Sport

Trainer-Kaderschmiede FC Barcelona: Luis Enrique, José Mourinho (schon ausgeschieden) und Pep Guardiola im Jahr 1996. bild:twitter.com/sport_en

«Kennen wir uns nicht?» Die vier Trainer der heutigen Viertelfinalisten spielten einst alle zusammen bei Barcelona

15.04.15, 18:07

«The Class of '92» heisst eine Dokumentation über die Manchester-United-Mannschaft um David Beckham, Paul Scholes und Co. Wenn heute Abend die Champions-League-Partien zwischen Paris Saint-Germain und Barcelona sowie Porto und dem FC Bayern angepfiffen werden, dann gibt es das nächste Klassentreffen: Die vier Trainer der Teams spielten 1996 alle gemeinsam beim FC Barcelona.

Luis Enrique (Nummer zwei im obigen Tweet) spielt mit dem FC Barcelona gegen das von Laurent Blanc (Nummer vier) trainierte Paris Saint-Germain. Im zweiten Viertelfinal-Hinspiel zwischen dem FC Porto und dem FC Bayern München werden sich Julen Lopetegui (Nummer eins) und Pep Guardiola (Nummer drei) die Hände schütteln.

video:youtube.com/FC Barcelona

1996 standen die vier noch im selben Team – und konnten gemeinsam einen Titel feiern: Sie holten den spanischen Supercup gegen Atlético Madrid. Das Final-Hinspiel gewann Barça 4:2. Das Rückspiel, in dem alle vier gemeinsam auf dem Platz standen, verlor der spanische Top-Club zwar 1:3 – doch in der Summe reichte es zum Titelgewinn.

Eine Saison lang trainierte und spielte das Quartett zusammen, dann trennten sich ihre Wege. Lopetegui ging 1997 zu Rayo Vallecano, Blanc nach Marseille. Luis Enrique und Guardiola spielten hingegen noch bis 2001 zusammen, ehe Guardiola nach Brescia wechselte.

Spielbericht des Supercup-Finalrückspiels. screenshot: weltfussball.de

Co-Trainer des damaligen Barcelona-Teams war übrigens José Mourinho. Der trainiert heute den Premier-League-Club FC Chelsea, schied aber bereits im Achtelfinale aus, ausgerechnet gegen Paris mit Laurent Blanc an der Seitenlinie. Mourinho schwärmte später (noch vor seinen Disputen mit Guardiola) von der damaligen Atmosphäre in Barcelona: «In so einer Umgebung, mit Spielern solchen Kalibers, konnte man nur lernen.»

Porto-Coach Lopetegui ist vor dem Duell gegen Guardiolas Bayern voll des Lobes für seinen früheren Teamkollegen. «Alles, was er berührt, verbessert er», sagt er der «Süddeutschen Zeitung»: «Er liefert enorm viele Lösungen und hinterlässt immer den Eindruck, dass er nicht aufhört, einen Fortschritt zu erzielen. Es ist schlicht magnífico.»

So haben sich die Trainer verändert: Julen Lopetegui damals ...

bild: paneka.org

... und heute

Bild: EPA/LUSA

Pep Guardiola im Barcelona-Trikot ...

Bild: Mark Leech Sports Photography

... und als Bayern-Coach

Bild: KAI PFAFFENBACH/REUTERS

Luis Enrique, als Spieler für Barcelona ...

Bild: Bongarts

... und als Barça-Trainer

Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Laurent Blanc, «le President», im Barcelona-Trikot ...

Bild: Getty Images Europe

... und in der Trainingsjacke von Paris Saint-Germain

Bild: IAN LANGSDON/EPA/KEYSTONE

(bka)

Die Champions League im Zeitraffer – 23 Saisons, 130 Teams

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Alle sagen, moderner Fussball sei super. Ich sage: Im modernen Fussball haben sich Saumoden eingenistet, die mich laufend kotzen lassen

Gestern. Chelsea vs. PSG. Ibrahimovic foult Oscar. Rote Karte. Rudelbildung. Rudelbildung! Gefühlte 45 Minuten Rudelbildung! 

Von den Junioren bis zum Erreichen des Champions-League-Niveaus spielen Profis ungefähr eine Zillion Spiele und erleben dabei eine Zillion strittige Szenen. Und in wie vielen Fällen hat der Schiedsrichter seine Meinung geändert? Nie.

Nie.

Fucking NIE!

Meiner zweijährigen Tochter brauche ich die Dinge zwischen zwei- bis fünfmal zu sagen, bis sie es begreift. Ein Hund …

Artikel lesen