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Volle Konzentration FCB-Training vor der Partie gegen Sevilla.
Bild: KEYSTONE

Urs Fischer: «Es braucht sowieso zwei Topleistungen, wenn wir weiterkommen wollen»

Ohne den gesperrten Breel Embolo muss der FC Basel im Heimspiel gegen den FC Sevilla (19 Uhr im Liveticker) die Basis für den Vorstoss in die Europa-League-Viertelfinals legen. Der zweifache Titelverteidiger aus Andalusien ist vor allem auswärts verwundbar.

10.03.16, 06:34 10.03.16, 08:15

>>> Wir tickern die Partie heute ab 19 Uhr live!

«Es ist eine schwierige Aufgabe. Aber jede Aufgabe, die sich einem stellt, kann man auch lösen», sagte Urs Fischer 24 Stunden vor dem Achtelfinal-Hinspiel. Was alles möglich ist in einer K.o.-Runde, zeigte der FC Basel schliesslich vor zwei Wochen eindrücklich, als er sich mit dem fantastischen Finish gegen Saint-Etienne in letzter Minute in die Runde der letzten 16 spielte.

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Jetzt kündigt sich ein weiteres Highlight an. Die Hürde ist nochmals höher, weil mit dem FC Sevilla ein Gegner zugelost wurde, der sich in den letzten Jahren zum Dominator der Europa League entwickelt hat: Die Spanier holten sich 2006, 2007, 2014 und 2015 den Pokal.

Sevilla weiss, wie man die Europa League gewinnt (auf dem Bild der Titel von 2015).
Bild: GEPA pictures

In Ehrfurcht wird der FCB, der unter anderen auf den gesperrten Breel Embolo verzichten muss, nicht erstarren. Dass er sich auch vor renommierten Widersachern nicht versteckt, hat er in den vergangenen Saisons schon mehrfach bewiesen. Druck zu erzeugen, sieht Fischer ohnehin als ein probates Mittel an, um das technisch und spielerisch starke Sevilla zu Fehlern zu verleiten. Vor den rund 20'000 erwarteten Zuschauern am Donnerstag im St.Jakob-Park soll eine gute Ausgangslage für das eine Woche später in Andalusien stattfindende Rückspiel geschaffen werden.

Fischer will von Druck nichts wissen

Grundsätzlich wäre es Fischer wie den meisten Trainern lieber gewesen, zunächst auswärts anzutreten. So steht seine Mannschaft etwas mehr in der Pflicht, aber von erhöhtem Druck will er nichts wissen. «Es braucht sowieso zwei Topleistungen, wenn wir weiterkommen wollen.»

Urs Fischer: «Es braucht sowieso zwei Topleistungen, wenn wir weiterkommen wollen.»
Bild: KEYSTONE

Nimmt man die bisherige Saisonstatistik des FC Sevilla als Massstab, ist der derzeitige Fünfte der spanischen Meisterschaft auswärts allerdings viel verwundbarer als daheim. Sowohl in der Primera Division als auch im Europacup gelang der Truppe von Unai Emery noch kein Sieg in fremden Stadien. Im heimischen Pizjuan hingegen gewann sie zuletzt 15 Mal in Serie und schlug in dieser Saison schon Real Madrid, Barcelona und Juventus Turin.

Fischer hat sich viele Matches des FC Sevilla angeschaut und eine Mannschaft gesehen, die gut organisiert ist und Fussball spielen will. Mit ihren technisch beschlagenen Spielern kann sie viel Offensivdrang entwickeln. «Da muss man aufpassen, um nicht erdrückt zu werden.» Die berühmtesten Namen im Kader der Spanier sind die Routiniers José Antonio Reyes und Fernando Llorente, die aber nicht zur Stammformation gehören. Topskorer ist der Franzose Kévin Gameiro.

«Jede Statistik ist da, um sie zu aufzubessern»

Weil die Super-League-Partie vom Sonntag in Lugano dem Schnee zum Opfer gefallen war, hatte der FC Basel eine längere Erholungsphase als gedacht. Die zehntägige Pause seit der letzten Partie dürfte für den FC Basel kein Nachteil sein. Mangelnden Rhythmus musste Fischer nicht feststellen: «Wir haben am Sonntag ein wirklich sehr gutes Training gemacht. Die Mannschaft wäre bereit gewesen für Lugano.»

Durch die Spielabsage konnte sich der FC Basel auch etwas intensiver mit dem FC Sevilla beschäftigen. «Wir sind gut vorbereitet. Wir wissen, was auf uns zukommt», sagte Stürmer Renato Steffen. «Sie haben einige individuell sehr starke Spieler. Wir müssen geschlossen auftreten.»

Wie gefährlich spanische Mannschaften sind, weiss der FC Basel aus eigener Erfahrung nur zu gut. Aus den 16 Partien gegen Vertreter der Primera Division ging er nur zweimal als Sieger hervor, im Februar 2003 gegen La Coruña (1:0) und im April 2014 gegen Valencia (3:0). Der Erfolg im Europa-League-Viertelfinal gegen Valencia bleibt allerdings nicht in schöner Erinnerung, weil die Spanier sich letztlich dank einem 5:0-Heimsieg doch noch durchsetzten. Der Neo-Basler Steffen hat für die Zahlen nur ein mildes Lächeln übrig: «Das ist Vergangenheit. Jede Statistik ist da, um sie zu aufzubessern.» (sda)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • gevatter 10.03.2016 08:20
    Highlight Sehe es ähnlich wie Asmodeus. Nur fehlt mir ein wenig der Optimismus. Sevilla wird wohl zu stark sein. Wenns ideal läuft kann man heute im Heimspiel ein gutes Resultat erzielen zumal die Spanier auswärts die Seuche haben, aber im Rückspiel wird's dann wohl einige Tore eingeschenkt geben wie so oft gegen iberische Mannschaften. Leider.
    5 25 Melden
    • UncleHuwi 10.03.2016 12:23
      Highlight du wirst wahrscheinlich (und leider) recht behalten. Mit viel Kampf und ein bisschen Glück könnte ein weiterkommen drinliegen. Hoffen wir das beste!
      2 5 Melden
  • Asmodeus 10.03.2016 07:56
    Highlight Ich drücke dem FCB die Daumen und hoffe auf ein Weiterkommen aber die Hürde ist verdammt hoch.

    Basel hatte in der Vergangenheit oft Mühe mit dem spanischen Spielstyl und Sevilla wird den FCB nicht unterschätzen.

    Trotzdem werde ich heute Abend noch Geld auf den FCB setzen. Man gönnt sich ja sonst nichts und die Mannschaft hat noch ab und zu positiv überrascht :)
    15 24 Melden
  • FlowsNMProduction 10.03.2016 07:08
    Highlight Allez FCB! Ich hoffe schwer, dass heute Abend mehr als die hier genannten 20'000 im Joggeli sein werden und den FC Basel vorantreiben werden.
    14 24 Melden

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