu verteidigen, ist fast unmöglich.»

FCB-Verteidiger Michael Lang

Auch vor sechs Jahren, als der FCB beim letzten Gastspiel im Old Trafford einen 0:2-Rückstand noch zu drehen vermocht hatte und am Ende ein heroisches 3:3 schaffte, blieb der Schweizer Serienmeister bei seinem dritten Auftritt im «Theatre of Dreams» – 2003 gab es ein 1:1 – ohne Chance auf die Wende. Zwar spielte der FCB in der letzten halben Stunde munter mit, kam durch Mohamed Elyounoussi auch noch zu seiner besten Chance (64.), den Schlusspunkt setzte aber der eingewechselte Marcus Rashford (84.).

Das 3:0 von Marcus Rashford. Video: streamable

Wie das 2:0 war auch der Führungstreffer des Heimteams in der 35. Minute per Kopf gefallen – mit Marouane Fellaini in der Rolle des Torschützen. Der zuletzt angeschlagene Mittelfeldspieler, der nach der Verpflichtung von Nemanja Matic seinen Stammplatz verloren hat, setzte sich nach einer Flanke von Ashley Young durch und traf zum 1:0. Basels Verteidiger Blas Riveros hatte sich dabei von Young zu leicht düpieren und diesen ungestört flanken lassen.

«Bin enttäuscht über das Resultat, aber nicht über die Leistung.»

FCB-Trainer Raphael Wicky

Die Führung war die logische Folge einer dominanten Startphase des Heimteams. Schon nach 70 Sekunden hatte Manuel Akanji in extremis gerettet, als er einen Schuss von Lukaku kurz vor der Linie abblockte. Die nächste erstklassige Gelegenheit für die United bot sich Henrikh Mkhitaryan gut zehn Minuten später. Und in der 22. Minute kam der Armenier einem Treffer noch näher, als er nach Vorlage von Lukaku den Pfosten traf.

«Um gegen eine solche Mannschaft etwas zu holen, hätte es das perfekte Spiel gebraucht.»

FCB-Trainer Raphael Wicky

Manchester trat dominant auf, hatte in der ersten Halbzeit rund 70 Prozent Ballbesitz und erarbeitete sich ein klares Chancenplus. Auch durch den Ausfall von Paul Pogba, der sich nach einer guten Viertelstunde am Oberschenkel verletzte, liess sich das Heimteam nicht von seinem Weg abbringen. Der FCB schaffte es kaum, für Entlastung zu sorgen. Erst unmittelbar vor dem Rückstand kam er erstmals gefährlich vor das Tor, als Luca Zuffi seinen Schuss aus knapp 16 Metern verzog. Fünf Minuten später bot sich Elyounoussi die Chance zur schnellen Reaktion, seinem Kopfball nach einer Freistossflanke von Taulant Xhaka fehlte aber die nötige Wucht.

Taulant Xhaka im Zweikampf mit Paul Pogba. Bild: AP/AP

Auch wenn der FCB wie vor einem Jahr gegen Arsenal bei einem Gastspiel auf der britischen Insel ohne Chance blieb, viel vorwerfen kann sich Raphael Wicky bei seinem Champions-League-Debüt als Trainer nicht. Der FCB hätte einmal mehr über sich hinauswachsen müssen, um – wie oft geschehen in der jüngeren Vergangenheit – einem Riesen aus der Premier League Paroli zu bieten. Die Voraussetzungen dafür waren nach dem mässigen Saisonstart und der Niederlage am letzten Samstag gegen Lausanne-Sport allerdings alles andere als ideal gewesen.

«Ich bin keiner, der Niederlagen schönredet, das habe ich noch nie gemacht. Aber es war eine ansprechende Leistung und ein Schritt in die richtige Richtung.»

FCB-Sportchef Marco Streller

Der FCB enttäuschte nicht und wehrte sich in einem 5-4-1-System nach Kräften, schaffte es aber nicht, das physisch starke und temporeiche Spiel des Starensembles von José Mourinho entscheidend zu stören und den englischen Rekordmeister mit dem einen oder anderen Konter zu überraschen. So trat das Erwartete ein und Manchester United, das allein in den letzten drei Jahren rund 350 Millionen Euro für neue Transfers ausgegeben hatte, kehrte nach 21-monatiger Absenz mit einem Triumph in die Königsklasse zurück.

Im Regen hatte Michael Lang und sein FCB nicht viel zu melden. Bild: KEYSTONE

Will der FC Basel seine europäischen Ziele erreichen, muss er in den Duellen gegen Benfica Lissabon und ZSKA Moskau punkten. In zwei Wochen gastiert der portugiesische Rekordmeister im St.Jakob-Park. Bis dahin gilt es für den FCB sich in Cup und Meisterschaft zu festigen und damit bessere Voraussetzungen für eine neuerliche magische Nacht in der Champions League zu schaffen.

Das Telegramm:

Manchester United - Basel 3:0 (1:0)
SR Buquet (FRA).
Tore: 35. Fellaini (Young) 1:0. 53. Lukaku (Blind) 2:0. 84. Rashford (Fellaini) 3:0.
Manchester United: De Gea; Young, Lindelöf, Smalling, Blind; Pogba (19. Fellaini), Matic; Mata (78. Rashford), Mchitarjan, Martial (70. Lingard); Lukaku.
Basel: Vaclik; Lang, Akanji, Suchy, Balanta, Riveros (77. Oberlin); Steffen, Xhaka, Zuffi, Elyounoussi, Van Wolfswinkel (66. Bua).
Bemerkungen: Manchester United ohne Bailly, Jones (gesperrt), Rojo (verletzt), Basel ohne Serey Die (verletzt). 22. Pfostenschuss Mchitarjan. Verwarnungen: 28. Balanta (Foul). 38. Young (Foul), 58. Blind (Foul), 61. Lang (Foul), 83, Xhaka (Foul). (sda/bal)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • AJACIED 13.09.2017 06:27
    Highlight Omg Gott habt ihr die andauernden Ausreden der Studio/Spielkommentatoren gehört🙈. Vor dem 2:0 ja sehr gut dies das!
    Und am Ende ja sie sind alle ein bisschen grösser, teurer Kader ect pp.
    Sry ich gebe zu Basel hat "zwischendurch" angemessen gespielt aber nie mit der Intelligenz oder der Überzeugung mal quer Zuspielen.
    Am Anfang sagt Mann holt Mann einen Punkt war es "sensationell" 🙈 verliert man eben 3:0 Janu standesgemäss. Omg
    Was haben die vom SRF erwartet nach 2 remis und einer Niederlage.
    Einfach mal spielen lassen und nicht immer Fantasie Prognosen von sich geben.

    13 12 Melden
  • w800 12.09.2017 23:39
    Highlight Der fcb ist diese saison schwach auch schwach im trainerstab mit wicky wird das nichts in europa..
    5 9 Melden
    • Alterssturheit 13.09.2017 09:20
      Highlight Hat ja vom FCB Stab auch keiner gesagt, dass man Europa erobern wird. Im Gegenteil, die Strategie ist mehr junge, eigene Spieler zu integrieren. Das damit im ersten Jahr - nach acht Meisterschafssiegen in Folge - (noch) keine grossen Stricke zerrissen werden ist darum klar und kalkuliert. Wird es eben dieses Jahr keinen Meistertitel geben, so what. Längerfristig wird es sich auszahlen.
      4 3 Melden

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