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Götze bedrängt Seferovic: Beide schafften bei den Grossen den Durchbruch. Bild: AP

Neymar, Götze und Co.: Diese Topstars schlug die U17-Nati auf dem Weg zum WM-Titel

Acht Jahre ist es nun schon her, seit die Schweizer U17-Nationalmannschaft Weltmeister wurde. Mit Granit Xhaka, Ricardo Rodriguez oder Haris Seferovic gehören heute einige zu den Ankern der A-Nati. Das ist bei den damaligen Gegnern nicht anders. Wen wir da alles schlugen!

15.11.17, 14:45 16.11.17, 06:54

Diese Story ist zweigeteilt. Zunächst blicken wir auf den Turnierverlauf der Schweiz zurück und schauen, welche Spieler des Gegners den ganz grossen Durchbruch geschafft haben. Weiter unten in der Story findest du weitere Akteure, die an der U17-WM 2009 in Nigeria im Einsatz standen und heute Stars sind.

🇲🇽 Mexiko

Die Schweiz gewinnt das erste Gruppenspiel dank einem Treffer von Pajtim Kasami (derzeit beim FC Sion) und einem Eigentor der Mexikaner mit 2:0.

Diego Reyes

52 Länderspiele. Olympiasieger 2012, WM-Teilnehmer 2014. Heute bei Porto unter Vertrag. Bild: AP

🇯🇵 Japan

Im zweiten Gruppenspiel feiert die Schweiz einen mitreissenden 4:3-Erfolg. Sie wendet einen 0:2-Rückstand nach 20 Minuten, Haris Seferovic (zwei Tore), Granit Xhaka und Ricardo Rodriguez sorgen für die Wende. Japan gelingt in der 93. Minute nur noch Resultatkosmetik.

Takashi Usami (rechts)

19 Länderspiele. Spielte bei Bayern München, Hoffenheim, Augsburg und aktuell für Fortuna Düsseldorf. Bild: EPA

Gaku Shibasaki

14 Länderspiele. Spielt seit dem Sommer für Getafe, traf im September zur Führung gegen Barcelona (1:2). Bild: EPA/EFE

Ryo Miyaichi

2 Länderspiele. Gehörte Arsenal, wurde u.a. an Feyenoord und Bolton ausgeliehen. Spielt aktuell für St.Pauli. Bild: Bongarts

🇧🇷 Brasilien

Nassim Ben Khalifa (nach Wanderjahren heute beim FC St.Gallen) erzielt im abschliessenden Gruppenspiel den Treffer zum 1:0-Sieg über den Topfavoriten.

Neymar

82 Länderspiele, 53 Tore. Seit dem Wechsel im Sommer für 222 Millionen Euro von Barcelona zu Paris St-Germain der teuerste Fussballer der Geschichte. Bild: EPA/EPA

Philippe Coutinho

31 Länderspiele. Begehrter Offensivmann des FC Liverpool. Bild: AP

Casemiro

20 Länderspiele. Defensiver Allrounder, dreifacher Champions-League-Sieger mit Real Madrid. Bild: EPA

Allison

20 Länderspiele. Seit 2016 bei der AS Roma. Bild: EPA/ANSA

🇩🇪 Deutschland

Achtelfinal-Drama in Lagos! Rodriguez bringt die Schweiz in Führung, welche Mario Götze ausgleicht. Dank Seferovic ist wieder die Schweiz vorne, Florian Trinks erzwingt die Verlängerung. André Goncalves (heute bei Schaffhausen) und Ben Khalifa vom Penaltypunkt sorgen für eine 4:2-Führung, Yunus Malli bringt Deutschland noch einmal heran, doch die U17-Nati rettet die Führung über die Zeit.

Marc-André ter Stegen

18 Länderspiele. Wechselte 2014 von Mönchengladbach zum FC Barcelona. Bild: EPA/EFE

Mario Götze

63 Länderspiele. Siegtorschütze im WM-Final 2014, ging von Dortmund zu den Bayern und wieder zurück zum BVB. Bild: EPA

Shkodran Mustafi

20 Länderspiele. Weltmeister 2014, spielt bei Arsenal. Bild: Bongarts

Marvin Plattenhardt

4 Länderspiele. Leistungsträger bei Hertha BSC. bild: AP

Kevin Volland

10 Länderspiele. Torjäger bei Hoffenheim, seit 2016 bei Bayer Leverkusen. Bild: EPA

Yunus Malli (links)

Wechselte die Nation: 14 Länderspiele für die Türkei. Regisseur des FSV Mainz, seit dem Sommer in Wolfsburg. Bild: EPa

🇮🇹 Italien

Im Viertelfinal trifft Ben Khalifa im dritten Spiel in Folge. Seine Führung gleicht Federico Carraro (zuletzt bei Modena in der Serie C, aktuell vereinslos) aus. Oliver Buff (nach Jahren beim Heimklub FC Zürich seit dem Sommer bei Real Saragossa in der zweiten spanischen Liga) erzielt den 2:1-Siegtreffer.

Stephan El Shaarawy

23 Länderspiele. War ein grosses Versprechen bei Milan, spielte auch in Monaco und momentan für die AS Roma. Bild: Ap

Mattia Perin

1 Länderspiel. Wurde als möglicher Buffon-Nachfolger gehandelt, ehe Gianluigi Donnarumma auf der Bildfläche erschien. Stammgoalie von Genoa. Bild: EPA/ANSA

🇨🇴 Kolumbien

Der Halbfinal wird zu einer Schweizer Gala. Mit einem 4:0-Erfolg stürmen die Youngster von Trainer Daniel Ryser ins Endspiel: Ben Khalifa (Penalty), Seferovic, Bruno Martignoni (derzeit bei Chiasso) und Rodriguez sind die Torschützen.

Santiago Arias

38 Länderspiele. An der WM 2014 im Einsatz, spielt für den PSV Eindhoven, mit dem er zwei Mal Meister wurde. Bild: EPA/EFE

Jeison Murillo

25 Länderspiele. War bei Inter Mailand, seit dem Sommer bei Valencia. Bild: AP

🇳🇬 Nigeria

63'000 frenetische Fans feuern das Heimteam im Final in Lagos an, doch die U17-Nati bleibt cool. Ein Kopfball von Haris Seferovic ins Tor der Nigerianer zum 1:0 sorgt für den historischen Titelgewinn der jungen Schweizer.

Kenneth Omeruo

34 Länderspiele. Afrika-Cup-Sieger 2013, WM-Teilnehmer 2014. Gehört seit 2012 Chelsea, das ihn seither permanent ausleiht, aktuell an Kasimpasa. Bild: AP

Ogenyi Eddy Onazi

48 Länderspiele. Afrika-Cup-Sieger 2013, WM-Teilnehmer 2014, spielte bei Lazio und aktuell bei Trabzonspor. Bild: AP

Larry Kayode

4 Länderspiele. 2012 ein Jahr in Luzern (ein vier Minuten kurzer Einsatz in der Super League), letzte Saison Torschützenkönig in Österreich. Danach der Wechsel von Austria Wien zu Manchester City, das ihn in Girona parkierte. Bild: AP

Abdul Ajagun

22 Länderspiele, 12 Tore. Spielte längere Zeit bei Panathinaikos (u.a. an der Seite von Mladen Petric), seit dem Sommer beim KV Kortijk in Belgien. Bild: EPA/ANA-MPA

🌍 Rest der Welt

Das waren also alles Spieler, die sich der Schweiz auf dem Weg zum WM-Titel in den Weg stellten. Am Turnier 2009 in Nigeria waren insgesamt 24 Teams dabei und unter anderem diese späteren Stars, die damals nicht auf die Schweiz trafen:

Alvaro Morata (Spanien)

21 Länderspiele. Goalgetter bei Real Madrid, Juventus Turin, aktuell Chelsea. Bild: AP

Isco (Spanien)

24 Länderspiele. Regisseur bei Real Madrid. Bild: AP

Koke (Spanien)

29 Länderspiele. Mittelfeldspieler von Atlético Madrid. Bild: EPA/EFE

Heung-min Son (Südkorea)

61 Länderspiele. Offensiv-Star beim HSV, Leverkusen und aktuell Tottenham. Bild: AP

Stefan de Vrij (Niederlande)

32 Länderspiele. Verteidigte für Feyenoord und macht das seit 2014 für Lazio. Bild: EPA/ANSA

Bruno Martins Indi (Niederlande)

34 Länderspiele. Abwehrspieler für Feyenoord, Porto und seit 2016 mit Xherdan Shaqiri bei Stoke City. Bild: EPA

Oghuzan Özyakup (Niederlande)

Wechselte die Nation: 32 Länderspiele für die Türkei. Schaffte bei Arsenal den Durchbruch nicht, spielt seit 2012 bei Besiktas, mit dem er zwei Mal Meister wurde. Bild: AP

Bertrand Traoré (Burkina Faso)

43 Länderspiele. Angreifer, der schon für Chelsea und Ajax spielte und traf, seit dieser Saison in Lyon. Bild: AP

Yeltsin Tejeda (Costa Rica)

35 Länderspiele. WM-Teilnehmer 2014, seit 2016 bei Lausanne-Sport. Bild: AP

Joel Campbell (Costa Rica)

70 Länderspiele. Stürmte sehr jung für Arsenal, später für Olympiakos und Sporting, aktuell bei Betis Sevilla. Bild: EPA/EFE

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • StevieG 15.11.2017 16:44
    Highlight Die Leistung von Dani Rysers Jungs war wahrhaftig weltmeisterlich!
    44 1 Melden
  • Jogut 15.11.2017 15:21
    Highlight Schon krass, dass die schweiz die brasilianer mit neymar, coutinho und casemiro schlug!
    94 2 Melden
  • Pana 15.11.2017 15:01
    Highlight Was, die Nigerianer spielen immer noch? Dachte die wären seit Jahren pensioniert ;)
    96 6 Melden
    • Millbo 15.11.2017 17:02
      Highlight Ich mag dein Profilbild, Red John :)
      12 0 Melden
    • crossover 15.11.2017 17:55
      Highlight das ist Roy Tagliaferro, nicht Red John
      1 2 Melden
    • Pana 15.11.2017 17:59
      Highlight Danke, mir auch.

      Tyger, Tyger.
      1 0 Melden

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